Archive for Januar 2012

Interkulturelle Buchneuheiten Liste 20

Januar 31, 2012

Bücherangebot Interkultur Liste 20

Alle angeführten Titel können Sie bestellen über
Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH
Von Steuben Str. 5, 67549 Worms, Tel. 06241-2000-314
e-mail: berthold.roeth@kvg-worms.de

Kunst Global Chancen und Risiken der Globalisierung für die Kunst
312 S., Abb., Sonderausgabe Hatje Cantz Verlag 2012 (statt 39,80 EUR) 14,95 EUR

Im Schatten zunehmend gleicher Konsumgüter und Lebensentwürfe einer globalisierten Welt hat sich auch die Kunst zum Medium der Globalisierung gemacht. Künstler gelten als Pioniere der Vernetzung der Kulturen nicht nur mittels neuer Kommunikationstechnologien und Medienkunst. Die Grenzen zwischen den Nationen, ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Maßstäben sowie jeweiligen Kunsttraditionen verschwimmen. Die Vielfalt der Gattungen und Stilrichtungen droht der künstlerischen Vereinfachung zum Opfer zu fallen. Die Publikation geht in 39 Interviews mit Insidern der Kunstszene der Frage nach, ob und gegebenenfalls wie die Globalisierung die Kunst nachhaltig verändert.

Drücker / Chehata u.a: Leitfaden interkulturell on Tour
Internationale Jugendbegegnungen – Schauplatz neuer Kooperationen zwischen Migrantenjugend(selbst)-Organisationen und Internationaler Jugendarbeit
368 S., Wochenschau Verlag 2011 19,80 EUR

In Interkulturell on Tour werden die Erfahrungen zusammengefasst, die sechs Projektträger der Internationalen Jugendarbeit bei der gemeinsamen Planung und Durchführung ihrer Projekte gesammelt haben. Entstanden ist ein Leitfaden, der nicht nur bei der praktischen Planung und Durchführung hilft, sondern auch über die interkulturelle Öffnung von Jugendorganisationen aufklärt. Wie gehe ich mit Abrechnungen, Fahrtkosten oder sprachlichen Hürden um? Welche Unterschiede ergeben sich in heterogenen Gruppen? Wie beziehe ich Eltern mit ein? Auf diese und viele weiteren Fragen, die bei der Arbeit mit jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund auftreten, wissen die Autoren eine Antwort. Sie haben einen in gemeinsamen Netzwerken zwischen Jugendverbänden und Migranten(selbst)organisationen erprobten und anwendungsorientierten Begleiter für die internationale Jugendarbeit geschrieben. Interkultur on Tour wurde von sechs Projektträgern (transfer e.V., IJAB, Naturfreundejugend Deutschlands, JUGEND für Europa, Deutsche Sportjugend und VIA e.V.) unter wissenschaftlicher Begleitung der Fachhochschule Köln durchgeführt und diente dem Aufbau von Netzwerken zwischen Jugendverbänden und Migrantenjugend(selbst)organisationen.

Paul Veyne: Als unsere Welt christlich wurde
Aufstieg eine Sekte zur Weltmacht
223 S., Pb., Beck Verlag 12,95 EUR

Materialdienst. Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfragen 12/2011
Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, 2012 3,50 EUR

u.a. „Christlicher Glaube und nichtchristliche Religionen“

Materialdienst. Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfragen 1/2012
Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, 2012 3,50 EUR

u.a. angesichts des aufkommenden Rechtsradikalismus und Rassismus eine Stellungsnahme aus christlicher Sicht „Gewalt gegen Fremde – ein Angriff auf Gottes Ebenbild“.

Henning Wrogemann: Interkulturelle Theologie und Hermeneutik
Grundfragen, aktuelle Beispiele, theoretische Perspektiven
Lehrbuch interkulturelle Theologie / Missionswissenschaft Band 1
320 S., Gütersloher Verlagshaus 2012 (erscheint März) 24,99 EUR

Was bedeutet interkulturelles Verstehen? Fremde Kulturen und Theologien verstehen lernen. Einführung in grundlegende Zusammenhänge interkultureller Theologie und Hermeneutik. Das Christentum ist heute ein ebenso globales wie interkulturelles Phänomen. Christliche Präsenz außerhalb Europas ist durch die kulturell-religiösen, sozialen und politischen Kontexte geprägt, gleichzeitig gehen von ihr bedeutende sozio-kulturelle Transformationsprozesse aus. Dies sind Inhalte des Faches Interkulturelle Theologie / Missionswissenschaft, die hier als Lehrbuch anhand von anschaulichen Beispielen behandelt werden, z.B.: Was bedeuten Begriffe wie Kultur, Synkretismus oder Identität? Welchen Stellenwert haben Themen wie Heilung, Befreiung oder Versöhnung in Kontextuellen Theologien etwa im Bereich Afrikas oder Indiens? Abgerundet durch geschichtliche Längsschnitte und systematische Perspektiven führt das Buch in grundlegende Zusammenhänge interkultureller Theologie und interkultureller Hermeneutik ein. Henning Wrogemann, geboren 1964, Dr. theol., ist seit 2007 Inhaber des Lehrstuhls für Missionswissenschaft, Religionswissenschaft und Ökumenik an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal / Bethel.

Dialog der Religionen
Grundlegende theologische Aspekte, praktische Erfahrungen und offene Fragen
216 S., Gütersloher Verlagshaus 2011 22,99 EUR

Theologiegeschichtliche und systematisch-theologische Einführung in das Thema des religiösen Dialogs. Die Zeiten, in denen Religionen in relativ homogenen Räumen wirkten und die Gläubigen selten Gliedern anderer Religionen begegneten, sind vorüber. Angehörige unterschiedlicher Religionen treffen im Alltag aufeinander. Damit stellen sich grundsätzliche und praktische Fragen: Wie verhalten sich die Geltungsansprüche der Religionen zueinander? Wie kann ich meiner Religion unverbrüchlich verbunden sein und zugleich anderen Religionen respektvoll und tolerant begegnen? Gibt es Möglichkeiten des gemeinsamen Feierns? In Kirche und Theologie werden diese Fragen seit langem behandelt. Dieser Band nähert sich dem Thema mit einem doppelten Zugang: Vier profunde theologiegeschichtliche bzw. systematisch-theologische Beiträge führen in das Thema ein. Es folgen dann drei Texte, in denen die Beschreibung des Dialogs der Religionen auf einem jeweils konkreten Feld im Vordergrund steht: 1.) Entwicklung, Formen und Foren des interreligiösen Dialogs in Großbritannien und den Niederlanden; 2.) die beiden zentralen Texte der EKD zum Thema („Christlicher Glaube und nichtchristliche Religionen“, 2003, und „Klarheit und gute Nachbarschaft“, 2006); 3.) die Diskussionslage in den evangelischen Kirchen über Multireligiöse Feiern.

