Archive for Februar 2013

Avantgarde Underground Trash Buchneuheiten Liste 2

Februar 22, 2013

Die vorhergehenden Listen können noch allesamt im Archiv unter wormsverlag.wordpress.com abgerufen werden.

Barbara Sichtermann: Ein freies Frauenzimmer
Caroline Schlegel-Schelling

144 S., geb., Edition Ebersbach 2013 (erscheint März) 15,80 EUR
Zum 250. Geburtstag am 2.9.1763 von Dorothea Caroline Albertine, geborene Michaeli, verwitwete Böhmer, geschiedene Schlegel, wieder verheiratet Schelling, wirft Barbara Sichtermann einen neuen Blick auf die Intellektuelle, die Verfolgte, die Gastgeberin, die Liebhaberin und verfolgt ihre Lebensstationen in Göttingen, Gotha, Clausthal, Marburg, Mainz, Königstein, Jena, Würzburg und München. Verehrt, verrufen, geliebt, gemieden, unverstanden, unvergessen. Man hat schon manches von ihr gehört: von Caroline Schlegel-Schelling (1763 – 1809), der großen Dame der Frühromantik, Anregerin und Mitarbeiterin der Brüder August Wilhelm und Friedrich Schlegel, „Chorführerin“ der interessantesten Stimmen im Jena des ausgehenden 18.Jahrhunderts, Ehefrau und Debattenpartnerin Friedrich Schellings. In ihren Briefen hat sich Caroline ausführlich der Selbstreflexion und Selbstvergewisserung gewidmet; sie hat sich bemüht, als Frau so zu leben, wie ihre Zeit es von den Frauen erwartete, und doch zugleich als Mensch mit Geist und Eigenwillen einen Weg zu gehen, auf dem sie immer wieder intellektuell gefordert wurde. Heitere Gelassenheit machte sie für sich zu einer Art Losung ihrer Lebensphilosophie. Das Schicksal erschwerte es ihr außerordentlich, dieser Devise treu zu bleiben. Aber sie schaffte es doch – weil sie ihre innere Freiheit, getreu ihrer „Ahnung von Ungebundenheit“, durch alle Wechselfälle des Lebens zu bewahren verstand. Wie das so geht mit großen Geistern, jede Epoche interpretiert sie anders. Und jetzt, im 21.Jahrhundert, 250 Jahre nach der Geburt der Caroline Michaelis in Göttingen, wirft Barbara Sichtermann wieder einen neuen, durchaus faszinierenden Blick auf das freie Frauenzimmer.

Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin
Eine Klatsch- und Kulturgeschichte der Frauen

144 S., geb., Edition Ebersbach 2013 (erscheint März) 15,80 EUR
Ein Rückblick auf Berlins turbulente 20/30er Jahre, in denen Männer über die Moderne geschrieben und Frauen sie gelebt haben. „Die wilden Jahre in Berlin“, erstmals 1999 erschienen, werden nun als 50.Jubiläumsband der Reihe blue notes wieder aufgelegt.
Berlin ist arm, aber sexy. Das war schon in den Zwanziger Jahren so. Grund genug, sich an die turbulente Zeit zu erinnern, in denen Berlins vitale Energie auf allen Gebieten der Kunst und Kultur erstrahlte. Auch Frauen profitieren davon, und zwar vor und auf der Bühne Berlin. Mit Bubikopf und Zigarette stürzen sie sich – emanzipiert, unabhängig, frech und lebenslustig – in das aufregende Leben der Metropole. Das neue Lebens- und Körpergefühl drückt sich auch im Tanz aus. Wenn Anita Berber nackt und Valeska Gert in weitabstehenden Pluderhosen, das Gesicht grell geschminkt wie ein Clown, die Bühne betreten, gerät das Publikum außer Rand und Band. Berlins weibliche Topographie – das sind außerdem die Salons und Cafes, hier vor allem das Romanische Cafe ehemals gegenüber der Gedächtniskirche, in dem die Berliner Boheme und natürlich Else Lasker-Schüler verkehrt; das sind auch die Lesbenclubs, in denen die Kabarettistin Claire Waldoff im sog. „Etonboy-Anzug“ auftritt. Frauen erobern die letzten Männerdomänen: sie fahren Auto, boxen, schreiben, malen und filmen. Diese jungen Wilden stammen aus den besten Familien: Erika Mann, Ruth Landshoff-York, Pamela Wedekind, Vicki Baum, Helen Hessel, Renee Sintenis; schließlich die beiden berühmtesten Berlinerinnen: Marlene Dietrich und Leni Riefenstahl. Die Leserinnen und Leser erwartet eine rasante Bilanz weiblicher Kunst und Kultur.

Ruth Landshoff-Yorck im Aviva-Verlag

Die Vielen und die Einen 190 S., geb. 16,50 EUR
Eine junge Reporterin in New York und in den europäischen Metropolen

Roman einer Tänzerin 160 S., geb. 16,50 EUR
Eine skandalträchtige Tänzerin im Paris der 1920er Jahre. Erstausgabe aus dem Nachlass

In den Tiefen der Hölle 270 S., geb. 19,50 EUR
Frauenmorde an den Ufern der Seine. Erstausgabe aus dem Nachlass

Die Schatzsucher von Venedig 168 S., Pb., (erscheint März 2013) 13,90 EUR
Erstausgabe aus dem Nachlass. Wilde Jagd in der Lagunenstadt. Auf einer Abendgesellschaft in einem venezianischen Palazzo verquicken sich die Schicksale des amerikanischen Geschwisterpaares Madelin und Jack mit denen einer illustren Partygesellschaft. Ob ein gefeierter Theaterregisseur, extravagante Witwen oder verarmte italienische Aristokraten – alle sind auf der Suche nach ihrem persönlichen Schatz. Der Verlust einer kostbaren Brosche, die in einer hitzigen Verfolgungsjagd gesucht wird, führt Madeline durch die nächtlichen Gassen der Lagunenstadt. Die deutsch-jüdische Schriftstellerin Ruth Landshoff-Yorck lässt in ironisch frechem Ton durch den unvoreingenommenen Blick der jungen Madelin eine lebendige und gegenwärtige Stadt entdecken, die sie selbst sehr gut kannte. Ruth Landshoff-Yorck hielt sich häufig in Venedig auf, wo ihr Liebhaber Karl Vollmoeller den Palazzo Vendramin, Richard Wagners Sterbehaus am Canal Grande, dauerhaft gemietet hatte. Auch ihre Freundin Annemarie Schwarzenbach besuchte sie dort bei einem ihrer Venedigaufenthalte.

Ruth Landshoff-Yorck, 1904 in Berlin geboren, entstammte dem jüdischen Bürgertum und war die Nichte des Verlegers Samuel Fischer. Sie zählte zur Berliner Bohme und war befreundet mit Klaus und Erika Mann und Annemarie Schwarzenbach. Sie schrieb Reise-Feuilletons und andere Artikel über Autos, Mode und die moderne Frau für Zeitschriften wie „Tempo“ oder „Die Dame“. 1930 erschien ihr erster Roman „Die Vielen und der Eine“. Gerade als Landshoff-Yorck in der literarischen Szene Fuß fasste, wurde ihre Karriere abrupt beendet. Hitlers Machtergreifung verhinderte das Erscheinen ihrer zu Beginn der 1930er Jahre verfassten Bücher „Roman einer Tänzerin“ und „Die Schatzsucher von Venedig“. 1937 emigrierte die Autorin in die USA und lebte bis zu ihrem Tod 1966 als Theaterautorin, Publizistin und Übersetzerin in New York.

Erich Mühsam: Tagebücher Bd. 4: 1915
320 S., geb. Verbrecher Verlag erscheint Mai 2013 28,00 EUR
DAS KRIEGSJAHR 1915: Mühsams Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Ge metzels zerschlagen sich, der Friede rückt in immer weitere Ferne. Er braucht das Tagebuch jetzt, um die Wahrheit aus den verlogenen Presse -meldungen herauszufiltern. Wer hat diesen Krieg angezettelt? Wer kann ihn beenden? Wo kann er sich und seine Überzeugungen geltend machen? In der kaisertreuen SPD bahnen sich Umbrüche an – der linke Flügel ver weigert neue Kriegskredite, die Spaltung der Partei bahnt sich an. Gespannt verfolgt Mühsam die Entwicklung und sucht nach Verbündeten für eine Antikriegsbewegung unter anarchistischen Vorzeichen: bei Pazifisten, linken Sozialdemokraten, Anarchisten. Auch in der Münchener Boheme geht der Tod um. Die Reihen lichten sich, die Stammtischkrieger werden immer nervöser. Mühsam muss befürchten, an die Front geschickt zu werden, und ist fest entschlossen, eher zu sterben als zu töten. Derweil drückt die Geldnot schlimmer als je zuvor. Zenzl, die Geliebte, bietet ihm Hilfe und Trost, aber auch sie braucht Unterstützung. Retten kann ihn nur der baldige Tod des Vaters, die große Erbschaft. Und mit dem langersehnten Telegramm tritt endlich die Wende ein: Mühsam heiratet Zenzl, gründet einen Hausstand und will Dramen und Gedichte schreiben – doch es bleibt nur Zeit für das Tagebuch, das längst zu seinem Hauptwerk geworden ist.

Emma Goldman: Gelebtes Leben – Autobiographie
928 S., geb., Edition Nautilus 2010 34,90 EUR
Emma Goldman, »die rote Emma«, war zu ihren Lebzeiten eine gleichermaßen verehrte wie gefürchtete Symbolfigur des Anarchismus. Sie wurde bekannt durch ihre Schriften, ihre Reden und ihre engagierten Kampagnen für die Rechte der Arbeiter, für Geburtenkontrolle, gegen die Wehrpflicht und für die Friedensbewegung. 1886 war sie im Alter von siebzehn Jahren aus Russland in die USA emigriert. Durch die Hinrichtung der Aufständischen vom Chicagoer Haymarket und die Begegnung mit Johann Most politisiert, erkannte sie bald ihr großes rhetorisches Talent und setzte es bei Vorträgen und Agitationsveranstaltungen ein, wo sie für verschiedenste Belange der Arbeiter und der Unterdrückten kämpfte. Sie wurde mehrere Male zu Gefängnisstrafen verurteilt und 1917, im Zuge der Anarchistenhetze und der Kriegsbegeisterung in der Gesellschaft, nach Russland deportiert, wo sie Zeugin der Auswirkungen der Russischen Revolution wurde. Enttäuscht von der diktatorischen Herrschaft der Bolschewiki, verbrachte sie einige Jahre in Frankreich, wo sie in den zwanziger Jahren ihre Autobiografie verfasste. 1936 nahm sie am Spanischen Bürgerkrieg teil. 1940 starb sie in Toronto. 2010 jährte sich Emma Goldmans Todestag zum 70. Mal.

Franz Jung: Das Trottelbuch
96 S., geb., Edition Nautilus 2013 (erschienen 9.Januar) 14,00 EUR
Zum 50.Todestag von Franz Jung am 21.Januar 2013 sein skandalöses Buch als Sonderausgabe. Als vor 100 Jahren das Trottelbuch erschien, war das ein fulminantes Debüt eines Autors, der später zu einer Legende wurde. Ein „junger Wilder“, der in München und Berlin in der literarischen Subkultur verkehrte, provozierte die bürgerlichen Vorstellungen zutiefst. In einem Cafehaus sitzen ein paar junge Männer, trinken und lesen sich ihre Texte vor. Heftig, abgehackt und assoziativ hält die Künstlerboheme mit ihren Saufgelagen und ihrer Wut auf Gutbürgerliche Einzug in die Literatur. Der Zerfall der bürgerlichen Identitäten, der Geschlechterrollen, die Befreiung der Sexualität – der Einbruch der Moderne in die psychologische Verfasstheit finden sich in der Figur des „Trottels“ wieder, der willensschwach, dämonisch und barbarisch auftritt und zutiefst einsam bleibt. Franz Jung hatte in Leipzig, Jena und Breslau Volkswirtschaft, Jura, Kunst und Theologie studiert und war 1911 nach München gezogen. Hier war er in engen Kontakt mit Erich Mühsam und der Münchner Boheme. 1913 zog er nach Berlin und gehörte dort zum Kreis der Künstler, aus denen die Dada-Bewegung entstand. Jung führte ein abenteuerliches Leben als Roman- und Theaterautor, Herumtreiber und revolutionärer Aktivist.

DADA Berlin. Texte, Manifeste, Aktionen
Reclam 4,40 EUR

DADA Zürich. Texte, Manifeste, Dokumente
Reclam 4,60 EUR

Ronald M. Schernikau: so schön. ein utopischer Film
116 S., Verbrecher Verlag 2012 18,00 EUR
Der Autor ist bereits vor 22 Jahren gestorben. Das Buch ist ein literarisches Drehbuch für einen utopischen Film, der im Westberlin der frühen 80er Jahre spielt. Es geht um Kommunismus und Homosexualität, Ideale von freier Liebe und eine Realität, in dem man sein Schwulsein manchmal besser versteckt (Robert Best in der „Jungen Welt“).

