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	<title>Wormsverlag&#039;s Blog</title>
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		<title>2011 in review</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 15:46:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wormsverlag</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an. Hier ist eine Zusammenfassung: Eine Cable Car in San Francisco faßt 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 1.400 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 23 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren. Klicke hier um den vollständigen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=296&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.</p>
<p><a href="http://wormsverlag.wordpress.com/2011/annual-report/"><img src="http://www.wordpress.com/wp-content/mu-plugins/annual-reports/img/emailteaser.jpg" alt="" width="100%" /></a></p>
<p>Hier ist eine Zusammenfassung:</p>
<blockquote><p>Eine Cable Car in San Francisco faßt 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa <strong>1.400</strong> mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 23 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.</p></blockquote>
<p><a href="http://wormsverlag.wordpress.com/2011/annual-report/">Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wormsverlag.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wormsverlag.wordpress.com/296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wormsverlag.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wormsverlag.wordpress.com/296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wormsverlag.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wormsverlag.wordpress.com/296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wormsverlag.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wormsverlag.wordpress.com/296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wormsverlag.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wormsverlag.wordpress.com/296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wormsverlag.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wormsverlag.wordpress.com/296/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wormsverlag.wordpress.com/296/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wormsverlag.wordpress.com/296/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=296&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Rezensionen im Heimatjahrbuch 2012</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 16:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wormsverlag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das neue Heimatjahrbuch Worms 2012 ist erschienen. Wie jedes Jahr am Ende des Buches umfangreiche Buchvorstellungen des laufenden Jahres zu Worms und den Nibelungen. Diese Neuheiten stellen wir auch in unserem Blogg. Worms und Region Günter Lindner: Schritt für Schritt mit einem Fußgänger auf Tour                    182 S. Li-Verlag 2011, ISBN 978-3-00-034567-8                              19,80 EUR            Als Fußgänger [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=291&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue Heimatjahrbuch Worms 2012 ist erschienen. Wie jedes Jahr am Ende des Buches umfangreiche Buchvorstellungen des laufenden Jahres zu Worms und den Nibelungen. Diese Neuheiten stellen wir auch in unserem Blogg.</p>
<p><strong>Worms und Region</strong></p>
<p><strong>Günter Lindner: Schritt für Schritt mit einem Fußgänger auf Tour</strong>                    182 S. Li-Verlag 2011, ISBN 978-3-00-034567-8                              19,80 EUR            Als Fußgänger lässt uns Günter Lindner, der von der Stadt Mainz die Gutenberg-Büste (die höchste Auszeichnung für kulturelle Verdienste) erhalten hat und die monatlichen Jour Fixe des Gutenbergmuseums initiierte, unsere Heimat Rheinhessen und Rheingau auf ganz ungewöhnliche abenteuerliche Art erleben. Die hier vorgestellten Touren sind keine gewöhnlichen Wanderwegbeschreibungen, sondern leben vom individuell Erlebten und den Begegnungen mit Menschen auf der Strecke. Sechs Wanderungen sind dargestellt und überaus reich bebildert. Einer der Touren führt von Bodenheim auch nach Worms. Günter Lindner wird 2012 im Nibelungenmuseum mit einem Lichtbildervortrag sein Buch vorstellen.</p>
<p><strong>Volker Gallè: Kunstreiseführer Rheinhessen – Kunst und Geschichte im Hügelland zwischen Worms und Bingen, Alzey und Mainz                                                                     </strong>455 S., Leinpfad 2010, ISBN 978-3-942291-03-3                                  24,00 EUR      Der einzigartige Kunstreiseführer ist nunmehr mit seiner 4.Auflage in den regionalen Leinpfad-Verlag übergegangen. Beginnend mit Worms führt Gallè durch Rheinhessen, seine Sehenswürdigkeiten, Persönlichkeiten, seine Sagen und Geschichte. Unverzichtbar für touristisches Reisen, aber auch eine umfangreiche Möglichkeit die Heimat neu zu erschließen.</p>
<p><strong>Heinz Stade / Thomas A. Seidel: Unterwegs zu Luther                                         </strong>268 S., geb., Wartburg 2011, ISBN 978-3-86160-196-8                      14,90 EUR             Worms und andere Städte rüsten sich für das Reformationsjubiläum 2017. Für nächstes Jahr plant der Worms Verlag eine überarbeitete Neuauflage der Lutherbroschüre für den Tourismus in Worms. Im Wartburg Verlag ist bereits in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Internationalen Martin Luther Stiftung ein Reiseführer zu 50 Lutherstädten erschienen. Der Europäische Tourismusverband unterstützt die Luthertour unter dem Namen „Stätten der Reformation e.V.“ mit großem Engagement.</p>
<p><strong>Sabine Kübler / Irmelin Dörnfeld u.a.: Stachelige Schönheiten                                Rosengärten in Frankfurt Rhein Main                                                            </strong>       146 S., Societäts Verlag 2011, ISBN 978-3-7973-1260-0                        14,80 EUR Herausgegeben von der Kulturregion RheinMain GmbH werden zwölf unterschiedliche Rosengärten portraitiert. Das Spektrum reicht von der wissenschaftlichen Rosensammlung im Botanischen Garten Mainz über adelige Gründungen wie im Schlosspark Kronau und auf der Rosenhöhe in Darmstadt, von Rosengärten in der Kuranlage in Bad Nauheim bis zur Sammlung alter Rosen am Rosenhang in Karben. Die Wormser Germanistin Ellen Bender fügt in einem Beitrag auch einen mythischen Rosengarten aus der Sagenwelt bei: Kriemhilds sagenhafter Rosengarten in Worms nach dem Rosengartenlied von 1250.</p>
<p><strong>Nibelungen</strong></p>
<p><strong>Das „Nibelungenlied“ und „Das Buch des Dede Korkut“                                         Imagines Medii Aevie – Interdisziplinäre Beiträge zur Mittelalterforschung         </strong>192 S., Reichert Verlag 2011; ISBN 978-3-89500-811-5              59,00 EUR               In Aserbaidschan fand 2009 ein interkulturelles Symposium des Vergleiches des Nibelungenliedes zur ältesten prä-osmanischen Heldendichtung Dete Korkut statt, die sich in der Staatsbibliothek Dresden befindet. Die nun veröffentlichten Beiträge stellen ein Novum für deutsche Forschungen zum Nibelungenlied dar. Behandelt wird neben dem Dede Korkut das römische Erbe im Nibelungenlied, das Nibelungenlied und die Zukunft der Germanistik im globalen Wettbewerb der Kulturen, die Strophik und Melodie des Nibelungenliedes, seine syntaktischen Strukturen, die narrativen Techniken und szenische Gestaltung, sprachliche Besonderheiten und natürlich die Parallelen beider Sagas.</p>
<p><strong>Kai Ehlers / Mario Bauch / Christoph Sträßner: Attil und Krimkilde                    Das tschuwaschische Epos zum Sagenkreis der Nibelungen                                 </strong>274 S., geb., Rhombos Verlag 2011, ISBN 978-3-941216-50-1            42,00 EUR          Attil und Krimkilte ist die Geschichte der tragischen, am Ende tödlichen Begegnung mit dem Hunnenzar Attila und seiner schönen Gefangenen Krimkilte, beide bei uns besser bekannt als König Etzel und die Burgunderkönigin Kriemhild. Ihre Geschichte wird hier erstmals aus östlicher, aus hunnischer Sicht erzählt. Der Russlandforscher Kai Ehlers entdeckte das Epos 1992 in den Truhen des tschuwaschischen Nationaldichters Mischi Juchma, wo es die Zeiten der stalinistischen Repression überstanden hatte. Das Epos wurde Jahrhunderte lang im tschuwaschischen Volk von Mund zu Mund weitergegeben und eröffnet uns einen unbekannten Einblick zum Sagenkreis der Nibelungen. Die Kulturen von Asien und Europa verbinden sich in miteinander verwobenen Mythen-, Helden- und Sagenwelt in einer gemeinsamen eurasischen Geschichte.</p>
<p><strong>Tobias Janz (Hrsg.): Wagners Siegfried und die (post-)heroische Moderne       </strong>378 S., Königshausen &amp; Neumann 2011 , ISBN 978-3-8260-4234-8     49,80 EUR    Thema eines Hamburger Symposiums war die Figur des Siegfried bei Richard Wagner. Eigentlich hätte Siegfried Parsifal werden sollen, aber der Held des Nibelungenliedes eignete sich in einer Zeit in der auch Friedrich Nietzsche seine Gedanken verfasste als bessere Figur für eine aufkommende Moderne. Alle Beiträge zu benennen wäre zu umfangreich, behandelt werden Heldenfiguren und die Charakteristik bei den Aufführungen Wagners. Für die Nibelungenforschung interessant sind Wagners Vorstellungen von den Nibelungen, die Einblicke in das Mittelalter-Gedächtnis des 19.Jahrhunderts erlauben.</p>
<p><strong>Gunter E. Grimm (Hg.): Nibelungen-Gedichte. Ein Lesebuch                               </strong>350 S., geb., Tectum 2011, ISBN 978-3-8288-2365-5                                 34,90 EUR     Prof. Dr. Gunter E. Grimm ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Duisburg-Essen und zudem ein Fachmann der Nibelungen-Rezeption. Das vorliegende Lesebuch versammelt Gedichte, die in irgendeiner Weise vom Nibelungenstoff handeln. Die Reihe der Autoren beginnt kurz nach der Wiederentdeckung des Nibelungenliedes durch Jacob Hermann Obereit 1755 mit Johann Heinrich Füssli und endet mit Franz Fühmann. Den Gedichten vorangestellt sind ausführliche Portraits der jeweiligen Autoren. Dr. Grimm hat mit dieser außergewöhnlichen Herausgabe eine wirkliche Lücke geschlossen, da es eine solche Sammlung bislang nicht gab. Auf Einladung der Nibelungenlied-Gesellschaft stellte er sein Buch während den Vorträgen zu den Nibelungenfestspielen 2011 im Nibelungenmuseum vor.</p>
<p><strong>Georg Dattenböck:                                                                                           Heinrich von Hag/Ofterdingen – Verfasser des Nibelungenliedes                            </strong>364 S., Verlag Traugott Bautz 2011, ISBN 978-3-88309-640-7                   35,00 EUR  Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Tidrek-Saga und den Arbeiten von Ulrike Ritter, die in Mehring auf eine unbekannte alte Handschrift des Nibelungenliedes gestoßen war, versucht Dattenböck einmal mehr den Dichter ausfindig zu machen. Er vertritt dabei keinen dogmatischen Alleinvertretungsanspruch auf Wahrheit, sondern sieht seine akribische Dokumentation als Gedankenanstöße für die Forschung. Ein überaus umfangreiches Werk zur historischen Geschichte. Worms betreffend vermutet er, dass wenn sich die Urschrift des Liedes in der Bibliothek des Domes befunden hätte, sie mit dem großen Stadtbrand von 1689 verloren gegangen ist.            <strong>                                                                     </strong></p>
<p><strong>Bernd Frenz: Das  Blut der Nibelungen                                                                      </strong>306 S., Panini 2011, ISBN 978-3-8332-2255-9                                      12,95 EUR                   Fantasyautor Bernd Frenz erzählt die Nibelungensage aus einem völlig neuen Blickwinkel, in dem er die Draugur, die lebenden Toten aus der nordischen Mythologie in den Handlungsverlauf der Geschichte einbezieht. Im Roman wird der Niedergang der Burgunder in ungewohnter Form dargestellt. Es beginnt mit der Erschlagung des Drachen Fafnir durch Siegfried und die Burgunder wissen dass nun dunkle Zeiten anbrechen werden, denn die Legende besagt, dass jeder, der im Drachenblut badet, zum unbesiegbaren Gegner wird. Im Roman sind alle bekannten Charaktere der Nibelungensage enthalten. Siegfried ist auch hier der Held, der sich an der Seite der Burgunder als „Draugar-Schlächter“ den schrecklichen Horden entgegenstellt. Bernd Frenz liest 2012 im Nibelungenmuseum aus seinem Roman.</p>
<p><strong>Bernd Schumacher: Das Nibelungenkomplott                                                          </strong>210 S., KBV 2011, ISBN 978-3-942446-02-0                                             9,50 EUR          Bernd Schumacher ist Lehrer, Schriftsteller und Rockmusiker und las mit unterhaltsamen Liedermachereinschüben zum zehnjährigen Nibelungenmuseumsjubiläum aus seinem jüngsten Kriminalroman. Darin verwebt er auf mehreren Zeitebenen die Geschichte des Nibelungenliedes und der Tidreksage (aufgrund der manche Forscher den Ort der  Geschehnisse in der Eifel vermuten) mit einer aktuellen Kriminalgeschichte, die an Stoffe wie den „Da Vinici-Code“ von Dan Brown erinnern.</p>
<p><strong>Judith Merchant: Nibelungen Mord                                                                               </strong>386 S., knaur 2011, ISBN 978-3-426-50863-3                                             9,99 EUR     In einer sagenumwobenen Höhle des Siebengebirges, wo Siegfried einst den Drachen tötete, wird eine Frauenleiche gefunden. Inspirationsquelle für dieses komplizierte Verbrechen war das Nibelungenlied. Die Autorin, Germanistin und Dozentin für Literatur, lebt in Königswinter, wo die Nibelungengeschichte mit dem Schloss Drachenburg touristisch vermarktet wird. Auch die Eindrücke von der Nibelungen-Ausstellung der Universität Bonn haben sich vermengt und daraus entstand der Roman.</p>
<p><strong>Wiechmann / Mendez: Dietrich von Bern                                                           </strong>Cross-Cult 2011                                                                                        je 22,00 EUR Das herausragende Comic-Meisterwerk von Peter Wiechmann und Rafael Mendez liegt mittlerweile als dreibändige gebundene Gesamtausgabe vor. Der frühmittelalterlichen Tidrek-Saga wird hier mit kraftvoller Auslegung und unverwechselbaren Zeichenstil Gesicht und Gestalt gegeben. Mit epischer Wucht entführen die Bände in die geheimnisvolle Welt der überlieferten Heldenlieder. Zuletzt erschienen sind Bd. 2 „Verrat“ (ISBN 978-3-941248-98-4) und Bd. 3 „Rache“ (ISBN 978-3-941248-99-1)</p>
<p><strong>Francois Craenhals: Roland, Ritter Ungestüm                                                            </strong>Cross-Cult 2011                                                                                        je 29,80 EUR Nach über 30 Jahren ist die beliebte an Prinz Eisenherz erinnernde belgische Comic-Jugendserie mit neun Geschichten in einer opulenten dreibändigen Gesamtausgabe wieder erhältlich. Der Knappe Roland erlebt am Hofe des legendären König Artus fantastische Abenteuer, die ihn in alle Gebiete der damals bekannten Welt führen. Im Grunde versucht er dabei seinen Platz im Leben zu finden und der ehrbare und gerechte Mann zu werden, der er immer sein wollte. Aber auch das Herz von König Artus Tochter Gwendoline ist zu gewinnen. In einer der beliebtesten Ritterserie der 70er und 80er Jahre gibt es auch einen Charakter aus Worms. Der germanische Adelsmann Siegbert von Worms wird wegen seiner außergewöhnlichen Statur auch einfach der „Hüne von Worms“ genannt.</p>
<p><strong>Foster &amp; Murphy: Prinz Eisenherz                                                                              </strong>Bocola 2011                                                                                               24,90 EUR       Der Bocola-Verlag veröffentlicht seit einigen Jahren die Prinz Eisenherz-Comics von Hal Foster in einer digital überarbeiteten und den Originalfarben entsprechenden Edelausgabe. Da Foster 34 Jahre lang Woche für Woche das Epos gezeichnet hat und erst mit 78 Jahren die Weiterführung an John Cullen Murphy übergab hat sich der Verlag entschlossen die einzelnen Bände parallel herauszugeben. Mit Murphy hatte Foster einen würdigen Nachfolger gefunden. Aktuell liegt nun der dritte Band mit dem von Murphy gezeichneten Jahrgang 1975/1976 vor. (ISBN 978-3-939625-24-7)</p>
<p><strong>Martin Clauss: Die Salier                                                                                          </strong>CD, 78 Min., Auditorium Maximum 2011, ISBN 978-3-654-60199-1            12,90 EUR  Wer waren die Salier und was ist von ihnen geblieben? Martin Clauss bietet einen leicht verständlichen Überblick über die Zeit der Salier und ihre historische Bedeutung: vom sprichwörtlich gewordenen Gang nach Canossa bis zum Investiturstreit, der Trennung von Kirche und Staat (Wormser Konkordat 1122) bis zu den Anfängen einer deutschen Geschichte. Fundiert und kompakt. Hörbücher gibt es immer auch als gedrucktes Buch. In diesem Fall bei Primus Verlag für 14,95 EUR (ISBN 978-3-89678-844-3)</p>
<p><strong>Jörg Koch: Joseph Süß Oppenheimer, genannt „Jud Süß“                                Seine Geschichte in Literatur, Film und Theater                                                           </strong>154 S., WGB 2011, ISBN 978-3-534-24652-6                                              14,90 EUR Kurz vor den Nibelungenfestspielen 2011 zu „Jud Süß“ erschien diese Dokumentation des Frankenthaler Germanisten Dr. Koch, die ein differenziertes Bild des bekannten Stoffes bietet. Sie macht mit den historischen Fakten bekannt und behandelt die wichtigsten künstlerischen Bearbeitungen. Im Zentrum stehen dabei die Novelle von Wilhelm Hauff, der Roman von Lion Feuchtwanger und die Filme von Veit Harlan und Oskar Roehler. Die Novelle von Hauff ist vollständig im Buch enthalten. Das Schlusskapitel von Joern Hinkel, dem Regieassistenten von Dieter Wedel, widmet sich der Inszenierung bei den Nibelungenfestspielen 2011 in Worms.</p>
<p><strong>Harald Reinl &#8211; Der Regisseur, der Winnetou, Edgar Wallace und die Nibelungen ins Kino brachte. Eine Bio- und Filmografie                                                             </strong>194 S., geb., Reinhard Weber 2011, ISBN 978-3-9809390-9-6                26,00 EUR  Eine wunderbare Biografie des großen deutschen Kinoregisseurs, dem sich die komplette Filmografie seiner Werke von 1948 bis 1986 anschließt. Begonnen als Heimatfilmer wurde er vor allem bekannt durch Krimis wie Dr. Mabuse und die Edgar Wallace-Reihe, Winnetou wie auch „Die Nibelungen“. Durchgehend viele schwarz-weiß Fotos. Die Filmografie beschränkt sich aber nicht auf eine reine Auflistung. Zu jedem Film gibt es Hintergrundinformationen, Geschichten von den Schauspielern und den Dreharbeiten. Die Nibelungenfilme werden z.B. auf zehn Seiten abgehandelt.</p>
<p><strong>Wormser Autoren</strong></p>
<p><strong>Monika von Krogh: Eifelwind                                                                                    </strong>194 S., Rhein-Mosel-Verlag 2011, ISBN 978-3-89801-051-1                         9,90 EUR             Die in der Wormser Innenstadt lebende Autorin hat bereits mehrere Bücher verfasst. Ihr neuester Roman handelt von einer Familientragödie eines siebten Kindes das ganz anders ist und auch anders sieht als die Leute im Dorf. Sein Leben verläuft auch ganz anders als das anderer Menschen. Geboren 1921 erlebt er das Aufkommen des Nationalsozialismus und das was mit dem Angriff auf Polen Geschichte schreibt. Der literarisch anspruchsvolle spannende Roman reicht bis in die Nachkriegszeit.</p>
<p><strong>Klaus Fischer: Der Nibelungen Not , 1933 – 1945                                                      </strong>520 S., Battert-Verlag ,ISBN 978-3-87989-413-0                                         19,80 EUR  Die Mutter des Autors reiste 1929 nach Worms um hier die Fastnacht kennenzulernen und verliebte sich in einen Realschullehrer. Ein Jahr später kam Klaus Fischer in der Alzeyer Str. zur Welt. In dieser großen Biografie erzählt er aus dem Blickwinkel seiner Jugend in  spannender Weise wie die Wormser Nachfahren der Nibelungen die Zeit des Dritten Reiches erlebten und überlebten. Immer wieder greift er dabei auf die Nibelungendichtung des Mittelalters bis zu Wagners „Götterdämmerung“ zurück und stellt sie in Verbindung zur Erziehung der deutschen Jugend für den Heldentod des „geliebten Führers Adolf Hitler“.</p>
<p><strong>Zöhre Kurun: Ein Viertel des Lebens                                                                         </strong>146 S., Edition Araki 2011, ISBN 978-3-941848-08-5                             9,90 EUR  Zöhre Kurun ist eine Frau, die jeder in Worms zu kennen scheint aufgrund ihrer herzlichen Art mit der sie an ihrer früheren Arbeitsstelle am Info-Schalter im Media-Markt jeden, der hereinkam, begrüßte. Anfang des Jahres ist ihre autobiografische Geschichte erschienen. Nach einer unbeschwerten Kindheit in Anatolien wurde sie zur Familie in Deutschland geholt. Innerhalb der traditionellen Zwänge beginnt mit der ersten Monatsblutung ihre Entmündigung. Es schließt sich die Zwangsheirat an, aus der sie sich nach langem  Martyrium befreit. Zöhre Kurun hat mit den mittelalterlichen Strukturen ihrer Herkunft gebrochen, sie fühlt sich als Deutsche und lebt mittlerweile nach unseren westlichen Werten. Mehrfach und jedesmal gut besucht las sie aus ihrem Buch in Worms, tritt für die Rechte der Frauen ein und ist ein Vorbild für türkische Frauen geworden sich ebenfalls aus der Willkür solcher traditionellen Strukturen zu befreien.</p>
<p><strong>Steven O. Guth: Message Stone – Die Queste                                                           </strong>258 S., Edition Araki 2011    , ISBN 978-3-941848-11-5                              14,80 EUR                                                                                         Der frühere Wormser Buchhändler und Heimatjahrbuchautor Georg Dehn veröffentlicht in seinem Verlag in Leipzig den dreibändigen Mystery-Roman von Steven Guth aus Australien. In dieser Trilogie, die auf wahren Erlebnissen des Autors beruht, treten die Gestalten unter den Namen in ihrem realen Leben auf, was besonders denjenigen die sie kennen ein Vergnügen bereitet. Steven Guth, jüdischer Abstammung und in die magische Welt der australischen Traumzeit eingeweiht, reist im zweiten Band der Geschichte um den „Message Stone“, ein heiliger Stein der Zeit und Raum öffnet, nach Deutschland auf den Spuren des Holocaust und Nationalsozialismus. In Form eines Romans analysiert Guth dabei auch den politischen Kult des Nationalsozialismus als magisches Phänomen. Die spannende Handlung, weit besser noch als die einführende Geschichte  im ersten Band, führt durch Deutschland auf den Spuren einer machtbesessenen Elite, die ihrem Größenwahn ein ganzes Volk opferte. Beeindruckend dabei die emotionalen Schilderungen der Eindrücke an Orten wie Ausschwitz, den Externsteinen, der Wewelsburg oder Hitlers Hauptquartier. Der Roman ist bebildert mit Schwarz-Weiß-Fotos, die auch einige seltene Fotografien des Stadtarchives Worms aus der NS-Zeit enthalten.</p>
<p><strong>Susanne Bonn: Der Jahrmarkt zu Jakobi                                                                   </strong>336 S., Gmeiner 2008, ISBN 978-3-89977-766-6                                         12,90 EUR <strong>Susanne Bonn: Die Schule der Spielleute                                                                    </strong>334 S., Gmeiner 2010, ISBN 978-3-8392-1073-4                                         12,90 EUR Die Romane von Susanne Bonn sind mittelalterliche Krimis, die in Worms spielen. Die ermittelnde Hauptfigur ist die Spielfrau Alheit, die im ersten Roman im Jahre 1338 einen Mord an einem Gaukler in Lindenfels aufklärt. Ihr zweiter Roman handelt ein Jahr später 1339 wiederum in Worms, wo sich Fahrende aus allen Teilen Europas zusammenfinden um Wissen und Erfahrungen auszutauschen. Natürlich kommt es auch hier bald zur tödlichen Tragödie. Das mittelalterliche Worms macht sich gut als Schauplatz der historischen Kriminalromane. Susanne Bonn lebt im Odenwald und hat für ihre Romane im Stadtarchiv Worms genauestens historisch recherchiert. Die Spielmannsschule hat es tatsächlich gegeben.</p>
<p><strong>Mechthild Zimmermann / Regina Schleheck: Mordsmütter                                  </strong>  320 S., ViaTerra Verlag 2011, ISBN 978-3-941970-06-9                             14,95 EUR    Eine Anthologie mit Frauenkrimikurzgeschichten von 29 Autorinnen und Autoren, zu der auch die in Osthofen lebende Antje Fries den Beitrag „Unterer Totpunkt“ beigesteuert hat. Spannend und unterhaltsam zu lesende Geschichten von den bekannten Krimiautorinnen Sabine Deitmar und Ingrid Noll bis hin zu unbekannteren Schriftstellerinnen.</p>
<p><strong>Hartmut Keil / Hans-Peter Ranz: Kumm, geh fort!                                                    80 Anekdoten und Schwänke aus Worms                                                                   </strong>120 S., Iatros 2011, ISBN 978-3-86963-030-4                                             13,90 EUR  Der bekannte Wormser Mundart-Schreiber Hartmut Keil veröffentlicht zusammen mit Hans-Peter Renz Anekdoten und Schwänke mit Worms-Lokal-Bezug über Wormser Persönlichkeiten, die nicht in Vergessenheit geraten sollten. Das Buch ist – von Beispielsätzen abgesehen – nicht in Mundart verfasst und bereitet beim Lesen jede Menge Spass.</p>
<p><strong>Volker Gallè: Flügelschlag des Raben                                                                       </strong>94 S., Geest-Verlag 2010, ISBN 978-3-86685-274-7                                   11,00 EUR       Worms-Verlagsleiter und Kulturkoordinator der Stadt Volker Gallè ist auch als Mundartliedermacher viel unterwegs. Weniger bekannt sind seine Gedichte, die hier in einer Auswahl vorgestellt sind. Es sind keine eingängigen Werke, sie bedürfen des Innehaltens und emotionalen Einlassens. Gallè führt den Leser in eine reichhaltige Gedankenwelt, im Nachwort erläutert er seine Ansicht zu Poesie. Belehrend wird er in seinen Gedichten nie, wie zwei Beispielszeilen aufzeigen: „doch scheue ich den priester- und den herrenton. die freiheit will ich: frei sei jedermann!“</p>
<p><strong>John von Düffel: Goethe ruft an                                                                              </strong>324 S., Dumont 2011, ISBN 978-3-8321-9649-3                                          19,99 EUR  Der Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste ist in Worms vor allem durch seine Mitarbeit bei den Nibelungenfestspielen bekannt. Dort schrieb er u.a. „Das Leben des Siegfried“, die Verwechslungskomödie und neue freie Version des Stoffes. In der Literatur ist der Nicolas-Born-Preisträger vor allem aufgrund seiner Romane „Houweland“ und „Hotel Angst“ bekannt geworden. Sein neuer Roman ist nunmehr auch eine Komödie. Natürlich ruft nicht Goethe an, sondern ein Charakter der in der Literaturwelt das Format eines Goethe hat. Der Roman  ist eine rasante und charmante Jagd nach dem Geheimnis des Erfolgs.</p>
<p><strong>Max Otte: Stoppt das Euro-Desaster                                                                               </strong>50 S., Ullstein 2011, ISBN 978-3-550-08896-4                                               3,99 EUR     Der Professor für BWL an der FH Worms sah schon 2006 die globale Finanzkrise voraus und sein Buch „Der Crash kommt“ stand monatelang auf der Bestsellerliste. In dieser kleinen Streitschrift stellt er die von Hochfinanz und Politik verlogenen Diskussionen um Griechenland und den Euro vor und fordert klare Finanzregeln, die Staatsinsolvenzen zulassen und auch den Austritt aus der Euro-Zone ermöglichen. Vor allem fordert er die Beteiligung der Hochfinanz an der Behebung der von ihr selbst hervorgebrachten Krisen anstatt auf Bürgerkosten zu spekulieren und unser Geld und Land zu ruinieren.</p>
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		<title>Interkulturelle Buchneuheiten Liste 19</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 15:42:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wormsverlag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Bücherangebot Interkultur Liste 19   Alle angeführten Titel können Sie bestellen über Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH Von Steuben Str. 5, 67549 Worms, Tel. 06241-2000-314 e-mail: berthold.roeth@kvg-worms.de   Thea Dorn / Richard Wagner: Die deutsche Seele 560 S., geb., über 200 vierfarbige Abb., Knaus 2011                                26,99 EUR Alles, was deutsch ist. Thea [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=288&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Bücherangebot Interkultur Liste 19</span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Alle angeführten Titel können Sie bestellen über<br />
Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH</strong></p>
<p><strong>Von Steuben Str. 5, 67549 Worms, Tel. 06241-2000-314</strong></p>
<p><strong>e-mail: </strong><a href="mailto:berthold.roeth@kvg-worms.de"><strong>berthold.roeth@kvg-worms.de</strong></a><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Thea Dorn / Richard Wagner: Die deutsche Seele<br />
</strong><strong>560 S., geb., über 200 vierfarbige Abb., Knaus 2011                                26,99 EUR<br />
</strong><strong>Alles, was deutsch ist. Thea Dorn und Richard Wagner haben sich auf die Suche nach der deutschen Seele begeben – von „Abendbrot“ bis „Wanderlust“, von „Bruder Baum“ bis „Fahrvergnügen“, von „Abgrund“ bis „Zerrissenheit“. Ein großartiges Buch für alle, die Deutschland  lieben. </strong></p>
<p><strong>Kurt E. Becker :Minderheiten in Deutschland                                                       Assimiliert, integriert, diskriminiert? </strong><strong>Erster Band des Nibelungen-Forum           </strong>Pb., Worms Verlag 2011                                                                             19,90 EUR   <strong>                                                           </strong>Der Holocaust wirft seinen finsteren, langen Schatten auch in die deutsche Gegenwart. Das Verhältnis der Deutschen zu ihren Minderheiten bleibt, ob wir dies wollen oder nicht, über alle Zeiten hinweg durch die Nazi-Gräuel belastet. Die Hypothek unserer Vergangenheit ist untrennbar verbunden mit der je aktuellen Frage nach dem Verhältnis der Deutschen zu den hierzulande lebenden Minderheiten.Parallel zu den Nibelungenfestspielen Worms „Die Geschichte des  Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ ist dieser Titel erschienen und betrachtet das Thema Zuwanderung und Minderheiten aus ganz verschiedenen Blickwinkeln. Neben einem Befragungs- und Statistik-Teil bietet das Buch viele persönliche Schicksale, Lebenslinien und Sichtweisen von Bürgern. „Ein hoch interessantes Buch, das für jeden, der sich mit dem Themenkomplex beschäftigt, ein absolutes Muss darstellt“ (Gernot Kirch, Nibelungen-Kurier)</p>
<p><strong>Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab<br />
</strong>464 S., DVA 2010                                                                                        22,99 EUR<br />
An Sarrazins Buch scheiden sich zurecht die Geister, aber die Kassen klingeln weiter. Auch 2011 ist es noch das meistverkaufte Sachbuch geblieben.</p>
<p><strong>Sascha Stanicic: Anti-Sarrazin<br />
Argumente gegen Rassismus, Islamfeindlichkeit und Sozialdarwinismus<br />
</strong>168 S., Papyrossa 2011                                                                              11,90 EUR<br />
Sascha Stanicic legt dar, inwiefern Sarrazin eine Kampfschrift nicht nur gegen MigrantenInnen und Moslems, sondern gegen die sozialen Interessen der Lohnabhängigen als Klasse vorgelegt hat. Er erhellt den Hintergrund der Integrationsdebatte, zeigt, wie sich Rassismus und Sozialabbau bedingen, und entwickelt linke Alternativen. Vor allem entlarvt er den Mythos von „Irgendwie-hat-er-doch-Recht-der-Sarrazin“ als kompletten Blödsinn.</p>
<p><strong>Frank-Olaf Radtke: Kulturen sprechen nicht                                                        Die Politik grenzüberschreitender Dialoge                                                             </strong>Hamburger Edition 2011                                                                               12,00 EUR Verhindern „Dialoge zwischen den Kulturen“ Ausgrenzung? Zahllose Dialogforen sind auf internationaler, europäischer, oder auch auf nationaler und lokaler Ebene eingerichtet worden – ihre positive integrative Wirkung darf bezweifelt werden. Kulturdialoge kaschieren Differenz, wo sie ausgetragen werden müsste. Es gilt, Interessensgegensätze zu thematisieren, sie anzuerkennen und Kompromisse zu finden. Nur in einem politischen, öffentlichen und streitbaren Diskurs kann eine zukunftsorientierte Auseinandersetzung über akute gesellschaftliche Probleme des Zusammenlebens stattfinden.</p>
<p><strong>Khalid Koser: Internationale Migration<br />
</strong>204 S., Universalbibliothek Reclam 2011                                                      5,80 EUR</p>
<p><strong>Edeltraud Aubele / Gabriele Pieri<br />
Femina Migrans. Frauen in Migrationsprozessen (18. – 20.Jahrhundert)<br />
</strong>222 S., Ulrike Helmer Verlag 2011                                                             19,95 EUR<br />
Der Sammelband widmet sich Flucht und Auswanderung von Frauen und den vielfältigen Gründen. Das Buch zeigt wie vielfältig weibliche Migration ist und bietet eine spannende Mischung sehr unterschiedlicher Beiträge zu Flucht, Asyl, Arbeits-, Bildungs- und Heiratsmigration sowie Frauenhandel.</p>
<p><strong>Karl Regnat: Religions- und Gesellschaftsreform 2000                                         Für ein friedliches Zusammenleben der Menschen                                                 </strong>96 S., Frieling                                                                                                  7,00 EUR  Gleichsam als Rohdiamant wird der Mensch erschaffen. Es ist an ihm selbst, seine Facetten zum Strahlen zu bringen, seine  Fähigkeiten, Talente und Möglichkeiten optimal zu nutzen. Karl Regnat zeigt auf, wie dies vonstatten gehen kann. Die Religionen sollten einander achten und unterstützen und zum Wohle der Menschen eine gemeinsame „Gebrauchsanweisung“ hin zu Gott entwickeln. Auch der Staat muss seiner Verantwortung stärker gerecht werden. Mit den entsprechenden Rahmenbedingungen kann sich ein gedeihlicheres Zusammenleben in der Gesellschaft durchsetzen.</p>
<p><strong>Bernd Ulrich: Wofür Deutschland Krieg führen darf. Und muss.                      Eine Streitschrift, </strong>192 S., Rowohlt 2011                                                    14,95 EUR  Brisantes Thema mit großem Medieninteresse und Resonanz aus der Politik. Deutschland im Krieg? An nichts hängt das Selbstverständnis des Landes so sehr wie an der Antwort auf diese Frage. Die Bundesregierung hat zuletzt vor ihr versagt, hat sich international isoliert und eine längst fällige Debatte unterdrückt. Bernd Ulrich`s Buch eröffnet sie. Er blickt dabei zurück auf das eigene Leben, auf Gewissheiten und Irrtümer. Mit dem Erfahrungsreichtum einer Generation, die einmal gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden kämpfte, bewertet er die Kriege der letzten Jahre, auf dem Balkan, in Afghanistan, im Irak und in Libyen. Was war richtig, was war falsch, was kommt als Nächstes? „Weil Bernd Ulrich und ich in wichtigen Fragen nicht übereinstimmen, deshalb empfehle ich, sein interessantes Buch zu lesen. Denn Widerspruch schärft die eigene Urteilskraft“ (Helmut Schmidt).</p>
<p><strong>Blätter für deutsche und internationale Politik 11/2011                                       </strong>130 S., Blätter Verlag 2011                                                                            9,50 EUR   u.a.: Erdogan – Von Atatürk zu Mubarak, Ägypten – Revolution am toten Punkt, Der neue Stillstand in Nahost, Namibia – postkolonial ignoriert, Islam und Demokratie – Die Geschichte einer Aneignung<strong> </strong></p>
<p><strong>Materialdienst. Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfragen 11/2011<br />
</strong>Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen                                2,50 EUR<br />
u.a. „Religionsfreiheit und Toleranz“ – Johann Reuchlins Beitrag im „Augenspiegel“ (1511), der überraschende Parallelen zur Gegenwart aufzeigt sowie „Führt religiöser Pluralismus zum Laizismus?“ – Staatliche Neutralität zwischen Kooperation und Dirigismus.</p>
<p><strong>Domenico Losurdo: Die Sprache des Imperiums<br />
Ein historisch-philosophischer Leitfaden<br />
</strong>391 S., Papyrossa 2011                                                                               19,90 EUR<br />
Fundamentalismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus, Islamofaschismus – mit diesen und ähnlichen Schlagworten wird der „weltweite Kampf gegen den Terrorismus“ begründet. Was ist darunter zu verstehen? Domenico Losurdo schafft Klarheit über die zentralen Kategorien, die den öffentlichen Diskurs prägen, und stellt sie in ihren historischen und aktuellen Zusammenhang.</p>
<p><strong>Matthew Lynn: Pleite                                                                                                    Griechenland, der Euro und die Staatsschuldenkrise                                               </strong>348 S., geb., Wiley 2011                                                                               19,90 EUR  Matthew Lynn beschreibt unterhaltsam und packend, wie sich Griechenland nach seinem Beitritt zum Euroraum 2011 „auf Pump“ Wohlstand erwirtschaftete und wie diese Blase plötzlich platzte. Er zeigt, welche Auswirkungen dies nicht nur auf die griechische Wirtschaft sondern auf die gesamte Volkswirtschaft im Euro-Raum und vielleicht auf das gesamte globale Finanzsystem hatte und hat. Bei der Rettung Griechenslands und des Euros wurde nicht nur die „Bailout-Klausel“, nach der kein Land für ein anderes haften solle, missachtet und ein Rettungspaket in einer Höhe von 110 Milliarden Euro geschnürt. Auch die Prinzipien der Europäischen Zentralbank (EZB) wurden bewusst missachtet. Der Autor beschreibt, wie Deutschland maßgeblich an der Rettung mitwirkte und mit einem Beitrag in Höhe von 23,4 Milliarden Euro nun den größten Anteil am Rettungspaket für Griechenland  trägt, dem noch ein größeres Paket zur Rettung des Euro in Höhe von 750 Milliarden Euro folgte. Matthew Lynn wirft aber auch einen Blick auf die Situation der anderen PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland und Spanien).</p>
<p><strong>Andreas Wehr: Griechenland, die Krise und der Euro<br />
</strong>210 S., 2. Aktualisierte Auflage, Papyrossa 2011                                       13,90 EUR<br />
Nicht zuletzt durch Deutschland wurden die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Eurozone verschärft, deren erste Opfer Griechenland und Irland geworden sind. Wer folgt als nächstes? Wohin geht die Reise? Welche Zukunft haben die EU und der Euro?</p>
<p><strong>Haci-Halil Uslucan: Dabei und doch nicht mittendrin<br />
Die Integration türkischstämmiger Zuwanderer<br />
</strong>112 S., geb., „Wagenbach 2011                                                                  14,90 EUR<strong><br />
</strong>Die Türken und die Tücken der öffentlichen Diskussion. Uslucan lässt – wissenschaftlich fundiert und gut geschrieben – den aufgeblasenen Polemikern und gefährlichen Populisten die Luft ab: Wo liegen die Chancen für unsere Gesellschaft, wenn sie die türkischen Zuwanderer integriert? Uslucan wurde 1965 in Kayseri/Türkei geboren und studierte an der FU Berlin. Seit 2010 ist er Leiter des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung und Professor für Moderne Türkeistudien an der Universität Duisburg-Essen.</p>
<p><strong>Gülcin Wilhelm: Generation Koffer. Die zurückgelassenen Kinder<br />
</strong>176 S., Orlanda Verlag 2011                                                                      17,90 EUR<br />
Das Los der Kofferkinder: Wer über die Geschichte der türkischen Migranten reden will, muss das Schicksal der zweiten Generation kennen. Überall wurde im Jubiläumsjahr des Anwerbeabkommens den ersten Gastarbeitergeneration gedankt, aber in Wirklichkeit mischten erst die Nachfolgegenerationen die Gesellschaft in allen Sparten auf, vor allem die zweite Generation bildet die ganze Dynamik des Migrationsprozesses ab. Kofferkinder nennt man die Kinder, die in den sechziger und siebziger Jahren von ihren in Deutschland arbeitenden Eltern über längere Zeit in der Türkei zurückgelassen wurden. Aus den drei Jahren, die die Eltern hier arbeiten wollten, wurden erst zehn, dann fünfzehn. Zwischen 1975 8und 1985 wurden dann die Kinder nachgeholt. Obwohl man von einer hohen Zahl von 700 000 , nunmehr erwachsener Betroffener ausgehen kann, interessiert sich bislang niemand für ihre Geschichte. Je mehr das versteckte Leiden einer Generation zutage gefördert würde, je transparenter dieser entscheidende Abschnitt der 50jährigen Migrationsgeschichte gemacht wird, umso mehr wird sich der Diskurs um das Thema Migration entspannen.</p>
<p><strong>Farid Hafez (Hrsg.): Jahrbuch für Islamophobieforschung 2011                           Deutschland – Österreich – Schweiz                                                                        </strong>128 S., zahlr. s/w Abbildungen, Studienverlag Universitätsverlag Wagner 2011    22,90 EUR</p>
<p><strong>Heide Oestreich: Der Kopftuch-Streit<br />
Das Abendland und ein Quadratmeter Islam<br />
</strong>208 S., 2. Akt. u. erw. Auflage, Brandes &amp; Apsel                                   15,90 EUR<br />
Oestreichs Buch sorgt nun für Ordnung im Informationschaos rund um das Kopftuch. Verständlich sortiert sie politische und juristische Argumente und beleuchtet Hintergründe, die gern übersehen werden.</p>
<p><strong>Mensing / Thalheim: Moschee DE<br />
</strong>128 S, mit Fotos, Luthrerisches Verlagshaus Hannover 2011                14,90 EUR<br />
„Ich hab ja inzwischen gelernt, dass in Deutschland niemand eine Moschee in seiner Nachbarschaft haben will, genauso wie niemand ein Gefängnis will, eine Mülldeponie und auch kein Atomkraftwerk“. Zu dieser Einsicht ist der Imam gekommen, eine Figur im Theaterstück Moschee DE. Alle Äußerungen der Kunstfiguren basieren auf Gesprächsprotokollen, die Kolja Mensing und Robert Thalheim aufgenommen haben. Im Interview mit den Autoren im Anhang erfahren wir, wie das Stück entstand, das an den Kulturkampf erinnert, der im Berliner Vorort Heinersdorf entbrannte, als dort eine Moschee gebaut werden sollte. Das Stück vereint die Stimmen der Beteiligten, auf wieder erkennbare Gegenspieler verteilt, sehr komisch und augenöffnend. 2010 erhielt es den Kulturpreis der Evangelisch-lutherischen Landeskirche, und das, obwohl die Figur des evangelischen Pfarrers darin nicht gerade zu den Sympathieträgern zählt.</p>
<p><strong>Tilman Seidensticker: Zeitgenössische islamische Positionen zu Koexistenz und Gewalt </strong>184 S., Harrassowitz 2011                                                    29,80 EUR</p>
<p><strong>Annabelle Sreberny / Gholam Khiabany : Blogistan                                              Politik und Internet im Iran                                                                                       </strong>Hamburger Edition 2011                                                                           22,00 EUR    Welche Funktion haben Webblogs, Facebook &amp; Co. In politischen Situationen des Umbruchs? „Blogistan“ ist fesselnde Pflichtlektüre für alle, die wirklich verstehen wollen, wie das digitale Zeitalter jenseits der westlichen Perspektive aussieht – zum Beispiel im heutigen Iran, wo eine Medienwelt geschaffen wurde, die staatliche Kontrolle und Zensur, digitalen Aktivismus, politisch kluges Hacken, Geschlechteranliegen und ernsthafte Parodien umfasst, um nur einige der Themen von „Blogistan“ zu nennen.</p>
<p><strong>Peter Scholl-Latour: Arabiens Stunde der Wahrheit<br />
Aufruhr an der Schwelle Europas<br />
</strong>384 S., Propyläen 2011                                                                                24,99 EUR<br />
Der diplomierte Islamwissenschaftler Peter Scholl-Latour zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Publizisten Deutschlands. Der Untertitel seines jüngsten Buches „Aufruhr an der Schwelle Europas“ unterstreicht, dass die Umbrüche des Arabischen Frühlings sich nicht ein einem fernen Irgendwo abspielen, sondern Auswirkungen auf die ganze Welt haben. Mit 87 Jahren ist er der Nestor unter den deutschen Nahost-Experten  und spielt erneut seine Stärken aus: die intime Kenntnis der arabischen Welt, die Vertrautheit mit den Menschen vom Maghreb bis zur Golfregion, die durch Erfahrung genährte Skepsis gegenüber den erhöhten Erwartungen Europas an eine demokratische Entwicklung nach westlichem Muster. Bei einem Start von 80.000 Exemplaren schaffte es auch sofort in die vorderen Plätze der Sachbuchbestseller-Listen.</p>
<p><strong>Volker Perthes: Der Aufstand<br />
Die arabische Revolution und ihre Folgen<br />
</strong>224 S., Pantheon 2011                                                                              12,99 EUR<br />
Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, ist für seine fundierten und differenzierten Analysen der Situation im Nahen und Mittleren Osten bekannt. Das merkt man auch seinem neuen Buch an, das im zweiten Teil die Perspektiven der „befreiten“ Staaten untersucht und die inneren Gegensätze zwischen liberalen, militärischen und islamistischen Kräften in den Blick nimmt.</p>
<p><strong>Hamed Abdel-Samad: Krieg oder Frieden<br />
Die arabische Revolution und die Zukunft des Westens<br />
</strong>240 S., Droemer 2011                                                                                 18,00 EUR<br />
Aus der Sicht des islamischen Intelektuellen schildert Hamed Abdel-Samad den Umbruch im Nahen Osten. Der gebürtige Ägypter sieht Europa an der Wegscheide: Entweder, es engagiert sich und setzt einen „Marshall-Plan“ für die arabische Welt um, oder es wird von der perspektivlosen Jugend des gesamten arabischen Gürtels überrannt.</p>
<p><strong>Bernhard Schmid: Die arabische Revolution?<br />
Soziale Elemente und Jugendproteste in den nordafrikanischen Revolten<br />
</strong>118 S., Edition Assemblage 2011                                                            12,80 EUR<br />
Der in Frankreich lebende Rechtsanwalt Schmid vermittelt zahlreiche wenig bekannte Hintergrundinformationen zur Situation in verschiedenen Staaten Nordafrikas und Vorderasiens. Gleichzeitig stellt er schon im Titel das von den bürgerlichen Medien einseitig kolportierte Bild von einer „arabischen Revolution“ zwecks Herstellung einer bürgerlichen parlamentarischen Demokratie in Frage. Er charakterisiert die Machtverhältnisse in den arabischen Ländern als durchgehend undemokratisch und repressiv, unabhängig davon, ob es sich um überkommene Feudalherrschaften wie z.B. in Saudi Arabien oder um vergleichsweise moderne Präsidialdiktaturen handelt. Die politische Parteilandschaft, wenn überhaupt vorhanden, differenziert er in bürgerlich-nationalistische, konservativ-islamische oder prowestliche Strömungen. Wobei er vor allem die verschiedenen islamischen Gruppen und Strömungen einer gründlichen Analyse unterzieht. Eine Linke ist überall nur schwach, zum Teil überhaupt nicht vorhanden. Auch räumt er mit der Legendenbildung der „Facebook-Revolution“ gründlich auf.</p>
<p><strong>Ulrich Kienzle: Abschied von 1001 Nacht<br />
Mein Versuch, die Araber zu verstehen<br />
</strong>352 S., geb., Sagas.Edition 2011                                                             19,90 EUR<br />
Nichts ist so aufregend wie die Wirklichkeit. Kienzles Werk ist kein Buch über den „Arabischen Frühling“. Und doch ist es eine der spannendsten und aufschlussreichsten Veröffentlichungen in diesem Kontext. In der autobiografischen Geschichte seines Journalistenlebens im Orient vermittelt er einen fesselnden Einblick in die arabische Welt und in die fragwürdige Nahostpolitik des Westens – vom „Schwarzen September“ zum „Arabischen Frühling“. Und seinen Alltag als Kriegsreporter beschreibt er mit kritischem Blick auf die Hintergründe des Auslands-Journalismus. Ein Geschichtsbuch, das sich wie ein Abenteuerroman liest. Fesselnd, humorvoll, provokant – ein echter Kienzle. Das persönliche Resümee eines großen Journalisten. Ein besonderes Lesevergnügen.</p>
<p><strong>George MacDonald Fraser: Flashman in Afghanistan<br />
Die Flashman-Manuskripte Teil 1<br />
</strong>384 S., Kuebler 2011                                                                                   9,95 EUR<br />
Harry Flashman gelingt es durch Glück und Betrug, Ruhm und Ehre zu erlangen. Während einer militärischen Niederlage bei Kabul (Anglo-Afghanischer Krieg, 1842) macht er sich aus dem Staub, was in höchsten Auszeichnungen als „Held von Dschalalabad“ endet und ihm die Achtung der Afghanen als „Bloody Lance“ bringt. Eine hervorragende Mischung aus exaktem historischen Hintergrund, Spannung, Zynismus, Humor – und Interessantem über Afghanistan.</p>
<p><strong>Wolfgang Gehrcke / Christel Buchinger / Jutta von Freyberg / Sabine Kebir:<br />
Afghanistan – So werden die „neuen Kriege gemacht“<br />
Deutschland und der Krieg am Hindukusch<br />
</strong>235 S., Papyrossa 2011                                                                            14,90 EUR<br />
Wie Politik und Medien zusammenspielen, um Notwendigkeit und Rechtmäßigkeit des Afghanistan-Krieges zu suggerieren. Wie der Bundestag den Mystifikationen der Kriegsgründe und – interessen erliegt. Wie von Regierungsseite verschwiegen, vertuscht und gelogen wird. Was der Krieg kostet und wer die Rechnung bezahlt.</p>
<p><strong>Tom Koenigs: Machen wir Frieden oder haben wir Krieg?<br />
Auf UN-Mission in Afghanistan<br />
</strong>272 S., geb., Wagenbach 2011                                                                 19,90 EUR<br />
Afghanistan – Geschichte von Wiederaufbau und Befriedung oder Beispiel des Scheiterns westlicher Einmischung? Koenigs Aufzeichnungen als höchster UN-Vertreter in den entscheidenden Jahren erlauben einen bisher unbekannten – und ungeschönten – Blick hinter die Kulisse. Und sie sind eine stilistische Seltenheit: Frisch, witzig, fast literarisch unbefangen. Tom Koenigs ist seit 1983 Mitglied der Grünen, in Frankfurt Dezernent für Umwelt und Stadtkämmerer, 1999 – 2002 stellvertretender Sondergesandter der UN im Kosovo, 2002 – 2004 Leiter der UN-Mission in Guatemala, 2006 Menschenrechtsbeauftragter im Auswärtigen Amt, 2006 und 2007 Leiter der zivilen Mission in Afghanistan. Seit 2009 im Bundestag, Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses.</p>
<p><strong>Boualem Sansal: Postlagernd: Algier                                                                      Zorniger und hoffnungsvoller Brief an meine Landsleute                                     </strong>84 S., Merlin 2011                                                                                         9,90 EUR Der diesjährige Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels kommt aus Algerien und gehört zu den wenigen kritischen Intellektuellen, die ihrem Land noch nicht den Rücken gekehrt haben. In seinem bereits 2006 im Original erschienenen Brief  „Postlagernd: Algier“ an seine Landsleute rechnet er mit den dortigen Machthabern ab und analysiert zugleich treffend die politische Lage in Algerien.</p>
<p><strong>Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2011: Boulem Sansal                    Ansprachen aus Anlass der Verleihung                                                                  </strong>112 S., dt./engl.; MVB 2011                                                                         14,90 EUR „Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2011 Boualem Sansal und ehrt damit den algerischen Schriftsteller, der als leidenschaftlicher Erzähler, geistreicht und mitfühlend, die Begegnung der Kulturen in Respekt und wechselseitigem Verstehen befördert. Boualem Sansal gehört zu den wenigen in Algerien verbliebenen Intellektuellen, die offen Kritik an den politischen und sozialen Verhältnissen üben. Mit seinem hartnäckigen Plädoyer für das freie Wort und den öffentlichen Dialog in einer demokratischen Gesellschaft tritt er gegen jede Form von doktrinärer Verblendung, Terror und politischer Willkür auf. Dabei richtet sich sein Blick nicht nur auf die Heimat, sondern auf die ganze heutige Welt“. (Der Stiftungsrat zur Wahl von Boualem Sansal).</p>
<p><strong>Najat El Hachmi: Der letzte Patriarch<br />
</strong>352 S., geb., Wagenbach 2011                                                                  22,90 EUR<br />
Ein vielstimmiger Abgesang auf das Patriarchat – und ein fesselnder Familienroman über drei Generationen, zwischen gestern und heute, zwischen der arabischen und westlichen Welt. Der letzte Patriarch ist anders als die vielen ähnlich gearteten Migrantengeschichten: sinnlich, völlig unsentimental und mit trockener Ironie. Najat El Hachmi wurde 1979 in Marokko geboren und ist in Katalonien aufgewachsen. 2008 gewann sie mit diesem Buch den Premi Ramon Llull, den wichtigsten und höchstdosierten katalanischen Literaturpreis.</p>
<p><strong>Vivian Liska: Fremde Gemeinschaft                                                                    Deutsch-jüdische Literatur der Moderne                                                               </strong>344 S. , Wallstein 2011                                                                                 29,90 EUR</p>
<p><strong>Daniel Cil Brecher: Der David – Der Westen und sein Traum von Israel<br />
</strong>251 S., Papyrossa 2011                                                                               15,90 EUR<br />
„Der David“ steht für die idealisierten  Israel-Bilder des Westens, hinter denen sich eigene Interessen und das Schicksal der Palästinenser leicht verbergen lassen. Brecher skizziert diese Traumbilder und ihre politische Bedeutung von der zionistischen Kolonisation und der Entstehung des Staates Israel bis hin zum Israel-Kult der Anti-Deutschen und der Fans von Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur. „Ein fabelhafter Text, innovativ und angemessen kritisch reflektiert“ (Moshe Zuckermann, Universität Tel Aviv).</p>
<p><strong>Götz Aly: Warum die Deutschen? Warum die Juden?<br />
Gleichheit, Neid und Rassenhass<br />
</strong>352 S., Fischer 2011                                                                                   22,95 EUR<br />
Die Neigung der Deutschen, Gleichheit und Sicherheit der Freiheit vorzuziehen, nimmt der Historiker Götz Aly provokativ aufs Korn: als mentale Triebkraft, die in letzter Konsequenz zur nationalistischen Vernichtungspolitik geführt habe. Antisemitismus war demnach seit dem 19.Jahrhundert mehr als eine Sündenbock-Suche, Rassen-Phantasma und politisches Wahngebilde. Er hatte eine sehr konkrete Dimension, die heute weitgehend vergessen ist: Die Deutschen zeichnet Aly als Neidgesellschaft, die den ökonomischen, sozialen und intellektuellen Erfolg der aufstiegsorientierten jüdischen Minderheit nicht ertragen konnte.</p>
<p><strong>Marc Engelhardt: Starke Frauen für den Frieden<br />
Die Nobelpreisträgerinnen Ellen Johnson Sirleaf, Leymah Gbowee und Tawakkul Karman  </strong>160 S., Herder 2011                                                      9,99 EUR<br />
Das hochaktuelle Buch zu den Friedensnobelpreisträgerinnen 2011. Demokratie und dauerhafter Frieden kann es auf der Welt nur dann geben, wenn auch Frauen die Möglichkeit haben, die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft zu beeinflussen: So hat das Nobelpreiskomitee 2011 seine bisher beispiellose Entscheidung begründet, gleich drei Frauen mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen. Doch wer sind Ellen Johnson Sirleaf, Leymah Gbowee und Tawakkul Karman? Mac Engelhardt stellt die drei Preisträgerinnen vor.</p>
<p><strong>Mario Vargas Llosa: Der Traum des Kelten                                                                                                                                       </strong>447 S. , Suhrkamp 2011                                                                               24,90 EUR        Die Grausamkeiten, die Menschen Menschen antun können, sind oft unbegreiflich. Zu den entsetzlichsten Verbrechen gegen die Menschlichkeit gehört die Ausbeutung der Ureinwohner Afrikas und Südamerikas durch die Kolonialherren, um die Kautschukvorräte der Regenwälder plündern zu können. Nobelpreisträger Mario Vargos Llosa nimmt sich in seinem jüngsten Roman dieses finsteren Kapitels an und stellt eine historische Figur in den Mittelpunkt: den britischen Diplomaten und irischen Freiheitskämpfer Roger Casement. „Der Traum des Kelten“ setzt in der Todeszelle ein: Casement, wegen Spionage verurteilt, erinnert sich an seine langen Jahre im Kongo, wo er die Verbrecher akribisch recherchiert und danach öffentlich gemacht hat. Später reist er in gleicher Sache ins peruanische Amazonasgebiet, wo eine britische Company die Indios drangsaliert, versklavt und zu Tausenden ermordet. Die Schilderung dieser Verbrechen durch die Kolonialmächte, die unsagbaren Strapazen, die Casement auf sich nimmt, um die Wahrheit ans Licht zu holen, sind die Stärken des Romans. Hinter der historischen Wucht des Stoffs verblassen dagegen Vargas Llosas Schilderungen der inneren Kämpfe und Tragik dieses Mannes, der zudem wegen seiner Homosexualität stigmatisiert war.</p>