Veronika Fischer / Monika Springer: Handbuch Migration und Familie
Grundlagen für die Soziale Arbeit mit Familien
528 S., Wochenschau Verlag 49,80 EUR

Das vorliegende Handbuch bietet einen wichtigen Überblick über die bislang sehr verstreuten Untersuchungen aus den verschiedenen Fachdisziplinen. Neben den sozialpädagogischen Aspekten werden historische, rechtliche, psychologische, theologische u.v.m. behandelt. Ein besonderes Interesse gilt der Frage, wie sich Migrationsprozesse auf die Bevölkerungs- und Familienstruktur und die Integrationspolitik auswirken. Darüber hinaus werden soziolpädagogische Handlungsfelder und deren Qualitätsanforderungen dargestellt. Konzeptionell ist dieses Handbuch als Nachschlagewerk und Studienbuch gedacht, mit grundlegenden theoretischen Artikeln zu den Themen Migration und Familie und praktischen Ansätzen und Modellen, was eine theoriegeleitete Praxis ermöglicht.

Amara Lakhous: Krach der Kulturen um einen Fahrstuhl an der Piazza Vittorio
160 S., Wagenbach 2009 10,90 EUR

Der erste Teil einer Trilogie fängt so leichthändig wie klug die Atmosphäre der Stadt am Tiber und das Denken ihrer Bewohner ein. Amara Lakhous wurde 1970 in Algier geboren und schreibt seit 1995 in Rom.

Amara Lakhous: Scheidung auf islamisch in der Via Marconi
256 S., Wagenbach 2012 (erscheint im Mai) 11,90 EUR

Der zweite Teil einer Trilogie über das Rom der Einwanderer. Christian alias Issa soll eine terroristische Zelle aufdecken und gerät dabei in erhebliche Kalamitäten. Wie soll er der drohenden Gefahr auf die Spur kommen, wenn er Safia vor rassistischen Pöbeleien und seinen marokkanischen Mitbewohner vor der Polizei schützen muss? Der italienische Geheimdienst erfährt von einer Gruppe muslimischer Einwanderer, die sich in Rom in der Gegend um die Via Marconi trifft und einen größeren terroristischen Anschlag plant. Als verdeckter Ermittler kommt Christian Mazzari ins Spiel, ein Sizilianer, der dann als vermeintlicher tunesischer Immigrant Isa in die Via Marconi zieht. Im Internetcafe Little Cairo begegnet er den jungen Männern des Viertels – und Safia, einer zarten Ägypterin, die ihn in die islamische Kultur mit den Augen einer jungen Frau sehen lässt. Issa und Safia erzählen abwechselnd aus ihrem Leben und von der geheimen Sympathie, die sie verbindet. Wieder durchleuchtet Amara Lakhous die italienische Gesellschaft – ursprüngliche und zugezogene Einwohner – mit feiner Ironie und unbestechlichem Blick für die alltäglichen Missverständnisse. Währenddessen gehen Issas Ermittlungen voran, und auch die Anzeichen drohender Gefahr verdichten sich, bis zu einem überraschenden Ende, nach dem der Leser den Fall garantiert noch einmal von vorne aufrollt.

Jana Frey: Mit Salome sind wir komplett
120 S., Ueberreuter 2012 (erscheint März) 9,95 EUR

Für Kinder ab 9 Jahre. Salome lebt in einem Waisenhaus in Äthiopien. Sie liebt Afrika, den wilden Wind, der dort oft weht, und natürlich Nuug, ihre kleine Ziege, die sie mit der Flasche aufgezogen hat. Ihr Wunsch nach einer guten Mama und einem eigenen Papa geht in Erfüllung, als sie von einer deutschen Familie adoptiert wird, aber mit dem wilden Durcheinander in ihrem neuen Zuhause hat sie nicht gerechnet! Eine spannende Zeit steht ihr bevor – gemeinsam mit Jonathan, ihrem Adoptivbruder.

Latif Celik: Türkische Spuren in Deutschland
268 S., geb., Logophon 2009, zweisprachig türkisch-deutsch 18,50 EUR

Latif Celik: Deutsche Spuren in der Türkei
208 S., geb., Logophon 2011 18,50 EUR

Zum 50.Jubiläum „Türkische Gastarbeiter in Deutschland“ ist das zweite Buch erschienen. Ziel dieses Buches ist es, nicht nur zu zeigen welche Gemeinsamkeit die türkische und deutsche Kultur im Laufe der letzten dreihundert Jahre hatte, sondern auch für Verständnis um eine bessere Integration zu werben. Das Buch ist vierfarbig und mit vielen originalen Zeichnungen und Farbabbildungen ausgestattet. Die Texte sind zweisprachig und humorvoll. Aus dem Inhalt: Gesamtbetrachtung der 800jährigen deutsch-türkischen Beziehungen, Das gemeinsame Projekt von Kaiser und Sultan: Die Bagdadbahn, Die friedliche Expansionsstrategie der Deutschen in der Türkei mittels Bildung und Erziehung, Die Türkei zwischen 1933 und 1945 für viele Flüchtlinge zur neuen Heimat

Abu Sehmuz Demir / Berthold Röth / Ulrike Schäfer
Die Wormser Türken
Worms Verlag 2011 8,50 EUR

Anlässlich des Jubiläums 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei erschien diese Broschüre mit Zeitzeugeninterviews der ersten Gastarbeiter und der nachfolgenden Generationen, zudem Interviews mit Arbeitsagentur und Gewerkschaftern, bebildert durch Fotos.

Kemal Bozey: „…ich bin stolz, Türke zu sein“
Ethnisierung gesellschaftlicher Konflikte im Zeichen der Globalisierung
392 S., Wochenschau Verlag 29,80 EUR

Junge, türkischsprachige Migranten fühlen sich von der Gesellschaft ausgegrenzt – mit folgenschweren Konsequenzen. Es entsteht ein rechtsnationalistisches Potential, das nach Ausdruck sucht. Von dieser Entwicklung sollte man wissen.