Wolfgang Müller: Subkultur Westberlin 1979 –1989. Freizeit
600 S., Fundus 203, philo fine arts 2012 24,00 EUR
Angeschoben von den Impulsen des Punk entwickelt sich in Westberlin Ende der Siebziger eine vielfältige Subkultur. Super-8-Kinos, Bands und Minilabels werden gegründet, Fanzines kopiert, illegale Bars und Punkclubs wie das Risiko werden zu Treffpunkten der »Antiberliner«: Punks, Alternative, Industrial- und Elektronikfans, Polit-Anarchos, Lesben, Schwule, Queers und Künstler mit oder ohne Werk. In diesem Umfeld erscheint im Merve Verlag 1982 das Manifest des subkulturellen Westberlin: »Geniale Dilletanten« –benannt nach der »Großen Untergangsshow« im Tempodrom. Herausgeber des Bändchens ist Wolfgang Müller, Mitbegründer der Gruppe Die Tödliche Doris. Die Band spielt sowohl in besetzten Häusern als auch in Kunstkontexten. In seiner nun vorliegenden, furios erzählten Geschichte der Westberliner Subkultur der Jahre 1979 bis 1989 setzt Müller Die Tödliche Doris in den Fokus damaliger Entwicklungen und Verhältnisse. Selbst Protagonist jener Geschehnisse, die erbeschreibt, liefert er ein Stück Zeitgeschichte aus Insider-Perspektive: kenntnisreich, witzig, respektlos. So treten neben vielen anderen auf: Gudrun Gut, Die Einstürzenden Neubauten und Iggy Pop in einer Telefonzelle, Christiane F., der spätere Loveparade-Gründer Dr. Motte und Ratten-Jenny, die 1978 Martin Kippenberger attackierte. Aber auch Orte werden aufgerufen – die Flohmärkte oder illegale Kulturstätten wie der Kuckuck. Subjektiv, geistreich und aus dem Vollen schöpfend schließt Wolfgang Müller eine Lücke im Verständnis dieser Zeit. Wolfgang Müller, 1957 geboren, lebt als Künstler, Musiker und Autor in Berlin.

Anja Röhl: Die Frau meines Vaters. Erinnerungen an Ulrike
160 S., geb., Edition Nautilus 2013 (erscheint 27.Februar) 18,00 EUR
In ihren Kindheits- und Jugenderinnerungen zeichnet Anja Röhl (Tochter aus erster Ehe von Klaus Rainer Röhl), ein Portrait der autoritären und lebensfeindlichen Gesellschaft der 1950er und 60er Jahre in Deutschland. Als Kind geschiedener Eltern ist sie einsam und unsicher. Erst die moderne, antiautoritäre zweite Frau ihres Vaters, zu dem sie an den „Papi-Tagen“ geht, bringt ihr Verständnis, Zuwendung und Vertrauen entgegen: Es ist Ulrike Meinhof. Die Dankbarkeit für diese Erfahrung prägt auch die Beziehung zu Ulrike nach deren Trennung von Mann und Kindern. Anja Röhl bleibt ihr verbunden, besucht sie im Gefängnis, schreibt ihr Briefe, allen Anfeindungen zum Trotz und obwohl sie Ulrikes politische Position nicht teilt. Ein Dokument der Zeit- und Mentalitätsgeschichte der frühen Bundesrepublik, aus der Perspektive eines Mädchens erzählt.

Pola Kinski: Kindermund
267 S., geb., Insel Verlag 2013 19,95 EUR
Autobiografie einer zerstörten Kindheit. Pola Kinski erzählt, wie es war, die Tochter des Enfant terrible des deutschen Films zu sein, und sie rechnet ab, so unsentimental wie schonungslos: mit ihrem Vater Klaus Kinski, für den es als selbstverständlich galt, sich über alle Grenzen hinwegzusetzen, und der es skrupellos in Kauf nahm, das Leben des eigenen Kindes zu zerstören.

Alexandre Lacroix: Kleiner Versuch über das Küssen
181 S., geb., Matthes & Seitz Berlin 2013 17,90 EUR
Kindliche tastende Küsse, jugendliche übermütige Knutschereien, erwachsene Ritual gewordene Begrüßungs-, Dankes oder Liebesküsse: In diesem schwungvollen Essay zeichnet Lacroix die Kulturgeschichte des Kusses nach. Leichthändig und humorvoll, ausgehend von so manchen eigenen Erfahrungen, folgt er der Praktik des Küssens vom antiken Rom und der griechischen Mythologie bis hin zur Hollywood-Industrie. Er zieht Theorien heran von den platonischen Kugelmenschen über die Dichter der Renaissance bis zu Sigmund Freuds psychoanalytischen Ausdeutungen. Doch so viel er auch schreibt und deutet, so gründlich er den Akt auch ausdeutet – letztlich geht es doch immer um das Glück, das einen durchströmt, wenn man seine Lippen auf diejenigen des geliebten Menschen legen kann. Alexandre Lacroix, geboren 1975, Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph, arbeitete nach seinem Studium einige Zeit als Stratege in einer Werbeagentur, bis er seine Kündigung einreichte und aufs Land zog. In den folgenden Jahren lebte er in einem Dorf im Burgund, schrieb dort Romane und publizierte viele Essays und Zeitungsartikel. 2005 kehrte er nach Paris zurück und gründete 2006 die Zeitschrift Philosophie Magazine, die er seitdem als Chefredakteur leitet. 2007 und 2010 in Frankreich zum Magazin des Jahres gekürt, wurde auch die deutsche Ausgabe des Philosophie Magazins 2011 nach seinem Vorbild gegründet und arbeitet mit ihm in engem Austausch. Lacroix hat drei Kinder und unterrichtet neben seiner journalistischen Tätigkeit Kreatives Schreiben an der Sciences Po in Paris.

Shereen El Feki: Sex und die Zitadelle
Liebesleben in der sich wandelnden arabischen Welt

416 S., Hanser Verlag 24,90 EUR
Fünf Jahre lang hat die Autorin Menschen in arabischen Ländern befragt, welche Rolle Sex in ihrem Leben spielt.

Jens Bergmann: Ich, Ich, Ich. Wir inszenieren uns zu Tode
240 S., geb., Metrolit Verlag 2013 18,99 EUR
Lauter, schriller, penetranter: Der Kampf um Aufmerksamkeit zieht sich durch alle Sphären unserer Gesellschaft. Wer das Spiel mit den Images beherrscht, wird bekannt, erkannt, prominent. Wie funktioniert die Kunst der Selbstinszenierung? Warum interessieren wir uns für das öffentliche Schauspiel? Und wohin führt es? „Jens Bergmann ist ein Kunststück eigener Art gelungen, eine kluge Soziologie des Seichten. Seine Analyse der schönen Oberflächen und der Prominenten-Spektakel liest man zuerst mit Staunen, dann mit einem Lachen und zum Schluss mit Entsetzen. Am Ende des Tages geht es, so zeigt dieses Buch gleichermaßen präzise und amüsant, im Geschäft mit den Stars und Sternchen um Aufmerksamkeit und einen großen Sack mit Geld.“ – (Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft)

Atto Melani: Die Geheimnisse der Konklaven und die Laster der Kardinäle
96 S., Pb., Klett-Cotta 9,95 EUR
„Rom darf man niemals unterschätzen, muss ihm aber immer schmeicheln.“ Hinter den Kulissen einer Papstwahl. Keiner kannte die Umstände einer Papstwahl besser als er, der Meisterintrigant vor und hinter den Kulissen: Atto Melanie (1626 – 1714), kastrierter Sänger und Spion des Sonnenkönigs bei den Papstwahlen, war eine der schillerndsten Figuren des Absolutismus. In diesem Buch erklärt er, wie man sich einen Papst wählt. „Melani beschreibt anschaulich die Perfidie, die es braucht, einen gewünschten Kandidaten durchzusetzen“ (Johann Schloemann, Süddeutsche Zeitung).

Peter Fuhrmann: Musikmetropole Köln. Provinz und Weltbedeutung
272 S., geb., Dittrich Verlag 2013 (erscheint 5.März) 19,80 EUR
Günter Wand, Walter Braunfels, Kurt Edelhagen, Bernd Alois Zimmermann, Reinhard Göbel, Klaus der Geiger, Mauricio Kagel, Philipp Röhl, Gigi Campi, Karlheinz Stockhausen, Manfred Schoof, Willy Schneider…. Als Musikstadt ist Köln besonders nach dem Zweiten Weltkrieg zu internationaler Bedeutung gelangt. Die Musik der Avantgarde fand hier weltweit ihr wichtigstes Zentrum. Alles, was Rang und Namen hatte, fand sich in der Rheinmetropole ein. Dieser Drang hatte schon im 19.Jahrhundert mit Komponisten wie Johannes Brahms, Giuseppe Verdi, Gustav Mahler oder Richard Strauss seinen Anfang genommen. Er setzte sich bei Dirigenten wie Otto Klemperer, Erich Kleiber, Fritz Busch und zahlreichen Sängern und Instrumentalisten weit über die Stadt hinaus fort. Die Grenzen zwischen E- und U-Musik wurde in den letzten Jahrzehnten zunehmend aufgehoben. Neue Namen wie Wolfgang Niedecken, Höhner und Bläck Föss drängten nun in den Vordergrund und wurden auch überregional schnell zum Begriff. Köln, dessen Bürger womöglich nicht alle wissen, welche musikalischen Schätze die Stadt inzwischen beherbergt, kann sich außerhalb seiner Grenzen sehen lassen: mit einer Fülle an Institutionen, Rundfunkanstalten, Orchestern, Verlagen, Museen, einer Medien- und Musikhochschule und vielen kulturellen Initiativen unterschiedlichster Art. Peter Fuhrmann hat als fachkompetenter Journalist jahrzehntelang die Vielfalt der musikalischen Aktivitäten in Köln mit Engagement, Distanz und kritischem Blick begleitet und in diesem Buch auch die historische Sicht aufgearbeitet. Kritische Wertungen und aktuelle Bekenntnisse blieben dabei nicht ausgespart.

Pussy Riot ! Ein Punk Gebet Für Freiheit
144 S., Edition Nautilus 2012 9,90 EUR
Pussy Riot ist ein feministisches Kunst-Performance-Kollektiv aus Moskau. Gegründet 2011, machen sie öffentliche Performance-Auftritte als Angriff auf die russische Politik. Im Februar 2012 wurden drei Mitglieder der Gruppe verhaftet, nachdem sie in der Christi-Erlöserkirche in Moskau in bunten Strumpfmasken mit einem „Punk-Gebet für Freiheit“ gegen Putin protestiert hatten. Maria Aljochina, Nadescha Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch wurden zu feministischen Ikonen, ihre Verhaftung und die Gerichtsverhandlung wurden von Aktivisten und Künstlern in der ganzen Welt solidarisch begleitet und sie waren auch nominiert für den „Preis für das Unerschrockene Wort“ der Lutherstädte durch die Stadt Wittenberg. Trotz der Unterstützung und der Medienaufmerksamkeit in Russland und im Ausland wurden sie im August 2012 schuldig gesprochen und zu zwei Jahren Haft im Straflager wegen „Rowdytum aus religiös motiviertem Hass“verurteilt.

Rock `n` Pop Museum Gronau (Hrsg.)
ShePop – Frauen.Macht.Musik.Begleitkatalog

270 S., Pb., Telos Verlag 2013 17,95 EUR
Der Katalog lädt dazu ein, in ein Stück der Rock- und Popgeschichte einzutauchen, die durch bedeutsame Musikerinnen und Aktivistinnen unterschiedlichster Fasson geprägt ist. Im Mittelpunkt steht das musikalische und kulturelle, das kreative und organisatorische Tun all dieser Beteiligten aus den drei Schaffensbereichen „Vor“, „Auf“ und „Hinter der Bühne“. In einer faktischen Bestandsaufnahme präsentiert der Katalog durchaus subjektive Positionen, die einen Eindruck von den Schwierigkeiten, aber auch den Erfolgen jahrzehntelanger Emanzipations- und Selbstbehauptungskämpfe konkretisieren und sehr lebensnah erden. Dabei soll nicht „die“ Geschichte von Frauen in „der“ populären Musik erzählt werden, sondern es werden Schlaglichter geworfen auf charakteristische Geschichten von Frauen in den unterschiedlichen Phasen, Genres und Arbeits- bzw. Kunstbedingungen, von Sängerinnen und Tänzerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts über Damenkapellen, Punk und Riot Grrrls, Pussy Riot, DJanes bis zu Auflösungsversuchen der kulturellen Kategorie Geschlecht wie bei Queer oder im Gaga-Feminism.
Der Katalog enthält Beiträge von u.a. Sheila Whiteley, Anette Baldauf & Katharina Weingartner, Rosa Reitsamer, Birgit Richard und Diedrich Diederichsen.