<p><strong>Maya, Inka und Azteken – Was ist was Bd. 130                                                       </strong>48 S., Tessloff 2011                                                                                      9,95  EUR Die Welt der Maya, Inka und Azteken entdecken! Auch als 60 minütiges Hörbuch für 7,99 EUR lieferbar.</p>
<p><strong>Isabel Beto: Die Bucht des grünen Mondes<br />
</strong>rororo-Taschenbuch 2011                                                                           9,99 EUR<br />
Manaus, 1896: Gegen ihren Willen wird die junge Berlinerin Amely mit einem reichen Verwandten, dem Kautschukbaron Kilian Wittstock, verheiratet. Seiner Brutalität ist Amely hilflos ausgeliefert – bis sie von einem Indianer entführt wird und im brasilianischen Urwald lernt, was Liebe bedeutet.</p>
<p><strong>Jose Maria Arguedas: Die tiefen Flüsse<br />
</strong>228 S., Wagenbach 2011                                                                           12,90 EUR<br />
Wer Peru literarisch kennenlernen will, muss Arguedas lesen: Sein Meisterwerk „Die tiefen Flüsse“ ist ein interkultureller Bildungsroman, ebenso indianisch wie westlich geprägt. Geboren 1911 in Andahuaylas, verfasste er seine Romane auf Spanisch, seine Lyrik hingegen auf Quechua. Er war Anthropologe und ist der prominenteste Vertreter des literarischen Indigenismus. 1969, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, setzte er seinem Leben selbst ein Ende.</p>
<p><strong>Christof Wackernagel: Der Fluch der Dogon<br />
</strong>160 S., Edition Nautilus 2011                                                                      12,90 EUR<br />
Anlässlich der Ausstellung „Dogon – Weltkulturerbe aus Afrika“ in der Bonner Bundeskunsthalle hat der Verlag das geplante Buch für 2012 vorgezogen. Mit ironischer Fabulierkunst spannt Christof Wackernagel einen Bogen von Bamako nach München – es geht um Kunstraub, eine BKA-Fahnderin, Wirrnisse</p>
<p><strong>Manfred Loimeier: Szene Afrika<br />
Kunst und Kultur Afrikas südlich der Sahara<br />
</strong>204 S., Pb., Brandes&amp; Apsel                                                                       19,90 EUR<br />
Streifzüge eines profilierten Kenners durch die unterschiedlichsten Formen und Foren afrikanischer Kultur: Malerei, Bildende Kunst, Musik, Theater, Tanz, Film, Fotografie und Literatur. Vom FESCAPO-Filmfestival in Oagadougou bis zur Wiege des Jazz in Kapstadt. Für neugierige Einsteiger, wie für alle, die sich vom Reichtum der Kunst und Kultur des Kontinents verführen lassen möchten.</p>
<p><strong>Afrika 2012<br />
</strong>256 S., Brandes &amp; Apsel                                                                               9,90 EUR<br />
AFRIKA 2012 – Ein informativer und praktischer Wegbegleiter für den täglichen Gebrauch. Ein ganzer Kontinent kompakt. Wissenswertes für politisch engagierte Afrikakenner auf 256 Seiten, bietet gewissermaßen alltäglich an, Denk- und Handlungsprozesse in Ganz zu setzen, um beizutragen, dass unsere Eine Welt humaner, gerechter und friedlicher wird, 2012 und darüber hinaus.</p>
<p><strong>C. Lentz / G. Kornes: Staatsinszenierung, Erinnerungsmarathon und Volksfest. Afrika feiert 50 Jahre Unabhängigkeit<br />
</strong>252 S., Brandes &amp; Apsel                                                                              24,90 EUR<br />
2010 feierten 17 afrikanische Länder ein halbes Jahrhundert Unabhängigkeit. Die Jubiläen waren eindrucksvolle Beispiele für die Selbstinszenierung afrikanischer Regierungen und Eliten und wurden vielerorts mit bunten Volksfesten zelebriert. Sie eröffneten aber auch Raum für kritische Debatten über die Vergangenheit und die gegenwärtigen Herausforderungen. Beobachtungen der Jubiläen vor Ort und der komplexen Aushandlung nationaler Identitäts- und Erinnerungspolitiken.</p>
<p><strong>Dominic Johnson: KONGO – Kriege, Korruption und die Kunst des Überlebens<br />
</strong>228 S., Brandes &amp; Apsel                                                                            19,90 EUR<br />
TAZ-Redakteur Dominic Johnson erklärt mustergültig, wie es zur Dauerkrise im Kongo kam. Er erreicht sein in der Einleitung formuliertes Ziel mit Bravour: Er erklärt den Kongo, anstatt ihn zu mystifizieren. Es braucht hierzulande mehr Afrika-Bücher wie dieses. Durch seine gewonnenen Kenntnisse sind innerhalb des deutschsprachigen Afrika-Journalismus unübertroffen.</p>
<p><strong>Mark Behr: Wasserkönige<br />
</strong>276 S., geb., Verlag Das Wunderhorn 2011                                              24,80 EUR<br />
Roman aus der Reihe für zeitgenössische afrikanische Literatur. Nach dem Tod seiner Mutter kommt der afrikaanse Südafrikaner Michiel Steyn nach Jahren der Abwesenheit auf die Farm seiner Familie zurück. Das Ringen mit der Vergangenheit verschmilzt mit der Suche nach Identität in einer alten Heimat, die ein neues Land geworden ist und in dem Machtverhältnisse und Geschlechterrollen radikal in Frage gestellt werden. Elegisch und abschreckend, berührend und äußerst gedankenvoll ist „Wasserkönige“ ein persönliches und politisches Klagelied und ein Zeugnis für die Kraft der Versöhnung. Man spürt den Geist Tschechows und wird an seinen „Kirschgarten“ erinnert. Dieser Roman berührt wie kein anderer südafrikanischer der letzten Jahre.</p>
<p><strong>Yiwu Liao: Für ein Lied und hundert Lieder</strong></p>
<p>544 S., geb., Fischer Verlag 2011                                                      24,95 EUR</p>
<p>Liao Yiwu, 1958 geboren, ist ein chinesischer Dichter und Romanautor. Für das Gedicht „Massaker“, das er 1989 nach dem Blutbad auf dem Platz des himmlischen Friedens publizierte, wurde er vier Jahre inhaftiert. Im Juli 2011 verließ er China Richtung Berlin. Für seinen Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen „Für ein Lied und hundert Lieder“ bekam er im November in München den Geschwister-Scholl-Preis, der vom Landesverband Bayern des Börsenvereins und der Landeshauptstadt München vergeben wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Island war Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, weswegen wir auf eine kleine Auswahl auch hinweisen:</em></strong></p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
<p><strong>Island. Die unvollendete Insel</strong></p>
<p>256 S., National Geographic Deutschland 2011                                           45,00 EUR</p>
<p>Vor rund 25 Millionen Jahren ist Island aus dem Meer emporgestiegen und noch heute ist die größte Vulkaninsel der Erde ein brodelnder Magmatopf, der jeden Moment überkochen kann. Zumal die Gletscher Islands durch den Klimawandel abschmelzen und dadurch, so befürchten Geologen, die vulkanische Aktivität in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen könnte. Dabei formen diese Naturgewalten von Feuer, Wasser und Eis bizarre und grandiose Bilder und Landschaften, wie sie in dieser Form vielleicht nur auf der „unvollendeten Insel“ im Nordatlantik zu erleben sind und wie sie der französische Fotograf Olivier Grunewald in seinen Bildern festgehalten hat. Wir sehen feuerspeiende Berge und brodelnde Erdlöcher, gigantische Wasserfälle, kalbende Gletscher, Geysire und faszinierende Farbenspiele, die das Polarlicht bisweilen in den isländischen Himmel zaubert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Emil Thor: Island. Zauber der Freiheit</strong></p>
<p>128 S., mit Musik-CD und DVD, Edel Verlag 2011                                      29,95 EUR</p>
<p>Island ist weit weg vom Rest Europas – und kaum besiedelt. Hier gibt es unendliche Steppen zu entdecken, auf denen nur Pferde grasen, Eislandschaften, Wasserfälle, Vulkane, das Spiel des Sonnenlichts auf dem Wasser, beeindruckende Wolkenformationen… Emil Thor fängt diese Impressionen mit großformatigen Fotos ein und vermittelt einen Eindruck von dem faszinierenden Land im Norden, von seinen Landschaften und seiner Weite. Zusätzlich zu dem zweisprachigen Bildband (Deutsch-Isländisch) gibt es eine DVD mit 215 Bildern und einer CD mit Liedern, gesungen vom isländischen Opernstar Arndis Halla.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kerstin Langenberger / Olaf Krüger: Highlights Island</strong></p>
<p><strong>Die 50 Ziele, die sie gesehen haben sollten.</strong></p>
<p>168 S., Bruckmann Verlag 2011                                                                 24,95 EUR</p>
<p>Noch bis vor wenigen Jahren galt Island als touristischer Geheimtipp, inzwischen kommen jährlich 500 000 Besucher – Tendenz steigend. Für Wanderer und Naturliebhaber gibt es wohl kaum ein besseres Ziel als das Kleinod am Polarkreis, wie der informative und exzellent bebilderte Band „Highlight Island“ zeigt. Neben Land und Leuten präsentiert er 50 lohnende Ziele von der Bláa Lónid, der „Blauen Lagune“ mit ihrem heilsamen Wasser, im Südwesten bis zum Jökulsárglijúfur-Nationalpark, dem Grand Canyon Islands, im Norden, wo der Gletscherfluss Jökulsa á Fjöllum eine spektakuläre Landschaft geformt hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Klaus Böldl u.a: Die Isländersagas</strong></p>
<p>4 Bände, plus Kommentarband, 3384 S.</p>
<p>Subskriptionspreis bis Februar 2012: Kassette, S. Fischer Verlag 2011   98,00 EUR</p>
<p>Komplett neue Übersetzung von 13 Übersetzern in drei Jahren ins Deutsche übertragen – ein editorisches Mammutprojekt, das wissenschaftlichen Maßstäben genügt und dennoch unterhaltsam zu lesen ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Mordbrand von Örnulfsdalur und andere Isländer Sagas</strong></p>
<p><strong>Nacherzählt von Tilman Spreckelsen, illustriert von Kat Menschik</strong></p>
<p>208 S., Galiani 2011                                                                                24,99 EUR</p>
<p>Eine Kurversion der Sagas mit fünf Geschichten. Wie einst Gustav Schwab bei den griechischen Sagen hat Spreckelsen die Inhalte übersichtlich gekürzt und leicht verständlich nacherzählt. Die gestraffte Handlung erschafft Spannung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vessteinn Olason: Die Isländersagas. Im Dialog mit der Wikingerzeit                   </strong>304 S., Ludwig 2011                                                                              29,80 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>GASTLAND DER FRANKFURTER BUCHMESSE 2012 IST NEUSEELAND !!!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Floran Harms / Lutz Jäkel: Kulinarisches Arabien<br />
</strong>272 S., geb., Umschau Buchverlag 2011                                           29,90 EUR</p>
<p>Vollständig überarbeitete Sonderausgabe. Ein gut geschriebenes und hervorragend illustriertes Kochbuch. Es liest sich so spannend  wie sonst nur eine gute Reisebeschreibung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mridula Baljekar: Schätze der indischen Küche</strong></p>
<p>160 S. , geb., Umschau Buchverlag 2011                                         19,90 EUR</p>
<p>Mit 80 Rezepten aus allen Regionen Indiens.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Silberlöffel<br />
</strong>Edel 2011                                                                                            39,95 EUR<br />
Die Bibel der italienischen Küche. Vollständig neu bearbeitet. 400 neue Fotos, 1464 Seiten, 2000 Rezepte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Das Erbe der Welt<br />
Die 936 Kultur- und Naturmonumente der Erde – nach der Konvention der Unesco NEUE AUSGABE 2011/2012<br />
</strong>568 S., Kunth Verlag 2011                                                                  49,95 EUR<br />
Eine fantastische Reise zu den faszinierendsten Monumenten der Natur und der menschlichen Kultur. Das jährlich erscheinende Standartwerk zu den Welterbestätten jetzt wieder als neue Ausgabe !</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die schönsten Gebete der Weltreligionen</strong></p>
<p>In den Gebeten steckt das Herz einer jeden Religion. Menschen bringen ihr Vertrauen ebenso zum Ausdruck wie ihre Sorgen und Nöte und suchen die Nähe des Göttlichen und die Erfahrung des inneren Friedens. Herder hat 2011 für jede Religion folgende Taschenbücher für je 10 EUR herausgegeben:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Martin Kämpchen: Dein Name gewährt jeden Wunsch.</strong></p>
<p><strong>Die schönsten Gebete des Hinduismus</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Burkhard Scherer: Mögen alle Wesen glücklich sein</strong></p>
<p><strong>Die schönsten Meditationstexte des Buddhismus</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Katharina Schridde: Wie im Himmel so auf Erden</strong></p>
<p><strong>Die schönsten Gebete des Christentums</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Walter Homolka: Frieden in Fülle komme vom Himmel</strong></p>
<p><strong>Die schönsten Gebete des Judentums</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Halima Krausen: Licht über Licht</strong></p>
<p><strong>Die schönsten Gebete des Islam</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Bestelladresse: </span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Worms Verlag</strong></p>
<p><strong>Abt. Onlineshop</strong></p>
<p><strong>Kultur- und Veranstaltungs GmbH, </strong></p>
<p><strong>Von Steuben Str.5, 67549 Worms </strong></p>
<p><strong>Berthol</strong><strong>d Röth Tel. 06241-2000-314 </strong></p>
<p><strong>e-mail: </strong><a href="mailto:berthold.roeth@kvg-worms.de"><strong>berthold.roeth@kvg-worms.de</strong></a><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Aktueller Blick ins Innere unseres Verlaglebens</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 19:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wormsverlag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Bericht Worms Verlag                               Oktober 2011 Der Worms-Verlag ist von seinem Hauptanspruch ein „Regionalia“-Programm. Damit besetzt er als kleiner Verlag eine Nische, die ihm große Verlage von vorneherein auch gar nicht streitig machen. Diese Nische enthält natürlich großes Potential, das noch nicht komplett ausgenutzt ist, aber stetig wächst. Der Verlag handelt nicht gewinnorientiert, was er als [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=284&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bericht Worms Verlag                               </strong><strong>Oktober 2011</strong></p>
<p>Der Worms-Verlag ist von seinem Hauptanspruch ein „Regionalia“-Programm. Damit besetzt er als kleiner Verlag eine Nische, die ihm große Verlage von vorneherein auch gar nicht streitig machen. Diese Nische enthält natürlich großes Potential, das noch nicht komplett ausgenutzt ist, aber stetig wächst.</p>
<p>Der Verlag handelt nicht gewinnorientiert, was er als städtische Einrichtung auch gar nicht sein kann. Deswegen finden sich im Programm nicht unbedingt gut verkäufliche Bestseller, welche in der Titelplanung auch gar nicht nach diesem Kriterium ausgewählt werden. Der Verlag steht nicht in Konkurrenz zur übrigen Verlagswelt. Ganz im Gegenteil werden Titel produziert, die aus städtischer Sicht notwendig sind, die aber kein wirtschaftlich orientierter  Verlag produzieren würde. Falls doch nur über sehr hohe Zuschüsse von Seiten der Stadt, so dass der Schritt zu einem Verlag in eigener Zuständigkeit insgesamt finanziell günstiger ausfällt als diese Zuschüsse zahlen zu müssen und bei jedem Einzeltitel darüber lange Verhandlungen führen zu müssen.</p>
<p>Dass auf lange Sicht solche Titel dennoch gefragt sind und kontinuierlich Bestellungen verpackt und an den Buchhandel wie im geringerem Maß auch an Einzelkunden verkauft werden unterstreicht die positive Fortentwicklung des Verlages.</p>
<p>Der Worms Verlag pflegt eine umfangreiche Backlist. Bis auf wenige vergriffene Titel sind alle Veröffentlichungen lieferbar gehalten und werden bei Bedarf nachgedruckt. Bislang fanden noch keine Ladenpreisaufhebungen statt, es wurden somit keine Bücher in den Ramsch gegeben. Gerade diese umfangreiche Backlist macht das Verlagsprogramm für den Handel attraktiv und sorgt für Umsätze, denn im Gegensatz zu den Anfangsjahren des Verlages – wo Neuproduktionen sich nur bei Erscheinen gut verkauften und dann ohne weitere Nachfragen im Lager stapelten – ist mittlerweile der Verkauf der Backlist in kontinuierlich stetigen Zahlen gleichbleibend. Im Schnitt bewegt sich der Backlistverkauf in Vorjahreszahlen. Allerdings erhöht sich die Nachfrage nach älteren Nibelungen-Symposienbänden und auch einer der ersten Verlagstitel „Siegfried – Schmied und Drachentöter“ erfuhr eine Abverkaufsteigerung. Das starke umfangreiche Backlistprogramm ist inzwischen das Rückgrat unseres Verlages. Auch in vergleichbaren Verlagen dauert es mitunter zwei bis drei Jahre bis ein Titel nach seiner Veröffentlichung seinen Weg in den Markt gefunden hat, dann aber plötzlich hohe Auflagen erreichen kann. Jeder unabhängige kleine Verlag – der nicht auf Bestseller aufgestellt ist – arbeitet ganz bewusst mit der Backlist und setzt so auf dauerhafte Qualität. Der Worms-Verlag wandelt sich von einem Kleinverlag zu einem mittleren Verlag, was dieser immer umfangreicheren Backlist zu verdanken ist. Dieses breite Angebot bildet den Kronschatz des Verlages.</p>
<p>Zudem hat es sich bewährt die Verkaufspreise leicht anzuheben und da die Erfahrung gezeigt hat, dass auch höherpreisige Titel den Abverkauf nicht mindern wird diese Praxis fortgeführt. Dadurch können künftig die Kosten aufgrund höheren Einnahmen gemindert werden.</p>
<p>Der Verlag ist mittlerweile eine Institution, die innerhalb der Ämter und Verwaltungen der Stadt Worms, nicht mehr wegzudenken ist. Dadurch kommt es zu immer mehr Kooperationen bei Titelproduktionen. Beispielsweise veröffentlicht inzwischen das Stadtarchiv viele seiner Bücher nicht mehr in Eigenproduktion, sondern nutzt den Worms-Verlag als Vertrieb, auch mit der Stadtentwicklung oder den Hafenbetrieben wurde in solcher Form kooperiert. Der Worms Verlag kann also in Zukunft immer mehr auch mit  fremdfinanzierten Produkten rechnen, die den Etat nicht belasten und das Gesamtverlagsprogramm erweitern. Für die Kooperationspartner wiederum ist ein verlässlicher Vertrieb gewährleistet. Für diesen Vertrieb erhält der Verlag von seinen Partnern  Abverkaufsbeteiligung, die erst nach Verkauf fällig wird. Der Anteil, der dem Verlag zugute kommt, ist mittlerweile auch höher als in der Anfangszeit solcher Kooperationen.</p>
<p>Zunehmend nutzen auch andere den Verlag um auf eigene Kosten Titel zu produzieren, weil ein Vertriebssystem besteht, das selber nicht zu stemmen wäre und der Worms-Verlag immer bekannter wird und einen guten Ruf inzwischen genießt. Die Gewinne für den Verlag sind in diesen Fällen dieselbe Abverkaufsbeteiligung wie in den vorgenannten innerstädtischen Fällen (Stadtarchiv, Ämter, Hafenbetriebe, Nibelungenfestspiele). Beispiele: „Die Nibelungen – eine originale Geschichte“, „Der Nibelungensteig – Wanderweg durch den Odenwald“, „Paul Wans – Kunstbuch“. Als Nibelungenbuch-Verlag ist der Verlag überregional inzwischen „der“ anerkannte Fachverlag. Das Logo und der Verlagsname machen dabei zudem eine nicht zu vergessende Werbung für die Stadt Worms, gerade am Beispiel des genannten „Nibelungensteig“-Titels kann aufgezeigt werden wie interessant eine Veröffentlichung im Worms-Verlag für manche Partner wichtig sein kann. „Der Nibelungensteig“-Bildband wurde zweimal der Presse präsentiert – in Worms und im Odenwald und in beiden Fällen wurde auf politischer Ebene betont, dass dies ein Ergebnis des Kooperationsvertrages der Stadt Worms mit dem Nibelungenland sein. Das Presseecho auf dieses Buch war enorm – auf vielen Internetseiten und vor allem in der Presse des Odenwalds wurde in langen Artikeln darüber berichtet. Deswegen ist ungeachtet, dass der Verlag daran nur verdienen kann und keine Kosten hatte, die Nachhaltigkeit als Werbung für die Stadt hervorzuheben. <em>„Bewusst wurde der Worms Verlag für die Herausgabe gewählt: bei der offiziellen Bildband-Vorstellung durch Berthold Röth vertreten. Zum einen sollte einem regionalen Buchverlag der Vorzug gegeben werden, zum anderen hängt die Stadt Worms eng mit den Nibelungen zusammen. Allein im Logo des Verlags, der einen Drachen zeigt, wird die Verbindung zum Nibelungen-Thema hergestellt“ (Presse Odenwald). </em>Auch viele Bürgermeister aus dem Odenwald und Kommunalpolitiker waren bei der Vorstellung anwesend. Bei Präsentationen halten Gemeinde- und Landratspolitiker Reden und betonen die Wichtigkeit für sie in einem Verlag der Stadt Worms publiziert zu haben. Die Zusammenarbeit mit dem „Nibelungenland“ wird sich in Zukunft noch ausweiten, weitere Titel herauszugeben ist bereits anvisiert.</p>
<p>Auch gibt es genügend Titel, die zwar vom Verlag selbst finanziert und produziert sind, für die es aber ebenso Zuschüsse für die Herausgabe von außerhalb gibt. Beispiele dafür sind Bücher wie „Stolpersteine“ (die Verlegung der Steine an jüdische Opfer der NS-Zeit), „Rheinhessische Gemeinden im Nationalsozialismus“ – wo dann Organisationen wie Warmaisa, die Landeszentrale für politische Bildung oder auch die Gedenkstätte Osthofen Zuschüsse zahlen. Jüngstes Beispiel für dieses Segment ist der Titel „Ausländische Zwangsarbeiter in Osthofen“, finanziert und herausgegeben von der Stadt Osthofen.</p>
<p>Der Abverkauf des für Worms wichtigen „Heimatjahrbuches der Stadt Worms“ hatte sich auf eine bestimmte Abnehmerzahl eingependelt, die sich nicht wesentlich änderte. Mit dem Jahrbuch 2011 gingen die Verkaufszahlen hoch, aber die Umsätze blieben gleich, weil inzwischen weniger Endkundenverkauf stattfindet. Interessenten kaufen vermehrt über Wiederverkaufsstellen.</p>
<p><strong>Umsatzentwicklungen</strong></p>
<p>In den letzten Jahren waren Quartalsumsätze im Verlag sehr wechselhaft verlaufen.            Die gesamte Buchbranche hat seit einigen Jahren erheblichen Umsatzrückgang, was im Vergleich zum Worms-Verlag bislang noch nie in deren Höhe war. Zwar verzeichnete auch der Worms-Verlag 2008 – 2010 Umsatzrückgänge, diese begründeten sich allerdings in Projekten wie z.B. dem „Rhein-Neckar-Führer“ der Metropolregion, der &#8211; da ausverkauft &#8211; im Folgejahr dann nicht mehr einen hohen Ausnahmeertrag bringen konnte. Solch scheinbare Rückgänge waren gewissermaßen keine eigentlichen Rückgänge.</p>
<p>Inzwischen läuft der Worms-Verlag sehr deutlich gegen den allgemeinen rückläufigen Trend der Umsatz- und Absatzentwicklung des Buchhandels. Seit dem 4.Quartal 2010 liegt der Verlag in Folge mit Umsatzplus komplett gegen den Trend. Im ersten halben Jahr 2011 hat der Worms-Verlag entgegen den Rückgängen der Branche sogar satte 60 % Umsatz zugelegt In der Buchhandelswelt haben nur die größten Verlage auch die großen Erfolge, davon ist der Worms-Verlag weit entfernt, aber die steigenden Umsätze zeigen, dass das Potential noch nicht ausgeschöpft ist und die Werbe- und Vertriebsmaßnahmen erfolgreich verlaufen.</p>
<p>Seit Sommer 2010 sind wir einer Verlagsauslieferung angeschlossen, was sich auch in zusätzlichen Abverkäufen niederschlägt.</p>
<p>Allein durch Produzieren verkauft sich noch nichts, es muss auch Werbung gemacht werden. Für 2012 ist vorgesehen den Werbeetat zu erhöhen, da dass eine Notwendigkeit darstellt. Das wäre aber immer noch im unteren Bereich der Werbeausgaben vergleichbarer Verlage.</p>
<p>Seit Herbst 2010 erstellen wir halbjährlich ein kleines Verlagsverzeichnis. Verlagsvorschauen  wie bei anderen Verlagen können wir nicht erstellen. Titel bei uns erscheinen – aufgrund Anfragen von fremdfinanzierten Kooperationen – mitunter ohne eingeplant zu sein oder verzögern sich. Seit Herbst 2011 kennzeichnen wir in unseren Verzeichnissen allerdings die Neuheiten. Der kleine Werbeetat erlaubt nur Werbeausgaben auf niedriger Ebene, allerdings werden seit 2010 auch gezielt wenige Anzeigen in Branchenfachzeitungen geschaltet und 2011 beteiligte sich der Verlag erstmals an einem Gemeinschaftsstand mit seinem Verlagsprogramm auf der Frankfurter Buchmesse.</p>
<p>Der Verlag ist im Internet <a href="http://www.worms-verlag.de/">www.worms-verlag.de</a> vertreten sowie im Web 2.0 auf den Social Media Seiten (Facebook, Twitter und Blogg).</p>
<p>Der Verlag beschäftigt keine Vertreter, die Buchhandlungen bereisen und den direkten Kontakt zum Sortiment pflegen. Eigene Vertreterreisen, die früher durchgeführt wurden, können zeitlich und personell nicht mehr geleistet werden.</p>
<p>Ein Verlag braucht gute branchenübliche Vertriebserfahrungen. Der Vertrieb ist nun mal im Verlag das A und O. Dadurch ist die Personalstelle durch einen erfahrenen Verlags- und Sortimentsbuchhändler ideal besetzt.</p>
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		<title>Rezensionen Heimatjahrbuch 2012</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 14:20:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wormsverlag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 21.11. erscheint das neue Heimatjahrbuch der Stadt Worms im Worms Verlag. Schon jetzt sind vorab die Buchvorstellungen im Netz zu lesen. Alle Titel sind bestellbar unter berthold.roeth@kvg-worms.de Worms und Region Günter Lindner: Schritt für Schritt mit einem Fußgänger auf Tour                    182 S. Li-Verlag 2011, ISBN 978-3-00-034567-8                              19,80 EUR            Als Fußgänger lässt uns Günter Lindner, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=281&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 21.11. erscheint das neue Heimatjahrbuch der Stadt Worms im Worms Verlag. Schon jetzt sind vorab die Buchvorstellungen im Netz zu lesen. Alle Titel sind bestellbar unter berthold.roeth@kvg-worms.de</p>
<p><strong>Worms und Region</strong></p>
<p><strong>Günter Lindner: Schritt für Schritt mit einem Fußgänger auf Tour</strong>                    182 S. Li-Verlag 2011, ISBN 978-3-00-034567-8                              19,80 EUR            Als Fußgänger lässt uns Günter Lindner, der von der Stadt Mainz die Gutenberg-Büste (die höchste Auszeichnung für kulturelle Verdienste) erhalten hat und die monatlichen Jour Fixe des Gutenbergmuseums initiierte, unsere Heimat Rheinhessen und Rheingau auf ganz ungewöhnliche abenteuerliche Art erleben. Die hier vorgestellten Touren sind keine gewöhnlichen Wanderwegbeschreibungen, sondern leben vom individuell Erlebten und den Begegnungen mit Menschen auf der Strecke. Sechs Wanderungen sind dargestellt und überaus reich bebildert. Einer der Touren führt von Bodenheim auch nach Worms. Günter Lindner wird 2012 im Nibelungenmuseum mit einem Lichtbildervortrag sein Buch vorstellen.</p>
<p><strong>Volker Gallè: Kunstreiseführer Rheinhessen – Kunst und Geschichte im Hügelland zwischen Worms und Bingen, Alzey und Mainz                                                                     </strong>455 S., Leinpfad 2010, ISBN 978-3-942291-03-3                                  24,00 EUR      Der einzigartige Kunstreiseführer ist nunmehr mit seiner 4.Auflage in den regionalen Leinpfad-Verlag übergegangen. Beginnend mit Worms führt Gallè durch Rheinhessen, seine Sehenswürdigkeiten, Persönlichkeiten, seine Sagen und Geschichte. Unverzichtbar für touristisches Reisen, aber auch eine umfangreiche Möglichkeit die Heimat neu zu erschließen.</p>
<p><strong>Heinz Stade / Thomas A. Seidel: Unterwegs zu Luther                                         </strong>268 S., geb., Wartburg 2011, ISBN 978-3-86160-196-8                      14,90 EUR             Worms und andere Städte rüsten sich für das Reformationsjubiläum 2017. Für nächstes Jahr plant der Worms Verlag eine überarbeitete Neuauflage der Lutherbroschüre für den Tourismus in Worms. Im Wartburg Verlag ist bereits in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Internationalen Martin Luther Stiftung ein Reiseführer zu 50 Lutherstädten erschienen. Der Europäische Tourismusverband unterstützt die Luthertour unter dem Namen „Stätten der Reformation e.V.“ mit großem Engagement.</p>
