Archive for Juni 2011

Integrationsprobleme – Deutsche und Türkische Frauenschicksale

Juni 28, 2011

Lesung mit Zöhre Kurun und Katja Schneidt

Integrationsprobleme – Deutsche und Türkische Frauenschicksale

 Autobiografische Lesung von Zöhre Kurun und Katja Schneidt

Zöhre Kurun hatte eine glückliche Kindheit in der Türkei, aber mit dem Umzug nach Deutschland beginnt eine schwere Zeit. Mit 19 Jahren wird sie zwangsverheiratet und durchlebt  voller Angst vor ihrem Mann, vor der Mutter, der Familienehre und dem drohenden Ehrenmord ständigen Missbrauch. Sie beginnt sich zu wehren. Integration wird zum Befreiungsprozess. Jetzt will sie anderen Frauen helfen. Allein ihr Beispiel hat in Worms am Rhein bereits 10 Frauen zu Scheidungen animiert. Sie selbst hat mit der türkischen Gesellschaft gebrochen. Sie ist Deutsche. Zöhre liest aus ihrem Buch „Ein Viertel des Lebens“.

Katja Schneidt ist eine junge, moderne, selbstbewusste Frau. Bis sie Mahmud kennenlernt. Sie verlieben sich, ziehen zusammen und Mahmud zeigt das Gesicht eines Tyrannen. Katja Schneidt wird als Deutsche mitten in Deutschland Teil der türkischen Parallelgesellschaft. Sie darf das Haus nur mit Einwilligung Mahmuds verlassen, muss Kopftuch und lange Kleidung tragen und wird brutal misshandelt. Sie wird immer stärker in einen Abgrund hineingezogen, in dem sie Zeuge von Zwangshochzeiten, Hochzeiten mit minderjährigen Bräuten und schlimmsten Auswüchsen von Gewalt – vor allem gegen Frauen – wird. Erst als sie zum wiederholten Mal halbtot geschlagen wird, sammelt sie all ihren Mut und flieht, um Mahmud anzuzeigen, gegen ihn vorzugehen und damit zur Geächteten zu werden, der bis heute die Blutrache von Mahmuds Familie droht. Die erschütternde Geschichte aus einer islamischen Parallelgesellschaft, in die plötzlich auch deutsche Frauen hineingezogen werden. Katja liest aus ihrem Buch „Gefangen in Deutschland“.

Eine Veranstaltung innerhalb der interkulturellen Woche in Worms. Veranstalter ist das Nibelungenmuseum in Kooperation mit Ki – School for living arts. Die Doppellesung findet am Donnerstag, den 15.9. um 20 Uhr im Heylsschlösschen (Schlossplatz 1, Nordportal Dom) statt. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Interkulturelle Buchneuheiten Liste 15

Juni 17, 2011

Bücherangebot Interkultur Liste 15

 

Alle angeführten Titel können Sie bestellen über
Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH

Von Steuben Str. 5, 67549 Worms, Tel. 06241-2000-314

e-mail: berthold.roeth@kvg-worms.de

 

Currywurst und Dolce Vita

Didi und Hasi, die Auswanderer vom Gardasee

200 S., TB, Kölnisch-Preussische Lektoratsanstalt 2011 (September)    10,00 EUR

Didi & Hasi haben es geschafft! Wie man mit einer, roten kleinen Frittenbude auswandert und trotz jeder Menge Schwierigkeiten den Gardasee erobert, erzählt ihr Auswandererbuch. Mit einem Vorwort von Margarethe Schreinemakers.

 

Melinda Nadj Abonji: Tauben fliegen auf

320 S., Jung und Jung 2010                                                                        22,00 EUR

Dieser preisgekrönte Roman (deutscher Buchpreis 2010) ist der fulminative literarische Beitrag zur Migrationsdebatte. Die Autorin wurde in Serbien geboren und lebt heute in der Schweiz. .

 

Melinda Nadj Abonji: Tauben fliegen auf

320 S., dtv 2012 (erscheint Februar 2012)                                                 9,90 EUR

„Eine wundersam weiche und poetische Sprache, die leuchtet wie weniges, was es im deutschsprachigen Raum zu lesen gibt“ (Berliner Zeitung), „Das ist sie also: die zeitgemäße Form, über Emigration, entschwindende Heimat und das Leben dazwischen zu schreiben“ (NZZ), „Ein Ereignis ist die Sprache, die überläuft vor Beobachtungen, Gedanken, Erinnerungen“ (KulturSpiegel), „Das ist nicht die Sprache von jemanden, der eine Anpassungsleistung vollbringt Das ist die Wortgewalt von jemanden, der sich Sprache bemächtigt“ (Tagesspiegel), „Abonji schreibt in einer einfühlenden Sprache von der schleichenden Gewissheitass man sich noch so demütig integrieren kann – und doch der beständigen Entfremdung nicht entgeht“ (Stern). Deutscher Buchpreis 2010, Schweizer Buchpreis 2010 – Mehr als 100.000 verkaufte Exemplare im Hardcover!

 

Valendas: Die Welt im Dorf

170 S., ca. 120 Fotos, geb., Limmat Verlag 2011 (erscheint August)       38,50 EUR

Fotografien von Paul Joos / Texte von Christoph Schwyzer

Ein Bergdorf im Aufbruch – Bilder und Berichte vom Wandel in einer alpinen Region. Paul Joos begleitete die knapp 300 Einwohner von Valendas GR mit der Kamera. Die eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotografien zeigen, wie im Dorf gelebt, gearbeitet, gefeiert wird. Christoph Schwyzer lässt die Menschen zu Wort kommen. Sie erzählen von ihren Hoffnungen und Wünschen, erinnern sich dan das alte Valendas und machen sich Gedanken über die Zukunft. In literarischen Skizzen erhalten auch das Dorf und die Landschaft eine Stimme. Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung lebt in Berggebieten, die rund zwei Drittel der Landschaft ausmachen. Viele Bergregionen haben mit Abwanderung zu kämpfen, Post und Schule schließen – zurück bleiben ältere Menschen und Erinnerungen an bessere Zeiten. Das Bergdorf Valendas oberhalb der Rheinschlucht zeigt: Das muss nicht so sein. Die Einwohner retten den Dorfladen und das einzige Gasthaus vor dem Untergang, sie engagieren sich für die Renovation altehrwürdiger Häuser und pflegen in zahlreichen Vereinen die Dorfgemeinschaft.

 

Miriam Kanne: Andere Heimaten

Transformationen klassischer „Heimat“-Konzepte bei Autorinnen der Gegenwartsliteratur Kulturwissenschaftliche Gender-Studies Bd.16

450 S., Pb., Ulrike Helmer Verlag 2011 (erscheint Oktober)                 35,95 EUR

Wie behandeln schriftstellerische Frauen das Thema „Heimat“? Der Begriff ist nicht nur als räumliches, zeitliches, soziales und kulturelles, sondern als zutiefst feminisiertes Konstrukt zu verstehen. Historisch, traditionell und toposgemäß marginalisiert das Heimatkonstrukt Frauen als Subjekt. Gleichzeitig überdementiert es die Frau jedoch auch als Verkörperung, Symbol oder Phantasma. Die Literaturwissenschaftlerin Miriam Kanne hat deshalb Texte deutschsprachiger Autorinnen der Gegenwartsliteratur auf Veränderungen des Heimatbegriffes untersucht – sowohl auf Veränderungen des historischen Gegenstands als auch des literarischen Motivs. „Andere Heimaten“ zeigt, dass bestimmte kulturelle, politische und ideologische Transformationsakte, Dynamisierungen und Recycling-Prozesse sichtbar werden.