Virginia Woolf: Orlando
304 S., Insel Verlag 21,95 EUR
Ein Klassiker, der in seiner deutschen Übersetzung aber keinen Spaß beim Lesen machte. Nun kommt dieser aber in Neuübersetzung von Melanie Walz heraus und es lohnt es noch einmal zu versuchen. Sie hat den Rausch von Woolfs Sprache kongenial entfesselt und damit der deutschsprachigen Welt ein komplett neues, anderes Meisterwerk geschenkt. Ein Liebesroman als furioser Parcours durch fünf Jahrhunderte.

Sylvia Plath
Am 11.Februar jährte sich der 50.Todestag von Sylvia Plath. Ihre Bücher handeln von surrealen Welten, Abträumen und Fantasiewelten. Deswegen die lieferbaren Titel. Wer einmal anfängt, Plath zu lesen, hört damit nicht mehr auf:

Sylvia Plath: Johnny Panic und die Bibel der Träume
60 S., mit Holzschnitten von Nicole Riegert, Kunstanstifter Verlag 20,00 EUR

Sylvia Plath: Die Bibel der Träume – Erzählungen
260 S., FVA 14,90 EUR

Sylvia Plath: Zungen aus Stein – Erzählungen
300 S., FVA 14,90 EUR

Sylvia Plath: Die Glasglocke (Jubiläumsband)
262 S., Suhrkamp 22,95 EUR

Sylvia Plath: Ariel. Urfassung – Englisch und Deutsch
221 S., Suhrkamp 22,80 EUR

Sylvia Plath: Liebesgedichte. Zweisprachig
131 S., Insel 6,00 EUR

Sylvia Plath: Die Tagebücher
492 S., FVA 28,00 EUR

Elisabeth Bronfen: Sylvia Plath
220 S., FVA 16,00 EUR

Lily Brett: Lola Bensky
350 S., geb., Suhrkamp 19,95 EUR
Lola Bensky ist neunzehn, als Keith Moon von The Who vor ihren Augen die Hosen runterlässt und Cher sich ihre falschen Wimpern borgt. Es sind die Sixties, und Lola ist als Reporterin in London und New York unterwegs, um Interviews mit Musikern zu führen. Sie unterhält sich mit Mick Jagger über Sex und Diäten, mit Jimi Hendrix über Mütter, Gott – und Lockenwickler. Ihre Leser sind vermutlich eher an Tratsch interessiert, aber Lola war schon immer etwas unkonventionell. Zum Glück ahnen ihre Eltern nichts davon, dass sie mit Menschen zu tun hat, die mit freier Liebe und Drogen experimentieren. Sie haben das Konzentrationslager überlebt, aber das würde sie ins Grab bringen. Und Lola fühlt sich schon schuldig genug, dass sie Übergewicht hat und keine Anwältin geworden ist. Doch sie ist fest entschlossen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. »Lola Bensky« ist ein hinreißend komischer und herzzerreißend menschlicher Roman über Neurosen und die Last der Vergangenheit. Und eine fulminante Hommage an die großen, verrückten Heldinnen und Helden der Sixties.

Lily Brett: Lola Bensky
Hörbuch, 4 CDs, 280 Min. , Random House 19,99 EUR
Lily Brett, inzwischen 66 Jahre, war Rockjournalistin und hat auch in ihrem wirklichen Leben all die Leute, über die sie im Buch als Lily Brett schreibt, tatsächlich interviewt.

Waits/Corbijn: `77 – `11
Photographs by Anton Corijn
Curiosities by Tom Waits

272 S., Leinen in Schuber, 226 Tafeln in Farbe
Schirmer/Mosel Collector`s Edition 2013 158,36 EUR
Auf 6600 Exemplare limitierte, nummerierte Sammlerausgabe im Leinenschuber erscheint weltweit am 8.Mai. Es ist die Chronik einer künstlerischen Zusammenarbeit zweier Künstler, ein Musiker und ein Photograph, die über 35 Jahre zurückreicht. Der großformatige Bildband präsentiert 145 Portraits, die Corbijn in über vier Jahrzehnten von Waits aufgenommen hat, und 56 Seiten mit Wait`s eigenen Gedanken, Skizzen und Photos, die hier zum erstenmal veröffentlicht werden. Zudem einfühlsame Texte von Filmregisseur Jim Jarmusch und dem langjährigen Musikkritiker Robert Christgau.

Micha-El Goehre: Jungsmusik
Satyr-Verlag 2011 14,90 EUR
Goehre führt tief hinein in die durchritualisierte Welt der Metaller-Szene, versteht es aber gleichzeitig, auch Nicht-Metaller für die Figuren zu interessieren.

Micha-El Goehre: Höllenglöcken
320 S., Pb., Satyr-Verlag 2013 (erscheint Juni) 14,90 EUR
Neues von den „Jungsmusik“-Helden: Die Coming-of-Age-Saga um eine Clique sympathisch verpeilter Heavy-Metal-Fans geht in die nächste Runde. Mit Macht fallen Leben und Tod ein ins provenzielle Metal-Idyll. Torben hat wieder Stress: Statt seiner Freundin Lucy eine eigene gemeinsame Wohnung vorzuschlagen, macht er ihr aus Versehen einen Heiratsantrag. Aber ein echter Metaller macht keine Rückzieher. Doch wie plant man eigentlich ein Fest, auf dem die gutbürgerliche Verwandtschaft auf eine Horde Langhaariger trifft? Ist kirchlisch heiraten true? Und wohin fährt man in die Flitterwochen? Auf ein Festival? Der Rest der Truppe schlägt sich mit eigenen Problemen herum: Matze und Katharina haben Ärger wegen Doro, die zwar nicht „die“ Doro ist, aber trotzdem wirklich Doro heißt, Lara wird eine echte Starfotografin, und der sympathisch-tumbe Sven plant den nächsten großen Coup der Truppe: einen eigenen Zombiefilm! Doch unerwartet schlägt das fiese Monster Schicksal härter zu als der Drummer von „Cannibal Corpse“, und die Clique muss sich der Erkenntnis stellen, dass Höllenglocken nicht nur bei AC/DC erklingen…

Frank Schäfer: Metal Störies.
Der heisseste Scheiß auf Gottes großer Festplatte

160 S., geb., Metrolit 2013 16,99 EUR
Hier geht es um nichts Geringeres als das völlig verregnete Wacken Open Air 2005, das legendäre letzte „Monster of Rock“ und um Transzendenzerfahrungen mit den Hellacopters. Und natürlich um den ersten Kadett, erste Lieben, Kumpels und Plattenhören. „Metallmusik hat mich nie besonders interessiert – aber schon lange alles, was Frank Schäfer schreibt. Er könnte ein Buch über Die aktuellen Ergebnisse der sekundären Kunststoffchemie in Luxemburg schreiben und ich würde es lesen.“ Franz Dobler

Colin MacInnes: Absolute Beginners
320 S., geb., Metrolit 2013 19,99 EUR
In diesem bereits 1959 erschienen Buch wird die Urszene der britischen Jugendbewegung beschrieben: den Split in Teddy Boys und Mods. Der Erzähler, ein literarischer James Dean, rebelliert gegen alles, was ihm gegen den Strich geht. Seine Freunde sind die Transen und Dealer, sein Zuhause die verrauchten Jazz Clubs und die Straßen, auf denen es bald zu Gewaltausbrüchen kommt – den berüchtigten Notting Hill Riots. „A book of inspiration“ – Paul Weller

Enno Stahl: Diskurspogo
Über Literatur und Gesellschaft

300 S., Verbrecher Verlag 2013 (erscheint Mai) 18,00 EUR
Warum ist realistische Literatur oft nur pseudo-realistisch und Pop-Literatur lediglich ein erfolgreiches Markenprodukt? In drei Kapiteln analysiert Enno Stahl kritisch und konfrontativ die gesellschaftlichen Veränderungen, die Politik unserer Zeit und die (fehlende) Auseinandersetzung damit in der deutschen Gegenwartsliteratur. Er untersucht u.a. Christian Kracht, Richard David Precht, Charlotte Roche und Juli Zeh mit ideologiekritischer Verve, analysiert die Social-Beat-Bewegung, Poetry Slams und die Anfänge des deutschen Punk im Ratinger Hof in Düsseldorf. Außerdem geht es um Schlaflosigkeit unserer heutigen Gesellschaft, die sich in der Gegenwartsliteratur kaum niederschlägt, da Erwerbsarbeit hier keine Rolle zu spielen scheint. Demgegenüber entwickelt Stahl eine Programmatik zeitgenössischen literarischen Engagements, einer Literatur, die sich den gesellschaftlichen Aporien stellt.

SPEX. Das Buch 33 1/3 Jahre Pop
480 S., Metrolit 2013 28,00 EUR
Die Bibel für die Jünger des Pop: Die besten Texte über Popkultur und Musik aus über drei Jahrzehnten. Das Nachschlagewerk und Zeitreisebuch in einem. Spex – nach dem englischen Slang-Ausdruck für Brille „specs“ benannt – erfand eine neue Sprache, in der seither in Deutschland über Popkultur gesprochen wird. Autoren wie Diedrich Diederichsen und Rainald Goetz, Klaus Theweleit und Georg Seeßlen schrieben und schreiben in Spex über den Stand der Dinge – in Musik, Kunst, Mode, Film und Literatur. Das Buch kompiliert Texte, Listen und Cover aus der Geschichte des Blattes: Von den ersten Tagen, als das Magazin noch als großformatige Schwarzweiß-Zeitschrift im New-Wave-Look erschien, über die stilprägenden achtziger Jahre in Köln bis zur heute in Berlin erscheinenden »neuen« Spex. Mit Beiträgen von Diedrich Diederichsen, Dietmar Dath, Clara Drechsler, Christoph Gurk, Barbara Kirchner, Jutta Koether, Joachim Lottmann, Hans Nieswandt, Tobias Rapp, Klaus Theweleit u.v.m..

Christoph Schlingensief: Ich weiß, ich war`s
4 CD-Hörbuch, Roof Music 19,99 EUR
»Die Bilder verschwinden automatisch und übermalen sich so oder so! Erinnern heißt: vergessen! (Da können wir ruhig unbedingt auch mal schlafen!)« Mit diesen Worten überschrieb Christoph Schlingensief den letzten Eintrag in seinem »Schlingenblog«. Erinnern – das war für Schlingensief kein sentimentaler Vorgang, sondern ein Akt der Befreiung, um Platz für Neues zu schaffen. Und so setzte er nach der Veröffentlichung von So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein, dem vielgelesenen und vieldiskutierten Tagebuch einer Krebserkrankung, das Prinzip fort, seine Gedanken zur Kunst, seine Selbstbefragungen und Erinnerungen – an seine Kindheit in Oberhausen, an seine Anfänge als Filmemacher, an schwierige und an erfüllende Stationen seines Künstlerlebens in Berlin, Wien, auf dem afrikanischen Kontinent und nicht zuletzt an seine Erlebnisse auf dem Grünen Hügel Bayreuths – auf Tonband festzuhalten. Nicht um sich zurückzuziehen oder um Abschied zu nehmen, sondern um sich zurück ins Leben zu katapultieren. Ich weiß ich war’s zeigt einen Christoph Schlingensief, der voller Tatendrang am Leben teilnimmt, mal humorvoll, mal selbstkritisch, immer aber leidenschaftlich und mit Blick nach vorn. Christoph Schlingensief, geboren 1960 in Oberhausen, Studium der Philologie in München. Seit Anfang der 80er Jahre dreht Schlingensief Filme, mit der „Deutschlandtrilogie“ (1989-1992) wird er einer größeren Öffentlichkeit bekannt. (100 Jahre Adolf Hitler, Das deutsche Kettensägenmassaker, Terror 2000, zuletzt African Twintowers). In den 90er Jahren Hausregisseur an der Berliner Volksbühne (u.a. Kühnen 94, Rocky Dutschke, 68, Berliner Republik). Ab 1997 verwirklicht er aktionistische Projekte auch außerhalb des Theaters (u.a. Mein Filz, mein Fett, mein Hase, die Container-Aktion Bitte liebt Österreich und Church of fear). Anlässlich der Bundestagswahl 1998 gründet Schlingensief die Partei „Chance 2000“. In Bayreuth inszeniert er 2004 mit Parsifal seine erste Oper. Jüngste Inszenierungen: das Fluxus-Oratorium „Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“, die Readymade-Oper „Mea culpa“ und „Sterben lernen“. Seit einem Jahr arbeitet er, zusammen mit dem Architekten Francis Kéré, mit großem Enthusiasmus an der Realisierung eines Operndorfs im westafrikanischen Burkina Faso. http://www.schlingensief.com http://www.festspielhaus-afrika.com
Martin Wuttke, 1962 in Gelsenkirchen geboren, Schauspieler, Regisseur, Intendant (1995 Berliner Ensemble). Seit 2008 ermittelt er als Hauptkommissar Andreas Keppler an der Seite von Simone Thomalla im Leipziger Tatort. Im Kino war er zuletzt in Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“ zu sehen. Die Zeitschrift „Theater heute“ kürte ihn zweimal zum „Schauspieler des Jahres“ (1995, 2003).