<p><strong>Sabine Kübler / Irmelin Dörnfeld u.a.: Stachelige Schönheiten                                Rosengärten in Frankfurt Rhein Main                                                            </strong>       146 S., Societäts Verlag 2011, ISBN 978-3-7973-1260-0                        14,80 EUR Herausgegeben von der Kulturregion RheinMain GmbH werden zwölf unterschiedliche Rosengärten portraitiert. Das Spektrum reicht von der wissenschaftlichen Rosensammlung im Botanischen Garten Mainz über adelige Gründungen wie im Schlosspark Kronau und auf der Rosenhöhe in Darmstadt, von Rosengärten in der Kuranlage in Bad Nauheim bis zur Sammlung alter Rosen am Rosenhang in Karben. Die Wormser Germanistin Ellen Bender fügt in einem Beitrag auch einen mythischen Rosengarten aus der Sagenwelt bei: Kriemhilds sagenhafter Rosengarten in Worms nach dem Rosengartenlied von 1250.</p>
<p><strong>Nibelungen</strong></p>
<p><strong>Das „Nibelungenlied“ und „Das Buch des Dede Korkut“                                         Imagines Medii Aevie – Interdisziplinäre Beiträge zur Mittelalterforschung         </strong>192 S., Reichert Verlag 2011; ISBN 978-3-89500-811-5              59,00 EUR               In Aserbaidschan fand 2009 ein interkulturelles Symposium des Vergleiches des Nibelungenliedes zur ältesten prä-osmanischen Heldendichtung Dete Korkut statt, die sich in der Staatsbibliothek Dresden befindet. Die nun veröffentlichten Beiträge stellen ein Novum für deutsche Forschungen zum Nibelungenlied dar. Behandelt wird neben dem Dede Korkut das römische Erbe im Nibelungenlied, das Nibelungenlied und die Zukunft der Germanistik im globalen Wettbewerb der Kulturen, die Strophik und Melodie des Nibelungenliedes, seine syntaktischen Strukturen, die narrativen Techniken und szenische Gestaltung, sprachliche Besonderheiten und natürlich die Parallelen beider Sagas.</p>
<p><strong>Kai Ehlers / Mario Bauch / Christoph Sträßner: Attil und Krimkilde                    Das tschuwaschische Epos zum Sagenkreis der Nibelungen                                 </strong>274 S., geb., Rhombos Verlag 2011, ISBN 978-3-941216-50-1            42,00 EUR          Attil und Krimkilte ist die Geschichte der tragischen, am Ende tödlichen Begegnung mit dem Hunnenzar Attila und seiner schönen Gefangenen Krimkilte, beide bei uns besser bekannt als König Etzel und die Burgunderkönigin Kriemhild. Ihre Geschichte wird hier erstmals aus östlicher, aus hunnischer Sicht erzählt. Der Russlandforscher Kai Ehlers entdeckte das Epos 1992 in den Truhen des tschuwaschischen Nationaldichters Mischi Juchma, wo es die Zeiten der stalinistischen Repression überstanden hatte. Das Epos wurde Jahrhunderte lang im tschuwaschischen Volk von Mund zu Mund weitergegeben und eröffnet uns einen unbekannten Einblick zum Sagenkreis der Nibelungen. Die Kulturen von Asien und Europa verbinden sich in miteinander verwobenen Mythen-, Helden- und Sagenwelt in einer gemeinsamen eurasischen Geschichte.</p>
<p><strong>Tobias Janz (Hrsg.): Wagners Siegfried und die (post-)heroische Moderne       </strong>378 S., Königshausen &amp; Neumann 2011 , ISBN 978-3-8260-4234-8     49,80 EUR    Thema eines Hamburger Symposiums war die Figur des Siegfried bei Richard Wagner. Eigentlich hätte Siegfried Parsifal werden sollen, aber der Held des Nibelungenliedes eignete sich in einer Zeit in der auch Friedrich Nietzsche seine Gedanken verfasste als bessere Figur für eine aufkommende Moderne. Alle Beiträge zu benennen wäre zu umfangreich, behandelt werden Heldenfiguren und die Charakteristik bei den Aufführungen Wagners. Für die Nibelungenforschung interessant sind Wagners Vorstellungen von den Nibelungen, die Einblicke in das Mittelalter-Gedächtnis des 19.Jahrhunderts erlauben.</p>
<p><strong>Gunter E. Grimm (Hg.): Nibelungen-Gedichte. Ein Lesebuch                               </strong>350 S., geb., Tectum 2011, ISBN 978-3-8288-2365-5                                 34,90 EUR     Prof. Dr. Gunter E. Grimm ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Duisburg-Essen und zudem ein Fachmann der Nibelungen-Rezeption. Das vorliegende Lesebuch versammelt Gedichte, die in irgendeiner Weise vom Nibelungenstoff handeln. Die Reihe der Autoren beginnt kurz nach der Wiederentdeckung des Nibelungenliedes durch Jacob Hermann Obereit 1755 mit Johann Heinrich Füssli und endet mit Franz Fühmann. Den Gedichten vorangestellt sind ausführliche Portraits der jeweiligen Autoren. Dr. Grimm hat mit dieser außergewöhnlichen Herausgabe eine wirkliche Lücke geschlossen, da es eine solche Sammlung bislang nicht gab. Auf Einladung der Nibelungenlied-Gesellschaft stellte er sein Buch während den Vorträgen zu den Nibelungenfestspielen 2011 im Nibelungenmuseum vor.</p>
<p><strong>Georg Dattenböck:                                                                                           Heinrich von Hag/Ofterdingen – Verfasser des Nibelungenliedes                            </strong>364 S., Verlag Traugott Bautz 2011, ISBN 978-3-88309-640-7                   35,00 EUR  Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der Tidrek-Saga und den Arbeiten von Ulrike Ritter, die in Mehring auf eine unbekannte alte Handschrift des Nibelungenliedes gestoßen war, versucht Dattenböck einmal mehr den Dichter ausfindig zu machen. Er vertritt dabei keinen dogmatischen Alleinvertretungsanspruch auf Wahrheit, sondern sieht seine akribische Dokumentation als Gedankenanstöße für die Forschung. Ein überaus umfangreiches Werk zur historischen Geschichte. Worms betreffend vermutet er, dass wenn sich die Urschrift des Liedes in der Bibliothek des Domes befunden hätte, sie mit dem großen Stadtbrand von 1689 verloren gegangen ist.            <strong>                                                                     </strong></p>
<p><strong>Bernd Frenz: Das  Blut der Nibelungen                                                                      </strong>306 S., Panini 2011, ISBN 978-3-8332-2255-9                                      12,95 EUR                   Fantasyautor Bernd Frenz erzählt die Nibelungensage aus einem völlig neuen Blickwinkel, in dem er die Draugur, die lebenden Toten aus der nordischen Mythologie in den Handlungsverlauf der Geschichte einbezieht. Im Roman wird der Niedergang der Burgunder in ungewohnter Form dargestellt. Es beginnt mit der Erschlagung des Drachen Fafnir durch Siegfried und die Burgunder wissen dass nun dunkle Zeiten anbrechen werden, denn die Legende besagt, dass jeder, der im Drachenblut badet, zum unbesiegbaren Gegner wird. Im Roman sind alle bekannten Charaktere der Nibelungensage enthalten. Siegfried ist auch hier der Held, der sich an der Seite der Burgunder als „Draugar-Schlächter“ den schrecklichen Horden entgegenstellt. Bernd Frenz liest 2012 im Nibelungenmuseum aus seinem Roman.</p>
<p><strong>Bernd Schumacher: Das Nibelungenkomplott                                                          </strong>210 S., KBV 2011, ISBN 978-3-942446-02-0                                             9,50 EUR          Bernd Schumacher ist Lehrer, Schriftsteller und Rockmusiker und las mit unterhaltsamen Liedermachereinschüben zum zehnjährigen Nibelungenmuseumsjubiläum aus seinem jüngsten Kriminalroman. Darin verwebt er auf mehreren Zeitebenen die Geschichte des Nibelungenliedes und der Tidreksage (aufgrund der manche Forscher den Ort der  Geschehnisse in der Eifel vermuten) mit einer aktuellen Kriminalgeschichte, die an Stoffe wie den „Da Vinici-Code“ von Dan Brown erinnern.</p>
<p><strong>Judith Merchant: Nibelungen Mord                                                                               </strong>386 S., knaur 2011, ISBN 978-3-426-50863-3                                             9,99 EUR     In einer sagenumwobenen Höhle des Siebengebirges, wo Siegfried einst den Drachen tötete, wird eine Frauenleiche gefunden. Inspirationsquelle für dieses komplizierte Verbrechen war das Nibelungenlied. Die Autorin, Germanistin und Dozentin für Literatur, lebt in Königswinter, wo die Nibelungengeschichte mit dem Schloss Drachenburg touristisch vermarktet wird. Auch die Eindrücke von der Nibelungen-Ausstellung der Universität Bonn haben sich vermengt und daraus entstand der Roman.</p>
<p><strong>Wiechmann / Mendez: Dietrich von Bern                                                           </strong>Cross-Cult 2011                                                                                        je 22,00 EUR Das herausragende Comic-Meisterwerk von Peter Wiechmann und Rafael Mendez liegt mittlerweile als dreibändige gebundene Gesamtausgabe vor. Der frühmittelalterlichen Tidrek-Saga wird hier mit kraftvoller Auslegung und unverwechselbaren Zeichenstil Gesicht und Gestalt gegeben. Mit epischer Wucht entführen die Bände in die geheimnisvolle Welt der überlieferten Heldenlieder. Zuletzt erschienen sind Bd. 2 „Verrat“ (ISBN 978-3-941248-98-4) und Bd. 3 „Rache“ (ISBN 978-3-941248-99-1)</p>
<p><strong>Francois Craenhals: Roland, Ritter Ungestüm                                                            </strong>Cross-Cult 2011                                                                                        je 29,80 EUR Nach über 30 Jahren ist die beliebte an Prinz Eisenherz erinnernde belgische Comic-Jugendserie mit neun Geschichten in einer opulenten dreibändigen Gesamtausgabe wieder erhältlich. Der Knappe Roland erlebt am Hofe des legendären König Artus fantastische Abenteuer, die ihn in alle Gebiete der damals bekannten Welt führen. Im Grunde versucht er dabei seinen Platz im Leben zu finden und der ehrbare und gerechte Mann zu werden, der er immer sein wollte. Aber auch das Herz von König Artus Tochter Gwendoline ist zu gewinnen. In einer der beliebtesten Ritterserie der 70er und 80er Jahre gibt es auch einen Charakter aus Worms. Der germanische Adelsmann Siegbert von Worms wird wegen seiner außergewöhnlichen Statur auch einfach der „Hüne von Worms“ genannt.</p>
<p><strong>Foster &amp; Murphy: Prinz Eisenherz                                                                              </strong>Bocola 2011                                                                                               24,90 EUR       Der Bocola-Verlag veröffentlicht seit einigen Jahren die Prinz Eisenherz-Comics von Hal Foster in einer digital überarbeiteten und den Originalfarben entsprechenden Edelausgabe. Da Foster 34 Jahre lang Woche für Woche das Epos gezeichnet hat und erst mit 78 Jahren die Weiterführung an John Cullen Murphy übergab hat sich der Verlag entschlossen die einzelnen Bände parallel herauszugeben. Mit Murphy hatte Foster einen würdigen Nachfolger gefunden. Aktuell liegt nun der dritte Band mit dem von Murphy gezeichneten Jahrgang 1975/1976 vor. (ISBN 978-3-939625-24-7)</p>
<p><strong>Martin Clauss: Die Salier                                                                                          </strong>CD, 78 Min., Auditorium Maximum 2011, ISBN 978-3-654-60199-1            12,90 EUR  Wer waren die Salier und was ist von ihnen geblieben? Martin Clauss bietet einen leicht verständlichen Überblick über die Zeit der Salier und ihre historische Bedeutung: vom sprichwörtlich gewordenen Gang nach Canossa bis zum Investiturstreit, der Trennung von Kirche und Staat (Wormser Konkordat 1122) bis zu den Anfängen einer deutschen Geschichte. Fundiert und kompakt. Hörbücher gibt es immer auch als gedrucktes Buch. In diesem Fall bei Primus Verlag für 14,95 EUR (ISBN 978-3-89678-844-3)</p>
<p><strong>Jörg Koch: Joseph Süß Oppenheimer, genannt „Jud Süß“                                Seine Geschichte in Literatur, Film und Theater                                                           </strong>154 S., WGB 2011, ISBN 978-3-534-24652-6                                              14,90 EUR Kurz vor den Nibelungenfestspielen 2011 zu „Jud Süß“ erschien diese Dokumentation des Frankenthaler Germanisten Dr. Koch, die ein differenziertes Bild des bekannten Stoffes bietet. Sie macht mit den historischen Fakten bekannt und behandelt die wichtigsten künstlerischen Bearbeitungen. Im Zentrum stehen dabei die Novelle von Wilhelm Hauff, der Roman von Lion Feuchtwanger und die Filme von Veit Harlan und Oskar Roehler. Die Novelle von Hauff ist vollständig im Buch enthalten. Das Schlusskapitel von Joern Hinkel, dem Regieassistenten von Dieter Wedel, widmet sich der Inszenierung bei den Nibelungenfestspielen 2011 in Worms.</p>
<p><strong>Harald Reinl &#8211; Der Regisseur, der Winnetou, Edgar Wallace und die Nibelungen ins Kino brachte. Eine Bio- und Filmografie                                                             </strong>194 S., geb., Reinhard Weber 2011, ISBN 978-3-9809390-9-6                26,00 EUR  Eine wunderbare Biografie des großen deutschen Kinoregisseurs, dem sich die komplette Filmografie seiner Werke von 1948 bis 1986 anschließt. Begonnen als Heimatfilmer wurde er vor allem bekannt durch Krimis wie Dr. Mabuse und die Edgar Wallace-Reihe, Winnetou wie auch „Die Nibelungen“. Durchgehend viele schwarz-weiß Fotos. Die Filmografie beschränkt sich aber nicht auf eine reine Auflistung. Zu jedem Film gibt es Hintergrundinformationen, Geschichten von den Schauspielern und den Dreharbeiten. Die Nibelungenfilme werden z.B. auf zehn Seiten abgehandelt.</p>
<p><strong>Wormser Autoren</strong></p>
<p><strong>Monika von Krogh: Eifelwind                                                                                    </strong>194 S., Rhein-Mosel-Verlag 2011, ISBN 978-3-89801-051-1                         9,90 EUR             Die in der Wormser Innenstadt lebende Autorin hat bereits mehrere Bücher verfasst. Ihr neuester Roman handelt von einer Familientragödie eines siebten Kindes das ganz anders ist und auch anders sieht als die Leute im Dorf. Sein Leben verläuft auch ganz anders als das anderer Menschen. Geboren 1921 erlebt er das Aufkommen des Nationalsozialismus und das was mit dem Angriff auf Polen Geschichte schreibt. Der literarisch anspruchsvolle spannende Roman reicht bis in die Nachkriegszeit.</p>
<p><strong>Klaus Fischer: Der Nibelungen Not , 1933 – 1945                                                      </strong>520 S., Battert-Verlag ,ISBN 978-3-87989-413-0                                         19,80 EUR  Die Mutter des Autors reiste 1929 nach Worms um hier die Fastnacht kennenzulernen und verliebte sich in einen Realschullehrer. Ein Jahr später kam Klaus Fischer in der Alzeyer Str. zur Welt. In dieser großen Biografie erzählt er aus dem Blickwinkel seiner Jugend in  spannender Weise wie die Wormser Nachfahren der Nibelungen die Zeit des Dritten Reiches erlebten und überlebten. Immer wieder greift er dabei auf die Nibelungendichtung des Mittelalters bis zu Wagners „Götterdämmerung“ zurück und stellt sie in Verbindung zur Erziehung der deutschen Jugend für den Heldentod des „geliebten Führers Adolf Hitler“.</p>
<p><strong>Zöhre Kurun: Ein Viertel des Lebens                                                                         </strong>146 S., Edition Araki 2011, ISBN 978-3-941848-08-5                             9,90 EUR  Zöhre Kurun ist eine Frau, die jeder in Worms zu kennen scheint aufgrund ihrer herzlichen Art mit der sie an ihrer früheren Arbeitsstelle am Info-Schalter im Media-Markt jeden, der hereinkam, begrüßte. Anfang des Jahres ist ihre autobiografische Geschichte erschienen. Nach einer unbeschwerten Kindheit in Anatolien wurde sie zur Familie in Deutschland geholt. Innerhalb der traditionellen Zwänge beginnt mit der ersten Monatsblutung ihre Entmündigung. Es schließt sich die Zwangsheirat an, aus der sie sich nach langem  Martyrium befreit. Zöhre Kurun hat mit den mittelalterlichen Strukturen ihrer Herkunft gebrochen, sie fühlt sich als Deutsche und lebt mittlerweile nach unseren westlichen Werten. Mehrfach und jedesmal gut besucht las sie aus ihrem Buch in Worms, tritt für die Rechte der Frauen ein und ist ein Vorbild für türkische Frauen geworden sich ebenfalls aus der Willkür solcher traditionellen Strukturen zu befreien.</p>
<p><strong>Steven O. Guth: Message Stone – Die Queste                                                           </strong>258 S., Edition Araki 2011    , ISBN 978-3-941848-11-5                              14,80 EUR                                                                                         Der frühere Wormser Buchhändler und Heimatjahrbuchautor Georg Dehn veröffentlicht in seinem Verlag in Leipzig den dreibändigen Mystery-Roman von Steven Guth aus Australien. In dieser Trilogie, die auf wahren Erlebnissen des Autors beruht, treten die Gestalten unter den Namen in ihrem realen Leben auf, was besonders denjenigen die sie kennen ein Vergnügen bereitet. Steven Guth, jüdischer Abstammung und in die magische Welt der australischen Traumzeit eingeweiht, reist im zweiten Band der Geschichte um den „Message Stone“, ein heiliger Stein der Zeit und Raum öffnet, nach Deutschland auf den Spuren des Holocaust und Nationalsozialismus. In Form eines Romans analysiert Guth dabei auch den politischen Kult des Nationalsozialismus als magisches Phänomen. Die spannende Handlung, weit besser noch als die einführende Geschichte  im ersten Band, führt durch Deutschland auf den Spuren einer machtbesessenen Elite, die ihrem Größenwahn ein ganzes Volk opferte. Beeindruckend dabei die emotionalen Schilderungen der Eindrücke an Orten wie Ausschwitz, den Externsteinen, der Wewelsburg oder Hitlers Hauptquartier. Der Roman ist bebildert mit Schwarz-Weiß-Fotos, die auch einige seltene Fotografien des Stadtarchives Worms aus der NS-Zeit enthalten.</p>
<p><strong>Susanne Bonn: Der Jahrmarkt zu Jakobi                                                                   </strong>336 S., Gmeiner 2008, ISBN 978-3-89977-766-6                                         12,90 EUR <strong>Susanne Bonn: Die Schule der Spielleute                                                                    </strong>334 S., Gmeiner 2010, ISBN 978-3-8392-1073-4                                         12,90 EUR Die Romane von Susanne Bonn sind mittelalterliche Krimis, die in Worms spielen. Die ermittelnde Hauptfigur ist die Spielfrau Alheit, die im ersten Roman im Jahre 1338 einen Mord an einem Gaukler in Lindenfels aufklärt. Ihr zweiter Roman handelt ein Jahr später 1339 wiederum in Worms, wo sich Fahrende aus allen Teilen Europas zusammenfinden um Wissen und Erfahrungen auszutauschen. Natürlich kommt es auch hier bald zur tödlichen Tragödie. Das mittelalterliche Worms macht sich gut als Schauplatz der historischen Kriminalromane. Susanne Bonn lebt im Odenwald und hat für ihre Romane im Stadtarchiv Worms genauestens historisch recherchiert. Die Spielmannsschule hat es tatsächlich gegeben.</p>
<p><strong>Mechthild Zimmermann / Regina Schleheck: Mordsmütter                                  </strong>  320 S., ViaTerra Verlag 2011, ISBN 978-3-941970-06-9                             14,95 EUR    Eine Anthologie mit Frauenkrimikurzgeschichten von 29 Autorinnen und Autoren, zu der auch die in Osthofen lebende Antje Fries den Beitrag „Unterer Totpunkt“ beigesteuert hat. Spannend und unterhaltsam zu lesende Geschichten von den bekannten Krimiautorinnen Sabine Deitmar und Ingrid Noll bis hin zu unbekannteren Schriftstellerinnen.</p>
<p><strong>Hartmut Keil / Hans-Peter Ranz: Kumm, geh fort!                                                    80 Anekdoten und Schwänke aus Worms                                                                   </strong>120 S., Iatros 2011, ISBN 978-3-86963-030-4                                             13,90 EUR  Der bekannte Wormser Mundart-Schreiber Hartmut Keil veröffentlicht zusammen mit Hans-Peter Renz Anekdoten und Schwänke mit Worms-Lokal-Bezug über Wormser Persönlichkeiten, die nicht in Vergessenheit geraten sollten. Das Buch ist – von Beispielsätzen abgesehen – nicht in Mundart verfasst und bereitet beim Lesen jede Menge Spass.</p>
<p><strong>Volker Gallè: Flügelschlag des Raben                                                                       </strong>94 S., Geest-Verlag 2010, ISBN 978-3-86685-274-7                                   11,00 EUR       Worms-Verlagsleiter und Kulturkoordinator der Stadt Volker Gallè ist auch als Mundartliedermacher viel unterwegs. Weniger bekannt sind seine Gedichte, die hier in einer Auswahl vorgestellt sind. Es sind keine eingängigen Werke, sie bedürfen des Innehaltens und emotionalen Einlassens. Gallè führt den Leser in eine reichhaltige Gedankenwelt, im Nachwort erläutert er seine Ansicht zu Poesie. Belehrend wird er in seinen Gedichten nie, wie zwei Beispielszeilen aufzeigen: „doch scheue ich den priester- und den herrenton. die freiheit will ich: frei sei jedermann!“</p>
<p><strong>John von Düffel: Goethe ruft an                                                                              </strong>324 S., Dumont 2011, ISBN 978-3-8321-9649-3                                          19,99 EUR  Der Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste ist in Worms vor allem durch seine Mitarbeit bei den Nibelungenfestspielen bekannt. Dort schrieb er u.a. „Das Leben des Siegfried“, die Verwechslungskomödie und neue freie Version des Stoffes. In der Literatur ist der Nicolas-Born-Preisträger vor allem aufgrund seiner Romane „Houweland“ und „Hotel Angst“ bekannt geworden. Sein neuer Roman ist nunmehr auch eine Komödie. Natürlich ruft nicht Goethe an, sondern ein Charakter der in der Literaturwelt das Format eines Goethe hat. Der Roman  ist eine rasante und charmante Jagd nach dem Geheimnis des Erfolgs.</p>
<p><strong>Max Otte: Stoppt das Euro-Desaster                                                                               </strong>50 S., Ullstein 2011, ISBN 978-3-550-08896-4                                               3,99 EUR     Der Professor für BWL an der FH Worms sah schon 2006 die globale Finanzkrise voraus und sein Buch „Der Crash kommt“ stand monatelang auf der Bestsellerliste. In dieser kleinen Streitschrift stellt er die von Hochfinanz und Politik verlogenen Diskussionen um Griechenland und den Euro vor und fordert klare Finanzregeln, die Staatsinsolvenzen zulassen und auch den Austritt aus der Euro-Zone ermöglichen. Vor allem fordert er die Beteiligung der Hochfinanz an der Behebung der von ihr selbst hervorgebrachten Krisen anstatt auf Bürgerkosten zu spekulieren und unser Geld und Land zu ruinieren.</p>
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		<title>Interkulturelle Buchneuheiten Liste 18</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 14:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wormsverlag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Bücherangebot Interkultur Liste 18   Alle angeführten Titel können Sie bestellen über Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH Von Steuben Str. 5, 67549 Worms, Tel. 06241-2000-314 e-mail: berthold.roeth@kvg-worms.de   Le Monde diplomatique: Atlas der Globalisierung: Das 20.Jahrhundert. Der Geschichtsatlas Pb., Taz-Verlag                                                                                        12,00 EUR Der zweite Titel der Reihe. Das 20.Jahrhundert zusammengefasst auf 102 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=278&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Bücherangebot Interkultur Liste 18</span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Alle angeführten Titel können Sie bestellen über<br />
Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH</strong></p>
<p><strong>Von Steuben Str. 5, 67549 Worms, Tel. 06241-2000-314</strong></p>
<p><strong>e-mail: </strong><a href="mailto:berthold.roeth@kvg-worms.de"><strong>berthold.roeth@kvg-worms.de</strong></a><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Le Monde diplomatique:</strong></p>
<p><strong>Atlas der Globalisierung: Das 20.Jahrhundert. Der Geschichtsatlas</strong></p>
<p>Pb., Taz-Verlag                                                                                        12,00 EUR</p>
<p>Der zweite Titel der Reihe. Das 20.Jahrhundert zusammengefasst auf 102 Seiten? Doch, das geht. Die thematischen Karten von Philippe Rakecewicz erläutern wieder sehr anschaulich Zusammenhänge und Entwicklungen der Globalisierung im 20.Jahrhundert: vom Zerfall der alten Reiche bis zu den Emanzipationsbewegungen des 20.Jahrhunderts, von der Russischen Revolution bis zum Nationalsozialismus, von den deutschen Kolonialkriegen in Afrika bis zur sowjetischen Besetzung Afghanistans, von der Funktechnik auf Kriegsschiffen bis zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Heimatkunde</strong></p>
<p><strong>28 Künstler aus 41 Ländern</strong></p>
<p>240 S., 100 farbige Abb., Hirmer Verlag 2011                                          34,90 EUR</p>
<p>Katalogbuch zur Ausstellung zum zehnjährigen Jubiläum des Jüdischen Museums Berlin. Zeitgenössische Künstler zeigen ihre Sicht auf Deutschland. „Gibt es eine kollektive nationale Identität?“, fragt das Jüdische Museum Berlin angesichts seines zehnjährigen Bestehens. Eine Antwort suchen 28 zeitgenössische Künstler aus unterschiedlichen Kulturen, die mit ihren Positionen unsere gegenwärtige Befindlichkeit als Bürger und Einwohner Deutschlands beschreiben und hinterfragen. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die deutsche Gesellschaft sichtbar verändert: Deutschland erkennt sich als Migrationsgesellschaft. Der globale Wandel produziert fundamentale Umwälzungen im Ökonomischen wie im Privaten. Religiöse und säkulare Denk- und Lebensweisen prallen aufeinander, Lebensräume verändern sich. Wie verweben Zugewanderte ihre mitgebrachte Kultur mit einer für sie neuen Realität? Wie verändert Zuwanderung sowohl die Migranten wie auch die Einheimischen? Alle im Katalogbuch präsentierten zeitgenössischen Arbeiten nähern sich diesen Fragen aus der subjektiven Sicht von Künstlern unterschiedlicher Herkunft, die in Deutschland leben bzw. lebten. Thematisiert werden zentrale Aspekte ihrer Wahrnehmungen, darunter persönliche und kollektive Erinnerungen, nationale Mythen und ihre Brechung, Sprache, Religion und die Erfahrung der Migration. Das Spektrum der vorgestellten Positionen umfasst Installationen, Video- und Filmarbeiten, Fotografie-Serien, Gemälde, Druckgrafik und Performances. Sechs Arbeiten von Arnold Dreyblatt, Via Lewandowsky und Durs Grünbein, Julian Rosenfeldt, Misha Shenbrot, Anny und Sibel Öztürk, Raffael Rheinsberg und Lilli Engel wurden eigens zu diesem Thema in Auftrag gegeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Margot Kässmann: Vergesst die Gastfreundschaft nicht</strong></p>
<p>48 S., Ullstein Streitschrift 2011 (erscheint am 10.10.)                                3,99 EUR</p>
<p>Die neue Streitschrift der Bestseller-Autorin, erscheint von ihr selbst gelesen zeitgleich als Hörbuch für 4,99 EUR.</p>
<p><strong>Kurt E. Becker :Minderheiten in Deutschland                                                       Assimiliert, integriert, diskriminiert? </strong><strong>Erster Band des Nibelungen-Forum           </strong>Pb., Worms Verlag 2011                                                                             19,90 EUR   <strong>                                                           </strong>Der Holocaust wirft seinen finsteren, langen Schatten auch in die deutsche Gegenwart. Das Verhältnis der Deutschen zu ihren Minderheiten bleibt, ob wir dies wollen oder nicht, über alle Zeiten hinweg durch die Nazi-Gräuel belastet. Die Hypothek unserer Vergangenheit ist untrennbar verbunden mit der je aktuellen Frage nach dem Verhältnis der Deutschen zu den hierzulande lebenden Minderheiten.Parallel zu den Nibelungenfestspielen Worms „Die Geschichte des  Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ ist dieser Titel erschienen und betrachtet das Thema Zuwanderung und Minderheiten aus ganz verschiedenen Blickwinkeln. Neben einem Befragungs- und Statistik-Teil bietet das Buch viele persönliche Schicksale, Lebenslinien und Sichtweisen von Bürgern. „Ein hoch interessantes Buch, das für jeden, der sich mit dem Themenkomplex beschäftigt, ein absolutes Muss darstellt“ (Gernot Kirch, Nibelungen-Kurier)<strong></strong></p>
<p><strong>Susanne Stemmler: Multikultur 2.0                                                        Willkommen im Einwanderungsland Deutschland                                               </strong>336 S., Wallstein 2011                                                                           19,90 EUR   Der aktuelle Sammelband von Susanne Semmler, Leiterin der Abteilung Literatur, Gesellschaft, Wissenschaft im Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ vermittelt mit 36 Beiträgen kritisch, anregend und vielstimmig die Lage der „Multikultur“ im Jahr 2011. Das Buch, quasi ein multikulturelles Update für Theorie und Praxis, macht klar, dass es keine einfachen Lösungen für die Herausforderungen moderner Gesellschaften geben wird, dass die real existierende Vielfalt widersprüchlich ist und der Dialog konfliktreich.</p>