 

Heimatkunde

28 Künstler aus 41 Ländern

240 S., 100 farbige Abb., Hirmer Verlag 2011 (erscheint September)     34,90 EUR

Katalogbuch zur Ausstellung zum zehnjährigen Jubiläum des Jüdischen Museums Berlin. Zeitgenössische Künstler zeigen ihre Sicht auf Deutschland. „Gibt es eine kollektive nationale Identität?“, fragt das Jüdische Museum Berlin angesichts seines zehnjährigen Bestehens. Eine Antwort suchen 28 zeitgenössische Künstler aus unterschiedlichen Kulturen, die mit ihren Positionen unsere gegenwärtige Befindlichkeit als Bürger und Einwohner Deutschlands beschreiben und hinterfragen. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die deutsche Gesellschaft sichtbar verändert: Deutschland erkennt sich als Migrationsgesellschaft. Der globale Wandel produziert fundamentale Umwälzungen im Ökonomischen wie im Privaten. Religiöse und säkulare Denk- und Lebensweisen prallen aufeinander, Lebensräume verändern sich. Wie verweben Zugewanderte ihre mitgebrachte Kultur mit einer für sie neuen Realität? Wie verändert Zuwanderung sowohl die Migranten wie auch die Einheimischen? Alle im Katalogbuch präsentierten zeitgenössischen Arbeiten nähern sich diesen Fragen aus der subjektiven Sicht von Künstlern unterschiedlicher Herkunft, die in Deutschland leben bzw. lebten. Thematisiert werden zentrale Aspekte ihrer Wahrnehmungen, darunter persönliche und kollektive Erinnerungen, nationale Mythen und ihre Brechung, Sprache, Religion und die Erfahrung der Migration. Das Spektrum der vorgestellten Positionen umfasst Installationen, Video- und Filmarbeiten, Fotografie-Serien, Gemälde, Druckgrafik und Performances. Sechs Arbeiten von Arnold Dreyblatt, Via Lewandowsky und Durs Grünbein, Julian Rosenfeldt, Misha Shenbrot, Anny und Sibel Öztürk, Raffael Rheinsberg und Lilli Engel wurden eigens zu diesem Thema in Auftrag gegeben.

 

Schicksale des Klimawandels

160 S., 70 Fotos, geb., Hatje Canz Verlag 2011 (erscheint August)        29,80 EUR

Ein Buch gegen die Gleichgültigkeit angesichts ökologischer Katastrophen. Erschütternde Portraits von Menschen, die mit den Folgen des weltweiten Klimawandels leben müssen. Eine der größten Überschwemmungen in der Geschichte der Region zerstörte Haus und Geschäft von Yang Genbao und seiner Frau aus der Provinz Guangxi in China. Durch die enorme Austrocknung des Tschadsees kann Abakar Maydocou Mahamat als Fischer nicht mehr überleben. Margaret Aliuturq Nickerson aus Westafrika muss ihr Dorf Newtok bald verlassen, da der Boden in der Permafrostzone taut und dadurch Häuser und Straßen absacken. Das Klima unseres Planeten erwärmt sich aufgrund von Treibhausgasemissionen. Während die Experten noch über die möglichen Folgen diskutieren und die Politiker scheinbar machtlos sind, etwas dagegen zu tun, haben heute viele Menschen unter den Auswirkungen des Klimawandels zu leiden. Matthias Braschler und Monika Fischer reisten 2009 in 16 Länder auf der ganzen Welt und fotografierten und befragten Menschen, deren Existenz durch die Folgen des Klimawandels bedroht ist.

 

MEX / LA

Mexican Modernism(s) in Los Angeles 1930 – 1985

224 S., 215 Abb., geb., Hatje Canz Verlag 2011 (erscheint September)   39,80 EUR

Herausgegeben vom Museum of Latin American Art, Long Beach, Kalifornien. In englischer Sprache !. Ein Überblick über mexikanische Malerei, Fotografie, Film, Literatur, Musik, Mode, Architektur und Literatur aus Los Angeles. Die Publikation konzentriert sich auf das Entstehen diverser Vorstellungen von „Mexicanidad“ innerhalb aller Kunstformen der Moderne und Gegenwart in Los Angeles. Ausgehend von den viel diskutierten und einflussreichen Aufenthalten mexikanischer Muralisten in der Stadt, etwa von David Alfaro Siqueros, entwickelte sich Los Angeles zwischen 1945 und 1985 zum bedeutendsten kulturellen Zentrum. Häufig besteht der Eindruck, die mexikanische Kultur von Los Angeles sei etwas importiertes, dagegen entstand sie direkt vor Ort. Schließlich entwickelten Intellektuelle wie Jose Vasconcelos, Ricardo Flores Magon, Octavio Paz und andere das Konzept eines modernen Mexico direkt in Los Angeles. Der Band untersucht, inwieweit es sich bei nationalem wie internationalem Stil um Konstruktionen der Moderne handelt, die einander eher ergänzen als ausschließen und das Entstehen einer mexikanischen, amerikanischen oder Chicano-Kunst in der Stadt erst ermöglichten.

 

ASCO

Elite of Obscure. A Retropesctive, 1972  –  1987

448 S., 250 Abb., geb. Hatje Canz Verlag 2011 (erscheint August)          39,80 EUR

Erste Retrospektive der Performance- und Konzeptkunstgruppe in englischer Sprache. Die Publikation stellt das vielfältige Werk der Künstlergruppe ASCO (1971 – 1987) vor, deren Kern mit Harry Gamboa Jr., Gronk, Willie Heron und Patssi Valdez aus Künstlern mexikanischer Abstammung aus dem Osten von Los Angeles bestand. Mit Performances, Kunst im öffentlichen Raum und Multimediakunst antworteten sie auf die gesellschaftspolitisch turbulenten Zeiten in Los Angeles – Aktionen, die sich parallel zum allgemeinen internationalen Kontext bewegten. Geografisch und kulturell getrennt von der erst im Entstehen begriffenen Kunstszene in Los Angeles und ästhetisch im Konflikt mit der aufkommenden Chicano-Kunstbewegung, gründete sich Asco, um das breite Spektrum des Konzeptuellen zu erforschen und zu nutzen. Die Publikation bietet einen Überblick über das nahezu 20-jährige Schaffen bisher unveröffentlichter Kunstwerke, neuen Essays von Kunsthistorikern und historischen Dokumenten.