Christoph Meckel: Dunkler Weltteil
Erinnerung an afrikanische Zeit

112 S., Libelle Verlag 16,90 EUR
„Afrikanische Zeit der Sechzigerjahre. Ich war in Nigeria und im Senegal unterwegs, als ein nachkoloniales Leben und Lebensgefühl sich zu entfalten begann. Es war eine Zeit des Atemholens, die neuen Staaten waren wenige Jahre alt, von Korruption, Rassenhass und Verelendung vieler Art noch nicht entstellt.“ Über Afrika hat Christoph Meckel wenig geschrieben. Fast ein halbes Jahrhundert nach seinen Reisen per Anhalter und als Straßenläufer gibt er seinen Erinnerungen Raum. Es sind Bilder einer eigenen Härte und Heiterkeit, Blitzlilchter, nachgetragene Dankbarkeit, Erkundigungen an den Rändern von Furchtbarem, von Beeindruckung und Gelächter. Er erzählt von seinen Begegnungen mit Bildhauern und Dichtern wie Christopher Okogbo und Amos Tutuola in Ibadan, auch mit Aime Cesaire und Leon Damas beim „Festival des Arts Negres“, jenem einzigartigen Fest, zu dem der Staatsmann und Dichter Leopold Senghor 1966 nach Dakar lud. Von besonderem Gewicht bleibt seine Freundschaft mit dem „Forschenden, Erkennenden, Bewegenden und Richtungsweisenden“ Ulli Beier, die Oshogbo begann. Dort förderte der einst aus Deutschland vertriebene Beier zusammen mit Susanne Wenger die Entwicklung von nigerianischer Kunst, bevor er als Gründer des Iwalewa-Hauses von Bayreuth aus zum Vermittler außereuropäischer Kultur wurde.

Alexandra Barcal: Between the Lines
Grafikfolgen von Louise Bourgeios

59 S., 37 zumeist farbige Abb., Pb., Schwabe Verlag 2012 17,00 EUR
In der Graphik entfaltet sich die ganze suggestive Kraft der Bildwelt von Louise Bourgeios.
Louise Bourgeios (1911 – 2010) zeigte ihr Leben lang ein ausgeprägtes, beinahe zwanghaftes Bedürfnis, sich auszudrücken. Messerscharf sezierend, mit oft erschütternder Nüchternheit benannte sie in ihren Bildern und Texten menschliche Schwächen, legte emotionale Abgründe frei und entlarvte Scheinwelten. Die amerikanische Bildhauerin mit französischen Wurzeln, die mit ihren düsteren Zellen-Installationen bekannt geworden ist, schöpfte ihre Inspiration zeitlebens aus der eigenen Kindheit, die sie als traumatisch erlebt hatte. Die Kunst galt ihr dabei stets als Garantie für die eigene geistige Gesundheit. In der Graphik sah sie ein ausserordentlich kreatives Abenteuer voller Spontanität. Erzählend versuchte sie in zahlreichen grafischen Zyklen die erlebten Ängste, Verletzungen und Enttäuschungen zu begreifen, zu verarbeiten oder gar zu bannen. Allerdings ging es Bourgeios nie um eine explizite Aussage: „Ich rede nie wörtlich“. Ihr Statement kann auch auf die bildliche Ebene übertragen werden: Die berühmten Spinnen tummeln sich hier als Sinnbilder für die verehrte Mutter, der Betrachter trifft auf poetischen Blumen-Vokabular, strenge Konstruktionen oder aber rätselhafte Alptraumvisionen. „Von solch einer Macht sind die Wörter und Bilder bei ihr, sie offenbaren und enthüllen, aber sie erklären nichts“ (Jean Frèmon). Die Publikation erschien anlässlich der gleichnamigen Ausstellung in der Graphischen Sammlung der ETH Zürich (7.November 2012 bis 18.Januar 2013), die ausgehend vom Ankauf des bedeutenden Künstlerbuches „The Puritan“ (1990) die wichtigsten graphischen Folgen von Louise Bourgeios aus Sammlungen in der Schweiz und in den Vereinigten Staaten zeigt. Abgebildet sind ausgewählte Beispiele aus sieben Suiten, entstanden zwischen 1947 und 2007, in diversen Techniken ausgeführt und mehrheitlich begleitet von Texten der Künstlerin.

Michael Farin (Hg.): so weit so gut. Privatmythologie
ca. 160 S., ca. 64 Fotos, geb. mit Bonus CD, Belleville Verlag 28,00 EUR
erscheint in den nächsten 18 Monaten, Vorbestellung möglich
Die meisten Schätze sind seit langem gehoben, und das Leben ist schon seit längerem von ominöser Transparenz. Die letzte Lockerung hat bereits mehrfach stattgefunden, und man hört sich kaum noch selber zu. So bleibt einem nur, auf die denkbar waghalsigste Collage zu setzen, sich eine Privatmythologie zusammenzuzimmern, die es in sich hat. Mit diesem Buch wird das versucht. Zugleich macht sich mit diesem Buch der Verleger Michael Farin ein eigenes Geschenk. Ein Dank für seine Ausdauer, zum 30-jährigen Jubiläum seines Verlages. Es versammelt Schönes und Verstörendes, Absonderliches und Krudes. Eben das, was ihm so begegnet ist in seinem Leben. Was sich nicht so einfach abhaken und abheften lässt. Sich darauf einzulassen, ist ein Abenteuer. Dschungel. Kataklysma. Auf der Bonus-CD musikalische Takes nach Rimbaud, Poe, Nietzsche u.a.

John Jeremiah Sullivan: Pulphead. Vom Ende Amerikas
416 S., edition suhrkamp 2012 20,00 EUR
Kann man ganz Amerika in ein Buch packen? Geschichte und Gegenwart? Popkultur und Frömmigkeit? Glänzende Oberfläche und enttäuschte Versprechen? Mit »Pulphead« hat John Jeremiah Sullivan bewiesen, dass das möglich ist. In der Tradition von Meistern wie Tom Wolfe und Hunter S. Thompson verwischt er die Grenze zwischen Literatur und Journalismus, Erzählung und Reportage, Hochliteratur und Unterhaltung, Hemingway und Hollywood. Wie in einem Panoptikum entsteht aus Artikeln über Axl Rose, christliche Rockfestivals, Reality TV, die Tea-Party-Bewegung, vergessene Naturforscher und den heruntergekommenen Süden das Panorama eines Landes, das der Rest der Welt immer weniger versteht. »Pulphead« löste im Herbst 2011 in den USA wahre Jubelstürme aus: Das Buch fehlte auf keiner Jahresbestenliste, Kritikerpapst James Wood schrieb im »New Yorker«, genau so müsse man im neuen Jahrtausend schreiben und verglich Sullivan mit dem großen David Foster Wallace. Die Begeisterung hat längst auch die alte Welt erreicht: »Noch jeder ungläubige Thomas, der dem konzertierten Entzücken misstrauen wollte«, schrieb Gregor Dotzauer im »Tagesspiegel«, »kehrte mit leuchtenden Augen von der Lektüre zurück.« Leider könnte es besser übersetzt sein, vieles ist sehr missverständlich übersetzt und man versteht die Anspielungen des amerikanischen Originals nicht mehr im Deutschen.

Tom Folsom: Dennis Hopper. Die Biografie
400 S., geb., Blessing 2012 (erscheint April) 18,99 EUR
Die Biografie des letzten wahren Hollywood-Rebellen. Bestsellerautor Folsom standen Hoppers Weggefährten und Widersacher zur Verfügung. „Denn sie wissen nicht, was sie tun“, „Easy Rider“, „Apocalypse Now“, „Blue Velvet“, „Speed“: Hoppers Geschichte ist Filmgeschichte. 2010 verstarb Dennis Hopper, bevor der maßgebliche Rebell Hollywoods eines seiner letzten Projekte inszenieren konnte: seine Autobiografie. Dank Bestsellerautor Folsom liegt dieses große Werk nun vor: die außergewöhnliche Geschichte eines kleinen Jungen aus dem tiefsten Kansas, der – immer seine eigenen Bilder vom American Dream vor Augen – zu einem der größten Schauspieler, Regisseure und Künstler des 20.Jahrhunderts wurde. James Dean, Elvis Presley und John Wayne, Andy Warhol, Jack Nicholson und Charles Manson – die Liste der Persönlichkeiten, die Hopper prägte und die ihn prägten, ist lang. Dabei blieb Hopper immer nur den Regeln treu, die er sich selbst geschaffen hat. Wegbegleiter, Widersacher und Freunde Hoppers – wie „Easy Rider“-Kollege Peter Fonda und Kult-Regisseur David Lynch – gaben Tom Folsom ihre Erfahrungen mit diesem manischen Perfektionisten, hochsensiblen Denker und ikonoklastischem Genie zu Protokoll. „Dennis Hopper – die Biografie“ ist eine wilde Fahrt durch die prägenden Epochen amerikanischer Kino- und Kulturgeschichte.

Arnold Schwarzenegger / P. Petre: Total Recall
672 S., Hoffmann und Campe 2012 27,99 EUR
Von seiner Kindheit in der Steiermark bis zu seiner Rückkehr ins Filmgeschäft nach zwei Amtszeiten als Gouverneur von Kalifornien: Schwarzenegger erzählt ausführlich von seinem Leben und vor allem seinen verschiedenen Karrieren. Dabei gibt er interessante Einblicke in die Bodybuilding-Szene der 1970er Jahre, den Kennedy-Shriver-Clan und die kalifornische Politik der letzten Jahre. Doch die ausufernden Details in Erfolgen und Nebensächlichkeiten können nicht verdecken, dass er bekannten Vorwürfen, schwierigen Fragen und Kritik ausweicht. Wichtiger scheint ihm sein Image als erfolgreicher Geschäftsmann zu sein. „ (sh) im Büchermagazin“

Orson Welles Edition
Arthaus 2013 sieben DVDs, 698 Min. 42,99 EUR
Mit seinem Meisterwerk „Citizen Kane“ schrieb Orson Welles Kinogeschichte und noch heute zählt dieser zu den zehn besten Filmen der Welt. Die umfangreiche DVD-Edition enthält sieben Filme von und mit dem außergewöhnlichen Schauspieler und einem der einflussreichsten Regisseure Hollywoods. An seiner Seite sind unter anderem Jeanne Moreau, Anne Baxter, Romy Schneider, Anthony Perkins, Joseph Cotten und Paul Hörbiger zu sehen. Folgende Filme sind enthalten: Citizen Kane (restaurierte Fassung), Der dritte Mann, F wie Fälschung, Der Glanz des Hauses Amberson, Orson Welles: The One Man Band, Der Prozess und Bonus-DVD mit Extras.

Jean Luc Godard Edition 3
Arthaus 2013 fünf DVDs, 534 Min. 31,99 EUR
Regielegende Jean-Luc Godard zählt zu den bedeutendsten französischen Regisseuren und setzte mit seinen unkonventionellen Stilmitteln Maßstäbe in der Nouvelle Vague. „Die Jean-Luc Godard Edition 3“ vereint vier Spielfilme und zwei Dokumentationen in einer Box: die DVD-Premiere „JLG/JLG – Godard über Godard“ sowie „Godard trifft Truffaut“. Die Liste von Godards selbst erklärten Bewunderern ist groß, darunter Quentin Tarantino, Martin Scorsese, Ingmar Bergman, Bernardo Bertolucci und Steven Soderbergh. 2011 wurde Jean-Luc Godard mit dem Ehren-Oscar® für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Luchino Visconti Edition
Arthaus 2013 sieben DVDs, 931 Min. 39,99 EUR
Sechs Meisterwerke des großen italienischen Regisseurs Luchino Visconti in einer Edition! Enthalten sind die Klassiker „Sehnsucht“ (erstmals in restaurierter Fassung), „Rocco und seine Brüder“ und „Ludwig II. auf zwei DVDs“ sowie gleich drei DVD-Premieren: „Ossessione – Von Liebe besessen“, „Die Erde bebt“ und „Bellissima“.