Sevinc Neumann: Moslem oder Müslimann?
240 S., Silvercon Verlag 2012 14,95 EUR

Eine türkische Kindheit in Deutschland. Die Familie betreibt eine Kneipe und die jüngste Tochter muss sich in zwei Welten zurechtfinden. Mit unnachgiebigen Fragen macht sie sich auf die Suche nach dem Unterschied zwischen Gott und Allah und der Erklärung, warum der Nikolaus ihr und ihren Geschwistern in der Nacht nur Schnee gebracht hat. Ihre Mitmenschen geben sich alle Mühe, doch die Antworten kann nur sie allein finden.

Anja Hilscher: Imageproblem.
Das Bild vom bösen Islam und meine bunte muslimische Welt
192 S., Gütersloher Verlagshaus, 2012 (erscheint April) 14,99 EUR

Von Machos, Terroristen und Kopftüchern – Wie ist der Islam wirklich? Plaudernd und mitunter respektlos gegen Vorurteile über den Islam. Eine unterhaltsame und bildende Lektüre. Von wegen, den Islam kennen! Hier wird all denen, die meinen, vom Islam nun wirklich alles zu wissen, einmal gehörig der Kopf gewaschen! Temporeich, frech und ausgestattet mit einem ziemlich anarchischen Humor zeint Antja Hilscher, wie islamisches Denken und Leben wirklich geht. Ob sie über das Gottesbild erzählt oder über die islamischen Gebote, über religiösen Fanatismus, islamische Machos oder den Sinn des Lebens – so überraschend anders und bunt bekommt man diese Religion selten präsentiert. Und das Beste: die vielen freundlichen Züge, die man in diesem Buch an der ach so finsteren Lehre Mohammads entdecken kann, kann die Autorin auch noch aus der Tradition des Islam begründen. Anja Hilscher, geboren 1969, Lehrerin für Grund- und Hauptschulen, ist „Beraterin für interkulturelle Fragen“ und arbeitet als Leiterin von Integrationskursen. Sie lebt mit Mann und Kindern in Norddeutschland. Über die Hälfte ihres Lebens ist sie bereits Muslima. Der Übertritt war wohlüberlegt, die Auseinandersetzung mit den Lehren des Islam gaben den Anstoß für dieses Buch.

Patrick Bahners: Die Panikmacher
Die deutsche Angst vor dem Islam – Eine Streitschrift
320 S., geb., Beck Verlag 19,95 EUR

Wolf Schmidt: Jung, deutsch, Taliban
180 S., Pb., Ch. Links Verlag 2012 (erscheint März) 16,90 EUR

Fanatische Gotteskrieger aus Deutschland. Das aktuellste Buch zum Thema. Packender Report über die verstörendste Jugendbewegung Deutschlands. Interviews mit Angehörigen, ehemaligen Freunden und Arbeitgebern. Am 2.März 2011 erschießt ein junger Frankfurter auf dem Flughafen zwei US-Soldaten. Das ist der vorläufige Höhepunkt einer bedrohlichen Entwicklung: Seit einigen Jahren etabliert sich in Deutschland eine militante Jugendszene im Umfeld der fundamentalistischen Salafiden-Gemeinden. Ihre Mitglieder sind junge, in Deutschland aufgewachsene Muslime oder zum Islam konvertierte Deutsche. Manche von ihnen sind bereit zu Terror und Gewalt im Namen Gottes. Wer sind diese Männer und Frauen? Was hat sie radikalisiert? Warum wollen sie in den heiligen Krieg gegen den Westen ziehen? Wie kann man der Gefahr vorbeugen? Der Journalist Wolf Schmidt hat jahrelang zu dieser Szene recherchiert und ist durch ganz Deutschland gereist um Interviews zu führen. Entstanden ist ein packender Report über die radikalste und verstörendste Jugendbewegung Deutschlands.

Farid Hafez: Anas Schakfeh – Das österreichische Gesicht des Islams
200 S., geb., Braunmüller 2012 (erscheint April) 24,90 EUR

2012: 100jährige Anerkennung des Islam in Österreich, Die erste Biografie der Integrationsfigur, Islam und Demokratie sind miteinander vereinbar, Ein Blick in die Zukunft des Islams in Europa. Der Islam nach dem „Modell Österreich“. Selten war die Rolle des Islams in der westlichen Welt so prägnant wie in der vergangenen Dekade. Die zwölfjährige Amtszeit von Anas Schakfeh, bis 2011 Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, umspannte diese kritische Periode. Die Herausforderungen, die er zu bewältigen hatte, stellen Weichen für die Zukunft des Islams in ganz Europa. Schakfeh hauchte dem „Modell Islam in Österreich“ seinen Geist ein. Damit statuierte er ein europäisches Exampel und zeigte anschaulich, wie Islam und Demokratie miteinander vereinbar sind. Als Initiator der Europäischen Imame-Konferenz versammelte er Hunderte Imame und Seelsorger/innen aus ganz Europa, um ein Manifest zu erstellen. Der in seiner exponierten Position nicht immer unumstrittene Schakfeh ist ein großkoalitionär sozialisierter Politiker, der immer nach dem breitesten Konsens suchte und gemeinsam mit den katholischen Kardinälen und Religionsvertretern auftrat. Seine Leistungen wurden mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich (2008) und dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien (2010) gewürdigt. Der Politologe und Islam-Experte Farid Hafez widmet sich in seiner Biografie den Leistungen des scheidenden Präsidenten ebenso wie dessen Zukunftsvisionen für den Islam in Österreich e positive Wirkungen für das Zusammenleben der Muslime in verschiedenen europäischen Staaten“ (Bundespräsident Dr. Heinz Fischer). Der junge Shootingstar der Politikwissenschaft Farid Hafez wurde 1981 in Ried im Innkreis geboren. Hafez lehrt an der Universität Wien sowie am Hochschulstudiengang für islamische Religionspädagogik, Forschungen und Publikationen im Bereich Institutionalisierung des Islams in Österreich / Europa sowie Politik und Islam. Bruno Kreisky-Anerkennungspreis für das politische Buch 2009. Er ist gefragter Islam-Experte in Medien wie „Der Standart“, „Die Presse“, ORF, ATV und Puls 4.
Stefan Meining: Eine Moschee in Deutschland

Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen
316 S., geb., Beck Verlag 19,95 EUR

Tilman Nagel: Mohammed. Zwanzig Kapitel über den Propheten der Muslime
332 S., geb., Oldenbourg Verlag 2011 29,80 EUR

Der bedeutsamste Islamforscher Deutschlands bietet mit maßgeblichen wissenschaftliche Studie einen Überblick über die derzeit aktuelle Mohammed-Rezeption.