 

The Governance of International Migration

The Transatlantic Council of Migration

400 S., Pb., (englische Sprache), Bertelsmann Stiftung (Winter 2011)       36,00 EUR

Für eine erfolgreiche Migrations- und Integrationspolitik ist eine umfangreichere internationale Zusammenarbeit nötig. Trotzdem gibt es bisher noch kein multilaterales, insitutionelles Regelwerk, das globale Migrationsbewegungen regelt. Angesichts des demographischen Wandels sind die meisten EU-Staaten zukünftig auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen. „The Governance of International Migration“ wirft deshalb grundsätzlich folgende Fragen auf: Was soll zukünftig wie geregelt werden? Welche Schritte sind nötig, um verbesserte, kooperative Regeln vereinbaren zu können? Welche Ziele sollen durch die erweiterte internationale Zusammenarbeit erreicht werden?

 

Heinz Theisen: Leitstruktur statt Leitkultur

Von der Zuwanderung zur Einwanderung – Essays

140 S., geb., zu Klampen 2011 (erscheint August)                                      18,00 EUR

Sind die Grenzen der Integration erst einmal erkannt, lassen sich daraus Wege zu einer Koexistenz zwischen fremden Religionen und Kulturen ableiten. Doch Koexistenz ist kein Naturzustand, sie muss – wie der Friede – gestiftet werden. „Multikulti“ hat weder Ghettobildung verhindern können noch zur farbenfrohen Mischung der Kulturen geführt. Daher wird Zuwanderern nun ein Bekenntnis zur deutschen „Leitkultur“ mit Sprach- und Integrationskursen abverlangt. In welche deutsche Leitkultur sie sich aber integrieren sollen, in die der Besucher eine Loveparade oder in die der Teilnahme an einer Fronleichnamprozession, bleibt offen. Heinz Theisen zeigt, dass viele Zuwanderer überfordert sind, wenn ihnen eine neue kulturelle Identität aufgenötigt wird, ohne dass sie von ihrer alten lassen können. Die Konflikte werden so eher verschärft und können in einen Kampf um die kulturelle Hegemonie in der Gesellschaft münden. Anstatt von Zuwanderern Wertebekenntnisse zu verlangen, sollte eine offene Gesellschaft, so Theisen, deshalb vielmehr den Respekt vor der Verfassungsordnung fördern und fordern. Schließlich kritisieren auch konservative Katholiken die gesellschaftlichen Leitkulturen und stehen dennoch loyal zur Staatsordnung. Eine vergleichbare Koexistenz von der Leitkultur einer Gruppe im Besonderen und der Leitstruktur des demokratischen Staates im Allgemeinen kann auch von Zuwanderern aus anderen Kulturkreisen erwartet werden.

 

Chancenspiegel 2011

Über den Zusammenhang von Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland

150 S., Pb., Bertelsmann Stiftung 2011 (erscheint im Herbst)                    20,00 EUR

Die internationalen Studien zur schulischen Leistung, PISA und IGLU, belegen es seit Jahren: In Deutschland hängt der Bildungserfolg wie in kaum einem anderen Land von der Herkunft ab. Der „Chancenspiegel 2011“ bündelt erstmals relevante Analysen, Daten der amtlichen Statistik und Untersuchungen der Schulleistungen. Er zeigt, wie sich der Zusammenhang von sozialer Herkunft, Migrationshintergrund und Bildungserfolg aktuell darstellt und in den nächsten Jahren entwickeln wird. Ausgesuchte Programme und Maßnahmen einzelner Bundesländer dokumentieren, wie sich die Chancengleichheit verbessern kann. Die verständlich aufbereiteten Fakten sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem fairen und leistungsstarken Bildungssystem. Denn das Ziel bleibt, alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von ihrer Herkunft – bestmöglich zu fördern und zu fordern.

 

Diversität gestalten

Erfolgreiche Integration in Kommunen

Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele

72 S., Pb., Bertelsmann Stiftung 2011                                                          18,00 EUR

Die Vielfältigkeit der Bevölkerung in Deutschland ist offensichtlich: in Schulen und auf Spielplätzen, in Bussen und auf Sportplätzen, in Betrieben und in Geschäften. Jedes dritte Kind in unseren Grundschulen kommt aus einer Zuwanderungsfamilie. Gerade für die Kommunen ist es eine große Herausforderung, das Zusammenleben in dieser Vielfalt und Verschiedenartigkeit zu ermöglichen. „Diversität gestalten“ enthält zahlreiche Beispiele aus dem kommunalen Alltag und aktualisierte Handlungsempfehlungen. Integrationspolitik in den Städten und Gemeinden wird hier als fachübergreifende Aufgabe verstanden, bei der die aktive Beteiligung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen eine zentrale Rolle spielt.

 

Wer gehört dazu?

Zugehörigkeit als Voraussetzung für Integration

150 S., Pb., Bertelsmann Stiftung 2011                                                      20,00 EUR

Integration ist erfolgreich, wenn Menschen sich zugehörig fühlen und eine Chance bekommen, die Gesellschaft mitzugestalten. Einwanderungsgesellschaften wie zum Beispiel Kanada gelingen diese beiden Schritte. Sie ermöglichen Migranten, Teil der Gesellschaft zu werden und auf die Rahmenbedingungen aktiv Einfluss zu nehmen. Deutschland hat in diesem Feld Nachholbedarf. In „Wer gehört dazu?“ erläutern die Autoren, wie in Deutschland die politische und gesellschaftliche Teilhabe von Zuwanderern verbessert werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Staatsbürgerschaft, gesellschaftliche Präsenz, Gleichstellungspolitik, politische Repräsentation und Zugänge zum Arbeitsmarkt.

 

Kein Nghi Ha: Asiatische Deutsche

Vietnamesische Diaspora and Beyond

240 S., Assoziation A 2011 (erscheint November)                                       16,00 EUR

Am Beispiel der vietnamesischen Migration, die vor allem in Berlin stark präsent ist, lässt sich aufzeigen, dass das Leben in der Diaspora vielgestaltige Formen annimmt und dieser Prozess aus der Perspektive der migrantischen Subjekte zu denken ist. Indem die Nation von ihren Rändern aus neu gedacht wird, können bisher vernachlässigte Fragen und marginalisierte Räume in den Focus genommen werden. Dieser Perspektivwechsel durchzieht die vielschichtigen Analysen, Gespräche, Portraits, Foto-Essays und Kurzgeschichten namhafter WissenschaftlerInnen und talentierter KünstlerInnen, die diesen Raum mit Leben und Innenansichten füllen. Im ersten Teil des Bandes werden essentialistische Identitätskonstruktionen sowie das homogenisierende Kulturverständnis hinterfragt und zeitgenössische Bedeutungen der asiatischen Diaspora analysiert. Anstatt Migration lediglich als ein zu bewältigendes Problem zu begreifen, beleuchten die Beiträge im zweiten Teil ihre kosmopolitischen Potentiale, die lokale und transnationale Dimensionen aufweisen. Vor diesem Hintergrund werden vielfältige Verbindungen zu anderen People-of-Color-Gemeinschaften in Deutschland gezogen. Denn die komplex zusammengesetzten Identitäten in diasporischen Communities reflektieren unterschiedliche geschichtlichen Erfahrungen im Exil, genderspezifische Ausbeutung und Rassismus, die kulturelle und gesellschaftspolitische Bedeutungen in sich tragen. Das Leben zwischen hybriden Kulturen, politischen Grenzen und konstruierten Nationen wird in diesem Buch als eine Form des Zuhause-Seins untersucht. Diese Konstellation stellt eine zentrale Zukunftsaufgabe postkolonialer Migrationsgesellschaften in der Ära der Globalisierung dar.