Hunter S. Thompson: Die Rolling-Stone-Jahre
768 S., Heyne 2012 24,99 EUR
Von 1970 bis 2004 schrieb Hunter S. Thompson für das Rolling Stones Magazin. Er kreierte den Gonzo-Journalismus, eine subjektive Spielart der Berichterstattung. Dieses Buch versammelt eine gelungene Auswahl von Thompsons Beiträgen für das Magazin, wenngleich einige der Texte gekürzt wiedergegeben sind. Die Briefwechsel zwischen Thompson und dem Rolling-Stone-Verleger Wenner geben Einblicke in Thompsons Arbeits- und Denkweise, die kurzen Vorworte der Abschnitte einen prägnanten Überblick über die Situationen, in denen die Beiträge entstanden sind.

Tom Wolfe: Back to Blood
Blessing 2013 (erscheint am 21.Januar) 24,99 EUR
Der neue Bestseller des preisgekrönten Kultautors. Clash of Cultures unter karibischer Sonne: eine brillante und lustige Satire auf den menschlichen Umgang mit gesellschaftlicher Realität.

Mark Salisbury (Hg.): Tim Burton
368 S., Quadriga 2012 29,99 EUR
Nicht jeder Fan von gewalttätigen Fantasien wird zum Kriminellen. Kultregisseur Tim Burton begann als verschrobener Spielzeugzerstörer im Horrorkino. Die ideale Kindheit, um sympathischen Skeletten oder sonstigen monströsen Protagonisten

H. G. Wells : Die Zeitmaschine
149 S., TB, dtv 7,90 EUR
Dieser politische Science Fiction 1895 als Fortsetzungsroman veröffentlicht hat als Thema den Klassenkonflikt. Der erste Zeitreiseklassiker war enorm erfolgreich.

Dietmar Dath: Pulsarnacht
431 S., Heyne 2012 13,99 EUR
Was wäre, wenn … eines Tages alles anders wäre?Die Menschen der Zukunft haben sich weit von dem entfernt, was wir als »Mensch« kennen – und doch haben sie immer noch die alten Bedürfnisse, träumen die alten Träume, kämpfen die alten Kämpfe. Bis sich eines Tages die »Pulsarnacht« ankündigt, ein astronomisches Ereignis, nach dem sprichwörtlich nichts mehr so sein wird, wie es einmal war. Und wer das Geheimnis dieser Pulsarnacht kennt, kann die letzten Rätsel des Universums lüften … Dietmar Dath, geboren 1970, studierte nach dem Abitur Physik und Literaturwissenschaften. Nach dem Studium arbeitete er als Übersetzer und Chefredakteur der Zeitschrift Spex, bevor er Kulturredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde. Für seine Romane wurde Dietmar Dath mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kurd-Laßwitz-Preis, und stand mit seinem Roman Die Abschaffung der Arten auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

Eugen Egner: Totlachen im Schlaf
134 S., Edition Phantasia 2012 17,00 EUR
Lagen in früheren Texten Eugen Egners Komik und Schrecken, das Absurde und das Grausige selten weit auseinander, so verlagerte sich der Schwerpunkt spätestens seit seinen hochgelobten Erzählungsbänden Gift Gottes (2003), Nach Hause (2007) und Schmutz (2008) immer mehr in Richtung einer makabren und unheimlichen Phantastik, in der scheinbar alltägliche Situationen unvermittelt ins Bedrohliche oder Groteske kippen. In Eugen Egners doppelbödiger, hintergründiger Welt ist nichts so, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Das gilt umso mehr für seine neue Sammlung von Erzählungen, deren Spektrum von Science Fiction bis hin zu makabren und unheimlichen Geschichten reicht – doch alle sind stets in »Egnerland« angesiedelt, jener befremdlichen, grotesken und absurden Welt, wie sie nur der Phantasie des Zeichners, Musikers und vor allem Schriftstellers Eugen Egner entspringen kann, der einmal mehr beweist, dass er zu den bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren zählt. Eugen Egner, 1951 im Baden-Württembergischen Ingelfingen geboren, lebt seit 1955 in Wuppertal. Er hat sich als Zeichner u. a. für das Satiremagazin Titanic und die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Namen gemacht. Neben Bild- und Cartoonbänden umfasst sein Œuvre auch Romane und Storysammlungen. Seine Hörspiele wurden erfolgreich vom WDR und anderen Rundfunksendern ausgestrahlt. In jüngster Zeit betätigt er sich in Bands wie Armutszeugnis und dem Improvisationstrio Gorilla Moon auch als Gitarrist und tritt mit seiner »Sparoper« Olga La Fong öffentlich auf. In der Edition Phantasia ist erschienen: Schmutz (2008), Die Traumdüse (2009).

Ezra Pound: Die Cantos
1500 S., geb. in Schuber, zweisprachig, Arche Verlag 2012 98,00 EUR
Das Jahrhundertwerk erstmals vollständig auf Deutsch: Von der einzigartigen Pound-Spezialistin Eva Hesse übertragen und von den Literaturwissenschaftlern Heinz Ickstadt und Manfred Pfister sorgfältig ediert und kommentiert, ist diese zweisprachige Ausgabe eine publizistische Sensation.
»Ich halte die Cantos für komisch, aufregend, aufreizend, zart bis an die Grenze des Erträglichen, dogmatisch über alle Maßen, herausgeschrieen, gemurmelt, geflüstert, gesungen, wahr, falsch und querköpfig, schön, hässlich, handgefertigt, zuversichtlich, widersprüchlich, am Rande des Zusammenbruchs – kurz, für ganz und gar menschlich, lebendig und relevant.«, schreibt die englische Autorin und Kritikerin Christine Brooke-Rose. »In meinem Urteil ist Ezra Pound einer der größten Dichter, die je gelebt haben.« (Ernest Hemingway). Ezra Pound, geb. 1885 in Hailey (Idaho). Studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Romanistik. Studienaufenthalt in Spanien. Von 1909–20 in London, begründete zusammen mit H.D. u.a. den Imagismus. 1920–24 in Paris. 1924–45 in Rapallo. Hielt im Zweiten Weltkrieg über Radio Rom anti–amerikanische Propagandareden. Wurde 1945 von den Amerikanern inhaftiert. Entstehung der „Pisaner Cantos“. Erhielt vom Preisgericht der American Library of Congress (Mitglieder unter anderem Eliot, Auden, K. A. Porter) den Bollingen-Preis, die höchste amerikanische literarische Auszeichnung. Entging dadurch einem Hochverratsprozeß. 1946 Einweisung in das St. Elizabeths Hospital für kriminelle Wahnsinnige in Washington. 1958 Entlassung. Lebte anschließend in Meran und Venedig, wo er am 1. November 1972 starb.

John Niven: Das Gebot der Rache
304 S., geb., Heyne 2013 19,99 EUR
Die kalte Hand des Bösen. Die meisten Menschen können ihre Rachefantasien kontrollieren. Aber es gibt einige, bei denen die Gier nach Rache grenzenlos ist. Einen solchen Fall erzählt John Niven in »Das Gebot der Rache«. Mit seinem neuen aufsehenerregenden Roman beweist der Kultautor seine Meisterschaft auch im Bereich des schonungslosen Thrillers und nimmt den Leser mit auf eine Reise, die er nie wieder vergessen wird. Donald Miller führt ein Leben, von dem man nur träumen kann. Mit seiner wohlhabenden Frau Sammy und seinem kleinen Sohn Walt bewohnt er ein luxuriöses Anwesen in der kanadischen Provinz. Donald kennt keine Geldsorgen, er liebt seine Familie, er ist umgeben von netten Leuten. Doch mit einem Schlag zerbricht diese heile Welt … Als er seinen abgeschlachteten Hund findet, ahnt Donald, dass etwas in sein Leben getreten ist, das ihn für immer zeichnen wird. Seine bösen Vorahnungen werden schnell zur bitteren Wahrheit. Während eines Schneesturms wird Sammy entführt. Kurz darauf findet man ihren brutal zugerichteten Leichnam. Mit der Präzision eines Uhrwerks zieht sich eine namenlose Bedrohung um Donald zusammen: Er gerät zusammen mit seinem Sohn in die Gewalt eines Feindes, der scheinbar jede Menschlichkeit hinter sich gelassen hat … John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband The Wishing Stones, studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, die halbfiktionale Novelle Music from Big Pink über Bob Dylan und The Band in Woodstock; 2008 landete er mit dem Roman Kill Your Friends – einer rabenschwarzen Satire auf die Musikindustrie – einen internationalen Bestseller. Es folgten die Romane Coma und Gott bewahre. John Niven schreibt außerdem Drehbücher. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.

Luiz Ruffato: Mama, es geht mir gut
160 S., geb., Assoziation A 2013 (erscheint im Mai) 18,00 EUR
Ein brutaler Familienpatriarch, der mit Axthieben und Brandrodung das Land urbar macht, seine junge Frau „an die Nabelschnur endloser Schwangerschaft“ fesselt, die Jungtiere mehr liebt als seine Kinder, gar die eigene Tochter erschießt. Schonungslos beschreibt Luiz Ruffato die Härte, die Entbehrungen und die Grausamkeiten des Landlebens, das die Welt italienischer Einwandererfamilien im Hinterland der Berge von Minas Gerais in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts prägt. Es ist diese Enge und Bedrängtheit des Lebens, der die heranwachsenden Jugendlichen zu entfliehen versuchen. Sie machen sich auf in ein vermeintlich besseres Leben, in die nächste Kleinstadt, dann nach Rio oder Sao Paulo. Den erdverbundenen Werten der Alten, die in einem Tal hinter der Staubstraße eine Heimat gefunden haben, steht die Faszination der Jungen für die Lichter des Fortschritts gegenüber. Die Träume sind bescheiden, Worte werden nur wenige gewechselt, die weite Welt reicht zunächst nicht viel weiter als bis zur nächstgrößeren Ansiedlung und deren Busbahnhof. Das Buch bildet den Auftakt des Romanzyklus „Provisorische Hölle“, mit dem Ruffato den Armen, den einfachen Leuten, den Migranten eine Stimme verleiht. Er hebt sie aus ihrer literarischen Vergessenheit und lässt so die Geschichte des brasilianischen Proletariats wiederauferstehen. Innere Monologe alternieren mit poetischen Passagen, mit Szenen dramatischer Intensität. Unprätentiös, frei von Sozialromantik und auf höchstem literarischen Niveau. Ruffatos Saga des proletarischen Brasilien ist nüchtern, schmerzhaft und kompromisslos. Ruffato wurde 1961 in Cataguases im brasilianischen Bundesstaat Minais Gerais geboren. Im Jahr 1998 veröffentlichte er einen ersten Band mit Kurzgeschichten. Drei Jahre später folgte der Roman „Es waren viele Pferde“, der von der Kritik enthusiastisch aufgenommen und u.a. mit dem Preis „Machado de Assis“ der brasilianischen Nationalbibliothek ausgezeichnet wurde. Eine Jury von Literaturkritikern der Zeitung „Globo“ zeichnete das in mehrere Sprachen übersetzte Buch als einen der besten zehn Romane der letzten Dekade aus. Zwischen 2005 und 2011 schrieb Luiz Ruffato den fünfbändigen Romanzyklus „Provisorische Hölle“. Luiz Ruffato lebt in Sao Paulo.

Joào Paulo Cuenca
Das einzig Glückliche einer Liebesgeschichte ist ein Unfall

144 S., geb., A 1 Verlag 16,90 EUR
Shunsuke, junger Angestellter einer untergehenden multinationalen Firma in Tokio, hat zahlreiche belanglose Affairen, bis er sich in einem Nachtclub Hals über Kopf in die polnisch-rumänische Kellnerin Iulana verliebt. Doch für Iulana ist alles nur ein Spiel, denn sie ist entflammt für die schöne Tänzerin Kazumi. Sie allen werden von einem alten Dichter beobachtet, der jeden ihrer Schritte durch heimliche Aufnahmen überwacht: Es ist Shunsukes eigener Vater Atsuo Okuda. Mit seinem privaten Spionagenetz, U-Boot genannt, scheint es Herr Okuda besonders auf das Glück seines Sohnes abgesehen zu haben, während er seiner neuen Gefährtin Yoshiko, einer ultrarealistischen, nach seinen genauen Anweisungen gefertigten, sprechenden Gummipuppe Gedichte vorliest. Sein perfider Kontrollwahn steigert sich zu einem plötzlichen und äußerst gefährlichem Interesse für Iulana. Shunsuke sieht seine Hoffnung auf Liebe durch die dunklen Schatten seines Vaters bedroht. Doch wenn sollen Atsuos teuflische Obsessionen tatsächlich treffen? Joào Paulo Cuencas dritter Roman ist eine moderne Liebesgeschichte, in der er mit wechselnden Erzählern meisterhafte futuristische Szenerien entstehen lässt: lebendige Figuren im zersplitterten Leben einer Megalopolis, in der allgegenwärtiger Voyerismus und menschliche Perversion zu Gegenspielern jeglichen Gefühls werden. Verstört und gebannt stellt sich der Leser die Frage, ob die wahren Opfer von Unfällen nicht oft die Überlebenden sind.