Gudrun Krämer: Demokratie im Islam
Der Kampf für Toleranz und Freiheit in der arabischen Welt
219 S., Pb., Beck Verlag 14,95 EUR

Amir Hassan Chehelton: Amerikaner töten Teheran
189 S., geb., Beck Verlag – ROMAN 18,95 EUR

Frank Nordhausen / Thomas Schmid (Hrsg.)
Die arabische Revolution. Demokratischer Aufbruch von Tunesien bis zum Golf
224 S., 2., aktualisierte Auflage, Ch. Links Verlag 16,90 EUR

Nordhausen und Schmid zeichnen in bewegenden Bildern den Gang der Revolutionen nach. Sie zeigen auch, dass die Aufstände wichtige Vorläufer in der lange ignorierten Protestbewegung der Jahre zuvor hatten.

Michael Lüders: Tage des Zorns
Die arabische Revolution verändert die Welt
207 S., geb., Beck Verlag 19,95 EUR

Wieland Schneider: Das Ende der Angst
Die Zukunft der arabischen Welt
250 S.,Braunmüller 2012 (erscheint April) 19,90 EUR

Die Rebellen des Arabischen Frühlings und ihre Geschichten, Frisst die Revolution ihre Kinder?, Neue Machtstrukturen – das Leben nach der Revolution, Die Kämpfe um Demokratie und die Zukunft der arabischen Welt. Die welthistorischen Umwälzungen des Arabischen Frühlings werden bereits mit dem Fall des Eisernen Vorhangs verglichen. Wieland Schneider hat die Revolutionäre begleitet: von Kairos Tahir-Platz bis in und nach Sirte, wo die letzte Schlacht gegen Diktator Gaddafi tobte. Sie wollte keine Angst mehr n Sheimaa mit offenem Visier zu kämpfen und unter ihrem richtigen Namen zu schreiben. Und auch die Zigtausend anderen, die im Februar 2011 mit ihr auf Kairos Tahir-Platz Präsident Hosni Mubarak von der Macht vertrieben, hatten ihre Furcht abgelegt. In zahlreichen Ländern setzten sich Menschen gegen Regime zur Wehr, die sie seit Jahrzehnten unterdrückt hatten. Doch werden die Revolutionen in der arabischen Welt nachhaltigen Erfolg haben? Und welche Chancen und Risiken bergen diese Umbrüche? Ein Jahr, nachdem die Menschen im arabischen Raum die Angst verloren, werden neue Ängste wach: vor den Gespenstern Instabilität, Islamismus und Militärherrschaft. Die Umbrüche haben auch das geostrategische Umfeld verändert, haben die Karten im Machtpoker neu gemischt. Und das hat Auswirkungen: auf Israel, die Türkei und den Iran, die USA und auf Europa. „Die schwierige Schlacht steht erst bevor: Wir müssen alle Waffen einsammeln und ein neues Land aufbauen“ (Mohammed, 25, Kämpfer der Rebelleneinheit „Löwen der Wüste“ aus Misrata, Libyen). Wieland Schneider, Stv. Leiter des Ressorts Außenpolitik bei der Tageszeitung „Die Presse“. Er hat zahlreiche Reportagen – vielfach aus Krisengebieten -, Analysen und Kommentare zu internationalen Entwicklungen verfasst. Zuletzt berichtete er intensiv von den Umbrüchen in der arabischen Welt. Wieland Schneider war mit dabei, als sich die Ägypter Anfang des Jahres gegen Hosni Mubarak auflehnten und den Tahir-Platz in Kairo gegen den Ansturm regimefreundlicher Demonstranten verteidigten. Er war mit den libyschen Rebellen in den westlibyischen Bergen unterwegs und begleitete die Aufständigen im September bis vor die Gadaffi-Hochburg Sirte.

Marc Thörner: Die Arabische Revolution und ihre Feinde
128 S., Pb., Edition Nautilus 2012 12,90 EUR

„Müssen wir nach der Revolution nun mit der Scharia rechnen?“, fragen besorgte Beobachter mit Blick auf Nordafrika. Doch der „Islamismus“ ist nicht allein im Orient entstanden, sondern wurzelt in einer gemeinsamen Tradition mit westlichen Vorstellungen. Ausgerechnet auf deren Ideen gründet die NATO heute wieder ihre Einsatzdoktrin. So ist alles andere als sicher, ob sich die Demokratie auf Dauer gegen ihre Feinde durchzusetzen vermag. „Sarkozy! Sarkozy!“ rufen Demonstranten in Bengasi, als französische Jets Gaddafis Truppen bombadieren, und schwenken Trikoloren. Am Mittelmeer scheint die NATO den Demokraten Feuerschutz zu geben, doch als Marc Thörner durch Afghanistan reist, erlebt er eine andere Seite des Bündnisses: Dort alimentiert die NATO ein System, das aus einer erzfundamentalistischen und zahlreichen diktatorischen Warlord-Fürstentümern besteht. Mal Vorkämpfer, mal Feind der Demokratie – gibt es hinter diesen Widersprüchen ein Logik? Die Frage führt den Autor auf seiner Spurensuche durch mehrere Länder: Libyen, Tunesien, Saudi-Arabien, Irak, Syrien und schließlich wieder Afghanistan. Immer deutlicher kristallisiert sich dabei heraus: Der islamische Extremismus ist nicht allein im Orient entstanden, sondern Teil einer gemeinsamen west-östlichen Anti-Aufklärung. Ihre prägenden Vordenker sind nicht muslimische, sondern europäische Intellektuelle und Militärs. Sie sind eine Gefahr – nicht nur für die arabische Freiheit. Marc Thörner, geb. 1965, lebt in Hamburg. Seit 1994 freier Journalist, überwiegend für ARD-Rundfunkanstalten. Berichtet aus dem Maghreb, den Golfstaaten, dem Irak, Pakistan und Afghanistan. Bei Nautilus erschienen „Der falsche Bart. Reportagen aus dem Krieg gegen den Terror“ (2007) und „Afghanistan-Code“ (2010). 2009 erhielt er für ein Afghanistan-Feature den Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus.