 

Ulrike Karner: Regenbogenlicht (Roman)

300 S., Pb., Ulrike Helmer Verlag 2011 (erscheint September)                  19,95 EUR

Die junge Muslimin Ebru ist lesbisch, der Skandal in ihrer Familie fiel entsprechend groß aus. Vor der väterlichen Wut musste Ebru zeitweise sogar in ein Wohnheim flüchten. Inzwischen wohnt sie jedoch mit ihrer besten Freundin Lena in einer studentischen WG und lebt und liebt, wie es ihr gefällt. Wobei sie letzteres eventuell ein wenig übertreibt… Auch Ebrus Bruder Tarik steht unter dem Druck der Tradition: Die Familie hat für ihn kurzerhand eine türkische Frau einfliegen lassen. Tarik jedoch wehrt sich – schon weil ihm Lena nicht aus dem Kopf geht. Ulrike Karner führt in ihrem neuen Roman das Thema „Islam und Heterosexualität“ fort. Die Geschwister Ebru und Tarik, ihre gemeinsame Freundin Lena und deren bunte Regenbogenfamilie standen schon im Mittelpunkt von „Allah und der Regenbogen“. In der – als eigenständiges Werk lesbaren – Fortsetzung geht es verstärkt um die traditionelle Macht der Väter. Die junge Generation bekommt sie noch heftig zu spüren, doch sie lehnt sich auf und sucht hoffnungsvoll nach eigenen Wegen für ihr Leben und Lieben.

 

Ulrike Karner: Allah und der Regenbogen (Roman)

350 S., Ulrike Helmer Verlag                                                                   19,95 EUR

 

Steven Pinker: Gewalt – Eine neue Geschichte der Menschheit

1312 S., geb., S.Fischer Verlag 2011 (erscheint am 26.Oktober)              26,00 EUR

Ein epochales Standtartwerk. In seiner groß angelegten Gesamtgeschichte unserer Zivilisation, untersucht der weltbekannte Evolutionspsychologe Steven Pinker die Entwicklung der Gewalt von der Urzeit bis heute, in all ihren individuellen und kollektiven Formen. Pinkers Darstellung verändert radikal den Blick auf die Welt und uns Menschen. Und sie macht Hoffnung und Mut.

Kurt E. Becker :Minderheiten in Deutschland                                                       Assimiliert, integriert, diskriminiert? Erster Band des Nibelungen-Forum           Pb., Worms Verlag 2011                                                                             19,90 EUR                                                              Der Holocaust wirft seinen finsteren, langen Schatten auch in die deutsche Gegenwart. Das Verhältnis der Deutschen zu ihren Minderheiten bleibt, ob wir dies wollen oder nicht, über alle Zeiten hinweg durch die Nazi-Gräuel belastet. Die Hypothek unserer Vergangenheit ist untrennbar verbunden mit der je aktuellen Frage nach dem Verhältnis der Deutschen zu den hierzulande lebenden Minderheiten. „Wehret den Anfängen aller Diskriminierung“ lautet deswegen die Forderung an all jene, die Bürger dieses Staates und Angehörige dieser Gesellschaft sind. Vor dem Hintergrund einer schwerwiegenden historischen Dimension, und damit aber auch begleitet von einem gesellschaftspolitischen Imperativ, wird in Worms bei den Nibelungen-Festspielen „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ aufgeführt. Damit in den Fokus des Interesses rückt unser Verhältnis zu der Minderheit der in Deutschland lebenden Juden, aber auch zu den Minderheiten von Sinti und Roma, Türken, Indern oder Iranern – und nicht zu vergessen auch die Frage unseres Umgangs mit Behinderten in dieser Gesellschaft. Das übergreifende Thema also auch der Geschichte des „Jud Süß“ konzentriert sich in der Frage nach dem Verhalten der Mehrheit gegenüber den Minderheiten – konkret: Wie ist unsere Einstellung gegenüber Minderheiten in Deutschland? Ein Bestandteil des Herangehens an das Leitthema der diesjährigen Nibelungen-Festspiele ist auch dieses Buch, in dessen Mittelpunkt folgerichtig eine Repräsentativ- und Expertenbefragung, deren Ergebnis und Bewertung im gesamtgesellschaftlichen Kontext stehen. Komplettiert wird dieser erste Band des „Nibelungen-Forum“ durch Erfahrungs- und Erlebnisberichte von Angehörigen in Deutschland lebender Minderheiten, Lebensentwürfe und Schicksale somit, wie sie unterschiedlicher, beeindruckender und unter die Haut gehender kaum sein können. Auf die Studie selbst folgen biografische Erfahrungsberichte von in Deutschland lebenden Migranten. Die ideale Ergänzung zum „Manifest der Vielen“.

Klaus Ahlheim: Extremismus der Mitte

Empirische Analysen und pädagogische Reflexionen

Kritische Beiträge zur Bildungswissenschaft Bd. 5

160 S., Pb., Offizin 2011 (erscheint September)                                       13,80 EUR

Thilo Sarrazin hat fremdenfeindlichen Vorurteilen und tief sitzenden Ressentiments eine „seriöse“ Stimme gegeben und das dumpfe Vorurteil für Monate zur politischen Nachricht gemacht. Sarrazin ist der neue Held einer verunsicherten Mitte. Doch der Nadelstreifen-Extremist ist nicht das eigentliche Problem. Das Problem ist ein weit verbreiteter Ethnozentrismus in der Mitte der Gesellschaft, eine neue Lust, auf Deutschland stolz zu sein, verbunden oft mit der Ablehnung des Fremden und Anderen. Von der Causa Sarrazin, von den empirischen Befunden zu neuem Nationalstolz, zu Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft und nicht zuletzt von Chancen und Grenzen pädagogischer Interventionen handelt dieses Buch.

 

Sascha Stanicic: Anti-Sarrazin

Argumente gegen Rassismus, Islamfeindlichkeit und Sozialdarwinismus

160 S., Papyrossa 2011 (erscheint August)                                             11,90 EUR

Wenn es heißt, Thilo Sarrazin spreche unbequeme Wahrheiten aus, werden viele seiner Auffassungen nicht berücksichtigt. Das gilt vor allem für seine sozialpolitischen Vorstellungen. Denn Sarrazins Buch ist auch eine Kampfschrift für eine Sozialpolitik gegen die Mehrheit der Bevölkerung. Sascha Stanicic liefert fundierte Argumente gegen die Behauptungen Sarrazins. Er erklärt den Hintergrund der sogenannten Integrationsdebatte, stellt Rassismus und Sozialabbau in einen gesellschaftlichen Zusammenhang und zeigt, dass sie zwei Seiten derselben Medaille sind. Ausführlich werden die Islamfeindlichkeit als neue Form des Rassismus analysiert und konkrete Vorschläge für linke Positionierungen etwa zu Kopftuchdebatte, Moscheebau etc. gemacht. Die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Frage des Zusammenhangs von Genen und Intelligenz werden zusammengefasst und das Phänomen des Rechtspopulismus beleuchtet. Nicht zuletzt macht der Autor Vorschläge für linke Alternativen zu Sarrazin.