Aurelie Maurin / Thomas Wohlfahrt (Hg.)
VERSschmuggel / Contrabando de Versos
Brasilianisch- und deutschsprachige Gedichte mit CD

Verlag Das Wunderhorn 2013 (erscheint im April) 26,80 EUR
In kaum einem anderen Land der Welt prallen so viele poetische Vorstellungen aufeinander wie in Brasilien. Ihre Kraft schöpft die brasilianische Poesie aus unterschiedlichen Quellen, von der Konkreten Poesie der Avantgarden über die afro-brasilianischen Erzähltraditionen und Songwriting bis zur Visuellen Poesie. Der in Berlin lebende brasilianische Dichter Ricardo Domeneck hat einige der spannendsten Autoren Brasiliens unterschiedlicher poetischer Richtungen für den VERSschmuggel ausgewählt. Die Literaturwerkstatt Berlin hat sie zum poesiefestival berlin 2012 eingeladen. Mit dabei sind Ricardo Aleixo, Dirceau Villa, Jussara Salazar, Horacio Costa, Marcos Siscar und Erica Zingano. Gemeinsam mit ihren deutschsprachigen Dichterkollegen Ann Cotton, Gerhard Falkner, Barbara Köhler, Christian Lehnert, Ulf Stohlterfoht und Jan Wagner arbeiteten sie an der Übersetzung ihrer Werke in die andere Sprache – ein Verfahren, das ideal für Übersetzung ist, da der Dichter direkt in den sprachlichen Transfers mit einbezogen ist. In Koproduktion mit „7Letras“ (Rio de Janeiro)

Dany Laferriere: Das Rätsel der Rückkehr
300 S., geb., Verlag Das Wunderhorn 2013 (erscheint März) 24,80 EUR
Wie schon sein Vater in den 1960er Jahren, entschließt sich der 23jährige Journalist Dany Lafferiere 1976 ins Exil zu gehen, nachdem ein Freund und Kollege von Paramilitärs im Dienst des Diktators Francois Duvalier ermordet wurde. Er geht nach Kanada, lebt in der Metropole Montreal, wo ihn dreiunddreißig Jahre später eines Nachts am Telefon die Nachricht erreicht, dass sein Vater in New York soeben gestorben ist. Die ihn unvorbereitet treffende Nachricht lässt ihn erstmals an eine Rückkehr in die Heimat denken, über sein Leben im Exil seit seiner Ankunft in Montreal reflektieren. Erinnerungen aus den Tiefen der Kindheit und Landschaften kommen in ihm hoch, als „langsame Vorbereitungen zur Abreise“, wie er es selbst bezeichnet. Gemeinsam mit seinem Neffen, seinem jüngeren Alter Ego, bereist er Haiti, wo die Bevölkerung hungert und unter der politischen Verfolgung und Korruption leidet. Er trifft auf ein schwer geprüftes Land, das aber auch in die lebendige Kunstszene und die Jugend große Hoffnungen setzt. Inspiriert von Aime Cesaires „Cahier d`un retour au pays natal“ ist der Roman in Versform geschrieben, die ohne Reime und fixes metrum auskommt. Die Rhythmen und Klangwiederholungen ergeben einen sehr musikalischen Erzählstil, der eher einem Popsong als einem Langgedicht ähnelt, was den großen Erfolg des Buches in der französischen Sprache erklärt.

David Graeber: Direkte Aktion
450 S., Pb., Edition Nautilus 2013 (erscheint im März) 24,00 EUR
Der Occupy-Aktivist und Ethnologe David Graeber legt hier ein Standartwerk vor. Er beschreibt was Direkte Aktion ist und wie sie funktioniert. Entstanden ist ein vielfältiger, spannender und höchst lesenswerter Jetzt-schon-Klassiker über zivilgesellschaftliches Engagement und die Grundlagen der Basisbewegungen.

Infogruppe Bankrott (Hg.): Occupy Anarchy!
Libertäre Interventionen in eine neue Bewegung

152 S., edition assemblage 2012 9,80 EUR
Occupy hat das politische Klima in den USA verändert. Die Infogruppe Bankrott hat einen kleinen, aber feinen Sammelband herausgegeben, der die anarchistischen Wurzeln von Occupy freilegen soll. Er enthält Beiträge internationaler Größen der Soziologie, Bewegungsforschung, postkolonialer und neofeministischer Theorie (Mike Davis, Gayatri Chakravortry Spivak, Judith Butler) ebenso wie Wortmeldungen aus dem Inneren der Bewegung selbst.

Hatmut Rübner: Die Solidarität organisieren
Konzepte, Praxis, Resonanz linker Bewegungen in Westdeutschland nach 1968

Rotes Antiquariat – Plättner Verlag 2012 16,80 EUR
Ein Beitrag zur Erforschung der Neuen Sozialen Bewegungen. Die Geschichte der zahlreichen Gruppierungen aus dem Spektrum der Neuen Linken, die sich jenseits der realsozialistischen DKP und der damals reformorientierten SPD orientierten. SDS, Rote Hilfe, Schwarzkreuz, Anarchosyndikalisten, linke Anwaltskanzleien, Sozialistische Büro, Russel-Tribunal und vieles mehr.

Christoph Meckel: Dunkler Weltteil
Erinnerung an afrikanische Zeit

112 S., Libelle Verlag 16,90 EUR
„Afrikanische Zeit der Sechzigerjahre. Ich war in Nigeria und im Senegal unterwegs, als ein nachkoloniales Leben und Lebensgefühl sich zu entfalten begann. Es war eine Zeit des Atemholens, die neuen Staaten waren wenige Jahre alt, von Korruption, Rassenhass und Verelendung vieler Art noch nicht entstellt.“ Über Afrika hat Christoph Meckel wenig geschrieben. Fast ein halbes Jahrhundert nach seinen Reisen per Anhalter und als Straßenläufer gibt er seinen Erinnerungen Raum. Es sind Bilder einer eigenen Härte und Heiterkeit, Blitzlilchter, nachgetragene Dankbarkeit, Erkundigungen an den Rändern von Furchtbarem, von Beeindruckung und Gelächter. Er erzählt von seinen Begegnungen mit Bildhauern und Dichtern wie Christopher Okogbo und Amos Tutuola in Ibadan, auch mit Aime Cesaire und Leon Damas beim „Festival des Arts Negres“, jenem einzigartigen Fest, zu dem der Staatsmann und Dichter Leopold Senghor 1966 nach Dakar lud. Von besonderem Gewicht bleibt seine Freundschaft mit dem „Forschenden, Erkennenden, Bewegenden und Richtungsweisenden“ Ulli Beier, die Oshogbo begann. Dort förderte der einst aus Deutschland vertriebene Beier zusammen mit Susanne Wenger die Entwicklung von nigerianischer Kunst, bevor er als Gründer des Iwalewa-Hauses von Bayreuth aus zum Vermittler außereuropäischer Kultur wurde.

Elina Fleig & Madhuresh Kumar & Jürgen C. Weber (Hrsg.)
Speak Up ! Sozialer Aufbruch und Widerstand in Indien

300 S., Pb., Assoziation A 2013 (erscheint März) 18,00 EUR
„India Shining“ (Leuchtendes Indien), so heißt der offizielle Slogan, der den Aufstieg des 1,2 Milliarden Einwohner(innen) zählenden Subkontinents zur bald drittstärksten Volkswirtschaft der Welt beschreiben soll. Es ist ein gigantisches Modernisierungsprojekt, das die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen zu zerstören droht – versinnbildlicht in den Tausenden von Selbstmorden verzweifelten Bäuerinnen und Bauern. Doch dagegen regt sich massiver Protest und Widerstand – organisiert in neuen sozialen Netzwerken und Initiativen lokal, landesweit und international agierender Akteure. So ist ein kaleidoskopisches Spektrum unterschiedlichster Bewegungen entstanden, die dieses Buch vorstellt und zu Wort kommen lässt. Es sind die indischen Aktivist(innen) selbst, die in SPEAK UP! von ihren Kämpfen berichten und ihre Erfahrungen diskutieren. Die Beiträge dokumentieren Aspekte des Protests und der Veränderung. Kämpfe von Arbeiter(innen) in neuen Formen gewerkschaftlicher Orientierung; von Bäuer(innen) für Land und Ernährungssouveränität, gegen die Zerstörung ihrer Dörfer und Vertreibung aus ihren angestammten Gebieten; Kämpfe gegen Großprojekte wie Staudämme, Atomkraftwerke und Sonderwirtschaftszonen; Kämpfe der Slumbewohnerinnen für Wohnraum, Bildung und sauberes Wasser – um nur einige zu nennen. Die Berichte reflektieren zugleich die verschiedenen Lebensrealitäten. Sie führen in wegen ihres Rohstoffreichtums für die globalen Märkte zur Plünderung freigegebenen Waldregionen, in städtische Ballungsgebiete von Neu-Delhi bis Mumbai, an die Küsten Tamil Nadus bis in abgelegene Gebiete des Bundesstaates Karnataka. Alle Autor(innen) des Bandes, darunter die Trägerin des alternativen Friedensnobelpreises Medha Patkar, sind selbst an den sozialen Kämpfen und Auseinandersetzungen in Indien beteiligt und auch in internationalen Zusammenhängen aktiv. Ihre Beiträge belegen, dass der Mythos vom „leuchtenden Indien“ einer kritischen Hinterfragung nicht standhält. Das umfassendste Werk zu sozialen Widerstandsbewegungen in Indien in deutscher Sprache.
Martin R. von Ostheim: Selbsterlösung durch Erkenntnis

Die Gnosis im 2.Jahrhundert n. Chr.
108 S., Pb. , Schwabe Verlag (Reflexe) 2013 16,50 EUR
Woher wir kommen, wohin wir gehen… Wer möchte nicht nach Erkenntnis streben? Gnostikerinnen und Gnostiker finden sie in ihrer Religion. Die Gnosis eröffnet ihnen eine neue, geistige Welt. Sie können die Welt des Materiellen verlassen und sich selbst in die Welt der Äonen erlösen. Die Gnosis ist eine Religion unbekannten Ursprungs, die sich im zweiten Jahrhundert n. Chr. im gesamten Mittelmeerraum verbreitet hat. Das griechische Wort gnosis bedeutet Erkenntnis – und das ist auch das Ziel der Gnosis und ihrer Vertreter. Gnostikerinnen und Gnostiker versuchen, durch Studium der gnostischen Schriften und gnostischen Kult, in Form einer persönlichen Erkenntnis Antworten auf die großen Fragen der Menschheit zu erlangen. Die Erkenntnis, woher wir kommen und wohin wir gehen, was der Urgrund unseres Seins ist, ist für Gnostiker eine Befreiung aus der diesseiteigen, materiellen Welt und führt zur Selbsterlösung in eine neue, geistige Welt. Doch Gnostikerinnen und Gnostiker können am Pleroma, der Welt der Äonen, bereits hier vorweg Anteil nehmen. Ein Erlöser wird nicht benötigt. Christliche Kirchenväter haben gnostische Schulen vehement bekämpft. Diese waren eine Bedrohung für das junge Christentum. Gnostiker haben ihre Lehren aus dem Christentum und verschiedenen philosophischen Strömungen zusammengetragen. Den meisten gemeinsam ist die Annahme eines höchsten, vollkommenen Gottes und eines unvollkommenen Schöpfergottes, Demiurg genannt, der die materielle Welt und die Menschen erschaffen hat. Manchmal wird der Demiurg mit dem Gott des Alten Testamentes identifiziert. Alle Menschen tragen in sich einen göttlichen Funken des höchsten Gottes. Es gilt, diesen zu entdecken und sich aus dem negativ gedeuteten Materiellen in die geistige Welt zu retten – in den Texten wird dies oft bildhaft mit Licht und Dunkelheit oder Nebel und klarer Sicht umschrieben. Martin R. von Ostheim stellt in diesem Buch die Gnosis Valentinus und seines Schülers Ptolemaios vor.