Boualem Sansal
Am 16.Oktober wurde dem Autor Boualem Sansal in der Frankfurter Paulskirche der Friedenspreis des deutschen Buchhandels überreicht. In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: „Der Friedenspreis der Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2011 Boualem Sansal und ehrt damit den algerischen Schriftsteller, der als leidenschaftlicher Erzähler, geistreich und mitfühlend, die Begegnung der Kulturen in Respekt und wechselseitigem Verständnis befördert. Boualem Sansal gehört zu den wenigen in Algerien verbliebenen Intellektuellen, die offen Kritik an den politischen und sozialen Verhältnissen üben. Mit seinem hartnäckigen Plädoyer für das freie Wort und den öffentlichen Dialog in einer demokratischen Gesellschaft tritt er gegen jede Form von doktrinärer Verblendung, Terror und politischer Willkür auf. Dabei richtet sich sein Blick nicht nur auf die Heimat, sondern die ganze heutige Welt“. Seine Bücher erscheinen seit mehr als 10 Jahren in deutscher Übersetzung im Merlin Verlag.

Die lieferbaren Titel:
Der Schwur der Barbaren, Roman 19,80 EUR
Das verrückte Kind aus dem hohlen Baum, Roman 15,80 EUR
Harraga, Roman 15,80 EUR
Das Dorf des Deutschen, Roman 15,80 EUR
Postlagernd Algier, Essays 9,90 EUR
Literatur, kein Krieg. Filmportrait auf DVD, 52 Min. 20,00 EUR

Mohammed Hanif: Alice Bhattis Himmelfahrt
280 S., A1 Verlag 2012 19,90 EUR

Im Zentrum des Romans steht das Herz Jesu Krankenhaus in Karachi. Alice Bhatti, eine junge Christin, bekommt eine Stelle als Assistenzkrankenschwester. Erst kurz zuvor aus der Besserungsanstalt entlassen und in das Haus ihres Vaters im Christenghetto French Colony zurückgekehrt, gelingt es ihr mit ihrem unerschrockenen, zupackenden Auftreten schon bald, im chaotischen Alltag des vollkommen überfüllten und desolaten Krankenhauses Fuß zu fassen. Unterstützung erhält sie von dem 17jährigen Jungen Noor, der dort als Schreiber angestellt ist und Alice vergöttert, sowie von der anfangs harschen, unzugänglichen Oberschwester Hina Alvi. Teddy Butt, muslimischer Herkunft, Bodybuilder und Scherge der infoffiziellen Polizeieinheit Gentlemen-Korps, die auf brutale Weise mit „Verdächtigen“ umgeht, wird auf Alice aufmerksam. Er umgarnt sie, und die kämpferische Alice fühlt sich schließlich von ihm angezogen. Sie verlieben sich: Teddy mit unvermittelter Heftigkeit, Alice mit vorsichtigem Optimismus, doch ihr neues, gemeinsames Leben steht auf wackligen Fundamenten. Ein tragikomischer Roman über Fanatismus, Willkür und patriarchale Strukturen, aber auch über die zweite Chance, Selbstbehauptungswillen und Liebe. Mohammed Hanifs zutiefst menschlicher Zugang und der eindringliche und temporeiche Erhzählstil bestätigen seinen Ruf als herausragende literarische Stimme Pakistans. „Eines der überzeugendsten Talente des Subkontinents“. Hanif hat sich in seinem zweiten Roman mit großer Schärfe einer gewalttätig umkämpften Thematik in Pakistan angenommen: der Frage der religiösen Identität. Mit der Wahl einer christlichen Frau als Protagonistin setzt er sich mit einer Handvoll Honig in einen Bienenstock und hat erneut einen tragikomischen bitterbösen Roman über die pakistanische Gesellschaft geschrieben. Geboren 1965 in Okara / Pakista war er Pilot der pakistanischen Luftwaffe, bevor er eine Karriere als Journalist einschlug. Ende der neunziger Jahre übersiedelte er nach London. Er schrieb Theaterstücke und Drehbücher und seinen ersten Roman „Eine Kiste explodierender Mangos“, der bereits kurz nach Erscheinen für den Man Booker Price nominiert wurde. Im Herbst 2008 kehrte er mit seiner Familie nach Pakistan zurück und arbeitet dort als Korrespondent der BBC. Er lebt in Karachi.

Gilbert Achcar: Die Araber und der Holocaust
Der Arabisch-Israelische Krieg der Geschichtsschreibungen
448 S., Edition Nautilus 2012 (erscheint Mai) 28,00 EUR

Gilbert Achcar unternimmt die überfällige und umfassende Darstellung, wie die arabische Welt den Holocaust als Teil ihrer Geschichtsschreibung versteht. Er erörtert den Einsatz des Holocaust und der Nakba für die Propaganda der arabischen und israelischen Seite. Sein Buch ist ein wichtiger Beitrag gegen Vorurteile und Rassismus in jeder Form, seien sie antiarabisch oder antisemitisch geprägt, und eine Grundlage für die Verständigung im Nahostkonflikt. Es gibt kaum ein explosiveres Thema als „Die Araber und der Holocaust“ – das Terrain ist vermint, voller Vorwürfe und Gegenvorwürfe: Die einen werden beschuldigt, den Holocaust zu verleugnen, den anderen wird vorgeworfen, die eigene Tragödie auszubeuten und die der Gegenseite zu ignorieren. In seiner wegweisenden Untersuchung hat der Politikwissenschaftler Achcar das Geflecht der unvereinbar scheinenden Narrative und ihre Rolle im Nahostkonflikt untersucht. Er analysiert die verschiedenen arabischen Reaktionen auf den Nationalsozialismus, von den ersten drohenden Vorzeichen des Völkermords an den Juden über die Gründung Israels und die von Massenvertreibungen begleitete Zerstörung des historischen Palästina bis zur Gegenwart, und stellt sie in ihren jeweiligen historischen und politischen Kontext. Er kritisiert jede Geschichtsschreibung und politische Propaganda, die durch Antisemitismus und Holocaust-Leugnung motiviert sind. Berechtigte Kritik, darauf besteht Achcar, muss einhergehen mit ehrlicher Selbstkritik. Achcars Buch wirkt befreiend, weil es Möglichkeiten der Verständigung eröffnet, die seit Jahren durch einen erbitterten internationalen Propagandakrieg verschüttet werden. „Achcars Buch dürfte zum Standartwerk künftiger Auseinandersetzung mit der längst fälligen Konjunktion von Arabern und dem Holocaust im Kontext des Nahostkonflikts werden“ (Moshe Zuckermann), „Sein Buch ist ein wichtiges Werk, sogar – und vielleicht insbesondere – für diejenigen, die nicht damit übereinstimmen“ (Jewish Review of Books). Gilbert Achcar ist Professor für Entwicklungspolitik und Internationale Beziehungen an der Universität London. Er hat Philosophie und Sozialwissenschaften in Beirut und Paris studiert. 2003 – 2007 war er Forschungsbeauftragter am Centre Marc Bloch in Berlin. Achcar publiziert über Internationale Beziehungen, besonders in Nahost und Nordafrika. Bei Nautilus erschien „Der 33-Tage-Krieg. Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon und seine Folgen“ (2007)