<p><strong>Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab</strong></p>
<p><strong>Wie wir unser Land aufs Spiel setzen</strong></p>
<p>464 S., DVA 2010                                                                                       22,90 EUR</p>
<p>Der Sarrazin-Effekt wirkt offensichtlich bis heute. Mit 1,3 Millionen Exemplaren ist sein Buch September 2010 – also seit seinem Erscheinungstermin – das meistverkaufte Sachbuch.</p>
<p>Das Skandalbuch, das es in Windeseile schaffte, den Kulturteil der Zeitungen zu verlassen und als talkshowtauglich zu gelten. Thilo Sarrazin hat es für den Sachbuch-Markt vorgemacht. Nicht nur, weil er wochenlang die Plasbergs und Wills der Republik in Atem hielt, sondern weil seine statistikgesättigte Provokation einen gesellschaftlichen Nerv traf. Die künstlich erregte Debatte um Sarrazin zeigte zudem auch in Deutlichkeit auf, dass viele nicht zur Sofortvermarktung tauglichen Romane und Sachbuchtitel mittlerweile chancenlos sind. Wo kein Hype, da kaum Verkauf. Darum durchaus auch mal einen der weniger bekannten – hier gelisteten Titel – bestellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Haci Halil Uslucan: Dabei und doch nicht mittendrin</strong></p>
<p><strong>Die Integration türkischstämmiger Zuwanderer</strong></p>
<p>96 S., geb., Wagenbach 2011                                                                    14,90 EUR</p>
<p>31.Oktober 2011: 50 Jahre Deutsch-Türkisches Anwerbeabkommen: „Alles verstehen heißt nicht, mit allem einverstanden sein. Aber Verstehen ist die Voraussetzung, um überhaupt zu urteilen“. „Jetzt sind sie schon über 40 Jahre hier und können immer noch kein Deutsch“ – „Türken sind am schlechtesten integriert“, so oder ähnlich lauten die medial-populistischen Diagnosen zur gesellschaftlichen Integration der Menschen aus der Türkei, und selbst bei Zuwanderungsbefürwortern finden sich solche Vorurteile zuhauf. Haci Halil Uslucan, Wissenschaftler von hoher Reputation, hat viele Jahre Integrationsforschung betrieben. In seinem Buch fragt er zunächst, welche unterschiedlichen Motive zur Migration geführt haben, um die damit einhergehenden Anpassungsprozesse in der „neuen Heimat“ herauszuarbeiten. Und er fragt, wie eine Integrations- und Bildungspolitik aussehen muss, damit sie nicht – wie so oft in Deutschland – zum Scheitern verurteilt ist, sondern die Potentiale derjenigen entdeckt – und nutzt -, die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen sind. Uslucan thematisiert aber vor allem auch die Veränderungen in der Aufnahmegesellschaft, denn: Die Präsenz des „Anderen“, des vermeintlich „Fremden“, wirkt auf die „Einheimischen“ ein und löst bei ihnen Fragen nach der eigenen kulturellen Identität aus. Haci Halil Uslucan, geboren 1965 in Kayseri/Türkei, Grundschule in Kayseri, ab 1973 in Berlin; Lehre als Maschinenschlosser, Studium der Psychologie, Philosophie und Allgemeinen Literaturwissenschaft an der FU, Berlin; Diplom in Psychologie, Promotion in Literaturwissenschaft; Leiter verschiedener Studien, Vertretungsprofessuren; seit 2010 Leiter des Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung und Professor für Moderne Türkeistudien an der Universität in Duisburg-Essen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fatih Akin: Im Clinch</strong></p>
<p>256 S., Rowohlt 2011                                                                                24,95 EUR</p>
<p>Mehrere Monate haben Volker Behrens und Michael Töteberg Gespräche mit dem Regisseur Fatih Akin geführt. Mit bemerkenswerter und unverstellter Aufrichtigkeit erzählt Akin in erster Linie von der Entstehungsgeschichte seiner Filme und seinem Werdegang als Regisseur, aber auch von seiner Kindheit als Sohn türkischer Einwanderer in Hamburg. Dabei spricht er über eigene Fehler und Erfolge, über Integration, Identität und Globalisierung. „Im Clinch“ ist eine spannende Fundgrube für filminteressierte Leser, die Akins Filme bestenfalls kennen. Sie erfahren sehr viel über seine Arbeitsweise, seine Begeisterung für das Geschichtenerzählen und die nationale Filmlandschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Blätter für deutsche und internationale Politik  September 2011</strong></p>
<p>Blätter Verlag 2011                                                                                   9,50 EUR</p>
<p>u.a. Großbritannien – Riot oder Revolte, Hunger in Afrika – unsere Katastrophe, Somalia zwischen Bürgerkrieg und Hungersnot, Simbabwe – der ewige Mugabe?, Libyen: Dilemma der Intervention, Krise und Zukunft globaler Ordnungspolitik, Epochenjahr mit Fallstricken: Was die Arabellion dem Westen abverlangt und was sie ihm eröffnet, Palästina vor der Unabhängigkeit</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Blätter für deutsche und internationale Politik  Oktober 2011</strong></p>
<p>Blätter Verlag 2011                                                                                   9,50 EUR</p>
<p>u.a.: Demokratische Republik Kongo: Staat ohne Recht, Arabische Revolution: Meer und Sonne für Europa – ein neues Generationsprojekt, Afghanistan – der endlose Krieg, Festung Europa: Flüchtlingsschutz in Not, Der humanistische Zionismus</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Tahar Ben Jelloun: Arabischer Frühling</strong></p>
<p><strong>Vom Wiedererlangen der arabischen Würde</strong></p>
<p>128 S., Berlin Verlag 2011                                                                    10,00 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Peter Scholl-Latour: Arabiens Stunde der Wahrheit</strong></p>
<p><strong>Aufruhr an der Schwelle Europas</strong></p>
<p>430 S., Propyläen 2011 (erscheint am 10.10.)                                     24,99 EUR</p>
<p>Hochaktuell: Peter Scholl-Latour über die arabische Revolution. Zeitgleich als Hörbuch eine gekürzte Lesung auf 4 CDs für 19,99 EUR.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Lars Gaiser: Leben und Handeln im Kairorer Alltag</strong></p>
<p><strong>Sozialwissenschaftliche Analysen einer Gesellschaft im Umbruch</strong></p>
<p>604 S., geb., Dr. Ludwig Reichert  2011                                                    148,00 EUR</p>
<p>Unter dem Eindruck des politisch-gesellschaftlichen Diskurses infolge des 11.September 2001 und der Orientalismusvorwürfe von Seiten arabischer Intellektueller hat Lars Gaiser einen neuen handlungsorientierten Forschungsansatz entwickelt, den er am Beispiel der vier Alltagssituationen – Bildung ermöglichen – Nachbarschaft gewähren – Wohnraum beschaffen – sowie Wohnraum gewähren getestet hat. Durch die Analyse sämtlicher mit diesen Alltagssituationen verbundenen Handlungsoptionen und unter Verwendung zahlreicher Fallbeispiele verschafft er dem Leser einen Einblick in die disparaten gesellschaftlichen Verhältnisse in Kairo unmittelbar vor den Massenaufständen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Michael Axworthy: Iran. Weltreich des Geistes</strong></p>
<p><strong>Von Zoroaster bis heute</strong></p>
<p>320 S., geb., Wagenbach 2011                                                            24,90 EUR</p>
<p>Die Griechen zählten die Perser zu den kulturlosen Barbaren – aus reiner Eifersucht und Konkurrenzgefühlen, denn sie waren ihnen militärisch oft unterlegen. Trotzdem prägt diese Klassifizierung unser Geschichtsbild bis heute. Dabei ist der Iran ein Weltreich des Geistes von ungeahnter Vielfalt und anhaltender Bedeutung. Schon früh entwickelten sich dort ein ausgeklügeltes Handelssystem, eine differenzierte Religion und eine reichhaltige Literatur. Gerade die exponierte geografische Lage zwischen zwei Kontinenten führte historisch zu einem starken Einfluss auf Europa und Zentralasien. Der Autor unternimmt eine faszinierende Reise durch die Geschichte dieses unterschätzten Kulturlandes und lässt uns am Aufstieg und Niedergang der Dynastien genauso teilhaben wie an den wegweisenden Umwälzungen etwa der großen Revolution 1979 unter Khomeini. An vielen Beispielen – wie der Stellung der Frau, der hochentwickelten Medizin und Astronomie, des Seidenhandels und der Setzung juristischer Begriffe – zeigt er die Vorreiterrolle des Iran. Drei Jahrtausende Geschichte auf etwa dreihundert lesbaren Seiten zu komprimieren wäre schon ein beeindruckendes Kunststück bei einem weniger wildwuchernden Sujet als der Vergangenheit des Iran. Axworthys geschichtliche Entwirrung der Geschichte des Landes ist eine erstaunliche Leistung. Er führt in großem Bogen und zugleich detailreich durch drei Jahrtausende iranischer Kulturgeschichte. Ein längst fälliger Einblick in eine wenig bekannte Region. Axworthy war über mehrere Jahre lang Leiter der iranischen Abteilung des British Foreign Office. Er hat bereits zahlreiche Texte und Bücher zum Iran veröffentlicht und lehrt heute arabische und islamische Studien an der Universität von Exeter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Kosmos Verlag hat eine Reihe „21st Century Thrill“ mit brisanten Themen unserer Zeit für jugendliche Leser gestartet:</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Sam Mills: State of Terror</strong></p>
<p>352 S., Kosmos 2011                                                                          12,95 EUR</p>
<p>Ab 14 Jahre über Menschenrechte, Überwachungsstaat, Terrorismus</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Eric Walters: We all fall down</strong></p>
<p>208 S., Kosmos 2011                                                                          12,95 EUR</p>
<p>Ab 14 Jahre über die Terroranschläge vom 11.September 2001</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Michael Butter/Birte Christ/ Patrick Keller (Hrsg.)</strong></p>
<p><strong>9 / 11. Kein Tag, der die Welt veränderte</strong></p>
<p>169 S., Ferdinand Schöningh 2011                                                       16,90 EUR</p>
<p>Zehn Jahre nach den Terroranschlägen in New York und Washington D.C. ist es Zeit, Bilanz zu ziehen: Stellt der 11.September 2001 tatsächlich eine historische Wende dar?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Elmar Theveßen: Nine Eleven – der Tag der die Welt veränderte</strong></p>
<p>346 S., Ullstein 2011                                                                             19,90 EUR</p>
<p>Diese Sicht auf die Dinge deckt sich mit derjenigen, der meisten Beobachter – geht aber in einem Punkt über andere Darstellungen hinaus. Die Terrorzellen unter Führung von Mohammed Atta hätten die Türme des World Trade Center auch deshalb gewählt, um den gesamten New Yorker Finanzdistrikt rund um die Wall Street zu treffen. Ziel sei es auch gewesen, auf den internationalen Finanzmärkten Turbulenzen auszulösen. Auch wenn es gelang, eine finanzielle Katastrophe zu verhindern, sind die langfristigen ökonomischen Folgen desaströs. Die Kriege und Anti-Terror-Operationen im Gefolge des 11.September sind mitursächlich für die immense Schuldenlast der USA.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bernd Greiner: 9 / 11. Der Tag, die Angst, die Folgen</strong></p>
<p>280 S., C. H. Beck 2011                                                                        19,95 EUR</p>
<p>Diese ausgewogene Bewertung der Ereignisse bindet zahlreiche Originaldokumente wie etwa Cockpitprotokolle der entführten Flugzeuge ein und spiegelt damit durchaus die Dramatik der Ereignisse wider. Greiner räumt aber auch mit zahlreichen Legenden auf, die um „9/11“ gestrickt wurden.</p>
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<p><strong>Mathias Bröckers / Christian C. Walter: 11.9. – zehn Jahre danach</strong></p>
<p><strong>Der Einsturz eines Lügengebäudes</strong></p>
<p>320 S., Westend Verlag 2011                                                               16,99 EUR</p>
<p>Die beiden Journalisten melden erhebliche Zweifel an der offiziellen Version der Anschläge an – vor allem an dem „9/11“-Bericht der Regierungskommission. Zu viele Ungereimtheiten, sich widersprechende Zeugenaussagen, keine hieb- und stichfesten (Bild-)Beweise. Z.B.: Das von der US-Regierung präsentierte Video, in dem Osama Bin Laden sich zu den Anschlägen bekennt, enthält falsche Koranzitate, die dem „echten“ Al-Qaida-Chef nie über die Lippen gekommen wären.</p>
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<p><strong>Marcus B. Klöckner: 9 /11 – Der Kampf um die Wahrheit</strong></p>
<p>212 S., Heise Verlag 2011                                                                    16,90 EUR</p>
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<p><strong>Paul Schreyer: Inside 9 / 11 </strong></p>
<p><strong>Neue Fakten und Hintergründe zehn Jahre danach</strong></p>
<p>120 S., Kai Homilius Verlag 2011                                                             8,80 EUR</p>
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<p><strong>Gerhard Wisnewski: Operation 9/11 – Der Wahrheit auf der Spur</strong></p>
<p>480 S., knaur TB 2011                                                                           12,99 EUR</p>
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<p><strong>Stephanie Hoth: Medium und Ereignis</strong></p>
<p><strong>9/11 im amerikanischen Film, Fernsehen und Roman</strong></p>
<p>309 S., geb., Universitätsverlag Winter 2011                                        49,00 EUR</p>
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<p><strong>Kate Brooks: Im Licht der Dunkelheit</strong></p>
<p><strong>Ein fotografisches Tagebuch seit 9/11</strong></p>
<p>252 S., 100 Farbfotos, geb., Benteli Verlag 2011                                 49,80 EUR</p>
<p>Eine ergreifende Chronik der Ereignisse seit 9/11. Kurz nach dem 11.September 2001 brach die amerikanische Fotografin Kate Brooks, damals 23 Jahre alt, in die arabische Welt auf. Ihre Reise führte sie übere Pakistan und Afghanistan in den Irak, Iran, nach Gaza, in den Libanon, bis nach Ägypten und Libyen. Brooks Bilder zeigen sowohl die raue Schönheit als auch den schneidenden Schmerz einer konfliktgebeutelten Region.</p>
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<p><strong>Bernd Wohlgut: Afghanistan</strong></p>
<p><strong>30 Jahre Krieg am Hindukusch</strong></p>
<p>292 S., Pb., Shaker Media 2011                                                             24,90 EUR</p>
<p>Über die historische Entwicklung von 1979 bis 2009 mit Einsätzen und Hintergründen. Über Warlords, Gewalt, Erfolge und Fehler. Der Autor recherchierte eineinhalb Jahre und zeigt die Entwicklung von Afghanistan in den letzten 30 Jahren auf. Er beleuchtet die sowjetische Okkupation, den Bürgerkrieg und die Versuche der UNO, diesen zu stoppen, sowie die Herrschaft der Taliban. Detalliert zeichnet er den amerikanischen Sturm auf Afghanistan im Jahre 2001 nach und widmet sich den Problemen, welche das Land seither hat. Besonderes Augenmerk richtet er dabei auch auf die Warlords, die heute als Minister und Abgeordnete die Geschicke des Landes beeinflussen. Er liefert Hintergrundsinformationen zu den Interessen von Pakistan, Saudi-Arabien sowie den wirtschaftlichen und strategischen Interessen der Welt in dieser Region.</p>
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<p><strong>Götz Aly: Warum die Deutschen? Warum die Juden?</strong></p>
<p>Fischer Verlag 2011                                                                               22,95 EUR</p>
<p>„Der Holocaust hat seine Ursache im Sozialneid“ lautet die durchaus streitbare Kernthese von Götz Alys neuestem Buch. In seinem Essay begibt sich der Heinrich-Mann-Preisträger auf die Suche nach den Wurzeln des nationalsozialistischen Rassenwahns. Besprechungen gab es bereits in der „Zeit“, in der „Süddeutschen Zeitung“ und im „Stern“.</p>
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<p><strong>Hans-Georg Glaser: Warum denn nicht endlich Frieden?</strong></p>
<p><strong>Der israelisch-palästinensische Konflikt. Krisenzone Nahost</strong></p>
<p>134 S., Pb., Shaker Media 2011                                                            14,80 EUR</p>
<p>Mehr als ein Jahrhundert sind seit der 1. Alija – der ersten jüdischen Einwanderungswelle nach Palästina – 1882 – 1903 – vergangen, rund 60 Jahre nach der Gründung des Staates Israel und mehr als 30 Jahre nach dem Krieg von 1967. Und noch immer gibt es keinen Frieden. Wird es der neuen amerikanischen Administration unter dem Präsidenten Obama gelingen, einen „internationalen Konsens“ durchzusetzen? Die historische Rede des neugewählten USA-Präsidenten in Kairo unter dem Titel „Der Kreislauf der Verdächtigen und Zwietracht muss enden“, die nicht nur bei den Konfliktparteien im Nahen Osten, sondern in der ganzen Welt mit viel Zustimmung aufgenommen wurde, weckte neue Hoffnungen für die Fortsetzung des Friedensprozesses.</p>
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<p><strong>Uri Orlev: Ein Königreich für Eljuscha</strong></p>
<p>286 S., Gerstenberg 2011                                                                      16,95 EUR</p>
<p>Für Jugendliche ab 14 Jahre, aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler übersetzt. Die ergreifende Geschichte des großen israelischen Autors spielt zwischen 1941 und 1944 in einem Dorf in der Steppe von Kasachstan. Es ist nicht nur der Zufluchtsort für den jüdischen Jungen Eljuscha, sondern sein Paradies. Sein bester Freund wird ein moslemischer Junge. Als der Krieg endlich zu Ende ist, zieht es den Jungen und seine Mutter nach Palästina. Abschied und Neuanfang zugleich. Das Buch steht auf der Bestenliste für junge Leser vom Deutschlandfunk.</p>
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<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Boualem Sansal – Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2011</span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Die Bücher des algerischen Schriftstellers in deutscher Übersetzung:</span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2011 – Boualem Sansal</strong></p>
<p><strong>Hrsg: Börsenverein des Deutschen Buchhandels</strong></p>
<p>104 S., MVB Service 2011   (ab 31.10.2011 erhältlich)                           14,90 EUR</p>
<p>Boualem Sansal sitzt seit Wochen an seiner Rede, mit dem Ziel, dass sie auch über den Tag der Verleihung am 16.Oktober während der Frankfurter Buchmesse in der Frankfurter Pauslkirche hinaus ihre Wirkung behält – so wie es zum Beispiel auch bei den Reden von David Grossman, Susan Sonntag oder Saul Friedländer der Fall war, um nur einige zu nennen. Das schön gestaltete Buch wird dem gewichtigen Inhalt gerecht. Der Börsenverein ehrt mit der Verleihung den algerischen Schriftsteller, der als leidenschaftlicher Erzähler, geistreich und mitfühlend, die Begegnung der Kulturen in Respekt und wechselseitigem Verstehen befördert. Boualem Sansal gehört zu den wenigen in Algerien verbliebenen Intelektuellen, die offene Kritik an den politischen und sozialen Verhältnissen üben. Mit seinem hartnäckigen Plädoyer für das freie Wort und den öffentlichen Dialog in einer demokratischen Gesellschaft tritt er gegen jede Form von doktrinärer Verblendung, Terror und politischer Willkür auf. Dabei richtet sich sein Blick nicht nur auf die Heimat, sondern auf die ganze heutige Welt.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Der Schwur des Barbaren</strong></p>
<p>468 S., Pb., Merlin Verlag                                                                         18,90 EUR</p>
<p>Roman. Sansals Erstlingsroman: Unter dem Eindruck der Ermordung des algerischen Präsidenten Boudiaf (1992) und der politischen Realität des vom Bürgerkrieg gebeutelten Landes, in der die Islamisierung der Gesellschaft zunimmt, beginnt Sansal 1996 mit seinem ersten Roman „Der Schwur des Barbaren“. Die in der als Kriminalroman angelegten Geschichte offen geäußerte Kritik an der politischen Situation in Algerien veranlasst seinen Verlag, Sansal zu raten, den Roman unter Pseudonym zu veröffentlichen, was dieser jedoch ablehnt. In Frankreich wird der Roman mit großer Begeisterung aufgenommen. Sansal selbst wird mit der Veröffentlichung des Romans von seiner Arbeit im Ministerium beurlaubt.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Das verrückte Kind auf dem hohlen Baum</strong></p>
<p>280 S., geb., Merlin Verlag                                                                        23,00 EUR</p>
<p>2000 erscheint sein zweiter Roman. Die von der Kritik hoch gelobte Geschichte handelt von zwei Gefangenen, die in einer Zelle auf die Vollstreckung der Todesstrafe warten. Sie führen stellvertretend, über ihre unterschiedlichen Wertesysteme und Weltanschauungen hinweg, den Dialog zwischen der westlichen und nordafrikanischen Welt.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Erzähl mir vom Paradies</strong></p>
<p>280 S., geb., Merlin Verlag                                                                       22,90 EUR</p>
<p>Nach kritischen Äußerungen über den autokratischen Führungsstil des algerischen Präsidenten Bouteflika wird Sansal 2003 endgültig aus dem Staatsdienst entlassen. Es folgt im gleichen Jahr dieser Roman über eine Bar in Algier, in der allabendlich die Stammgäste zusammen kommen und sich in ihren Geschichten über Algerien gegenseitig übertreffen, wobei die Grenzen zwischen einem erträumten neuen Algerien und der Realität des alltäglichen Elends mit Machtmissbrauch, Korruption und Misstand immer mehr verwischen.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Harraga</strong></p>
<p>288 S., geb., Merlin Verlag                                                                       22,90 EUR</p>
<p>Der vierte Roman von Sansal ist eine Hommage an die Frauen Algeriens, in dem er die Isolation seiner beiden Hauptprotagonistinnen in der algerischen Gesellschaft beschreibt. So wird sein Roman zu einer Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau in einer islamisch geprägten Welt, in der es letztlich nicht um einen Konflikt der Weltreligionen, sondern um ein entschiedenes Handeln gegen überkommene Traditionen geht.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Postlagernd: Algier</strong></p>
<p><strong>Zorniger und hoffnungsvoller Brief an meine Landsleute</strong></p>
<p>84 S., Pb., Merlin Verlag                                                                            9,90 EUR</p>
<p>Ein Jahr nach dem Roman „Harraga“ folgt ein offener Brief, mit dem Sansal, weit über den algerischen Kontext hinaus, seine Forderung nach einer wahrhaftigen Demokratie formuliert, in der die Vision einer aufgeklärten Weltbevölkerung Gestalt annehmen könnte. Nach der Veröffentlichung werden seine sämtlichen Bücher in Algier auf den Index gesetzt. Trotz des politischen Drucks auf ihn entscheidet er sich, in seinem Heimatland zu bleiben.</p>
<p>Gefolgt von „Unser Herz schlägt in Tunis“, vier Essays und ein Interview zum arabischen Frühling. Sansals 2006 verfasster Brief an seine Landsleute mit dem Titel „Postlagernd: Algier“ prägte Hoffnung. Er ist eine Abrechnung mit den kollektiven Legenden: Nein, Algerien ist nicht arabisch, sondern ein Völker- und Sprachgemisch, seine Bewohner seien nicht von Natur aus, sondern allenfalls aus Überzeugung muslimisch – was den Autor und sein Werk im Land endgültig auf den Index brachte. Wieder aufgelegt und ergänzt mit aktuellem.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Das Dorf der Deutschen</strong></p>
<p>288 S., Pb., Merlin Verlag  2009                                                                  15,80 EUR</p>
<p>Sansals jüngster Roman erzählt von zwei in Frankreich aufgewachsenen algerischen Brüdern, die nach dem Tod ihrer Eltern mit der Nazi-Vergangenheit ihres deutschen Vaters konfrontiert werden. Sansal verbindet in der Geschichte die Tabuisierung der Shoah in der arabischen Welt mit der tristen Realität von Einwanderern in den europäischen Vorstädten. Der Roman löst bei seinem Erscheinen in Frankreich eine große Debatte aus, da Sansal die Methoden der Islamisten mit denen der Nationalsozialisten in Relation setzt. Seit der Veröffentlichung hat in Algerien der gesellschaftliche und politische Druck auf ihn zugenommen.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Literatur, kein Krieg</strong></p>
<p>Ein Filmportrait von Alain de Sèdouy</p>
<p>ARTE-DVD, 52 Min.</p>
<p>Die Leser von Sansal versuchen, seine in Algerien auf den Index gesetzten Bücher im Ausland zu kaufen oder bei den Buchhändlern im Lande, die es wagen, sie heimlich unter dem Ladentisch zu verkaufen. Kopien seiner Texte werden auch im Internet verbreitet, um mit ihnen über die Möglichkeiten eines demokratischen Wandels zu diskutieren. Mit Beginn der Demonstrationen und Demokratisierungsprozesse in der Arabischen Welt Ende 2010 wird Sansal auch im Ausland zu einem wichtigen Gesprächspartner. In zahlreichen Veröffentlichungen und Interviews unterstützt er die Reformbewegungen und warnt vor immer mehr an Einfluss gewinnenden fundamentalistischen Islamismus. Mit Skepsis setzt er sich auch mit dem aufkommenden arabischen Nationalismus auseinander, der den Weg zur Demokratie behindern könnte. Für seine Romane erhält Sansal neben dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels zahlreiche Auszeichnungen.</p>
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<p><strong>Fabien Didier Yene: Bis an die Grenzen. Chronik einer Migration</strong></p>
<p>280 S., geb., Drava Verlag 2011                                                          19,80 EUR</p>
<p>Europa, das gelobte Land – dort will der Autor hin und erzählt uns seine Geschichte einer Migration: vom Durchqueren der Wüste, von den Methoden der Schlepper, der allgegenwärtigen Angst vor Entdeckung, vom Scheitern und immer neuen Versuchen, endlich auf der „Zielgeraden“ anzukommen. Von verlorenen Illusionen, aber auch von Hoffnung, Freundschaft und Solidarität.</p>
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<p><strong>Ngugi wa Thiong`o: Herr der Krähen</strong></p>
<p>944 S., geb., A 1 Verlag 2011                                                                29,90 EUR</p>
<p>Ein fulminantes Epos, ein Märchen von der Wirklichkeit, eine Satire auf Diktatoren im fiktiven Staat Aburiria. Ein Burlesque auf politische Eliten, Gewalt, Korruption, Arm und Reich und die ganze Misere des geschundenen Afrika; geschrieben nicht in der Sprache der einstigen Kolonisatoren, sondern in Gikuyu; ohne Happy End, aber mit Hoffnung, gewitzt, intelligent und poetisch.</p>
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<p><strong>Chirikure Chirikure: Aussicht auf eigene Schatten</strong></p>
<p>120 S., dreisprachig, Verlag das Wunderhorn 2011                              18,90 EUR</p>
<p>Einer der wenigen Dichter, die in einer afrikanischen Sprache schreiben und trotzdem international wahrgenommen werden. Ein mehrsprachiger Band (Shona, Englisch und Deutsch) voller rhythmischer Gedichte, deren Thematik von Mythen bis hin zu Maschinengewehren reicht; eine Stimme, die eigen und anders ist.</p>
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<p><strong>Malla Nunn: Lass die Toten ruhen</strong></p>
<p>383 S., geb. , Rütten und Loening 2011                                                 19,95 EUR</p>
<p>Emanuel Cooper ist wieder da: Dieses Mal bekommt es der Ermittler im Südafrika der 1950er Jahre mit dem russischen und dem amerikanischen Geheimdienst zu tun. Und natürlich mit dem ganz alltäglichen Rassismus der noch jungen Apardheid, der schließlich aber zur Aufklärung von Coopers zweitem Fall beiträgt. Ein hochpolitischer, spannender und temporeicher Roman.</p>
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<p><strong>Imraan Coovadia: Gezeitenwechsel</strong></p>
<p>288 S., Verlag das Wunderhorn 2011                                                    24,80 EUR</p>
<p>Durban, Südafrika: Der indischstämmige Arzt Arif wurde ermordet. War er den Obrigkeiten des Landes ein Dorn im Auge, weil er einen afrikanischen Virusstamm von Aids erforscht hatte? Der Form nach ein Krimi, liefert „Gezeitenwechsel“ eine aufregende Innensicht in ein Land im Umbruch: Denn Coovadia erzählt jenseits üblicher Klischees von großen Themen wie Rassismus und Afrikanismus, von Aids und Organhandel.</p>
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<p><strong>Haley Tanner: Vaclav und Lena</strong></p>
<p>340 S., dtv 2011                                                                                     14,90 EUR</p>
<p>Roman. Eine Lüge, stärker als die Wahrheit. Vaclav, der Zauberer, liebt Lena, die kleine Lebenskünstlerin – bis sie eines Tages plötzlich verschwindet. Die mitreißende, märchenhafte Geschichte einer großen Liebe im russischen Immigrantenmilieu in Brooklyn, New York.</p>