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Worms Verlag
Abt. Onlineshop
Kultur- und Veranstaltungs GmbH,
Von Steuben Str.5, 67549 Worms
Berthold Röth Tel. 06241-2000-314
e-mail: berthold.roeth@kvg-worms.de

Inhalte Heimatjahrbuch Worms 2006 – 2013

Februar 13, 2013

Alle Heimatjahrbücher Worms sind noch zu beziehen zum Preis für 8 EUR, mit Ausnahme des Jahrbuches 2006 (nur 6 EUR)

Allgemeines um Worms

Der Wormser Dialekt HJB 2010
Worms, Würmer, Wormser – zum Begriff weltweit HJB 2006
Die reitenden Toten HJB 2010
Leben im Dominikanerkloster Worms HJB 2007
Flurnamen in Worms HJB 2010
Grausige Flurnamen HJB 2013

Historische Stadtgeschichte

Worms und die Vangionen HJB 2007
Religionen im römischen Worms HJB 2008
1200 Jahre Weinbau in Ibersheim HJB 2008
Wormser Propheten um 1500 HJB 2006
Neues Testament 1526 (St. Albans-Artikel) HJB 2013
Mordversuch im Bischofshof – Älteste Luthersage HJB 2011
Wormser Religionsgespräch 1587 HJB 2010
Richard Löwenherz in Worms (1193) HJB 2009
Die Hochzeit Friedrich II. mit Isabella von England HJB 2009
Vor 750 Jahren: Vater-Sohn-Tragödie im Luginsland
Friedrich II. und sein Sohn HJB 2006
Die Dalbergs und die Illuminaten HJB 2007
Unerhoffter Fund: Wormser Druckwerk von 1769 HJB 2008
Gerichtsakten im 18.Jahrhundert HJB 2006
Die Revolution in Pfeddersheim HJB 2009
Bürgermeisterwahl 1848/49 HJB 2007
Bierstadt Worms im 19.Jahrhundert HJB 2006
Wormser Straßenbahn 1906 – 1956 HJB 2006
Der Rhein als Zonengrenze (nach dem Krieg) HJB 2010
Erste Kommunalwahlen nach dem Krieg 1946 HJB 2007
Wormser Cafes der Nachkriegszeit HJB 2012
Kleine Geschichte des alten Stadtkrankenhauses HJB 2007
Das Gerichtswesen im alten Pfeddersheim HJB 2013
Die Eingemeindung Pfeddersheims HJB 2009
Der größte Giftmord in Worms HJB 2012

Straßen, Plätze und Parks

Albert-Schulte-Park:
Die Gräfin von Hertfordshire (1785 – 1865) HJB 2013
Der Schlosspark Herrnsheim HJB 2011
Bäume und Wiesen im Schlosspark Herrnsheim HJB 2011
Karl Bittel und sein Park HJB 2011

Lebensgeschichten aus der Sebastian-Münster-Straße HJB 2007
Erinnerungen an die Färbergasse HJB 2009

Gebäude, Denkmäler

Der Psalter aus St. Albans in Hildesheim HJB 2009
Odyssee eines Altars – 200 Jahre, acht Standorte HJB 2008
Die Wallfahrt nach Liebfrauen HJB 2010
Bergkirche in Hochheim HJB 2007
Evangelisches Gemeindehaus Worms-Herrnsheim HJB 2008
Das Wingertshäuschen in Worms-Herrnsheim HJB 2010
Mennonitenkirche Ibersheim HJB 2013
Simultankirche Pfeddersheim HJB 2006
Wehrtürme in Pfeddersheim HJB 2006
Denkmal der napoleonischen Kriegsveteranen Pfeddersh. HJB 2007
100 Jahre Cornelianum HJB 2010
100 Jahre Lutherkirche und Luthergemeinde HJB 2013
Siegfried-Brunnen Worms HJB 2006
Das Mythenlabor im Nibelungenmuseum HJB 2010
Tierdenkmäler und Skulpturen Worms HJB 2009
100 Jahre Andreastor und Raschitor HJB 2007
Die Woogbrücke HJB 2010
800 Jahre Frauensynagoge HJB 2013
Das Wormser Jahrhundertprojekt „Das Wormser“ HJB 2011
Wormser Jugendgästehaus HJB 2007
Das Europahaus HJB 2013
Einweihung neue Jahnturnhalle HJB 2013
Der neue Wormser Schlachthof HJB 2012
50 Jahre Eisenbahnbrücke HJB 2010
Der lange Weg zur neuen Rheinbrücke HJB 2007
Wer macht eigentlich die Rheinbrücke? HJB 2008
Die neue Rheinbrücke HJB 2009
Einweihung der neuen Rheinbrücke HJB 2009
Das Bootshaus am See – Wormser Rudersport HJB 2009
Der Starenkasten in Lindenfels HJB 2009

Stadtentwicklung

Werkstatt Innenstadt HJB 2006
Stadtentwicklungsplanung HJB 2008
Worms fit für die Zukunft – Demografie HJB 2009
Sanierung im Jugendstil: Hardtgasse HJB 2006
Baukultur in Worms HJB 2006
Konversionsflächen HJB 2007
Grüne Lunge der Stadt – Ringanlagen an Stadtmauern HJB 2011
Regionale Netze und die Entwicklung der Stadt HJB 2011

Ortsteile

Abenheim HJB 2006
Der Abenheimer Kräutergarten HJB 2011
Der Abenheimer Skulpturenweg HJB 2011
Prozessionen in Abenheim HJB 2012
Heppenheim an der Wiese HJB 2007
Herrnsheim HJB 2008
Der Schlosspark Herrnsheim HJB 2011
Bäume und Wiesen im Schlosspark Herrnsheim HJB 2011
Schreinerdorf Hochheim HJB 2006
Hochheim HJB 2009
Erinnerungen an Hochheim HJB 2013
Ibersheim HJB 2013
Mennonitenkirche Ibersheim HJB 2013
Ein Flugplatz für Pfiffligheim HJB 2011
Karl Bittel und sein Park HJB 2011
Leiselheim HJB 2012
Horchheim HJB 2010
Die Gemarkung Pfeddersheim HJB 2010
Die Eingemeindung Pfeddersheims HJB 2009
45 Jahre Partnerschaft Pfeddersheim – Nolay HJB 2012
Pfeddersheimer Auswanderer HJB 2010
500 Jahre Riesling-Urkunde von Pfeddersheim HJB 2011
Das Gerichtswesen im alten Pfeddersheim HJB 2013
Vom Vater des Pfälzer Ackerbaus HJB 2011
Fischerdorf Rhein-Dürkheim HJB 2007

Partnerstädte

Auxerre HJB 2011
Bautzen HJB 2008
Gefängnis Bautzen im 20.Jahrhundert HJB 2007
Die friedliche Revolution in Bautzen HJB 2010
Mobile HJB 2007
Parma HJB 2010
St. Albans HJB 2006
Bibliophile Entdeckungsreise nach St. Albans HJB 2013
Tiberias HJB 2009

Worms in Paris HJB 2010
Partnerschaft Pfeddersheim – Nolay HJB 2012
Beziehungen zu Bydgoszc HJB 2013

Europa

50 Jahre Vertrag über deutsch-französische Zusammenarbeit HJB 2013
Europa – Mythos und Wirklichkeit HJB 2013
Comenius wirkt auch in Worms HJB 2013
Europa in der Schule HJB 2013
Europa aus verschiedenen Perspektiven HJB 2013
Erasmus-Programm HJB 2013

Nationalsozialismus

Paul Hertz: „Wer stürzt Hitler?“ –
Ein Sozialdemokrat aus Worms im 20.Jahrhundert HJB 2012
Hans Hinkel: Vom Metzgersohn zum NS-Kulturfunktionär HJB 2011
Verfolgung der „Zeugen Jehovas“ in Worms HJB 2006
Kindertransporte nach England HJB 2010
Evangelische Gemeinden in Worms 1933 – 1949 HJB 2007
Das Brot vom Fronhofe, Widerstandsstück v. E.Kilb 1938 HJB 2007
Arthur Glaser HJB 2009
Panzergräben um Worms 1945 HJB 2007
Bombenabwurf 1945 HJB 2007
Erinnerungen an die Bombennacht HJB 2010
Ankunft der Amerikaner HJB 2013
Im Hof der 118er Kaserne – Kriegsgefangenschaft 1945 HJB 2011
Stolpersteine HJB 2008
Schüler führen Schüler in Gedenkstätte KZ Osthofen HJB 2012

Judaica

Judenbilder in Literatur und Bildkunst HJB 2013
Schum-Gemeinden HJB 2013
800 Jahre Frauensynagoge HJB 2013
Abraham von Worms: jüdische Volksmedizin und
Magie im Mittelalter HJB 2012
Moritz Heidenheim –
Ein Leben zwischen Judentum und Christentum HJB 2012
Mit dem Blick nach Jerusalem – Jüdischer Friedhof 1911 HJB 2011
Trauerhalle jüdischer Friedhof Hochheim HJB 2006
Pokal der Wormser Beerdigungsbruderschaft HJB 2007
Das Werk Ludwig Yehuda Leib Lewysohns HJB 2008
Otto B. May (1880 – 1952) HJB 2013
Im Glauben an das Exquisite –
Der Mäzen Siegfried Guggenheim HJB 2012
Georg Heintz, Wormser Verleger HJB 2007
Jüdische Frauen in Worms HJB 2009
Tiberias HJB 2009

Persönlichkeiten-Portraits

Papst Hadrian III. (1155) HJB 2009
Richard von Cornwall (1200/1300) HJB 2009
John de Mandeville (1300) HJB 2009
Grobanius aus Worms – Caspar Scheidt (1520 – 1565) HJB 2012
Junker Dietrich Weier von Heppenheim ((1545 – 1604) HJB 2008
Tabernaemontanus (1522 – 1590) HJB 2013
Wilhelm Penn`s Ibersheimer Sekretär (1645) HJB 2009
Theodor Haak (1663) HJB 2010
Johann Friedrich Hugo von Dalberg HJB 2010
Heribert von Dalberg (18.Jahrhundert) HJB 2006
Die Gräfin von Hertfordshire (1785 – 1865) HJB 2013
Ferdinand Eberstadt (1808) HJB 2009
Jakob Becker (1810) HJB 2011
Lord Acton-Dalberg (1860) HJB 2009
Friedrich Heimburg – der erste hauptamtliche
Bürgermeister der Stadt Worms (1874 – 1882) HJB 2012
Georg Löwel (1876 – 1970) HJB 2013
Otto B. May (1880 – 1952) HJB 2013
Hermann Staudinger (1881 – 1965), Chemie-Nobelpreis HJB 2006
Ernst Kappesser HJB 2010
Hermann Staudinger (1881) Nobelpreisträger HJB 2011
Carl J. H. Villinger (1905 – ) HJB 2006
Pfarrer Otto Kappesser – Seelsorger und Mahner HJB 2012
Peter Bender und seine Sozialutopien (20er Jahre) HJB 2007
Hans Hinkel: Vom Metzgersohn zum NS-Kulturfunktionär HJB 2011
Karl Kübel HJB 2009
Arthur Glaser HJB 2009
Georg Glaser HJB 2010
Hans Walter Müller (1935 – HJB 2011
Erna Salzer, Altstadtzeichnerin HJB 2007
Albert Cappel, ZDF-Wetterfrosch in den 60ern HJB 2006
Rudolf Bahro HJB 2007
Philip Held – Das Wormser Maueropfer HJB 2011
Georg Heintz, Wormser Verleger HJB 2007
Viktor Omelianenko, russischer Liedermacher HJB 2006
Lorna Doley HJB 2013
Maria Elisabeth Kranzbühler HJB 2008
Maximilian Freiherr von Heyl HJB 2008
Richard Wisser HJB 2010
Ein halbes Jahrhundert mit der VHS – Erwin Martin HJB 2011
Biggi von Worms (Katrin Schüttler) HJB 2011
Ahmet Czengelköy – Leitfigur der Integration HJB 2011
Hans Werner Kilz (Zuckmayer-Preisträger 2011) HJB 2012
Ilse Lang HJB 2013
Robert Dekayser HJB 2013

Kinder / Jugend

25 Jahre Abenteuerspielplatz HJB 2009
Mitmachzirkus Picolo HJB 2011
Spiel- und Lernstube Boosstraße HJB 2011
Haus der Jugend HJB 2013
Ferienspiele HJB 2013
Open Air Hamm HJB 2010
Benny Kiekhäben HJB 2010

Frauen

Heraus mit dem Frauenwahlrecht HJB 2011
10 Jahre Aktionswochen zum Internationalen Frauentag HJB 2007
20 Jahre Gleichstellungsstelle HJB 2009
Existenzgründung von Frauen HJB 2008
Die DDR-Fahrten der Wormser DFR-Frauen HJB 2008
Kettenreaktionen – 1. Wormser Frauenkunstfestival HJB 2009
Biggi von Worms (Katrin Schüttler) HJB 2011

Kultur

Kulturelle Regionalentwicklung Rheinhessen HJB 2006
Wormser Kulturprofile HJB 2006
Bürgerbefragung Kultur HJB 2012
Lokale Kulturpolitik 1968 – 1971 HJB 2008
1.Wormser Kulturnacht HJB 2008
Wormser Drachenfest HJB 2009
75 Jahre Backfischfest HJB 2009
Geschichte des „Spectaculums“ HJB 2008
So ward ein Schuh draus – Freie Gewandtete HJB 2011
Eröffnung Kultursommer 2009 HJB 2010
Wormser Märchentage HJB 2013
Das Wagnerjahr in Worms HJB 2013