 

Patrick Bahners: Die Panikmacher

Die deutsche Angst vor dem Islam. Eine Streitschrift

320 S., geb., C.H. Beck Verlag                                                                  19,95 EUR

„Der Gegen-Sarrazin“, „Ein Meisterwerk der Aufklärung“, „Bahners prüft und widerlegt die Klischees der Islamkritik mit Witz und Polemik“.

 

Welten der Muslime

190 S., geb., 120 Abb., Reimer Verlag 2011 (erscheint November)           39,95 EUR

Im Westen wird der Islam oft als eine monolithische und übermächtige Religion empfunden, die alle Lebensbereiche von Muslimen durchdringt. Aber wie heterogen ist die muslimische Welt wirklich? Gibt es kulturübergreifende Gemeinsamkeiten, die auf die Religion des Islam zurückzuführen sind? Die Autorinnen und Autoren aus der Islamwissenschaft, Arabistik, Ethnologie und den Asienwissenschaften geben interdisziplinäre Perspektiven auf Religion und Lebenswelt und verfolgen diese Fragen am Beispiel von Architektur, des Geschlechterverhältnisses von Mann und Frau sowie des Wandels von Identität und Selbstverständnis von Muslimen in der globalisierten Welt. Aus dem Inhalt: Der Koran als offener Text, Der Islam als Tradition des Buches, Die Sufi-Tradition im Islam, Gelebte Religion im Islam, Haare und Körper: Verschleierung in muslimischen Gesellschaften, Identität in West-Turkestan im 19.Jahrhundert, Der Gast in islamischen Kultur, Beispiel Afghanistan, Innen und Außen: Geschlecht und Raum in muslimischen Gesellschaften.

 

Barbara Naziri: Grüner Himmel über schwarzen Tulpen

Ein west-östlicher Blick hinter den Schleier Irans

422 S., Pb ., Christel Göttert Verlag 2011                                                     19,80 EUR

Die Deutsch-Iranerin Barbara Naziri wünscht sich einen Iran, der die Menschenrechte achtet, der nicht mehr im Namen des Islam Verbrechen begeht, Frauen nicht mehr unterdrückt und in dem alle ihren Glauben ausüben dürfen – ohne verfolgt und mit der Todesstrafe bedroht zu werden. Doch sie leidet sehr unter dem verzerrten Bild, das der Westen vom Iran zeichnet. Daher nimmt sie uns mit auf ihre Reisen in das Land ihrer Sehnsucht und lässt uns teilhaben am Leben ihrer Familie. Führt uns im Vielvölkerstaat zu Menschen verschiedener Religionen und unterschiedlicher Herkunft, die miteinander und mit dem Rest der Welt in Frieden leben wollen. Durch ein Vierteljahrhundert begleiten wir die Autorin, die uns mit ihrer wunderbar poetischen Sprache eindrucksvolle Stätten der reichhaltigen Kulturgeschichte des alten Persiens zeigt, aufschlussreiche Einblicke in die wechselvolle Geschichte des Landes gibt und gleichzeitig vom modernen iranischen Alltag erzählt. Dabei erfahren wir von der Stärke iranischer Frauen, wie sie hinter dem Schleier die Verbote der Moralpolizei umgehen oder offenen Widerstand gegen die Scharia leisten und wie sie sich 2009 unter Lebensgefahr an den landesweiten Demonstrationen der Grünen Demokratiebewegung beteiligten.

 

Materialdienst – Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfragen  6/11

Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen 2011                     2,50 EUR

u.a. : „Gehört der Islam (geschichtlich) zu Deutschland?“, „Braucht Berlin ein interreligiöses Zentrum?“

 

Domenico Losurdo: Die Sprache des Imperiums

Ein historisch-philosophischer Leitfaden

340 S., Papyrossa 2011 (erscheint Juli)                                                    18,50 EUR

Wie jeder Krieg wird auch der weltweite „Kampf gegen den Terrorismus“ und für die „Verbreitung der Demokratie“ von einer besonderen Ideologie begleitet. Während die heutige Kriegsideologie die islamische Welt des „Terrorismus“, des „Fundamentalismus“ und des „blinden Hasses gegen den Westen“ bezichtigt, nimmt sie auch europäische Länder ins Visier. Deren ungenügender Eifer sei oftmals vorurteilsbedingtem und regressivem „Antiamerikanismus“ geschuldet. Und eine kritische Haltung gegenüber den USA als dem mächtigsten Verbündeten des Staates Israel beweise zugleich, dass die Alte Welt nach wie vor anfällig sei für „Antisemitismus“. Wie sonst wäre der hier grassierende „Philoislamismus“ zu erklären? Was soll man aber unter diesen Kategorien verstehen? Indem Losurdo, Professor für Philosophie, sie in ihren historischen und aktuellen Zusammenhang stellt, ordnet er die großen Konflikte unserer Zeit in eine breite Langzeitperspektive ein. Er schafft Klarheit über Schlüsselbegriffe, die im öffentlichen Diskurs nahezu unausweichlich geworden sind.

 

Mathias Bröckers / Christian C. Walther: 11.9. – Zehn Jahre danach

Der Einsturz eines Lügengebäudes – die offizielle 9/11 – Akte

320 S., Westend-Verlag 2011  (erscheint am 14.Juli)                                 16,99 EUR

„Was bleibt von der Wahrheit übrig?“ Die vollständige Widerlegung der offiziellen 9/11- Verschwörungstheorie

 

Blätter für deutsche und internationale Politik Juni 2011

130 S., Pb., Blätter Verlag 2011                                                                   9,50 EUR

u.a. „Islamische Republik Türkei?“, „Die Dekade der Angst“ (Entwicklung des Rechtes von 9/11 bis zum Tod Osama Bin Laden), „Die USA am Scheideweg“, „Libyen: Lizenz zum Töten?“, „Von Kairo bis Damaskus: Die Rückkehr des Volkes“

 

inamo – Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten

Frühjahr 2011                                                                                               5,50 EUR

Libyen – Kriegserwägungen: Omar Muktahr, Prinzipien und Risiken, für und gegen NATO-Einsatz, „Odysee-Morgendämmerung“ oder „Trojanisches Pferd“?, Bomben für die Menschenrechte?, Ägypten: Institutionalisierung der Revolution, Bahrain: Opposition in Bahrain, Jemen:… ein letzter Tanz auf den Köpfen der Schlangen, Syrien: Asads verpasste Gelegenheiten, Tunesien: Die Demokratie nimmt Gestalt an

 

Jörg Armbruster: Der arabische Frühling

Als die islamische Jugend begann, die Welt zu verändern

240 S., Westend-Verlag 2011 (erscheint am 18.August)                              16,99 EUR

Wohin entwickeln sich die arabischen Staaten? Kann der demokratische Aufbruch noch scheitern?