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<p><strong>Liao Yiwu: Für ein Lied und hundert Lieder</strong></p>
<p><strong>Ein Zeitzeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen</strong></p>
<p>592 S., Fischer 2011                                                                               24,95 EUR</p>
<p>Dreißig Männer in einer Zelle, Hitze bis 40 Grad, Hunger, Madennester in verwahrlosten Mündern – das ist der Alltag für einen politischen Häftling wie Liao Yiwu in Chinas Gefängnissen. Der Dichter beantwortet das unfassbare Grauen mit der Klarheit seines Berichts, mit Komik, vor allem aber mit der Poesie seiner Gedichte. Ein Lebenswerk und ein Buch, das man nicht vergisst. Der Autor wurde nun mit dem Geschwister-Scholl-Preis 2011 ausgezeichnet, der vom Bayrischen Landesverband des Börsenvereins und der Stadt München vergeben wird.</p>
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<p><strong>Ai Weiwei: Macht euch keine Illusionen über mich</strong></p>
<p>478 S., Galiani Berlin 2011                                                                     19,90 EUR</p>
<p>Die über hundert kurzen Essays stammen aus Ais Blog „Schwachsinn ist gratis“, in dem er seit 2006 jeden Tag mindestens einen Text postete, bis die chinesische Regierung es am 28.Mai 2009 löschen ließ. Der Künstler äußert sich klug, präzise, humorvoll und oft drastisch zur chinesischen Gegenwartspolitik. Außerdem organisiert er die Untersuchung, die er organisierte, als über 1500 Kinder starben, weil ihre Schulen nicht erdbebensicher gebaut waren und eine Liste der Opfer fehlte. Ergänzt werden die Einträge durch Tweets und Interviews aus den letzten Jahren. Dass all diese Texte in gedruckter Form erhältlich sind, ist ein kleiner Sieg.</p>
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<p><strong>Anna Vovsova: Josef und Li</strong></p>
<p>320 S., Heyne 2011                                                                               12,99 EUR</p>
<p>Für Kinder ab 10 Jahre. Die elfjährige Li ist mit ihrer Familie nach Prag gekommen. Die Eltern wollen eine vietnamesische Teestube eröffnen. In der Wohnung über ihnen lebt Josef, Lis Mitschüler. Zwischen den Beiden entwickelt sich eine wunderbare Beziehung. In schwieriger Zeit erkennt Josef, dass Li die Einzige ist, die ihn versteht. Ein anrührender Jugendroman über Fremdsein, Familie und den Sieg einer Freundschaft. Das Buch steht auf der Bestenliste für junge Leser vom Deutschlandfunk.</p>
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<p><strong>Fransisco Goldman: Die Kunst des politischen Mordes</strong></p>
<p>512 S., Rowohlt 2011                                                                             24,95 EUR</p>
<p>Der Mord an dem guatemaltekischen Bischof Juan Gerardi im Jahr 1998 war für Goldman der Anlass, ein politisches Verbrechen Faser für Faser zu sezieren. Methodisch als investigativer Journalismus, inszeniert mit literarischen Mitteln. Am Ende steht das große, bitter-komische absurde Theater, die Realität als Groteske.</p>
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<p><strong>Hans-Georg Glaser: Ich habe den Schrei meines Volkes gehört</strong></p>
<p><strong>Lateinamerika und die Theologie der Befreiung</strong></p>
<p>82 S., Pb., Shaker Media 2011                                                                14,80 EUR</p>
<p>Lateinamerika ist seit jeher von einer starken Ungleichheit der Einkommen gekennzeichnet. Trotz einer leichten Verbesserung durch einige Jahre des Wirtschaftsaufschwungs und gestiegener öffentlicher Sozialausgaben in einigen Ländern wie Brasilien, Venezuela und Nicaragua blieben die Einkommensunterschiede sehr hoch. Die politischen Unruhen in Lateinamerika haben ihre Ursache vor allem in der schreienden Ungleichheit, basierend auf der ungerechten Verteilung des Grundbesitzes, die ein Erbe der 300-jährigen Kolonialherrschaft darstellt.</p>
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<p><strong>Maya, Inka und Atzeken – Was ist was, Band 130</strong></p>
<p>48 S., geb. Tessloff 2011                                                                        9,95 EUR</p>
<p>Die Welt der Maya, Inka und Azteken entdecken (Kinder- und Jugendbuch)</p>
<p>Als Hörbuch (ca. 60 Min.) ebenfalls erhältlich                                                    7,99 EUR</p>
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<p><em>Auch Dorling Kindersley startet eine ähnliche Reihe für Kinder und Jugendliche mit 50 Bänden „Memo – Wissen ist grün“, jeweils 72 S., geb. incl. Poster                  </em>9,95 EUR</p>
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<p><em><span style="text-decoration:underline;">Auswahl:</span></em></p>
<p><em><span style="text-decoration:underline;"> </span></em></p>
<p><strong>Bd. 8: Das alte Ägypten</strong></p>
<p><strong>Bd.28: Azteken, Inka und Maya</strong></p>
<p><strong>Bd. 34: Christentum</strong></p>
<p><strong>Bd.21: Das alte Griechenland</strong></p>
<p><strong>Bd.18: Indianer</strong></p>
<p><strong>Bd.11: Klimawandel</strong></p>
<p><strong>Bd.31: Mythologie</strong></p>
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<p><strong>Linda Polman: Die Mitleidsindustrie</strong></p>
<p><strong>Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen</strong></p>
<p>267 S., Campus 2010                                                                            19,90 EUR</p>
<p>Humanitäre Hilfe hat viele Seiten. Hier kommen die unbequemsten! Linda Polmans kritischer Bericht über den milliardenschweren Apparat der Nothilfe und die Frage ob sie Leid wirklich mindert – oder Krieg und Gewalt noch verlängert.</p>
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<p><strong>Stefan Bonner / Anne Weiss</strong></p>
<p><strong>Heilige Scheiße – Wären wir ohne Religion wirklich besser dran?</strong></p>
<p>258 S., TB, Bastei-Lübbe 2011                                                                  8,99 EUR</p>
<p>Jule glaubt an Gott, findet Kirche aber doof. Marc glaubt nicht, dass Dornbüsche sprechen, liest jedoch täglich sein Horoskop. Und Tobias denkt: Wenn Gott uns liebt, warum gibt es dann die Flippers? Wir können mit Religion nicht mehr viel anfangen und halten ALDI für glaubwürdiger als den Papst. Sonntägliche Gottesanbetung passt nicht mehr zum Lifestyle, und Gott hat bei Facebook nur 137 Freunde. Sind wir von allen guten Geistern verlassen? Die beiden Autoren nehmen Ahnungslose und Erleuchtete unter die Lupe und stellen fest: Immer mehr Menschen finden, dass sie auch als Heidenkinder einen Heidenspaß haben können. Wären wir denn ohne Religion wirklich besser dran? Witzig, intelligent, tabulos.</p>
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<p><strong>Alfons Schuhbeck: Meine Reise in die Welt der Gewürze</strong></p>
<p><strong>Von Marrakesch bis Istanbul: 150 neue Rezepte</strong></p>
<p><strong>Die Geschichte und die Heilkraft der Gewürze neu entdeckt</strong></p>
<p>384 S, geb., Zabert Sandmann 2011 (erscheint Ende Oktober)                24,95 EUR</p>
<p>Seit über zehn Jahren beschäftigt sich der bekannte Koch aus dem TV mit Gewürzen, und je mehr er über sie erfährt, desto größer wird seine Neugier nach den Anfängen und Heilkräften dieser Kostbarkeiten. Der große Erfolg seines ersten Gewürzbuches zeigte, dass er mit dieser Neugier nicht alleine ist. Für sein zweites Gewürze-Buch hat er sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt, ist auf Spurensuche gegangen und zu den Ursprüngen der Gewürze gereist. In Marrakesch, Damaskus, Jerusalem, Beirut und Istanbul hat er Menschen getroffen, die noch jahrhundertealtes Wissen vermitteln konnten, das in unserer heutigen Zeit oftmals unbeachtet oder sogar verloren gegangen ist. Gespräche mit einheimischen Köchen, Händlern, Apothekern und anderen haben ihn zu vielen neuen Rezepten inspiriert. Für das Wissen über Gewürze unerlässlich wird in diesem Buch auch erstmals über die faszinierende, kaum bekannte Kulturgeschichte und die Heilkraft der Gewürze zu lesen sein. Die Reiseberichte von Schuhbeck kann man auch online miterleben:</p>
<p><a href="http://www.gewuerzreise.de/">www.gewuerzreise.de</a></p>
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<p><strong>Florian Harms / Lutz Jäkel: Kulinarisches Arabien</strong></p>
<p><strong>Marokko – Tunesien – Libyen – Ägypten – Dubai – Jordanien – Syrien –Libanon</strong></p>
<p>272 S., geb., Umschau 2011 (erscheint im Oktober)                                29,90 EUR</p>
<p>Vollständig überarbeitete Sonderausgabe zum Spitzenpreis des gut geschriebenen und illustrierten Kochbuchs. Es liest sich so spannend wie sonst nur eine gute Reisebeschreibung.</p>
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<p><strong>Silvena Rowe: Granatapfel, Sumach &amp; Zitrusduft</strong></p>
<p><strong>Die schönsten Rezepte aus der orientalischen Küche</strong></p>
<p>254 S., AT Verlag 2011                                                                             24,90 EUR</p>
<p>War im August Kochbuch des Monats.</p>
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<p><strong>Puerto Ricanische Küche</strong></p>
<p><strong>Kochrezepte aus der kleinsten Insel der Großen Antillen</strong></p>
<p>128 S., Nader Asfahani Verlag Hamburg 2011                                           8,70 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Tapas</strong></p>
<p><strong>Kleine Geschichte der mediterranen Küche</strong></p>
<p>128 S., Pb., Umschau 2011                                                                       16,90 EUR</p>
<p>So schmeckt der Sommer – auch im Winter ! Über 100 raffinierte Rezepte für spanische Tapas, italienische Antipasti und arabische Mezze.</p>
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<p><strong>Yotam Ottolenghi: Genussvoll vegetarisch</strong></p>
<p><strong>Mediterran, orientalisch, raffiniert</strong></p>
<p>287 S., Dorling Kindersley 2011                                                              24,95 EUR</p>
<p>Glamouröse Gemüscheküche aus London</p>
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<p><strong>Tom Vandenberghe: Vietnam Street Food. </strong></p>
<p><strong>Kulinarische Reiseskizzen aus Hanoi und Vietnam</strong></p>
<p>208 S., Hädecke Verlag 2011                                                                   18,00 EUR</p>
<p>40 Originalrezepte aus den Straßenküchen Vietnams und dazu Geheimtipps und Adressen rund um die quirlige Hauptstadt Hanoi machen auch den zweiten Band der Reihe für kulinarische Globetrotter zu einem verführerischen Koch- und Reisebuch in einem.</p>
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<p><strong>David Thompson: Thai Food</strong></p>
<p>672 S., Collection Rolf Heyne 2010                                                         75,00 EUR</p>
<p>Opus Magnum zur Thai-Küche, vom renommierten Küchenchef aus Sydney.</p>
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<p><strong>Eine kulinarische Weltreise, 225 köstliche Rezepte</strong></p>
<p>384 S., 800 Fotos, National Geographic 2011                                         39,95 EUR</p>
<p>Dieses opulente Nachschlagewerk liest sich so genüsslich wie ein Fünf-Sterne-Menü. Durch seine vielfältigen Zutatenlisten und seine hochklassigen Fotos ist das Buch eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Aber bitte nicht mit leerem Magen durchblättern.</p>
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<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Bestelladresse: </span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Worms Verlag</strong></p>
<p><strong>Abt. Onlineshop</strong></p>
<p><strong>Kultur- und Veranstaltungs GmbH, </strong></p>
<p><strong>Von Steuben Str.5, 67549 Worms </strong></p>
<p><strong>Berthold Röth</strong><strong> Tel. 06241-2000-314 </strong></p>
<p><strong>e-mail: </strong><a href="mailto:berthold.roeth@kvg-worms.de"><strong>berthold.roeth@kvg-worms.de</strong></a><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wormsverlag.wordpress.com/278/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wormsverlag.wordpress.com/278/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wormsverlag.wordpress.com/278/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wormsverlag.wordpress.com/278/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wormsverlag.wordpress.com/278/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wormsverlag.wordpress.com/278/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wormsverlag.wordpress.com/278/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wormsverlag.wordpress.com/278/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wormsverlag.wordpress.com/278/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wormsverlag.wordpress.com/278/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wormsverlag.wordpress.com/278/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wormsverlag.wordpress.com/278/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wormsverlag.wordpress.com/278/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wormsverlag.wordpress.com/278/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=278&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Caterina Rust: Das Mädchen vom Amazonas, Lesung 6.10. in Worms</title>
		<link>http://wormsverlag.wordpress.com/2011/09/22/caterina-rust-das-madchen-vom-amazonas-lesung-6-10-in-worms/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 14:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wormsverlag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Catherina Rust, Das Mädchen vom Amazonas Meine Kindheit bei den Aparai-Wajana-Indianern &#160; Lichtbilder-Vortrag und Lesung aus dem gleichnamigen Buch &#160; Als Kind lebte Catherina Rust in Mashipurimo, einem Urwalddorf am Amazonas. Während ihre Eltern, beide Deutsche, die Lebensweise der Aparai-Wajana-Indianer erforschen, wächst sie wie ein Indianerkind auf. Ganz und gar im Einklang mit der Natur, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=276&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Catherina Rust, Das Mädchen vom Amazonas</strong></p>
<p><strong>Meine Kindheit bei den Aparai-Wajana-Indianern</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lichtbilder-Vortrag und Lesung aus dem gleichnamigen Buch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Als Kind lebte Catherina Rust in Mashipurimo, einem Urwalddorf am Amazonas. Während ihre Eltern, beide Deutsche, die Lebensweise der Aparai-Wajana-Indianer erforschen, wächst sie wie ein Indianerkind auf. Ganz und gar im Einklang mit der Natur, geborgen in den Ritualen einer steinzeitlichen Stammesgemeinschaft. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Angefangen hat alles mit den Fragen ihrer kleinen Tochter: Womit hast du als Kind am liebsten gespielt? Dann erzählt Catherina Rust, dass ihr Spielplatz der Urwald gewesen ist, dass sie an Lianen schaukelte und im lauwarmen, lehmigen, Rio Paru schwimmen lernte. Dass sie an guten Tagen Affeneintopf aß und an schlechten Piranhas, und dass sie das Brüllen des Jaguars bis heute im Ohr hat. Sie erzählt von ihrer ersten Sprache Aparai, in der es kein Wort für „Einsamkeit“ gibt, von Geisterdörfern und Tamoko-Ungeheuern und davon, wie die Indianer aus Mashipurimo zu ihrer Familie wurden, deren Lebensweise und Kultur zu ihrer eigenen…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn Catherina Rust heute an das Dorf am Fluss zurückdenkt, dann hat es ihr im Urwald an nichts gefehlt. Im Gegenteil. Obwohl das Leben fernab der westlichen Komfortzonen elementare Bedrohungen mit sich bringt, war es ein Paradies. Nirgendwo sonst hat sie mehr Nähe und Geborgenheit erlebt, und sie fragt sich heute, ob unsere mit Besitz-, Wohlstands- und Sicherheitsstreben einhergehende Selbstdefinition das einzig wahre Lebensmodell bieten kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Catherina Rust</strong>, geboren 1971 in Bonn, wuchs bis zu ihrem sechsten Lebensjahr bei den Aparai-Wajana-Indianern im brasilianischen Urwald auf, wo ihre Eltern ein ethnologisches Forschungs-projekt durchführten. Als erste Sprache lernte sie Aparai. Nach der Trennung der Eltern lebte sie bis zum 18. Lebensjahr mit der Mutter in den USA. Zurück in Deutschland, studierte sie Politik-wissenschaften, Ethnologie und Psychologie. Heute führt sie die Forschungen ihres Vaters weiter und wertet derzeit seine Sammlung aus, die bislang umfangreichste Dokumentation zur Kultur der Aparai-Wajana-Indianer. Catherina Rust lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Berlin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Veranstaltung des Nibelungenmuseum Worms im Rahmen der interkulturellen Woche am Donnerstag, 6.Oktober um 20 Uhr im Heylsschlösschen, Schlossplatz 1 (Nordportal Dom). Der Eintritt beträgt 10 EUR.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wormsverlag.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wormsverlag.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wormsverlag.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wormsverlag.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wormsverlag.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wormsverlag.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wormsverlag.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wormsverlag.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wormsverlag.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wormsverlag.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wormsverlag.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wormsverlag.wordpress.com/276/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wormsverlag.wordpress.com/276/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wormsverlag.wordpress.com/276/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=276&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Interkulturelle Buchneuheiten Liste 17</title>
		<link>http://wormsverlag.wordpress.com/2011/09/06/interkulturelle-buchneuheiten-liste-17/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 12:17:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wormsverlag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wormsverlag.wordpress.com/?p=271</guid>
		<description><![CDATA[Bücherangebot Interkultur Liste 17 Alle angeführten Titel können Sie bestellen über Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH Von Steuben Str. 5, 67549 Worms, Tel. 06241-2000-314 e-mail: berthold.roeth@kvg-worms.de   Frederic Delouche (Hrsg.): Das europäische Geschichtsbuch Von den Anfängen bis ins 21.Jahrhundert 450 S., geb., Klett-Cotta (erscheint im Oktober) Einführungspreis: 29,95 EUR, ab 1.4.2012: 34,95 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=271&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Bücherangebot Interkultur Liste 17</span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"><br />
</span></strong></p>
<p><strong>Alle angeführten Titel können Sie bestellen über<br />
Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH</strong></p>
<p><strong>Von Steuben Str. 5, 67549 Worms, Tel. 06241-2000-314</strong></p>
<p><strong>e-mail: </strong><a href="mailto:berthold.roeth@kvg-worms.de"><strong>berthold.roeth@kvg-worms.de</strong></a><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Frederic Delouche (Hrsg.): Das europäische Geschichtsbuch</strong></p>
<p><strong>Von den Anfängen bis ins 21.Jahrhundert</strong></p>
<p>450 S., geb., Klett-Cotta (erscheint im Oktober)</p>
<p>Einführungspreis: 29,95 EUR, ab 1.4.2012: 34,95 EUR</p>
<p>Das erste grenzüberschreitende Geschichtsbuch – von Europäern für Europäer. Fünfzehn Historiker aus dreizehn Ländern Europas legen das erste grenzüberschreitende Geschichtsbuch von europäischem Format vor. In ihrem herausragenden Werk verortet sich das alte und neue Europa historisch und entwirft seine Leitlinien für das 21.Jahrhundert.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Amnesty International Report 2011. </strong></p>
<p><strong>Zur weltweiten Lage der Menschenrechte</strong></p>
<p>559 S., S. Fischer 2011                                                                            14,95 EUR</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Le Monde diplomatique:</strong></p>
<p><strong>Atlas der Globalisierung: Sehen und verstehen, was die Welt bewegt</strong></p>
<p><strong>Taz-Verlag</strong></p>
<p>Geb., mit CD-ROM und herausnehmbarer Weltkarte                                23,00 EUR</p>
<p>Pb.-Ausgabe ohne CD-ROM, ohne Weltkarte                                           13,00 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Le Monde diplomatique:</strong></p>
<p><strong>Atlas der Globalisierung spezial: Klima</strong></p>
<p>Pb., Taz-Verlag                                                                                          10,00 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Le Monde diplomatique:</strong></p>
<p><strong>Atlas der Globalisierung: Das 20.Jahrhundert. Der Geschichtsatlas</strong></p>
<p>Pb., Taz-Verlag (erscheint am 27.September)                                          12,00 EUR</p>
<p>Der zweite Titel der Reihe. Das 20.Jahrhundert zusammengefasst auf 102 Seiten? Doch, das geht. Die thematischen Karten von Philippe Rakecewicz erläutern wieder sehr anschaulich Zusammenhänge und Entwicklungen der Globalisierung im 20.Jahrhundert: vom Zerfall der alten Reiche bis zu den Emanzipationsbewegungen des 20.Jahrhunderts, von der Russischen Revolution bis zum Nationalsozialismus, von den deutschen Kolonialkriegen in Afrika bis zur sowjetischen Besetzung Afghanistans, von der Funktechnik auf Kriegsschiffen bis zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Domenico Losurdo: Die Sprache des Imperiums</strong></p>
<p><strong>Ein historisch-philosophischer Leitfaden</strong></p>
<p>340 S., Papyrossa 2011                                                                               18,50 EUR</p>
<p>Wie jeder Krieg wird auch der weltweite „Kampf gegen den Terrorismus“ und für die „Verbreitung der Demokratie“ von einer besonderen Ideologie begleitet. Während die heutige Kriegsideologie die islamische Welt des „Terrorismus“, des „Fundamentalismus“ und des „blinden Hasses gegen den Westen“ bezichtigt, nimmt sie auch europäische Länder ins Visier. Deren ungenügender Eifer sei oftmals vorurteilsbedingtem und regressivem „Antiamerikanismus“ geschuldet. Und eine kritische Haltung gegenüber den USA als dem mächtigsten Verbündeten des Staates Israel beweise zugleich, dass die Alte Welt nach wie vor anfällig sei für „Antisemitismus“. Wie sonst wäre der hier grassierende „Philoislamismus“ zu erklären? Was soll man aber unter diesen Kategorien verstehen? Indem Losurdo, Professor für Philosophie, sie in ihren historischen und aktuellen Zusammenhang stellt, ordnet er die großen Konflikte unserer Zeit in eine breite Langzeitperspektive ein. Er schafft Klarheit über Schlüsselbegriffe, die im öffentlichen Diskurs nahezu unausweichlich geworden sind. <strong>Der Autor beschäftigt sich in diesem Buch auch mit Autoren wie Oriana Fallaci, auf deren Muslim-Feindlichkeit und Ideologie sich der rechtsradikale norwegische Attentäter Anders Breivik in seinem „Manifest“  umfangreich bezogen hatte. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab</strong></p>
<p><strong>Wie wir unser Land aufs Spiel setzen</strong></p>
<p>464 S., DVA 2010                                                                                       22,90 EUR</p>
<p>Der Beitrag am 22.Juli in der ZDF-Sendung „Aspekte“ hatte so hohe Wellen geschlagen, dass das Buch erneut in aller Munde ist. Fast 1,3 Millionen Exemplare sind verkauft. Spätestens nach den Attentaten in Norwegen auch als problematisch einzustufen.</p>
<p><strong>Kurt E. Becker :Minderheiten in Deutschland                                                       Assimiliert, integriert, diskriminiert? </strong><strong>Erster Band des Nibelungen-Forum           </strong>Pb., Worms Verlag 2011                                                                             19,90 EUR   Parallel zu den Nibelungenfestspielen Worms „Die Geschichte des  Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ ist dieser Titel erschienen und betrachtet das Thema Zuwanderung und Minderheiten aus ganz verschiedenen Blickwinkeln. Neben einem Befragungs- und Statistik-Teil bietet das Buch viele persönliche Schicksale, Lebenslinien und Sichtweisen von Bürgern. „Ein hoch interessantes Buch, das für jeden, der sich mit dem Themenkomplex beschäftigt, ein absolutes Muss darstellt“ (Gernot Kirch, Nibelungen-Kurier)<strong></strong></p>
<p><strong>Mehmet Gürcan Daimagüler: Kein schöner Land in dieser Zeit</strong></p>
<p><strong>Das Märchen von der gescheiterten Integration</strong></p>
<p>240 S., geb., Gütersloher Verlagshaus 2011 (erscheint Oktober)        19,99 EUR</p>
<p>Warum ich Deutschland liebe, aber die Deutschen hasse! – Eine Provokation. Geschlossene Gesellschaft: Warum die Integrationsdebatte verlogen ist. Die Integrationsbereitschaft der Türken scheitert an der fehlenden Integrationsoffenheit der Deutschen. Auf der Suche nach einer tragfähigen Leitkultur. Die Auflehnung gegen die Doppelmoral in Politik und Gesellschaft. Er ist ein Mann auf der Suche nach einem Platz zwischen den Kulturen. Er spricht besser Deutsch als viele Deutsche, ist besser ausgebildet, war in Harvard und Yale und zahlt mehr Steuern. Trotzdem fühlt er sich nicht integriert. Woran liegt das? Wie steht es wirklich um die Integration von „Mitbürgern mit Migrationshintergrund?“ in Deutschland? Mehmet Daimagüler ist kein weinerlicher „Mich-hat-keiner-lieb“-Typ, sondern ein intelligenter, gebildeter und kämpferischer Mensch – ein „Paria mit Selbstbewusstsein“ -, der nichts weiter möchte, als in dem Land akzeptiert und geachtet zu werden, in dem er aufwuchs, in dem er seine Wurzeln hat, das seine Heimat ist. Doch dieses Land in der Mitte Europas ist dafür nicht geschaffen. In provokativen Thesen analysiert Daimagüler seine Situation und die vieler anderer. Eine Lösung scheint nicht in Sicht: Eigentlich müsste er – wie viele andere auch – seiner feindlichen Heimat den Rücken kehren. Aber genau das will er nicht. Deshalb hat er dieses Buch geschrieben, in dem er die Entwicklung einer tragfähigen deutschen Leitkultur einklagt. Mehmet Gürcan Daimagüler wurde 1968 als Sohn türkischer Gastarbeiter geboren, studierte Jura, Romanistik und VWL in Bonn und Harvard. Gastprofessur an der Yale University, vom Weltwirtschaftsforum in Davos als „Young Global Leader“ ausgezeichnet. Mehmet Daimagüler engagiert sich für den interreligiösen Dialog, insbesondere zwischen Juden und Muslimen. Er ist auch „German-Israeli Young Leader“ der Bertelsmann-Stiftung und war Mitglied im Bundesvorstand der FDP. Damit war er noch vor seinem WG-Partner Cem Özdemir der erste Türkischstämmige, der in das oberste Beschlussgremium einer deutschen Partei gewählt wurde. Seit seinem Austritt aus der FDP arbeitet Daimagüler als Rechtsanwalt in Berlin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)</strong></p>
<p><strong>Wer gehört dazu?</strong></p>
<p><strong>Zugehörigkeit als Voraussetzung für Integration</strong></p>
<p>256 S., Pb., Bertelsmann Stiftung 2011                                                   25,00 EUR</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Matthias Deiß / Jo Gold: Ehrenmord – ein deutsches Schicksal</strong></p>
<p>256 S., Pb., Hoffmann &amp; Campe 2011                                                   18,99 EUR</p>
<p>Das Buch erinnert an die 2005 Jahren erschossene Hatun Sürücü, die als alleinerziehende Mutter (von ihren Eltern mit 16 Jahren ohne Abschluss aus der Schule genommen und verheiratet wurde) selbstbestimmt leben wollte. Nach dem Scheitern der arrangierten Ehe in der Türkei wurde die schwangere Frau zunächst von ihrer Familie im Berlin-Kreuzberg aufgenommen, aber akzeptierte nicht die schrittweise Emanzipierung. Hatun zog mit ihrem kleinen Sohn in ein Mutter-Kind-Heim, holte ihren Schulabschluss nach und begann eine Ausbildung zur Elektroinstallateurin. Die kurdischstämmige Deutsche wurde mit 23 Jahren von einem ihrer Brüder auf offener Straße in Berlin erschossen. Dieser Mord trug zu einer heftigen „Integrationsdebatte“ bei. Die beiden Journalisten haben u.a. den inhaftierten Bruder, wie auch in Istanbul einen weiteren mit internationalem Haftbefehlt gesuchten weiteren Bruder interviewt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Haci Halil Uslucan: Dabei und doch nicht mittendrin</strong></p>
<p><strong>Die Integration türkischstämmiger Zuwanderer</strong></p>
<p>96 S., geb., Wagenbach 2011  (erscheint im September)                     14,90 EUR</p>