Jörn Böhme / Tobias Kriener / Christian Sterzing
Kleine Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts
144 S., Wochenschau Verlag 9,80 EUR

Nach Jahren einer blutigen Gewaltspirale aus israelischen Militärschlägen und palästinensischen Terroranschlägen verhandeln zwar die Kontrahenten wieder, zentrale Streitpunkte – wie die israelischen Siedlungen, die Zukunft Jerusalems oder die Flüchtlingsfrage – sind von einer Einigung aber noch weit entfernt. Die Spaltung Palästinas, die Auseinandersetzungen zwischen Fatah und Hamas, die ethnische Trennungspolitik und der Siedlungsausbau der israelischen Besatzungsmacht machen eine Einigung immer schwieriger. Dieses Buch bietet einen kompakten und leicht lesbaren Überblick über die komplexe Geschichte des Konflikts, über die Kernpunkte der Auseinandersetzung, wichtige Wendepunkte und Bemühungen um eine Lösung. Karten, eine Chronologie und Hinweise auf weiterführende Literatur runden die Darstellung ab.

Steffen Hagemann: Die Siedlerbewegung – Fundamentalismus in Israel
504 S., Wochenschau Verlag 49,80 EUR

Eine ideoloie- und mentalitätsgeschichtliche Studie, die schließlich in eine politische Soziologie des heutigen Israel mündet. Sie klärt über das wechselseitige Verhältnis weltanschaulicher, fundamentalistischer Interessen und strategischer Optionen ebenso auf wie über den strukturellen Wandel im doch sehr militarisierten israelischen Regierungssystem im Lauf der letzten 40 Jahre. Ausgezeichnet mit dem Preis „Geisteswissenschaften International“.

Andreas Nachama / Marion Gardei: Du bist mein Gott, den ich suche
Psalmen lesen im jüdisch-christlichen Dialog
128 S., geb., Gütersloher Verlagshaus , 2012 (erscheint Juni) 14,99 EUR

Sachinformation und spirituelle Deutung der Psalmen. Ein ganz praktisch jüdisch-christlicher Dialog. Von Juden und Christen werden die Psalmen gleichermaßen geschätzt. Einerseits verbindet das „Gebetsbuch der Bibel“ beide Religionen, doch leben dieselben Texte andererseits in je ganz unterschiedlichen Traditionen. Hier legen der jüdische Rabbiner Andreas Nachama und die evangelische Pfarrerin Marion Gardei die bekanntesten und bei Beterinnen und Betern beliebtesten Psalmen aus. Nachama auf dem Hintergrund jüdischen Glaubens und seiner exegetischen Tradition, Gardei aus der christlichen Perspektive – beide sich gegenseitig befragend und inspirierend. Es entspannt sich ein anregender Dialog, nüchterne exegetische Information verbindet sich mit den spirituellen Räumen, die diese alten Texte abschreiten in ihrer Frage nach Gott. Dabei zeigt sich, dass die Worte und Bilder der Psalmen auch heute noch direkt zur menschlichen Seele sprechen. Ein kluges Buch, voller wacher Anregungen, die Psalmen in Liturgie und Andacht neu zu entdecken. Andreas Nachama, geboren 1951, Dr. phil., ist geschäftsführender Direktor der „Stiftung Topographie des Terrors“, Rabbiner der Synagoge Hüttenweg in der jüdischen Gemeinde zu Berlin und nebenamtlich Professor für Holocaust Studies und Jewish Studies am Touro College Berlin / New York. Zahlreiche Publikationen zur Geschichte der Juden in Berlin sowie Gebetsbücher für die Synagogen Hüttenweg und Pestalozzi Straße in Berlin. Marion Gardei, geboren 1957, studierte evangelische und jüdische Theologie in Berlin und Jerusalem und ist heute Pfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Dahlem. Zugleich arbeitet sie in der „Stiftung Topographie des Terrors“ an der Entwicklung pädagogischer Programme über die Geschichte des christlichen Widerstands im Nationalsozialismus. Sie gehört zum Redaktionsteam der „Predigtmediationen im christlich-jüdischen Dialog“.

Andreas Nachama / Jonah Sievers: Jüdisches Gebetbuch (Hebräisch-Deutsch)
360 S., geb., Gütersloher Verlagshaus, 2012 (erscheint Juni) 39,99 EUR

Zeitgemäß und in hochwertiger Ausstattung: Die Gebetstexte der Hohen Feiertage – klar gegliedert und für den aktiven Mitvollzug gestaltet. Ein Gebetbuch ist der öffentlichste und zugleich intimste Ausdruck jüdischer Wertvorstellungen und Erfahrungen. Es ist der beste Zugang, um einen Einblick in die Seele des jüdischen Glaubens zu erhalten, ist aber gleichzeitig auch ein Zeugnis der täglichen Kämpfe, die in der Seele stattfinden. In diesem dreibändigen jüdischen Gebetbuch eröffnet sich die reiche Tradition des jüdischen Gottesdienstes in einer leicht erschließbaren Form und einer ausdrucksvollen deutschen Übersetzung, die die poetische Sprachkraft des Originals bewahrt. Es ist die wesentliche Grundlage der jüdischen Glaubenspraxis, das die Gebetstexte durch das gesamte jüdische Jahr zugänglich macht. Der jetzt erscheinende dritte Band versammelt die Gebete für die „Hohen Feiertage“ – Rosch Haschana (Neujahrsfest) und Jom Kippur (Versöhnungstag).