 

Fausia Kufi: Nur eine Tochter. Eine Frau verändert Afghanistan

360 S., geb., Kailash Verlag 2011 (erscheint im September)                       18,99 EUR

Afghanistans künftige Präsidentschaftskandidatin erzählt ihre Geschichte. Als ihr Vater von Mudschahedin getötet wird und die Familie in Ungnade fällt, suchen die Kufis Zuflucht in Kabul. Als einziges Mädchen in ihrer Familie besucht sie die Schule, später die Universität, heiratet einen Mann, den sie liebt, und bringt zwei Töchter zur Welt. Dann wagt sie den Weg in die Politik und wird 2005 ins Parlament gewählt. Vor jeder Reise schreibt Fausia Kufi einen Brief an ihre Töchter, denn sie weiß nicht, ob sie zurückkehren wird. „Verliert niemals euren Mut zu träumen“ – diese Botschaft Fausias an ihre Töchter richtet sie an uns alle. Berührend wie Khaled Hoesseini, aufrüttelnd wie Ayaan Hirsi Ali.

 

Ulrich Kienzle: Abschied von 1001 Nacht

Ein Versuch, die Araber zu verstehen

Sagas-Edition 2011 (erscheint zur Frankfurter Buchmesse Oktober 2011) 19,90 EUR

Ein Ereignis im Buchherbst 2011: Das Buch, das die Konflikte im Nahen Osten verstehbar macht, ist gleichzeitig hervorragende Unterhaltung: ein Medien- und Politthriller über die Hintergründe es Kriegsjournalismus. Die Autobiografie eines großen Journalistenlebens im Orient. Ulrich Kienzle spannt einen Bogen über 40 Jahre Nahostkonflikt. Er vermittelt einen ebenso fesselnden wie persönlichen Einblick in die arabische Welt und erklärt die Ursachen von Konflikten im Nahen Osten aus deren Entwicklung heraus. Gleichzeitig beschreibt er den Alltag eines Kriegsreporters, erschütternde und berührende Erlebnisse, Zeugnisse faszinierender Mediengeschichte. Die jüngsten Rebellionen im Nahen Osten machen deutlich ; nur wenn wir uns von unseren westlichen Klischees verabschieden, wird es uns gelingen, die arabische Welt zu begreifen.

 

Daniel Cil Brecher: Der David – Der Westen und sein Traum von Israel

220 S., Papyrossa 2011 (erscheint August)                                                14,90 EUR

„Der David“ steht für die idealisierten Israel-Bilder des Westens, hinter denen sich eigene Interessen und das Schicksal des palästinensischen Volkes leicht verbergen lassen. Brecher skizziert diese Traumbilder und ihre politische Bedeutung an unterschiedlichen Beispielen: an den Geschichtsklitterungen, die über die Haltung der britischen Regierung 1917 gegenüber dem Zionismus und über die der USA 1947/48 gegenüber dem entstehenden Staat Israel verbreitet wurden, ebenso wie den „besonderen Beziehungen“ der USA und der Bundesrepublik Deutschland zum jüdischen Staat. Abschließend folgt ein Ausflug in die Welt der politischen Mythen. Er beginnt im Juni 1967, führt uns sodann in den Stadtstaat Florenz, in dem ein David-Kult zur Legitimierung von Herrschaft und Krieg betrieben wurde, und endet bei den Fans von Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur, deren ganz eigener Israel-Kult den „Juden“ als Symbol des Opfers mit „Israel“ als Symbol der Aggressivität und Gewalt verbindet. Der Autor arbeitet an der Universität Haifa, an der Gedenkstätte Yad Vashem und war Direktor des Leo Baeck Institutes in Jerusalem.

 

Götz Aly: Warum die Deutschen? Warum die Juden?

Gleichheit, Neid und Rassenhass

336 S., geb., S.Fischer Verlag 2011 (erscheint am 12.August)                  22,95 EUR

Träge Deutsche, rege Juden und das Gift des Neides: Götz Aly über die tiefen Wurzeln des Holocaust. Götz Aly beschreibt den Aufstieg der deutschen Juden von 1800 bis 1933 und die Reaktionen ihrer trägen christlichen Zeitgenossen – deren Neid und Missgunst. Wer dieses Buch gelesen hat, wird den Holocaust als Teil der deutschen Geschichte verstehen.

 

Helene Leloup

Dogon – Weltkulturerbe Afrikas

400 S., 400 Abb. In Farbe, Hirmer Verlag 2011 (erscheint Oktober)           49,90 EUR

Die Faszination afrikanischer Kunst. Die Kunst der Dogon gehört mit ihren atemberaubenden Werken zum bekanntesten Kunstschaffen, das die afrikanischen Kulturen hervorgebracht haben. Rund 330 der schönsten Zeugnisse der jahrhunderte alten Traditionen werden nun in diesem Band präsentiert. Lange lebten die Dogon weitgehend isoliert von fremden Einflüssen. Ihre faszinierende Kultur entwickelte sich in der spektakulären Landschaft der Felsen von Bandiagara im heutigen Mali, einem Ort, der 1989 in die Liste des UNESCO Welterbes gleichzeitig als Kultur- und Naturerbe eingetragen wurde. Die Kultur der Dogon vom 10.Jahrhundert nach Christi bis heute wird in dem prächtigen Band umfassend vorgestellt und anhand von bekannten Hauptwerken der Kunst wie Gegenständen des alltäglichen Lebens grundlegend eingeführt. Komplexität und Reichtum ihrer Geschichte kommen dabei ebenso zum Ausdruck wie metaphysische und ästhetische Vorstellungen. Beeindruckende Masken, rituelle Holzskulpturen und Schmuckgegenstände aus Metall führen die besondere Ästhetik der Dogon vor Augen und sind Ausdruck eines vielseitigen stilistischen Schaffens. In Holz- wie Metallskulpturen, Objekten großer wie kleiner Dimension offenbart sich die ungeheure Kraft dieser Kunst, die textlich fundiert und in opulenter Bebilderung anschaulich gemacht wird.

 