Ernst Kappesser HJB 2010
Sammlung Julius und Rolf Ochsner HJB 2009

20 Jahre Schulmuseum Pfeddersheim HJB 2009

Spiel- und Festhaus HJB 2006
Lincoln Theater HJB 2008
Das Wormser Jahrhundertprojekt („Das Wormser“) HJB 2011
Fastnachts-Possen der Narhalla HJB 2007
100 Jahre Volksbühne HJB 2008

Kreisel-Kunst HJB 2006
Kunst im öffentlichen Raum HJB 2006
MoKKa HJB 2009
Kunstprojekt „Schnittmengen“ HJB 2010
Konzept Bildende Kunst in Worms HJB 2007
Kunst unter freiem Himmel: 4.“Blickachse“ Herrnsheim HJB 2007
Kettenreaktionen – 1. Wormser Frauenkunstfestival HJB 2009
Malkurs mit Birgitta Kappel HJB 2013
10 Jahre Kunsthaus HJB 2013
Anita Reinhards Nibelungenzyklus HJB 2010
Edition Nibelungen Renate Huthoff HJB 2011
Ein Wormser Maler: Jakob Becker (200.Geburtstag) HJB 2011
Nomade im Luftschloss – Künstler Hans-Walter Müller HJB 2011
Antoni Tàpies HJB 2013
Der Abenheimer Skulpturenweg HJB 2011

Worms und die Comedian Harmonists HJB 2012
Partnerschaft Wormser Kantorei – St. Albans Chamber Choir HJB 2009
Wunderhoeren – Tage alter Musik in Worms HJB 2011
„wunderhoeren“ – Musik aus dem Mittelalter HJB 2012
Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule HJB 2009
Internationale Sommerakademie Schwetzingen-Worms HJB 2010
Ludmila Ders interkultureller Chor HJB 2013
Jazz und Joy-Festival Worms HJB 2007
Worms Jazz und Joy feiert 20. HJB 2011
Open Air Hamm HJB 2010
Wormser Rockszene früher und heute HJB 2006
10 Jahre Krone Concerts HJB 2008
Kultur- und Kommunikationszentrum „Fabrik“ HJB 2007
Förderverein Lincoln Theater HJB 2013
Erinnerungen an das Lincoln Theater HJB 2013
Trommelgruppe Wormser Süden HJB 2008
Wormser Dom-Orgeln HJB 2006
Interview mit Marcel Worms HJB 2008
Einmal Bassist – immer Bassist (Fritz Reuter) HJB 2008
Viktor Omelianenko, russischer Liedermacher HJB 2006
Benny Kiekhäben HJB 2010
Lorna Doley HJB 2013
Auf den Spuren der Beatles HJB 2009
Folkmusik in Hertfordshire HJB 2009

Autogrammjäger HJB 2013

Der Waffenschmied von Worms (Oper) HJB 2013
Rudolf Borchardt in Worms (1870) HJB 2009
Zuckmayers Schillerrede von 1959 HJB 2006
Literatur: Ein Buch im Dreieck, Lesereisen Delius HJB 2007
Rheinhessen liest HJB 2009
Fünf Jahre Literaturinitiative in Worms HJB 2011

Arminius, Luther und Jud Süß HJB 2010
Das Stauferjahr in Worms HJB 2011

Interkultur

Frühe Migration HJB 2008
Ankunft in Worms HJB 2010
Interkulturelles Worms HJB 2007
Interkulturschulung in der Stadtverwaltung HJB 2013
„Mama lernt deutsch“ – Integrationsprojekt ausl. Mütter HJB 2006
Spiel- und Lernstube Boosstraße HJB 2011
MuT-Projekt HJB 2013
Wormser Charta HJB 2010
Bestattung nach muslimischen Ritus HJB 2008
Ein Jahr Islamunterricht an der Ernst-Ludwig-Schule HJB 2012
Tag der Offenen Moscheen in Worms HJB 2012
Moscheebau HJB 2013
10 Jahre Wormser Maigebet HJB 2011
Fest der Kulturen HJB 2012
Filmreihe zur Integration HJB 2013
Worms als Stadt der Religion – ein kulturhistorisches
Leitbild und seine Entwicklungslinien HJB 2012
Wer war Melanchthon ? HJB 2012
Von den Grenzen der Freiheit – Das Lutherjubiläum 1921 HJB 2012
100 Jahre Freireligiöse Gemeinde Worms HJB 2012
Kunstprojekt „Schnittmengen“ HJB 2010
Russisch-Deutscher Kulturverein HJB 2009
Viktor Omelianenko, russischer Liedermacher HJB 2006
Ludmila Ders interkultureller Chor HJB 2013
Internationale Volleyballgruppe HJB 2013
Ahmet Czengelköy – Leitfigur der Integration HJB 2011

Nibelungen

Georg Langes Nibelungenstadtgeschichte 1837 HJB 2012
Der Rosengarten zu Worms (Staufische Dichtung) HJB 2011
Das Mythenlabor im Nibelungenmuseum HJB 2010
10 Jahre Nibelungenmuseum HJB 2012
Drachen und Siegfriede, Ausstellungen Kunstverein HJB 2006
Riesen- und Drachengeschichten aus Worms HJB 2006
Mode im Mittelalter HJB 2006
Tafelfreuden um 1200 HJB 2008
Siegfried Brunnen Worms HJB 2006
Nibelungen-Festspiel-Inszenierungen HJB 2007
Maeren – Beobachtungen beim Theater HJB 2008
Wie Kriemhild zur Nibelungenhorde kam HJB 2008
Nibelungenhorde HJB 2009
Nibelungen: Pop und Kitsch , Ausstellung HJB 2007
Anita Reinhards Nibelungenzyklus HJB 2010
Edition Nibelungen Renate Huthoff HJB 2011
Aufstieg und Niedergang Burgunds, Symposium HJB 2007
Nibelungenzug 2010 HJB 2011
Das Wagnerjahr in Worms HJB 2013

Literatur

Nur weniges gelistet, z.B.

Unser Garten HJB 2011
Bombenabwurf 1945 HJB 2007
Die Bombennacht HJB 2009
Meine Gedächtnislandschaft 1945/46 HJB 2007
So wars 1946 HJB 2007
Meine Reisen HJB 2009
So war Weihnachten früher HJB 2009
Literatur und Arbeitswelt HJB 2008
Ein halbes Jahrhundert mit der VHS – Erwin Martin HJB 2011
Wormser Poesiealbum HJB 2008
Poetisches Gemurmel HJB 2008
Rudolf Borchardt in Worms (1870) HJB 2009
Zuckmayers Schillerrede von 1959 HJB 2006
Liebe zu Worms in französischen Versen:
Meery Devergnas HJB 2012
Mehaled und Sedli – Drusenroman von Fritz von Dalberg HJB 2012
Literatur: Ein Buch im Dreieck, Lesereisen Delius HJB 2007
Rheinhessen liest HJB 2009
Fünf Jahre Literaturinitiative in Worms HJB 2011

Tod in Worms (Kurzgeschichte – Krimi von Olga Manj) HJB 2013

Vereine, Organisationen

Die Johanniter in Worms HJB 2009
Vereinigte Kasino- und Musikgesellschaft seit 1783 HJB 2007
60 Jahre Gewerkschaftsbewegung HJB 2006
65 Jahre Europaunion Worms HJB 2012
150 Jahre Männergesangsverein Horchheim HJB 2006
Silberjubiläum der „Grünen Damen“ HJB 2007
International Police Association Worms HJB 2007
Steelers MC HJB 2012
25 Jahre ADFC HJB 2011
IG Pfrimm HJB 2013
Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) – Portrait HJB 2006
25 Jahre NABU Worms HJB 2013
Gästeführer HJB 2013

Wirtschaft

Siegel der Wormser Glaser um 1700 (Historisches) HJB 2006
200 Jahre Weingut Valckenberg HJB 2009
500 Jahre Riesling-Urkunde von Pfeddersheim HJB 2011
Brauerakademie und Brauerwirtschaft HJB 2011
100 Jahre Zuckerrübenverband HJB 2013
Pferdekutscher und Eiskutscher HJB 2008
BRAUN AG Pfeddersheim (Historisches Portrait) HJB 2006
Puppenfabrik Hans Hertwig (Horchheim) HJB 2008
Fritz Tent und die Wormser Lederindustrie HJB 2008
Die Kidlederfabrik Boller-Elsner HJB 2009
Leder – Chemie – Logistik (Wirtschaftsstandort Worms) HJB 2006
Vom Leder zur Logistik – Wormser Wirtschaft HJB 2008
100 Jahre EWR HJB 2011
175 Jahre Sparkasse Worms HJB 2013
Schmierölhersteller ROWE HJB 2012
Der Arbeitsförderbetrieb – eine Erfolgsgeschichte HJB 2008
Tagestourismus in Worms HJB 2009
Bau eines neuen Rheindükers HJB 2009
Der Weltladen HJB 2010
Modehaus Michel HJB 2013
1.Wormser Tag der Wirtschaft HJB 2013
Robert Dekayser HJB 2013

Bildung und Soziales

Die „soziale Frage“ – Was Cornelius Heyl tat HJB 2008
Gründung des Hugo-Sinzheimer-Instituts HJB 2012
Wormser Tafel HJB 2010
Der Weltladen HJB 2010
Spiel- und Lernstube Boosstraße HJB 2011
Arbeitswelt Schule: 35 Jahre an der Nibelungenschule HJB 2008
Eine normale Karriere? Geschichte einer Ausbildung HJB 2008
Vom Industriefacharbeiten zum Freiberufspapa HJB 2008
Kirche als offenes Haus – Gespräch Stadtkirchenarbeit HJB 2008
Ein halbes Jahrhundert mit der VHS – Erwin Martin HJB 2011
Comenius wirkt auch in Worms HJB 2013
Europa in der Schule HJB 2013
Erasmus-Programm HJB 2013
MuT-Projekt HJB 2013

Umwelt

Kinderumweltgruppe „Grüne Spatzen“ HJB 2006
Lokale Agenda 21 HJB 2006
Biodiversität – Biologische Vielfalt in Worms HJB 2012
Die Rheingütestation HJB 2010
IG Pfrimm HJB 2013
Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) – Portrait HJB 2006
25 Jahre NABU Worms HJB 2013
Hauptfriedhof Hochheimer Höhe (Ökologische Aspekte) HJB 2006
Umwelthaus Worms HJB 2007
Schule im Grünen HJB 2008
Der Abenheimer Kräutergarten HJB 2011
Gärtnern in der Stadt HJB 2011
Tiergarten: Neues Zuhause für Wölfe und Füchse HJB 2008
Neues aus dem Tiergarten HJB 2009
40 Jahre Tiergarten HJB 2013
Libellen HJB 2009
Orientalische Mörtelwespe in Worms HJB 2007
Die Deltawespe HJB 2011
Mauersegler am Wormser Dom HJB 2007
Wanderfalken am Wormser Dom HJB 2009
Die Mehlschwalbe HJB 2010
Die Saatkrähe in Worms HJB 2008
Fledermäuse HJB 2010
Fledermäuse und Licht HJB 2013

Sport

Sportstadt Worms HJB 2013
Fußballstar Joseph Fath (1911 – 1985) HJB 2012
Wormatia Worms HJB 2006
Alla Wormatia: jetzt erst recht HJB 2008
Die ruhmreiche Wormatia HJB 2013
Normannia Pfiffligheim HJB 2006
Partnerschaftsfußballturnier zur WM 2006 HJB 2007
Schlappis Weltauswahl HJB 2010
Handball in Worms HJB 2006
Rugby HJB 2009
Internationale Volleyballgruppe HJB 2013
Scater in Worms: Portrait Patrick Lindenberger HJB 2006
Boule-Verein HJB 2007
Tennisclub Bürgerweide HJB 2013
Ruderclub Blau-Weiß HJB 2006
Das Bootshaus am See – Wormser Rudersport HJB 2009
125 Jahre Rudern in Worms HJB 2010
Traglufthalle Lufticus HJB 2008
Einweihung neue Jahnturnhalle HJB 2013
100 Jahre Freie Turnerschaft Pfeddersheim HJB 2007

Aktuelles

Worms hilft – Flutopferaktion in Südostasien HJB 2006
Raucherschutzgesetz HJB 2009
Neubürger-Radtour HJB 2010

Rheinhessen

Rheinhessen einst und heute HJB 2012
Rheinhessen hautnah HJB 2011

Rhein-Neckar

Die vergessene Staatsgrenze HJB 2010
Von der Ludwigsbahn zur S-Bahn Rhein-Neckar HJB 2007
S-Bahn Rhein-Neckar HJB 2010