<p>31.Oktober 2011: 50 Jahre Deutsch-Türkisches Anwerbeabkommen: „Alles verstehen heißt nicht, mit allem einverstanden sein. Aber Verstehen ist die Voraussetzung, um überhaupt zu urteilen“. „Jetzt sind sie schon über 40 Jahre hier und können immer noch kein Deutsch“ – „Türken sind am schlechtesten integriert“, so oder ähnlich lauten die medial-populistischen Diagnosen zur gesellschaftlichen Integration der Menschen aus der Türkei, und selbst bei Zuwanderungsbefürwortern finden sich solche Vorurteile zuhauf. Haci Halil Uslucan, Wissenschaftler von hoher Reputation, hat viele Jahre Integrationsforschung betrieben. In seinem Buch fragt er zunächst, welche unterschiedlichen Motive zur Migration geführt haben, um die damit einhergehenden Anpassungsprozesse in der „neuen Heimat“ herauszuarbeiten. Und er fragt, wie eine Integrations- und Bildungspolitik aussehen muss, damit sie nicht – wie so oft in Deutschland – zum Scheitern verurteilt ist, sondern die Potentiale derjenigen entdeckt – und nutzt -, die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen sind. Uslucan thematisiert aber vor allem auch die Veränderungen in der Aufnahmegesellschaft, denn: Die Präsenz des „Anderen“, des vermeintlich „Fremden“, wirkt auf die „Einheimischen“ ein und löst bei ihnen Fragen nach der eigenen kulturellen Identität aus. Haci Halil Uslucan, geboren 1965 in Kayseri/Türkei, Grundschule in Kayseri, ab 1973 in Berlin; Lehre als Maschinenschlosser, Studium der Psychologie, Philosophie und Allgemeinen Literaturwissenschaft an der FU, Berlin; Diplom in Psychologie, Promotion in Literaturwissenschaft; Leiter verschiedener Studien, Vertretungsprofessuren; seit 2010 Leiter des Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung und Professor für Moderne Türkeistudien an der Universität in Duisburg-Essen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>SAPHIR 7/8. Religionsbuch für junge Muslime</strong></p>
<p>216 S., Kösel 2011                                                                                 14,99 EUR</p>
<p>Ende August erscheint der zweite Band der deutschsprachigen Schulbuchreihe für muslimische Schülerinnen und Schüler und steht dem Schuljahr 2011/2012 zur Verfügung. Saphir 7/8 ist dann in NRW, Niedersachsen und Bayern als lernmittelfreies Unterrichtswerk zugelassen. Saphir ist die erste deutschsprachige Unterrichtsreihe für Islamkunde bzw. Islamischen Religionsunterricht in Deutschland. Saphir informiert über den islamischen Glauben und seine Praxis in Deutschland. Dadurch fördert es die Beheimatung der jungen Musliminnen und Muslime in der Schule und ihre Integration in Deutschland. Hinweise zur Schulbuchreihe, Leseproben und ausführliche Informationen zu den Herausgeberinnen finden sich auch unter <a href="http://www.koesel.de/">www.koesel.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>SAPHIR 5/6. Religionsbuch für junge Muslime</strong></p>
<p>192 S., Kösel 2008                                                                                14,99 EUR</p>
<p>Die interreligiöse Arbeitsstelle INTRA (Reinhard Kirste) schrieb dazu: „Endlich! So möchte man sagen, denn mit Saphir 5/6 ist endlich ein Religionsbuch für islamische SchülerInnen der 5. und 6. Klasse auf dem Markt, das sich nicht nur sehen lassen kann. Vielmehr entspricht es den Standards, die mit den religionspädagogischen Konzeptionen in evangelischen und katholischen Religionsbüchern schon lange gesetzt sind.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Materialdienst der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen</strong></p>
<p><strong>Ausgabe 8/2011                                                                                      </strong>2,50 EUR</p>
<p>u.a. „Was ist vehemente Islamkritik – Gegen die Verwilderung der Streitkultur“, „Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt – Empfehlungen für einen Verhaltenskodex“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Patrick Bahners: Die Panikmacher</strong></p>
<p><strong>Die deutsche Angst vor dem Islam. Eine Streitschrift</strong></p>
<p>320 S., geb., C.H. Beck Verlag                                                                  19,95 EUR</p>
<p>Thilo Sarrazin hatte sein Buch veröffentlicht mit Thesen wie einem jüdischen Gen und der „Produktion von Kopftuchmädchen“. Patrick Bahners, Feuilletonchef der FAZ, bezieht die Gegenposition zu Sarrazin, ohne sich explizit mit ihm auseinanderzusetzen. Im Zentrum seines Buches dagegen steht Necla Kelek mit ihren Büchern „Die fremde Braut“ und „Die verlorenen Söhne“. Panik oder deutsche Angst bereitet diese Autorin allerdings nun wirklich nicht. Es wird zu wenig differenziert zwischen Autoren die kritische Themen des Islam aufgreifen, selbst der Vertreter des Euro-Islam Bassam Tibi wird da aufgeführt. Auch er ist sicherlich kein „Panikmacher“. Bei näherem Hinsehen erweist sich dieser „Anti-Sarrazin“ dadurch leider etwas mangelhaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Michael Thumann: Der Islam-Irrtum</strong></p>
<p><strong>Europas Angst vor der muslimischen Welt</strong></p>
<p>330 S., Eichborn 2011                                                                             32,00 EUR</p>
<p>Spätestens seit dem 11.September neigt der Westen dazu, den Islam fälschlicherweise in erster Linie mit Terroranschlägen und Gewalt in Verbindung zu bringen. Der Autor zeigt auf, dass das nicht ausreicht. Es handelt sich dabei nicht um ein Plädoyer für mehr Toleranz gegenüber dem Islam, sondern um ein sehr persönliches Buch. Er besucht Hisbollah und Hamas, geht auf die Ängste des Westens (Kopftuch) ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wolf Ahmed Aries: Der christlich-islamische Dialog</strong></p>
<p><strong>Chancen und Grenzen</strong></p>
<p>214 S., Tectum 2011                                                                                24,90 EUR</p>
<p>Aries, Mitbegründer der Gesellschaft Muslimischer Sozial- und Geisteswissenschaftler, als Deutscher im christlichen Glauben aufgewachsen und seit Jahren Muslim plädiert für den Dialog zwischen Christen und Muslimen. Barrieren abbauen lautet seine Grundforderung. Und das gilt für den Westen wie auch für die arabische Welt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Khaled Hroub: Hamas – Die islamische Bewegung in Palästina</strong></p>
<p>256 S., Pb., Palmyra 2011                                                                       17,90 EUR</p>
<p>Zur großen Überraschung gewann die Hamas im Jahr 2006 die Wahlen zur Palästinensischen Nationalbehörde. Das vorliegende Buch behandelt die Geschichte und politische Entwicklung der Organisation mit all ihren entscheidenden Aspekten, die sie seit ihrer Gründung bestimmt haben. Es möchte damit der verzerrten und einseitigen Darstellung und Wahrnehmung dieser palästinensischen Widerstandsbewegung, die in der westlichen Welt meist nur als „Terrororganisation“ bezeichnet wird, entgegenwirken. Das Buch ist jedoch keine Verteidigungsschrift für die Hamas. Es bleibt vielmehr dem Leser überlassen, sich eine eigene Meinung zu bilden. In einer informativen Frage-Antwort-Form behandelt der Autor im Einzelnen: die Geschichte und religiöse Haltung der Hamas, ihre politische Programmatik, Strategie und Organisationsstruktur, ihre weitreichendes soziales Engagement, ihre Stellung gegenüber anderen palästinensischen Organisationen, die kritische Frage der Selbstmordattentate (die für viele fast synonym für die Hamas stehen), ihre Haltung zum Staat Israel sowie die Frage, ob mit der Hamas ein Frieden zwischen Israel und den Palästinensern möglich ist. Dabei wird deutlich, wie die Organisation durch die israelische Besatzungspolitik in den palästinensischen Gebieten und das Scheitern des 1993 initiierten Osloer Friedensprozesses immer mehr an Bedeutung gewann. Der Einfluss der Hamas in Palästina führt den Autor zu dem Schluss, dass der Westen sich ernsthafter mit ihr auseinandersetzen muss, wenn ein Frieden verwirklicht werden soll. Hroubs Buch liefert somit einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der aktuellen Situation im Nahostkonfllikt. Interessant, kenntnisreich und völlig konträr was im Westen über die Hamas gedacht wird, meisterhafte Darstellung der Geschichte und Ideologie der Hamas. Khaled Hroub, geboren 1965, stammt aus einem palästinensischen Flüchtlingslager in Bethlehem. Er ist Direktor des Arabischen Medienprojektes an der Universität in Cambridge. Zudem arbeitet er als Journalist für den Fernsehsender „Al-Jazira“.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Postlagernd: Algier</strong></p>
<p>84 S., Pb., Merlin Verlag                                                                            9,90 EUR</p>
<p>Der diesjährige Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels gehört zu den wenigen Intellektuellen, die ihrem Land Algerien noch nicht den Rücken gekehrt haben. In seinem bereits 2006 erschienenen Brief „Postlagernd: Algier“ an seine Landsleute rechnet er mit den dortigen Machthabern ab und analysiert zugleich treffend die politische Lage in Algerien.</p>
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<p><strong>Karim El-Gwahary: Tagebuch der arabischen Revolution</strong></p>
<p>240 S., Kremayr &amp; Scheriau 2011                                                          22,00 EUR</p>
<p>Der Autor ist hautnah an den gegenwärtigen Umbrüchen: Der Sohn einer deutschen Mutter und eines ägyptischen Vaters leitet das Nahostbüro des ORF in Kairo. El Gwahary hat über sämtliche Nachrichtenkanäle vom Aufstand in Ägypten berichtet und legt nun sein Tagebuch der arabischen Revolution in Buchform vor. Es nimmt die Leute noch einmal mit nach Tunis, Kairo und Libyen, führt ihnen die unruhigen Monate plastisch vor Augen.</p>
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<p><strong>Kristina Bergmann: Tausendundeine Revolution</strong></p>
<p><strong>Die arabische Welt im Umbruch</strong></p>
<p>150 S., Lenos 2011                                                                                14,90 EUR</p>
<p>Die Journalistin Bergmann hat ein Kaleidoskop von Eindrücken gesammelt. Als „NZZ“-Korrespondentin für den Nahen Osten hat sie Stimmen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen und Schichten zusammengetragen – Junge und Alte, Männer und Frauen, Christen und Muslime bekommen eine authentische Stimme. Was die Gruppierungen eint, ist der Protest gegen das Mubarak-Regime.</p>
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<p><strong>Judith Hornok: Moderne arabische Frauen</strong></p>
<p><strong>Die neue Generation der Vereinigten Arabischen Emirate</strong></p>
<p>160 S., Molden 2011                                                                                22,99 EUR</p>
<p>Kommunikationsexpertin Hornok, die für Unternehmen Cross-Culture-Seminare gibt, hat den Fokus auf die neue Generation der Frauen in den Arabischen Emiraten gelegt. In vielen Gesprächen mit ihnen arbeitet sie heraus, wie sie denken, wie ihre Karrieren verlaufen, welche Veränderungsprozesse im Gang sind.</p>
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<p><strong>Frank Nordhausen / Thomas Schmid: Die arabische Revolution</strong></p>
<p><strong>Demokratischer Aufbruch von Tunesien bis zum Golf</strong></p>
<p>216 S., Ch. Links Verlag 2011                                                                   16,90 EUR</p>
<p>Einen weniger unmittelbaren, distanzierten Blick auf die Ereignisse in Nordafrika wirft dieser Sammelband, in dem Politologen, Historiker und Journalisten jeweils kapitelweise eines der Länder der arabischen Welt behandeln. Detailliert werden die zahlreichen Verflechtungen dargestellt, die das Themenfeld so komplex werden lassen: Religiöse, wirtschaftliche und territoriale Ansprüche bilden eine schwer trennbare Einheit. Trotzdem erscheint jedes Land als Sonderfall, sei es Syrien, Marokko oder Saudi-Arabien.</p>
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<p><strong>Roland Merk: Arabesken der Revolution</strong></p>
<p><strong>Zornige Tage in Tunis, Kairo…</strong></p>
<p>176 S., Edition 8 2011                                                                                  17,80 EUR</p>
<p>Schriftsteller, Filmemacher und andere Intellektuelle aus Tunesien und Ägypten werfen einen mal persönlichen, mal kritisch-analytischen Blick auf ihre Heimatländer.</p>
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<p><strong>Bernhard Schmid: Die arabische Revolution?</strong></p>
<p><strong>Soziale Elemente und Jugendprotest in den nordafrikanischen Revolten</strong></p>
<p>120 S., Edition Assemblage 2011                                                                  9,80 EUR</p>
<p>Bewegt hat sich in Tunesien und Ägypten zunächst einmal die Jugend. Von einer „Facebook-Revolution“ war nicht selten die Rede. Der Autor nimmt keine oberflächliche Bestandsaufnahme vor; ihm geht es zugleich um eine Herleitung der Revolution aus der Geschichte, um die historischen Wurzeln des Islamismus und um die disparaten Interessen der Revolutionäre. Nicht zuletzt weist er auf die Tatsache hin, dass der eine oder andere Diktator von westlichen Staaten nicht nur geduldet, sondern aktiv unterstützt wurde.</p>
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<p><strong>Michael Lüders: Die arabische Revolution</strong></p>
<p><strong>Ein Aufstand erschüttert die Welt</strong></p>
<p>240 S., C. H. Beck 2011                                                                               19,95 EUR</p>
<p>Gründlich analysiert der Nahost-Experte Lüders, lange Korrespondent der „Zeit“, die Ursprünge und Auslöser für die zornigen Ausbrüche gegen die diktatorischen Regime. Er führt eben diese auf politische Fehlkalkulationen in der westlichen Welt zurück.</p>
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<p><strong>Hamed Abdel-Samad: Krieg oder Frieden</strong></p>
<p><strong>Die arabische Revolution und die Zukunft des Westens</strong></p>
<p>240 S., Droemer-Knaur 2011                                                                       18,00 EUR</p>
<p>Nun, nachdem der Aufstand ausgebrochen ist, muss auch der Westen eine Haltung finden, eine politische, aber auch eine geistige. Hamed Abdel-Samad, Mitarbeiter der Unesco und Mitglied der deutschen Islamkonferenz, stellt die provozierende Frage „Krieg oder Frieden“ und macht deutlich, dass die Antwort auf diese Frage auch außerhalb der arabischen Welt liegt. Entscheidend sei, wie der Westen sich gegenüber den zu erwartenden Flüchtlingsströmen verhalte und welche Rolle er im Kampf der destabilisierten System spielen wolle.</p>
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<p><strong>Jim Al-Khalili: Im Zeichen der Weisheit</strong></p>
<p><strong>Die arabischen Wissenschaften als Fundament unserer Kultur</strong></p>
<p>432 S., S. Fischer 2011                                                                           22,95 EUR</p>
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<p><strong>Vita Sackville-West: Zwölf Tage in Persien</strong></p>
<p><strong>Reise über die Bakhtiari-Berge</strong></p>
<p>144 S. mit Fotografien, geb., Wagenbach 2011                                      15,90 EUR</p>
<p>Zwölf Tage durch eine fremde Welt in einer Zeit, als das Reisen in unbekannte Regionen noch ein Abenteuer war. Vita Sackville-West, die englische Exzentrikerin, ist mit ihren Büchern über die Gartenkunst bis heute weltberühmt. Klassiker sind aber auch ihre Reportagen über die vielen Reisen, die die neugierige und weltoffene Globetrotterin unternahm. Sackville-West (1892 – 1962) gehörte zum berühmten Bloomsbury-Kreis um Virginia Woolf und schrieb seit ihrem 14.Lebensjahr zahlreiche Romane. Nach vielen Auslandsreisen mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller und Diplomaten Sir Harald Nicholson, lebte sie später auf Sissinghurst Castle in Kent. Vorliegendes Buch ist ein farbiger Bericht über die Reise von Vita Sackville-West, ihrem Ehemann und drei weiteren englischen Gentlemen in den zwanziger Jahren über die Bakhtiari-Berge im Südiran. Die Landschaft dort ist unwirtlich (abewechselnd „Wüste mit Steinen oder Wüste ohne Steine“), und dennoch entdeckt die passionierte Botanikerin versteckte Blumen und die karge Schönheit dieser Gegend. Mit viel Selbstironie schildert sie, wie sie als englische Lady ihrem Anspruch als Abenteuerin auf ihrer beschwerlichen Reise mit Mauleseln nicht gerecht wird, da sie unmöglich auf ihren Fünf-Uhr-Tee verzichten kann. Ebenso verquer misslingt ihre Kontaktaufnahme mit einem wandernden Derwisch. Gegen Ende der Reise stellt sie Überlegungen darüber an, ob die ärmliche Abgeschiedenheit der Bergbewohner nicht zu schützen wäre vor dem Einbruch der Moderne. Aber die letzte Wegetappe zu den Ölfeldern der Anglo-Persian-Oil-Company führen sie und die Leser zurück in die Realitäten.</p>
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<p><strong>Amir &amp; Khalil: Zahra`s Paradise</strong></p>
<p><strong>Die grüne Revolution im Iran und die Suche einer Mutter nach ihrem Sohn</strong></p>
<p>160 S., durchgehend s/w illustriert, geb., Knesebeck 2011 (September)  16,95 EUR</p>
<p>Dramatische Geschichte vor dem Hintergrund der politischen Situation im Iran und in der arabischen Welt. Die bedeutendste Graphic Novel über den Iran seit „Persepolis“. Nominiert für den Eisner Award 2011. Terror, schwarz auf Weiß. Während der Proteste gegen die gefälschten Wahlen vom 16.Juni 2009 im Iran verschwindet der junge Mann Mehdi spurlos. Seine Mutter und sein Bruder – ein Blogger – machen sich auf eine verzweifelte Suche nach ihm: im Internet, in den Krankenhäusern, in den Gefängnissen und auf den Friedhöfen der islamischen Republik. Sie geben die Hoffnung nicht auf und versuchen, die Erinnerung an den verlorenen Sohn und Bruder wachzuhalten. Dabei kämpfen sie mutig gegen die Institutionen, um die Wahrheit zu erfahren, und stoßen auf eine dunkle Welt des Grauens. Die fiktive Geschichte um Mehdi ist exemplarisch für das Schicksal vieler Iraner und schildert eindringlich die politische Situation des Landes. Sie vermittelt einen Eindruck der unmenschlichen Umstände und der Repression, unter denen die Menschen dort leiden, aber auch des engagierten und von Hoffnung getragenen Kampfes gegen das Regime. Die Geschichte erscheint bis September 2011 auch als Internet-Comic in Fortsetzungen auf <a href="http://www.zahrasparadise.com/">www.zahrasparadise.com</a> und verbreitet sich in vielen Foren auf der ganzen Welt. Amir ist iranisch-amerikanischer Menschenrechtsaktivist, Journalist und Dokumentarfilmer. Er lebt und arbeitet in den Vereinigten Staaten, Kanada, Europa und Afghanistan. Khalil ist Künstler und Illustrator mit einem einfühlsamen und ausdrucksvollem Zeichenstil. Er schafft seit Jahren Kunstwerke auf Keramik und zeichnet Cartoons und Comics. Zahra`s Paradise ist seine erste Graphic Novel. Aus politischen Gründen arbeiten beide Autoren unter Pseudonymen.</p>
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<p><strong>Mark Braverman: Verhängisvolle Scham                                                          Israels Politik und das Schweigen der Christen</strong></p>
<p>320 S., geb., Gütersloher Verlagshaus 2011 (erscheint Oktober)             24,99 EUR</p>
<p>Kann man Israel kritisieren, ohne antisemitisch zu wirken? Eine prophetische jüdische Stimme im verfahrenen Konflikt um Palästina. Ein erhellendes Buch – provozierend und unerhört! Mark Braverman wuchs in einem traditionellen jüdischen Zuhause in den USA auf. Als Jude hat er starke familiäre und emotionale Bindungen an das Heilige Land. Doch: je häufiger er das Land besucht, desto größer werden seine Zweifel. Warum tut Israel, was es tut? Hat es ein Recht dazu? Und warum gibt es weltweit so wenig Widerspruch? Braverman stellt die Antworten vor, die er auf seine Fragen gefunden hat. Die Motive, die den Konflikt anheizen, entdeckt er in der fatalen gemeinsamen Geschichte von Juden und Christen. Mit Leidenschaft und genauer Analyse zeigt Braverman, wie Chauvinismus und Scham den Konflikt in Palästina nur vertiefen und Israel in die Katastrophe führen. Gibt es einen Ausweg? Vielleicht. Wenn Juden und Christen sich auf ihre gemeinsame prophetische Tradition der Gerechtigkeit besinnen, sind neue Wege denkbar. Mark Braverman, geboren 1948, arbeitet als klinischer Psychologe und entwickelte neue Behandlungsansätze in den Bereichen Krisenintervention und Traumatherapie. Er ist Jude mit starken Bindungen ins Heilige Land. Gegenwärtig widmet er seine ganze Zeit der Arbeit für den Frieden in Palästina. Braverman ist Mitbegründer der Organisation Friends of Tent of Nations North America und gehört zum Vorstand des Israeli Committee Against House Demolitions-USA; Mitglied des Leitungsgremiums der Friends of Sabee North-America, einer ökumenischen Friedensbewegung, die palästinensische Christen im Heiligen Land unterstützt. <a href="http://www.mark-breverman.de/">www.mark-breverman.de</a></p>
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<p><strong>Andrea von Treuenfeld: In Deutschland eine Jüdin, eine Jeckete in Israel</strong></p>
<p><strong>Geflohene Frauen erzählen ihr Leben</strong></p>
<p>240 S., geb., Gütersloher Verlagshaus 2011 (erscheint September)        19,99 EUR</p>
<p>Bewegende Schicksale vertriebener deutscher Jüdinnen in Israel. Lebensbilder von ergreifender Dichte und Intensität. Mit zahlreichen Fotos und Zusatzinformationen sowie einem Vorwort von Günter Jauch. Als sie flohen, waren sie kleine Mädchen oder junge Frauen. Man nahm ihnen die Heimat, die Familie und ihre Würde. In Palästina wurden sie die „Jeckes“: Deutsche, die nicht willkommen waren, denn ihre Sprache war die der Mörder. Jetzt, im Alter, kommen die Erinnerungen zurück: Mit ihren sehr persönlichen Geschichten geben in diesem Buch 16 Jüdinnen, die dem Naziregime entkamen, Auskunft über ihr Leben. Sie erzählen von einer fröhlichen Kindheit, die abrupt endete. Sie berichten von ihrem Weg nach Palästina, der Not der ersten Jahre, dem Aufbau und der Beheimatung in Israel mit all seinen frohen und traurigen Seiten. In Lebensbildern von ergreifender Dichte werden hier jüdische Frauenschicksale im Horizont des Holocaust sichtbar und Erfahrungen aufbewahrt, die erinnert und nacherzählt werden müssen. Die Autorin Andrea von Treuenfeld, geboren 1957, hat in Münster Publizistik und Germanistik studiert und nach einem Volontariat bei einer Tageszeitung lange als Kolumnistin, Korrespondentin und Leitende Redakteurin für namhafte Printmedien, darunter WELT am SONNTAG und WIRTSCHAFTSWOCHE gearbeitet. Heute lebt sie in Hamburg und schreibt als freie Journalistin Biografien und Reportagen mit Schwerpunkt Israel, das sie regelmäßig bereist.</p>
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<p><strong>Christfried Böttrich / Beate Ego / Friedmann Eißler</strong></p>
<p><strong>Adam und Eva in Judentum, Christentum und Islam  </strong></p>
<p>199 S., geb., Vandenhoeck &amp; Rupprecht 2011                                            19,95 EUR<strong>     </strong></p>
<p>In welchem Verhältnis steht der Mensch zu seiner Umwelt? Wie ist die Beziehung zwischen Mann und Frau geprägt? Wie kommt der Tod in die Welt? Anhand der Paradiesgeschichte beschreiben die Autoren die unterschiedlichen Traditionen, die sich in den drei monotheistischen Religionen mit ihr verbinden. Bei der Frage nach der Herkunft des Bösen, der Macht der Sünde und der Möglichkeit des Menschen, sich aus diesen Schuldzusammenhängen zu befreien, werden Adam und Eva als Teil eines gemeinsamen Erbes sichtbar gemacht, ohne die Unterschiede und Spezifika zu verwischen.</p>
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<p>Ebenfalls in dieser Reihe erschienen:</p>
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<p><strong>Abraham in Judentum, Christentum und Islam                                       </strong>19,95 EUR</p>
<p><strong>Jesus und Maria in Judentum, Christentum und Islam                          </strong>19,95 EUR</p>
<p><strong>Mose in Judentum, Christentum und Islam                                             </strong>19,95 EUR</p>
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<p><strong>Dambisa Moyo: Dead Aid</strong></p>
<p><strong>Warum Entwicklungshilfe nicht funktioniert und was Afrika besser machen kann  </strong>236 S., Pb., Haffmans &amp; Tolkemitt 2011                                           14,95 EUR</p>
<p>Eine Afrikanerin fordert das Ende der Entwicklungshilfe! Der New-York-Times-Bestseller endlich auf deutsch. Provokativ… eine Bombe von einem Buch. Dambisa Moyo gilt nach dem Time Magazine als eine der 100 einflussreichsten Frauen der Welt. Sie ist 41 Jahre, wurde in Sambia geboren und ist dort aufgewachsen, Flucht 1990 nach einem Putschversuch, Studium der Chemie und Ökonomie in Washington und Harvard, 2002 Promotion in Oxford, 1993 – 1995 als Beraterin bei der Weltbank, 2001 – 2008 als Ökonomin bei Goldman Sachs, seither freie Autorin und Referentin. Als das Times Magazine 2009 sie zu einer der hundert einflussreichsten Persönlichkeiten weltweit wählte, wurde sie im selben Jahr auch vom Wirtschaftsforum als eine der „Young Global Leaders“ geehrt.</p>
<p>Afrika braucht unsere Hilfe, so der westliche Konsens, Entwicklungshilfe ist eine gute Sache. In den letzten 50 Jahren sind zwei Billionen Dollar in den vermeintlich verlorenen Kontinent geflossen, Bono und Bob Geldof trommeln immer wieder für zusätzliche Mittel. Jetzt erhebt sich erstmals eine Stimme Afrikas – die Stimme einer Frau, einer Schwarzen – und sagt: Nein! Entwicklungshilfe hat den Kontinent und die Lebensumstände der Afrikaner kein Stück verbessert. Entwicklungshilfe ist keine Lösung, sie ist das Problem. Sie ist für die meisten Staaten des Kontinents ein einziges Desaster: Sie macht abhängig. Sie zementiert die bestehenden Gegebenheiten. Sie fördert die Korruption und finanziert Kriege. Sie zerstört jeden Anreiz, gut zu wirtschaften und aus eigenen Stücken die Armut zu bekämpfen. Dambisa Moyo entwirft stattdessen einen Weg, wie sich Afrika selbstbestimmt entwickeln kann. In den USA und Großbritannien löste „Dead Aid“ eine hitzige Debatte aus. Es stand mehrere Wochen auf der Bestsellerliste der „New York Times“ und wurde vom „Sunday Herold“ zum Buch des Jahres gewählt. Eine gnadenlose Abrechnung mit den Hilfsprogrammen der vergangenen 60 Jahre.</p>
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<p><strong>Juan Josè Saer: Der fremde Zeuge</strong></p>
<p>192 S., TB, Wagenbach 2011                                                               10,90 EUR</p>
<p>Roman. Saer ist ein Meister des sprachlichen Ausdrucks und der imaginären Gestaltung historischer Realität. Eben noch unter Menschenfressern, jetzt auf der Theaterbühne: In seinem wichtigstem Roman kommen Schein und Sein zusammen. Zur Zeit der großen Eroberungen im 16.Jahrhundert überfallen Indianer im Norden des heutigen Argentiniens eine Gruppe spanischer Konquistadoren. Als einziger Überlebender gliedert sich der anonyme Ich-Erzähler dieses außergewöhnlichen Romans in die Stammesgesellschaft der Colastine ein, nimmt deren Sprache und kannibalische Sitten an. Die Indianer respektieren ihn, nennen ihn <em>def-ghi</em> – doch was sein neuer Name eigentlich bedeutet, bleibt ihm zeit seines Lebens ein Rätsel. Es vergehen Jahre, bis abermals ein Häufchen Spanier zu den Colastine vordringt und den Helden aus seiner Gefangenschaft befreit. Zurück in Europa, schließt sich dieser einer fahrenden Schauspieltruppe an, mit der er von nun an seine Erlebnisse bei den Menschenfressern landauf, landab inszeniert – bis er seine Lebensgeschichte im hohen Alter schließlich niederschreibt. Saer zeigt in seinem Roman, wie sehr sich Ethnographie und literarische Fiktion ähneln – und wie brüchig die Bilder unserer Selbst sind. Juan Josè Saer zählt zu den besten Schriftstellern Südamerikas. Er wurde als Sohn syrischer Einwanderer 1937 im argentinischen Serodino geboren, studierte Jura und Philosophie. Ab 1968 lebte er in Frankreich im Exil, wo er 2005 starb.</p>
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<p><strong>Juan Jose Saer: Die Gelegenheit</strong></p>
<p>208 S., TB, Wagenbach 2010                                                             10,90 EUR</p>
<p>Als ihn Pariser Wissenschaftler öffentlich bloßstellen, macht sich der mit telepathischen Fähigkeiten begabte Ex- Spion und Löffelbieger Bianco 1855 auf nach Argentinien, um dort in der Pampa ein neues Leben als Viehhändler zu beginnen. Bald heiratet er die mehr sinnliche als übersinnliche Gina. Das Leben in der Neuen Welt scheint eine einzige Verheißung – wäre da nur nicht diese rasende Eifersucht, Biancos dumpfer Verdacht, Gina könnte ihn betrügen … Saers Roman bietet die einmalige Gelegenheit, die Anfänge des modernen, multikulturellen Argentiniens hautnah mitzuerleben.</p>