Vodun – African Voodoo

236 S., 193 Abb. (Text französisch und engl.), Hirmer 2011                      55,00 EUR

Mythos, Religion und Magie. Figuren, Puppen, Schmuck und Fetische sind fester Bestandteil des Voodoo-Kultes. Die Ausstellung in Paris zeigt eine erlesene Auswahl an 100 Stücken aus Togo und Benin, die dieses Katalogbuch bebildern und einen umfassenden Überblick über die Voodoo-Kulturgeschichte geben. In der Sprache der Ewe bedeutet Voodoo soviel wie „Schutzgeist“. Die Suche nach Abwendung von Unheil oder das Spenden von Heilkräften spielen im Leben der Glaubensmitglieder eine zentrale Rolle und prägen das künstlerische Schaffen. Aus verschiedenen Materialien wie Holz, Knochen, Muscheln, Kordeln und Gewebefasern wurden in Westafrika eine Vielzahl von anthromorphen Skulpturen, Schmuckstücken und Fetischen gefertigt, die bei Riten eingesetzt werden und je nach Funktion unterschiedlichste Facetten zeigen – geheimnisvoll und schön bis zu kämpferisch und furchteinflössend. Anne und Jacques Kerchache haben in Togo und Benin eine Vielzahl repräsentativer Stücke gesammelt, die die Gebräuche des Kultes spiegeln und Einflüsse der afrikanischen, karibischen und westlichen Welt aufzeigen. Eine Auswahl von nahezu einhundert „bocio“ werden nun in Paris in der ersten bedeutenden Ausstellung präsentiert, die sich dieser einzigartigen Skulpturentradition widmet. Über drei Monate lang fotografierte Yui Ono die Exponate, 200 seiner Fotografien samt Aufnahmen und persönlichen Texten von Jacques Kerchache führen seine Leidenschaft für afrikanische Bildhauer- und Voodoo-Kunst vor Augen. Renommierte Experten wie Suzanne Preston Blier, Gabin Djimasse, Marce Auge und der haitianische Künstler Patrick Vilaire zeigen neue kulturgeschichtliche Erkenntnisse zu Voodoo auf und geben einen umfassenden Überblick zum Thema. Umfassende kunst- und kulturgeschichtliche Schilderung zu Voodoo.

 

Ngugi wa Thiongo: Herr der Krähen (Roman)

976 S., geb., A 1 Verlag 2011  (erscheint am 24.8.)                                    29,90 EUR

„Herr der Krähen“ ist eine lebendige, ausdrucksstarke Satire über den Prototyp des afrikanischen Despoten, die mit tiefgründigem Humor die Lebensbedingungen in einer zunehmend globalisierten Welt thematisiert. Ngugi wa Thiongo gelingt mit diesem Roman eine umfassende Parabel auf die sozialen, politischen und kulturellen Verhältnisse auf dem afrikanischen Kontinent und dessen Beziehung zum Westen. Sein erster Roman nach 20 Jahren ist ein großartiges, faszinierendes Epos, vermutlich die Krönung seines Lebenswerkes, in dem er die Macht des Erzählens in eine Waffe gegen den Totalitarismus verwandelt.

 

An dieser Stelle weisen wir auch hin auf eine neue Reihe zeitgenössischer afrikanischer Literatur im Verlag Wunderhorn, die 2011 mit drei Bänden startet:

 

Chirikure Chirikure: Aussicht auf eigene Schatten (Gedichte)

120 S., mit CD, geb., deutsch-englisch, Wunderhorn 2011                         18,90 EUR

Der Autor ist einer der bekanntesten Dichter und Performer Zimbabwes. Aus einer Familie christlicher Lehrer stammend lernte er sowohl die biblischen Geschichten wie auch den Ahnenkult seines Volkes, der Shona, kennen. Er studierte in Harare Religions-, Literatur- und Geschichtswissenschaften und trägt seine gesellschaftskritischen, satirischen und die Identität Afrikas beschwörenden Gedichte bei seinen Auftritten in Shona und auf Englisch vor, oft zusammen mit Musikern.

 

Mark Behr: Wasserkönige (Roman)

260 S., geb., Wunderhorn 2011 (erscheint August)                                      24,80 EUR

Nach dem Tod seiner Mutter kommt der afrikaanse Südafrikaner Michiel Steyn nach Jahren der Abwesenheit auf die Farm seiner Familie zurück. Doch selbst fünfzehn Jahre in den USA können die Schatten nicht verdrängen, die mit Michiels überstürzter Flucht von der Farm allgegenwärtig sind. Das Ringen mit der Vergangenheit verschmilzt mit der Suche nach Identität in einer alten Heimat, die ein neues Land geworden ist und in dem Machtverhältnisse und Geschlechterrollen radikal in Frage gestellt werden. Elegisch und abschreckend, berührend und äußerst gedankenvoll ist „Wasserkönig“ ein persönliches und politisches Klagelied und ein Zeugnis über die Kraft der Versöhnung. Mark Behr wurde in Tansania geboren und wuchs in Südafrika auf.

 

Pier Paolo Pasolini: Reisen in 1001 Nacht

144 S., Corso Verlag                                                                                    24,99 EUR

„Diese Zeitreise nach Arabien ist ein Roadmovie, sinnlich und intellektuell, chaotisch und magmatisch. Pasolini erkundet die alte archaische Welt – Eritrea, den Jemen, wo er seinen Film 1001 Nacht drehen will. Reisen als „stilistische Experimente“ nennt es der Herausgeber Peter Kammerer, Kino und Ethnologie. Und eine visionäre Warnung vor der Zerstörung der Welt durch den Fortschritt, den Kapitalismus. „Der wahre Faschismus ist die Macht der Konsumgesellschaft, die Italien zerstört“ (Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung)

 

Hans Christoph Buch: Apokalypse Afrika oder Schiffbruch mit Zuschauern

272 S., Eichborn Verlag (Sachbuch)                                                             29,00 EUR

 

Imraan Coovadia: Gezeitenwechsel (Roman)

280 S., geb., Wunderhorn 2011                                                                    24,80 EUR

Der gewaltsame Tod ihres Ehemanns, des indischen Arztes und Virologen Arif, führt Nafisa in eine Welt, in der illegaler Organhandel, Erpressung und pseudowissenschaftlichen Debatten zur Realität geworden sind. Nafisa begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit in ein „spiegelverkehrtes“ Land, entdeckt dabei die sozialen und politischen Eruptionen im heutigen Südafrika mit seinen Widersprüchen und Enttäuschungen und kämpft, selbst Ärztin, mit archaischen Vorstellungen von Leben und Tod, von Triumph und Scheitern, von Schweigen und Schuld. Dieser Roman ist ein Parforceritt durch die Seele eines Landes im Umbruch.

 

Ai Weiwei: Macht euch keine Illusionen über mich

Der verbotene Block

440 S., Galiani 2011 (erscheint am 25.Juli)                                                 19,99 EUR

Ai Weiweis verbotener Blog erstmals auf Deutsch. Die Dokumente eines Geknebelten.. die Geschichte wachsender Wut, eines sich steigernden Zorns auf Autoritäten. „1970 hieß unser Ai Weiwei Alexander Solschenizyn“ (Egon Bahr). Einer der spannendsten Texte über das moderne China – und das ergreifende Dokument wachsender Wut und wachsenden Widerstands.