Günter Stemberger: Einleitung in Talmud und Midrasch
416 S., Pb., Beck Verlag 24,95 EUR

Wolfgang Benz: Deutsche Juden im 20.Jahrhundert
Eine Geschichte in Portraits 336 S., geb. , Beck Verlag 26,95 EUR

Michael A. Meyer: Die Anfänge des modernen Judentums
Jüdische Identität in Deutschland 1749 – 1824
258 S., Pb., Beck Verlag 14,95 EUR

Fünfzig Jahre der Wiedereinweihung der Alten Synagoge zu Worms
Erweiterter Nachdruck der Forschungen von 1961 mit Quellen

Inhalt
Anthony D. Kauders Was erinnern? Worauf hoffen? Jüdisches Leben in der Bundesrepublik heute
Otto Böcher Die Alte Synagoge zu Worms
Gerold Bönnen Vom Wiederaufbau der Wormser Synagoge 1961 bis zur Nutzung des Synagogenbezirks heute (2011)
Oberbürgermeister Heinrich Völker, Landesrabbiner Professor Dr. Ernst Róth Geleitworte
Max Freudenthal Die Eigenart der Wormser Gemeinde in ihrer geschichtlichen Wiederkehr
Max Dienemann Die Geschichte der Einzelgemeinde als Spiegel der Gesamtgeschichte
Guido Kisch Die Rechtsstellung der Wormser Juden im Mittelalter
Adolf Kober Die deutschen Kaiser und die Wormser Juden
Ismar Elbogen Aus den Anfängen der Synagoge zu Worms
Isaak Holzer Aus dem Leben der alten Judengemeinde zu Worms
Isidor Kiefer Das Museum der israelitischen Gemeinde Worms
Ernst Róth Das Wormser Machsor
Georg Illert Die jüdischen Altertümer in Worms in den Jahren 1938–1961
Gernot Heyl Die baulichen Probleme beim Wiederaufbau der Synagoge zu Worms
Die Grundsteinlegung am 27. September 1959 mit allen Ansprachen
Gerold Bönnen Jüdisches Worms – Bibliografische Übersicht seit 1961

368 Seiten. 123 Schwarzweißabbildungen, gebunden, Worms Verlag 2011 24,90 EUR

Christof Wackernagel: Der Fluch der Dogon
160 S., Edition Nautilus 2011 12,90 EUR

Mit ironischer Fabulierkunst spannt Christof Wackernagel einen Bogen von Bamako nach München – es geht um Kunstraub, eine BKA-Fahnderin, Wirrnisse der Liebe, Kulturaustausch mit reichlich Missverständnissen und die gelegentlich tödliche Wirkung von Dogon-Zauber.

Jonas Torsten Krüger / Thilo Krapp: Wir entdecken Spanien
32 S.. Pappband mit Audio-CD, Annette Betz 2012 19,95 EUR

Für Kinder ab 5 Jahren. Viva Espana! Simon, Papa und Opa fliegen nach Spanien, um Land und Leute kennenzulernen. Die drei besuchen Madrid und den berühmten Prada, kosten sich durch die spanische Küche mit Tapas und Tortillas und baden an der Costa Brava. Anschließend lassen sie sich von Kunst und Kultur in Barcelona verzaubern, besuchen die Maurenfestung Alhambra und den Pilgerort Santiago de Compostela. Kultur und Lebensweise Spaniens kindgerecht kennenlernen, mit spanischen Kinderliedern und Sprachübungen auf CD.
In gleicher Art, gleicher Preis, ebenfalls mit CD bereits erschienen:
Wir entdecken Italien
Wir entdecken die Türkei
Wir entdecken China

Berthold Riese: Das Reich der Azteken – Geschichte und Kultur
431 S., geb., Beck Verlag 29,95
EUR

Bestelladresse:

Worms Verlag
Abt. Onlineshop
Kultur- und Veranstaltungs GmbH,
Von Steuben Str.5, 67549 Worms
Berthold Röth Tel. 06241-2000-314
e-mail: berthold.roeth@kvg-worms.de

Ein Jahr Kultur- und Tageszentrum und Theater „DAS WORMSER“

Januar 30, 2012

In unserem Verlag gibt es nach wie vor die Festschrift zur Einweihung am 29.Januar 2011, 78 Seiten, gebunden, 30 Farb- und 12 Schwarzweiß-Abbildungen, 4 Zeichnungen, ISBN 978-3-936118-27-8 für 5 EUR. Und hier das Resüme nach einem Jahr

PRESSEMELDUNG

Worms, 30. Januar 2012

Happy Birthday Wormser!        

Veranstaltungsstätte seit einem Jahr (wieder-) eröffnet / Betreiber zieht positives Fazit

Die Eröffnung vor genau einem Jahr war ein wahrer Paukenschlag: Bei insgesamt zehn Veranstaltungen an acht Tagen zeigte sich das Haus in seiner ganzen Bandbreite und Leistungsfähigkeit. Heute wird das Wormser erst ein Jahr – und doch ist die Veranstaltungsstätte aus dem kulturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben der Stadt kaum mehr wegzudenken. Keine Frage, bisher ist das Wormser eine Erfolgsgeschichte: Kulturveranstaltungen, vielfältige sozio-kulturelle Projekte sowie Firmenveranstaltungen bereichern das (sozio-)kulturelle und wirtschaftliche Leben der Region. In Zahlen ausgedrückt:  Rund 65.800 Gäste kamen 2011 zu 269 Veranstaltungen.

„Nach einer großartigen Eröffnungswoche vor einem Jahr, bei der wir ohne Probeläufe sozusagen ins kalte Wasser geworfen wurden, bin ich sehr froh, dass die meisten Veranstaltungen im Wormser Theater und Kulturzentrum überaus gut angenommen wurden“, so Oliver Mang, Leiter Programmgestaltung Theater und Kulturzentrum: „Über 40 Prozent dieser war sogar ausverkauft“. Ob der großartige Kabarettist, Musiker und Moderator Michael Quast am Eröffnungsabend, auf den man sich übrigens in der kommenden Spielzeit wieder freuen darf, die begeisternde Trommel-Show „TAO“, einen bewegenden „Schimmelreiter“, grandioses Ballett und Tanztheater, die Welturaufführung des „Lutheroratoriums“, Musiktheater wie „Musicals in Concert“, „Die Csárdásfürstin“ oder „Pasión de Buena Vista“ – kulturelle Höhepunkte gab es seit der Eröffnung viele.

Oliver Mang: „Wir freuen uns außerdem, dass wir nach der fast vierjährigen Schließung bereits wieder über 1.400 Theater- und Konzert-Abonnenten haben, was auch für die Identifikation der Besucher aus Worms und Umgebung mit dem Wormser Theater spricht.“

Auch neue Formate sollen weiterhin ausgebaut und etabliert werden: Konzerte im Rock-/Popbereich, die der Größe und Charakteristik des Mozartsaals entsprechen, Kooperationen mit BlueNite oder dem Wormser „Gitarrenhero“ Ralf Gauck, aber auch die eine oder andere „schräge“ Show aus der Welt der Travestie und des Cabarets: Auch der Comedy-/ Kabarettbereich soll aufgrund der großen Nachfrage weiter ausgebaut werden – „Badesalz“, Sascha Grammel oder Volker Pispers waren jedenfalls ruckzuck ausverkauft. Für jüngere Zielgruppen wurden Rock- und Popkonzerte mit Christina Stürmer und „Revolverheld“ veranstaltet und der erste „Wormser Musiktag“ ins Leben gerufen.