 

Gauguin Polynesia

340 S., 200 farbige Abb., (engl. Sprache), Hirmer 2011 (erscheint Sept.)   45,00 EUR

Als Paul Gauguin 1891 in Tahiti eintraf, hatte er sich von den künstlerischen Strömungen des bürgerlichen Paris losgelöst und assimilierte als erster Künstler überhaupt die Formensprache der ozeanischen Kunst. Dieser Katalog stellt in ausgewogener Form die Kunst und Kultur Polynesiens neben das Werk Gauguins und untersucht die spannenden, komplexen und dynamischen Beziehungen, die ab den 1890er Jahren in beide Richtungen stattfanden. Es war 1889 auf der Pariser Weltausstellung, als Paul Gauguin wohl erstmals Pazifikkunst im Tahiti-Pavillon der Kolonialausstellung sah. Angetrieben vom Traum einer unberührten, paradiesischen Existenz fernab des bürgerlichen Lebens in Europa, reiste er in die Südsee und fand eine Inselwelt vor, die bereits den Stempel der Kolonialisierung trug. Gauguins Suche nach den Ursprüngen der fremdartigen Kultur, sein Sehnen nach dem verlorenen Paradies und das Entdecken der Farbe beschreibt dieser reich bebilderte Band. Mittels rund 60 Gauguin Werken und 60 Kunstwerken aus der Südsee geben zwölf Autoren aus den Bereichen Kunstgeschichte und Ethnologie Aufschluss über den dynamischen Austausch zweier Welten und das Ausmaß des Einflusses der polynesischen Kunst und Kultur auf Gauguins Euvre. Verblüffende Parallelen zwischen dem Inselschaffen und dem Werk des Künstlers mit südamerikanischen Wurzeln lassen neue Erkenntnisse gewinnen über den Maler, der mit allen Mitteln versucht hatte, in die Welt der Eingeborenen einzudringen, um einer der ihren, ein „Wilder“, ein „Oviri“ zu werden.

 

Catherina Rust: Das Mädchen vom Amazonas

Meine Kindheit bei den Aparai-Wajana-Indianern

300 S., Knaus 2011 (erscheint im September)                                            19,99 EUR

„Sind Sie eine weiße Indianerin, Catherina Rust?“. Catherina Rust verbrachte ihre ersten Lebensjahre in einem Indianerdorf am Amazonas. Sie lebte im Einklang mit der Natur, geborgen in den Ritualen einer steinzeitlichen Stammesgemeinschaft. Denkt sie heute an ihr Dorf am Fluss zurück, hat es ihr im Urwald an nichts gefehlt. In ihrer Geschichte spiegelt sich ein faszinierender Gegenentwurf zu unserer wachstumssüchtigen, individualistischen und gehetzten Gesellschaft.

 

Margrit Schiller: So siehst du gar nicht aus!

Eine autobiografische Erzählung über Exil in Kuba und Uruguay

180 S., Assoziation A 2011 (erscheint August)                                           16,00 EUR

Bei Exil-Erfahrungen denken wir zumeist an Menschen, die während des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen mussten. Später kamen Griechen, Türken, Lateinamerikaner, die vor den Militärdiktaturen in ihrer Heimat hier Zuflucht suchten. Die ungewöhnliche Exilerfahrung, die Margrit Schiller beschreibt, ist gegenläufig zur Hauptströmung der Fliehenden in den letzten Jahrzehnten. Zweimal wegen Mitgliedschaft in der RAF zu insgesamt mehr als sieben Jahren Gefängnis verurteilt, entschied sich Margrit Schiller 1985, nach Kuba ins Exil zu gehen, um einer erneuten Verhaftung und der drohenden Sicherheitsverwahrung zu entgehen. Acht Jahre später emigriert sie mit ihrem kubanischen Mann und den beiden in Kuba geborenen Kindern nach Uruguay, ein Land, in dem sie ihre Erfahrung als politische Gefangene mit vielen Menschen teilen kann. Ihr Buch ist ein sehr persönliches Dokument, das grundlegende Exilerfahrungen thematisiert. Margrit Schiller umkreist in ihrem Buch die Bedeutung von Sprache, die Frage nach Identität, das Gewicht des nicht endenden Fremdseins. Sie schreibt über die Macht der Bilder und wie diese täuschen können. Mit wachem, kritischen Blick beschreibt sie die Probleme des Alltagslebens in Havanna und Montevideo. Ihr Buch nimmt uns mit auf eine unfreiwillige Reise, für die es mehr als 15 Jahre kein Zurück zu geben schien.

 

Sonja Wegner: Zuflucht in einem fremden Land

Exil in Uruguay 1933 – 1945

180 S., Assoziation A 2011 (erscheint Oktober)                                         18,00 EUR

10000 von den Nazis verfolgte Juden fanden Zuflucht in Uruguay. Das Buch zeichnet das Schicksal der Emigranten nach und zeigt, in welchem Ausmaß sie in NS-Deutschland ausgeplündert und entrechtet wurden; wie schwierig es unter diesen Bedingungen war, Deutschland zu verlassen, ein Aufnahmeland zu finden und die Ausreise zu organisieren. Und es beschreibt die Möglichkeiten, die ihnen Uruguay bot, wo sie offen aufgenommen wurden. Sie konnten dort arbeiten, sich politisch organisieren und bekamen Unterstützung von der ortsansässigen Bevölkerung. Obwohl Uruguay in Relation zu seiner Bevölkerung mehr Flüchtlinge aufnahm als etwa Argentinien oder die USA wurde das kleine Land in Südamerika als Exilland bisher kaum wahrgenommen. Sonja Wegner, die für ihre Studie in der Einwanderungsbehörde von Montevideo akribisch recherchiert hat, ist eine beeindruckende Länderstudie zum deutschsprachigen Exil gelungen, die eine wichtige Forschungslücke schließt. Dabei zitiert sie aus zahlreichen Interviews, Briefen und Akten mit dem Ziel, den Emigranten ihre Stimme zurückzugeben und sie als handelnde Personen in den Vordergrund zu stellen. Portraits, Fotos und Dokumente runden den liebevoll illustrierten Band ab.

 

Zauber und Wunder – Die Märchen der Welt

970 S., geb., Reclam 2011  (erscheint Oktober)                                          29,95 EUR

Märchen aus 111 Ländern – eine Wanderung durch die Kulturen der Welt

 

Hannah Collins: The Fragile Feast. Routes To Ferran Adria

300 S., 150 Abb., geb., Hatje Canz Verlag 2011 (erscheint September)     39,80 EUR

In englischer Sprache: Die kulturell geprägte Vielfalt der Gaumenfreuden in unmittelbarer Anschauung, mit 20 Rezepten von Ferran Adria. In kreativer Zusammenarbeit mit dem katalanischen Starkoch Ferran Adria hat Hannah Collins ein fotografisches Tabelau entworfen, das feinste Speisen aus verschiedenen Kulturen vorstellt und ihrer Herkunft nachgeht. Die Künstlerin begibt sich auf eine Spurensuche an die Ursprungsorte von rund 30 Lebensmitteln und Zutaten, die Ferran Adria in seiner berühmten Küche elBulli verwendet und für das gemeinsame Projekt in einer exklusiven Auswahl zusammengestellt hat. Die Bilder zeigen die Landschaften des Anbaus und die physischen Beschaffenheiten der jeweiligen Lebensmittel und begleiten diese während der Transformation zum Produkt und auf ihren Reisen durch die weitere Verarbeitung und regionale Zubereitung. Vom essbaren Rosenblatt bis zur delikaten Seeanemone vermittelt die Publikation in sinnlichen Aufnahmen und anhand lebhaft erzählender Texte einen Eindruck davon, was gegenwärtig als nahrhaft und gesund angesehen wird.

 

Bestelladresse:

 

Worms Verlag

Abt. Onlineshop

Kultur- und Veranstaltungs GmbH,

Von Steuben Str.5, 67549 Worms

Berthold Röth Tel. 06241-2000-314

e-mail: berthold.roeth@kvg-worms.de