„Natürlich haben wir auch Lehrgeld gezahlt und müssen noch am einen oder anderen Veranstaltungsformat feilen“, gibt sich Mang durchaus auch selbstkritisch. Man arbeite beständig an Verbesserungen, betont Mang und nennt als Beispiel die BlueNite-Jazzveranstaltungen, die ab sofort verschiedene Veranstaltungsräume im Wormser für ihre Konzerte ausprobieren werden.

Schwierige Startbedingungen gut gemeistert

Auch in technischer Hinsicht lief im Wormser anfangs nicht alles reibungslos. Viele erinnern sich, dass bis kurz vor Eröffnung die Handwerker noch im Haus und auch noch das ganze letzte Jahr über immer wieder an verschiedenen Stellen am werkeln waren. So startete die Kultur und Veranstaltungs GmbH als städtischer Betreiber ohne jegliche Testläufe in den Vollbetrieb des 3-Sparten-Hauses. Brandfehlalarme oder Justierungsschwierigkeiten bei der Klimaanlage waren die Folge. „Bei einem technisch so komplexen Haus sind solche Anfangsschwierigkeiten vollkommen normal, erläutert Ulrich Mieland, Technischer Geschäftsführer der KVG und betont aber auch: „Obwohl es keine Einarbeitungsphase für unsere Mitarbeiter und dadurch vielleicht die eine oder andere Panne hinter den Kulissen gab, so wurde keine einzige Veranstaltung dadurch für den Besucher gestört. Und intern arbeiten wir intensiv an der Beseitigung der letzten Probleme.“

Das geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Bereich Planen und Bauen der Stadt, dem Oberbürgermeister Michael Kissel seinen besonderen Dank ausspricht: „Das engagierte Team um Herrn Rudolph kümmert sich bis zum heutigen Tag engagiert und mit viel persönlichem Einsatz um ihr Jahrhundertprojekt.“

Vereine haben das Wormser zu ihrem Zuhause gemacht

„Das zweite Standbein des Wormsers neben den kulturellen Eigenveranstaltungen sind die sozio-kulturellen Nutzungen durch die ansässigen Vereine“, betont Oberbürgermeister Michael Kissel und freut sich, dass auch die Wormser Vereine die neue Veranstaltungsstätte angenommen haben: Fastnachtssitzungen, Vorträge des Altertumsvereins, der Sportlerball des Stadtsportverbandes oder Ausstellungen lokaler Künstler bereichern mittlerweile das gesellschaftlich-kulturelle Leben der Stadt. Die Vereine müssen zwar die gleiche reine Saalmiete wie Unternehmen zahlen, können sich aber über einen Fördertopf bei der Kulturkoordination im Büro des Oberbürgermeisters wieder einen Teil des Geldes zurückholen. „Auch diese Möglichkeit wurde intensiv genutzt“, weiß Kulturkoordinator Volker Gallé, der im OB-Büro für die Vergabe der Gelder zuständig ist. Da die Fördergelder auch 2012 begrenzt sind, lohnt es sich für lokale Vereine, sich möglichst früh darum zu bemühen.

Das Tagungszentrum hat sich auf dem Markt etabliert

204 Tagungen und Firmenveranstaltungen fanden in den letzten elf Monaten im Wormser Tagungszentrum statt. Darunter viele lokale und regionale Firmen ebenso wie auch nationale Unternehmen und Verbände, die die zentral gelegene Veranstaltungsstätte mittlerweile regelmäßig nutzen. Obwohl hierauf noch kein Vermarktungsschwerpunkt liegt, konnten auch bereits einige überregionale Kunden gewonnen werden.

„Für uns war es wichtiger, dass wir unsere drei Zielgruppen in das Haus locken und begeistern konnten: Theater- und Kulturinteressierte, Vereine und Unternehmen. Das haben wir erreicht, wie die Auslastungszahlen zeigen“, freut sich Matthias Karch, Leiter des Tagungszentrums, Vermietungen und Ticketing.

„Das Spektrum der Veranstaltungen reichte hierbei von Produktpräsentationen, Jahresversammlungen, Verbandstagungen, Mitarbeiter-/Kundenseminaren und Kongressen bis zur Prüfungsstätte der medizinischen Fakultät Heidelberg“, bestätigt Matthias Karch.

Nach den Zukunftsplänen gefragt, gibt sich Sascha Kaiser, Kaufmännischer Geschäftsführer, realistisch: „Ein Eröffnungsjahr verschafft einem natürlich immer einen gewissen Bonus auf dem wettbewerbsintensiven Tagungsmarkt. Die Herausforderung wird nun sein, das gute Ergebnis im ersten Jahr zu verstetigen, dabei aber immer allen drei Bereichen des Hauses gerecht zu werden. Denn das Wormser ist nun einmal ein Haus für alle und wir erfüllen mit den Veranstaltungen dort auch einen kulturpolitischen Auftrag.“ Diesen nehme man genauso ernst, betont Kaiser, wie den neuen Vermietungsbereich. „Doch selbst wenn wir an 365 Tagen Veranstaltungen ins Wormser holen könnten, so ist das nicht unser vorrangiges Ziel, wenn darunter am Ende die Qualität der einzelnen Veranstaltungen leiden würde.“

Dass die Qualität bisher stimmt, zeigt der Gewinn des „Location Awards“ gleich im ersten Betriebsjahr. Die Jury zeichnete das Wormser Tagungszentrum als beste Tagungs- und Kongresslocation Deutschlands aus und verwies so renommierte Wettbewerber wie die Ullstein-Halle in Berlin und die Allianz-Arena in München auf die Plätze zwei und drei.

Abdruck honorarfrei. Beleg erbeten. Bildmaterial auf Anfrage

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms

Von-Steuben-Str. 5

67549 Worms

 

Presseabteilung

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Anne Klappert

 

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2011 in review

Januar 19, 2012

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Eine Cable Car in San Francisco faßt 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 1.400 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 23 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.