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<p><strong>Margaret Mazzantini: Das schönste Wort der Welt</strong></p>
<p>800 S., Dumont 2011                                                                         22,99 EUR</p>
<p>Das Glück im Krieg – Rückkehr nach Sarajevo. Die große Liebe trifft die Studentin Gemma und den Fotografen Diego wie der sprichtwörtliche Blitz aus heiterem Himmel – und die jungen Leute leben ihr Glück, dem Grauen des jugoslawischen Bürgerkriegs zum Trotz. Viele Jahre später kehrt Gemma zurück nach Sarajevo, begleitet von ihrem Sohn Pietro. Sie will ihm die Stadt zeigen, jene „Grenze zwischen Orient und Okzident, das Jerusalem des Ostens, den Kreuzweg jahrtausendalter Kulturen und Avantgarden“; all die Orte, die sein Vater fotografiert hat. Jener Vater, den Pietro nie kennenlernen konnte. Denn Diego, Gemmas große Liebe, lebt nicht mehr. Und so wird ihr Besuch in Sarajevo eine schmerzvolle, erinnerungsschwere Reise in die Vergangenheit – und zu ihrem höchst eigenen Gewordensein. Margaret Mazzantini hat einen poetischen, melancholischen Roman geschrieben – eine Geschichte wie eine Umarmung, voller Liebe, Weisheit, Schmerz und Hoffnung. Der neue grandiose Roman von Margaret Mazzantini schildert die große bedingungslose Liebe – und einen Schicksalsschlag, der alles verändert. „Eine Geschichte von Liebe und Schmerz, von Mut und Angst. Grandios und bezaubernd. Seite für Seite Bilder, Rhythmus, Spannung, Leiden, pure Energie“ (La Nazione)</p>
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<p><strong>Yiwu Liao: Für ein Lied und hundert Lieder</strong></p>
<p>544 S., geb., Fischer Verlag 2011                                                      24,95 EUR</p>
<p>Ein großes literarisches Zeugnis über das Menschsein in widrigsten Umständen.Bis zum Vorabend des 4. Juni 1989 führt Liao Yiwu das Leben eines so unbekannten wie unpolitischen Hippie-Poeten. Doch mit dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens ist schlagartig alles anders. Nachdem Liao ein kritisches Gedicht verfasst hat, wird er zu vier Jahren Haft im Gefängnis und in einem Arbeitslager verurteilt. In seinem großen Buch schildert Liao auf literarisch höchst eindringliche Weise die brutale Realität seiner Inhaftierung. Dabei ist er schonungslos, auch sich selbst gegenüber: Er beschreibt, wie er und seine Mithäftlinge zu Halbmenschen degradiert werden und dabei manchmal selbst vergessen, was es bedeutet, Mensch und Mitmensch zu sein. Liao Yiwu zeigt sich in diesem eindrucksvollen Buch abermals als einer der ganz großen Autoren Chinas, als einer der sprach- und bildmächtigsten Schriftsteller unserer Zeit. Um neuen Repressionen zu entgehen, reiste er Anfang Juli nach Berlin aus. Der Titel schaffte es gleich bei Erscheinen in die Sachbuchbestsellerliste.</p>
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<p><strong>Marjane Satrapi: Persepolis – Eine Kindheit im Iran &amp; Jugendjahre</strong></p>
<p>352 S., Süddeutsche Zeitung Comic Edition 2011                                 19,90 EUR</p>
<p>Pro-islamische Indoktrination, Folterungen und der unerfüllte Wunsch nach westlichen Dingen – das Leben der kleinen Marjane ist voll von grauenhaften, teils absurden Episoden. „Persepolis“ zeigt die Geschichte dieses Mädchens, das die Islamische Revolution und</p>
<p>den Krieg miterlebt und nach ihren Jugendjahren in Wien wieder nach Teheran zurückkehrt.</p>
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<p><strong>Art Spiegelmann: Maus – Die Geschichte eines Überlebenden</strong></p>
<p>300 S., Süddeutsche Zeitung Comic Edition, 2011                                      14,90 EUR</p>
<p>In „Maus“ schildert Art Spiegelman die Lebensgeschichte seines Vaters, eines polnischen Juden, der die Shoah überlebte und nach dem Zweiten Weltkrieg als Emigrant in die USA ging. „Maus“ ist eine der berühmtesten Graphic Novels unserer Zeit und wurde als erster Comic verdient 1992 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.</p>
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<p><strong>Joe Sacco: Palästina</strong></p>
<p>288 S., Süddeutsche Zeitung Comic Edition 2011                                       14,90 EUR</p>
<p>In eindringlichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen skizziert Joe Sacco die beklemmende Situation der Menschen in den besetzten Palästinensergebieten, die er 1991 bereist</p>
<p>hat. Die Eindringlichkeit seiner Bilder und die teils chaotisch anmutenden Textfelder verstärken diesen Eindruck. Ausgezeichnet wurde „Palästina“ 1996 mit dem „American Book Award“.</p>
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<p><strong>Ari Folman / David Polonsky: Waltz with Bashir</strong></p>
<p>121 S., Süddeutsche Zeitung Comic Edition 2011                                       14,90 EUR</p>
<p>Ari Folman und David Polonsky schufen mit „Waltz with Bashir“ in magischen, fast fotorealistischen Bildern eine packende und authentische Schilderung der Ereignisse des ersten Libanonkrieges. 2008 wurde der gleichnamige Dokumentarfilm mit dem Golden Globe ausgezeichnet.</p>
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<p><em>Wie wichtig der Spracherwerb für die Integration von Einwandererkindern ist, predigen Bildungsforscher schon lange. Der Hueber Verlag hat dazu die Reihe Spielerisch Deutsch lernen herausgebracht, die jetzt um neue Titel ergänzt worden ist:</em></p>
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<p><strong>Spielerisch Deutsch lernen: </strong>Spaß mit ersten Wörtern<br />
48 S., Hueber 2011                                                                                        7,95 EUR</p>
<p>Das Arbeitsheft <strong>Spielerisch Deutsch lernen &#8211; Spaß mit ersten Wörtern</strong> mit 46 farbig illustrierten Aufgaben fördert Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter in den Bereichen Sprach- und Wortschatzentwicklung, Geschicklichkeit und trainiert Stiftführung und Konzentration. Es fördert die Sprachentwicklung vor allem durch das Ausmalen und Aussprechen von Wörtern.</p>
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<p><strong>Spielerisch Deutsch lernen: </strong>Lustige Sprachspiele</p>
<p>48 S., Hueber 2011                                                                                        7,95 EUR</p>
<p>Mit dem illustrierten Arbeitsheft <strong>Spielerisch Deutsch lernen &#8211; Lustige Sprachspiele</strong> erweitern Kinder ab 4 Jahren mit Migrationshintergrund ihren Wortschatz und trainieren ihre sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Die ideale Vorbereitung auf schulische Anforderungen.</p>
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<p><strong>Mensch Klima! Wer bestimmt die Zukunft?</strong></p>
<p>480 S., Lars Müller Publishers 2011                                                             45,00 EUR</p>
<p>Die Erde erwärmt sich unaufhaltsam – doch mit welchen Folgen? „Mensch Klima!“ liefert einen Situationsbericht und gibt Antworten. Die Katastrophe vor Augen. Wir kennen alle die Bilder von allen zerstörenden Hurrikans, von Regionen, die nach wochenlangen Regenfällen unter Wasser stehen, von brennenden Wäldern und von Landstrichen, in denen es seit Jahren nicht mehr regnet. Und immer stellt sich die Frage, ob der Klimawandel Grund für die katastrophalen Naturereignisse ist – und ob dieser Wandel von Menschen gemacht und daher vielleicht noch aufzuhalten ist. Kein Experte leugnet mehr die fortschreitende Erderwärmung und doch tut Aufklärung not. Denn die Folgen des Klimawandels sind ebenso umstritten wie die Frage, wie eine globale Klimapolitik aussehen muss. Mit all diesen Themen beschäftigt sich der Band „Mensch Klima!“ in umfassender, systemischer und gleichzeitig höchst lesbarer und verständlicher Form. Die Stärke des ziegeldicken Wälzers liegt aber nicht nur in der Theorie: Die verheerenden Folgen des Klimawandels sind in teilweise grandiosen Fotos dokumentiert.</p>
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<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Bestelladresse: </span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Worms Verlag</strong></p>
<p><strong>Abt. Onlineshop</strong></p>
<p><strong>Kultur- und Veranstaltungs GmbH, </strong></p>
<p><strong>Von Steuben Str.5, 67549 Worms </strong></p>
<p><strong>Berthold Röth</strong><strong> Tel. 06241-2000-314 </strong></p>
<p><strong>e-mail: </strong><a href="mailto:berthold.roeth@kvg-worms.de"><strong>berthold.roeth@kvg-worms.de</strong></a><strong> </strong></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Interkulturelle Buchneuheiten Liste 16</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 13:14:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wormsverlag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle angeführten Titel können Sie bestellen über Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH Von Steuben Str. 5, 67549 Worms, Tel. 06241-2000-314 e-mail: berthold.roeth@kvg-worms.de   Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab Wie wir unser Land aufs Spiel setzen 464 S., DVA 2010                                                                                       22,90 EUR Der spektakulärste und nachhaltigste Sachbuchbestseller seit 1945 (nach weniger als [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=269&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alle angeführten Titel können Sie bestellen über<br />
Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH</strong></p>
<p><strong>Von Steuben Str. 5, 67549 Worms, Tel. 06241-2000-314</strong></p>
<p><strong>e-mail: </strong><a href="mailto:berthold.roeth@kvg-worms.de"><strong>berthold.roeth@kvg-worms.de</strong></a><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab</strong></p>
<p><strong>Wie wir unser Land aufs Spiel setzen</strong></p>
<p>464 S., DVA 2010                                                                                       22,90 EUR</p>
<p>Der spektakulärste und nachhaltigste Sachbuchbestseller seit 1945 (nach weniger als zwei Monaten waren bereits über eine Million Exemplare verkauft) war diese umstrittene Deutschland-Analyse. Gespickt mit Fakten und Statistiken – aber zugleich ein Spiel mit Ressentiments und Zukunftsängsten. Vieles, was Sarrazin vorbringt, wurde in den letzten 30 Jahren bereits von anderen konservativen Autoren thematisiert, ohne dass solch ein Medienecho die Folge war. In der Resonanz ist das Buch wohl nur mit Spenglers „Untergang des Abendlandes“ zu vergleichen, dem Sachbuchbestseller aus der Weimarer Republik. Der Titel ist immer noch Nummer 1 der meistverkauften Sachbuchbücher auch im Jahr 2011. Im ersten halben Jahr wurden erneut 55.000 Exemplare ausgeliefert und somit bislang knapp 1,3 Millionen Mal verkauft.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Reinhard Pohl: Geht es um Integration? Die Sarrazin-Debatte 2010/2011</strong></p>
<p>48 S., Magazin Verlag 2011                                                                     2,00 EUR</p>
<p>Ist Integration gescheitert? Argumentationshilfe für alle, die sich ernsthaft mit der Integrationspolitik in Deutschland befassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Götz Kubitschek / Michael Paulwitz: Deutsche Opfer, fremde Täter</strong></p>
<p><strong>Ausländergewalt in Deutschland. Hintergrund – Chronik &#8211; Prognose</strong></p>
<p>270 S., Pb., Edition Antaios 2011                                                              19,00 EUR</p>
<p>Rechter Populismus gegen eine angeblich katastrophale Entwicklung. Gewalt gegen Deutsche sei ein Problem, von dem jeder wisse, aber fast niemand öffentlich spreche. Die Autoren widersprechen der Theorie, dass es sich bei der Gewalt junger Ausländer gegen Deutsche um ein soziales Problem handle. Wie weit dieser mittlerweile nicht mehr „stille Vorbürgerkrieg“ gediehen sei, zeigt eine Chronik, die hunderte Fälle aus den Jahren 2000 – 2010 versammelt. Unterstützt wird das Buch durch eine ständig aktualisierte Chronologie auf <a href="http://www.deutscheopfer.de/">www.deutscheopfer.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Günter Ederer: Träum weiter, Deutschland!</strong></p>
<p><strong>Politisch korrekt gegen die Wand.</strong></p>
<p>366 S., geb., Eichborn 2011                                                                    21,95 EUR</p>
<p>Günter Ederer berichtete jahrzehntelang für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten aus aller Welt, war ZDF-Korrespondent in Tokio. Hier kritisiert er, dass eine offene Einwanderung unsere Bevölkerungsprobleme löse, denn er führt auf, dass immer mehr Hochqualifizierte auswandern und Platz für Ungebildete schaffen. Der Schwerpunkt des Buches ist aber nicht Multi-Kulti-Thematik, sondern eine deutsche Wirtschaftspolitik mit der er abrechnet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Detlef Gürtler: Entschuldigung! Ich bin Deutsch – Eine Streitschrift</strong></p>
<p>48 S., Pb., Murmann 2011                                                                       5,00 EUR</p>
<p>„Europäer aller Länder, wir bitten um Entschuldigung“. Lesen Sie in dieser Streitschrift, warum die Deutschen so sind, wie sie sind; warum sie wollen, dass die anderen so werden wie sie; warum sie darüber nicht mit sich reden lassen; warum ihnen die Folgen dieser Haltung egal sind und was Sie dagegen machen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wolf-Dieter Vogel, Verona Wunderlich: Abenteuer DDR</strong></p>
<p><strong>Kubanerinnen und Kubaner im deutschen Sozialismus</strong></p>
<p>184 S., geb., Dietz Berlin 2011                                                                    16,90 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Leonel R. Cala Fuentes: Kubaner im realen Paradies</strong></p>
<p><strong>Ausländeralltag in der DDR. Eine Erinnerung</strong></p>
<p>176 S., geb., Dietz Berlin                                                                             14,90 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Reinhard Pohl: Interkulturelle Kompetenz</strong></p>
<p>48 S., Magazin Verlag 2011                                                                     2,00 EUR</p>
<p>Was ist interkulturelle Kompetenz, wozu ist sie nützlich, wie kann man sie erlernen? Was ist Kulturalismus? Gibt es einen Kampf der Kulturen? Sind Menschen multikulturell? Oder transkulturell?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Reinhard Pohl: Überrascht und Enttäuscht. </strong></p>
<p><strong>Einwanderer berichten über ihre ersten Erfahrungen in Deutschland</strong></p>
<p>48 S., Magazin Verlag 2011                                                                     2,00 EUR</p>
<p>Was hat mich an Deutschland positiv überrascht? Worüber war ich am meisten enttäuscht? 40 Einwanderer antworten, 40 fremde Blicke auf Deutschland – eine ganz eigene Landeskunde.</p>
<p><strong>Kurt E. Becker :Minderheiten in Deutschland                                                       Assimiliert, integriert, diskriminiert? </strong><strong>Erster Band des Nibelungen-Forum           </strong>Pb., Worms Verlag 2011                                                                             19,90 EUR   <strong>                                                           </strong>Der Holocaust wirft seinen finsteren, langen Schatten auch in die deutsche Gegenwart. Das Verhältnis der Deutschen zu ihren Minderheiten bleibt, ob wir dies wollen oder nicht, über alle Zeiten hinweg durch die Nazi-Gräuel belastet. Die Hypothek unserer Vergangenheit ist untrennbar verbunden mit der je aktuellen Frage nach dem Verhältnis der Deutschen zu den hierzulande lebenden Minderheiten. „Wehret den Anfängen aller Diskriminierung“ lautet deswegen die Forderung an all jene, die Bürger dieses Staates und Angehörige dieser Gesellschaft sind. Vor dem Hintergrund einer schwerwiegenden historischen Dimension, und damit aber auch begleitet von einem gesellschaftspolitischen Imperativ, wird in Worms bei den Nibelungen-Festspielen „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ aufgeführt. Damit in den Fokus des Interesses rückt unser Verhältnis zu der Minderheit der in Deutschland lebenden Juden, aber auch zu den Minderheiten von Sinti und Roma, Türken, Indern oder Iranern – und nicht zu vergessen auch die Frage unseres Umgangs mit Behinderten in dieser Gesellschaft. Das übergreifende Thema also auch der Geschichte des „Jud Süß“ konzentriert sich in der Frage nach dem Verhalten der Mehrheit gegenüber den Minderheiten – konkret: Wie ist unsere Einstellung gegenüber Minderheiten in Deutschland? Ein Bestandteil des Herangehens an das Leitthema der diesjährigen Nibelungen-Festspiele ist auch dieses Buch, in dessen Mittelpunkt folgerichtig eine Repräsentativ- und Expertenbefragung, deren Ergebnis und Bewertung im gesamtgesellschaftlichen Kontext stehen. Komplettiert wird dieser erste Band des „Nibelungen-Forum“ durch Erfahrungs- und Erlebnisberichte von Angehörigen in Deutschland lebender Minderheiten, Lebensentwürfe und Schicksale somit, wie sie unterschiedlicher, beeindruckender und unter die Haut gehender kaum sein können. Auf die Studie selbst folgen biografische Erfahrungsberichte von in Deutschland lebenden Migranten. Die ideale Ergänzung zum „Manifest der Vielen“.</p>
<p><strong>Cem Özdemir/Wolfgang Schuster: Mitten in Deutschland</strong></p>
<p><strong>Deutsch-Türkische Erfolgsgeschichten</strong></p>
<p>327 S., Herder 2011                                                                                    19,95 EUR</p>
<p>Etwa drei Millionen türkischstämmige Menschen leben in Deutschland. Wie gut sind sie integriert? Darüber streiten die Politiker. Während die Debatten über Integration, Bau von Moscheen oder Islamunterricht an deutschen Schulen meist an der Oberfläche bleiben, bietet dieses Buch eine Innenperspektive: 50 Menschen mit türkischen Wurzeln erzählen, wie sie und ihre Familien hier aufgenommen wurden, welche Herausforderungen sie als Zuwanderer zu bestehen hatten und wie es ihnen gelungen ist, hier eine neue Heimat zu finden. Und sie erklären, wie ihre alte Heimat ihr Denken und Fühlen mit bestimmt.<br />
Auch werden von dieser persönlichen Erfahrungsbasis her Perspektiven für das Verhältnis der Türkei zu Europa und besonders zu Deutschland sichtbar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Michael Hofmann / Karin E. Yesilada</strong></p>
<p><strong>Kulturgeschichte der türkischen Einwanderung in Deutschland</strong></p>
<p>300 S., Pb., Königshausen &amp; Neumann 2011 (erscheint 4.Quartal)           29,80 EUR</p>
<p>Das fünfzigjährige Jubiläum des deutsch-türkischen Abwerbeabkommens (1961 – 2011) bedeutet ein halbes Jahrhundert Einwanderungsgeschichte für Türken in Deutschland. Durch die anhaltenden Debatten um Integration und Islam gerät dabei zu Unrecht die enorme Kulturleistung der größten in Deutschland lebenden Minderheit aus dem Blickfeld. Das vitale kulturelle Leben türkischer Einwanderer bringt nicht nur international anerkannte Filmregisseure wie Fatih Akin oder Bestsellerautoren wie Akif Pirincci hervor. Auch in anderen Bereichen wie etwa Musik, Bildhauerei, Comedy sind Deutsch-Türken kulturell produktiv. Diese Leistungen sind umso bemerkenswerter, als die deutsche Gesellschaft vor der Einwanderung lange die Augen verschloss und die „Fremden“ nur widerwillig und klischeehaft zur Kenntnis nahm. Das Kompendium präsentiert erstmals und umfassend eine beeindruckende Vielfalt von Fakten und Hintergründen türkisch-deutscher Kulturgeschichte in wissenschaftlicher und zugleich anschaulicher Weise. Chronologische Übersichtsartikel der jeweiligen Jahrzehnte, diachronische Themenbeiträge zu Politik, Wirtschaft und Kultur sowie zahlreiche Schlaglichter zur Kulturgeschichte bieten Kennern wie auch Interessierten spannende Einblicke in türkisch-deutsche Kultur. Damit trägt das Buch auch zu einem gemeinsamen kulturellen Gedächtnis des Einwanderungslandes Deutschland bei.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Birand Bingül: Der Hodscha und die Piepenkötter</strong></p>
<p>Hörbuch, 4 CDs, Deutsche Grammophon Literatur (Mai 2011)                   16,99 EUR</p>
<p>Farce um Moscheebau – Deutsch-Türkische Freunde. Damit hat Ursula Piepenkötter nicht gerechnet: Einen Monat vor der Wahl kommt ein neuer Imam in die Stadt. Und Hodscha Nuri eröffnet ihr beim ersten Gespräch, dass er eine neue Moschee bauen will. Das muss Frau Piepenkötter verhindern, wenn sie Oberbürgermeisterin bleiben will. Und ihr fällt auch ein, wie sie den Hodscha ärgern kann. Die Konstellation erinnert an „Don Camillo und Peppone“: zwei halsstarrige Protagonisten, die sich näher sind, als sie ahnen. Birand Bingül erweitert das noch um eine „Romeo und Julia“-Story. Denn sowohl der Hodscha als auch Piepenkötter sind alleinerziehend, und selbstverständlich verlieben sich die Kinder ineinander. Der Autor selbst – mit schleppendem deutsch-türkischen Zungenschlag als Hodscha und erheblicher Bissigkeit als Piepenkötter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Jochen Neubauer: Türkische Deutsche, Kanakster und Deutschländer</strong></p>
<p><strong>Identität und Fremdwahrnehmung in Film und Literatur: Fatih Akin, Thomas Arslan, Emine Sevgin Özdamar, Zafer Senocak und Feridun Zaimoglu</strong></p>
<p>584 S., Pb., Königshausen &amp; Neumann 2011                                        68,00 EUR</p>
<p>Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die thematische und ästhetische Neuausrichtung des deutsch-türkischen Kinos und der deutsch-türkischen Literatur zwischen 1990 und 2005. Im Zentrum stehen hierbei Werke, die sich dem Themenkomplex Migration, Identität und Fremdwahrnehmung aus sehr unterschiedlicher Perspektive annähern. Im Bereich des Films sind dies Fatih Akins „Gegen die Wand“ und Thomas Arslans „Geschwister – Kardesler“, im Bereich der Literatur Emine Sevgi Özdamars „Die Brücke vom Goldenen Horn“, Zafer Senocaks „Gefährliche Verwandtschaft“ sowie Feridun Zaimoglus „Liebesmale, scharlachrot“. Die in den Filmen und literarischen Texten ausgestalteten Identitätsentwürfe werden von Jochen Neubauer mit Hilfe soziologischer, sozialpsychologischer sowie xenologischer Kategorien und Konzepte beschrieben und mit einer historischen Kognitionsanamnese verknüpft. Durch die Herausarbeitung von historisch präformierten Verstehensvoraussetzungen und Deutungsmustern gelingt es, den Einfluss gesellschaftlicher Diskurse über Türken und Deutschtürken auf die Ausgestaltung der Identitätsproblematik innerhalb der Werke nachzuvollziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Studien zur deutsch-türkischen Literatur und Kultur</strong></p>
<p>Fünfzig Jahre nach der Ankunft des ersten türkischen Gastarbeiters in Deutschland im Herbst 1961 ist deutsch-türkische Literatur und Kultur ein fester Bestandteil der deutschen literarischen und kulturellen Szene. Die interkulturelle Literaturwissenschaft hat sich als lebendiger Teil der Germanistik etabliert und stellt ein reichhaltiges Analyserepertoire zur Interpretation auch der deutsch-türkischen Literatur zur Verfügung. Dabei weist sie dem Bezug zu übergreifenden kulturellen Konstellationen einen besonderen Stellenwert zu. Die neue Reihe möchte originellen und gehaltvollen Studien zu Geschichte und Gegenwart deutsch-türkischer Kultur ein Forum bieten, das hohes wissenschaftliches Niveau und Aufgeschlossenheit für innovative kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen verbindet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Michael Hofmann: Deutsch-türkische Literaturwissenschaft</strong></p>
<p><strong>Band 1 der Studien zur deutsch-türkischen Literatur</strong></p>
<p>220 S., Königshausen &amp; Neumann 2011 (erscheint 4.Quartal)                    29,80 EUR</p>
<p>Der erste Band der neuen Reihe bietet methodische Grundlagen und exemplarische Studien zu einer systematischen Erarbeitung wesentlicher Momente der deutsch-türkischen Literatur in interkulturellem Kontext. Nach einer Diskussion von grundlegenden methodischen Fragen werden historische Perspektiven des deutsch-türkischen und deutsch-osmanischen Kulturtransfers skizziert. Im Zentrum des Bandes stehen dann Analysen zur deutsch-türkischen Literatur und Lektüren türkischer Gegenwartsliteratur aus germanistischer und interkultureller Perspektive. Auf diese Weise werden programmatische Grundlagen für die weiteren Bände der Reihe gelegt, die in Überblicksdarstellungen und Einzelanalysen wesentliche Aspekte der deutsch-türkischen Literatur und Kultur verdeutlichen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Karin E. Yesilada: Kontexte der türkisch-deutschen Literatur</strong></p>
<p><strong>Band 2 der Studien zur deutsch-türkischen Literatur</strong></p>
<p>200 S., Königshausen &amp; Neumann 2011 (erscheint 4.Quartal)                 29,80 EUR</p>
<p>Der zweite Band eröffnet das kontextuelle Feld der türkisch-deutschen Literatur. Dazu gehören die Einflüsse der Türkei-türkischen Literaturtraditionen, von der Volksliteratur über die osmanische Klassik bis hin zur türkischen Moderne, ebenso wie Aspekte deutsch-türkischer Geschichte, wie etwa die Anwesenheit türkischer Eliten in Berlin Anfang des 20.Jahrhunderts, das deutsche Exil am Bosporus während des Dritten Reichs, die Arbeitsmigration der 1960er Jahre und die Emigration türkischer Intellektueller nach Deutschland seit 1980. Vor dem Hintergrund historischer Ereignisse wie der deutsch-deutschen Wiedervereinigung und den gesellschaftlichen Debatten entfaltet sich das literarische Schaffen türkisch-deutscher Intellektueller in seiner gesamten Bandbreite.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Theresa Specht: Transkultureller Humor in der türkisch-deutschen Literatur</strong></p>
<p><strong>Band 3 der Studien zur deutsch-türkischen Literatur</strong></p>
<p>208 S., Königshausen &amp; Neumann 2011 (erscheint 4.Quartal)                 29,80 EUR</p>
<p>Was ist deutsch? Diese Fragen stellen die Texte der türkisch-deutschen Gegenwartsliteratur. Thematisch stehen sie in der Tradition der Migrationsliteratur, sie beziehen sich jedoch nicht auf den Aspekt der Migration selbst, sondern auf ein spezifisches nachmigratorisches Szenario in der deutschen Einwanderungsgesellschaft. Diese Literatur der Postmigration zeichnet sich zum einen durch eine humorvolle Sichtweise auf den Migrationshintergrund aus, die in verschiedenen Komikformen Ausdruck findet: Das Spektrum reicht von überzeichneter Sprach- und Typenkomik wie in der Comedy Kaya Yanars über einen subtilen Humor in den Glossen von Dilek Güngör bis zur grotesken Provokation in den Performances Serdar Somuncus. Zum anderen lässt sich ein Wandel im Kulturverständnis ausmachen, das den Texten zugrunde liegt: Das Türkische und das Deutsche werden nicht mehr als Gegenpositionen inszeniert, vielmehr werden traditionelle Grenzziehungen zunehmen verwischt und die Eindeutigkeit kultureller Prägungen wird in Frage gestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vishakha Sagdeo: Frauen schreiben dazwischen</strong></p>
<p><strong>Eine interkulturelle Studie über die Migration von Frauen und die Globalisierung der Literatur am Beispiel des Romanwerks von Anita Desai und Emine Sevgi Özdamar</strong></p>
<p>482 S., Pb., Königshausen &amp; Neumann 2011                                         58,00 EUR</p>
<p>Die Vergleichbarkeit von interkultureller Literatur liegt in den Romanbeispielen Özdamars und Desais darin, dass beide Autorinnen unterschiedliche Schreibtraditionen miteinander verbinden und sich zugleich in ihren Büchern mit der Situation der unterdrückten Frauen in den Gesellschaften ihrer Herkunft beschäftigen. Beide haben in ihrer Darstellung die Anregungen einer anderen Literatur aufgenommen, die sich von ihrer heimischen Literatur unterscheidet: bei Desai ist es die englische Literatur, bei Özdamar die deutsche Literatur. Die Untersuchung des Romanwerks beider Autorinnen beschäftigt sich mit den Fragen: Was sind die Voraussetzungen ihres Schreibens, welche Figuren, Motive und Stoffe bestimmen die Literatur? Welche Schreibstrategien und ästhetische Mittel werden bei beiden Autorinnen eingesetzt? Entsteht dabei eine neue Art von Literatur? Der zentrale Schwerpunkt im Werk beider Autorinnen ist die Auseinandersetzung mit den sozialgeschichtlichen Rollenbildern der Frauen in der jeweiligen Gesellschaft. Im Ergebnis wird damit ein umfassender Überblick über die Situation der Frauen in beiden Gesellschaften vermittelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nedjma: Wilde Feigen</strong></p>
<p>240 S., Droemer 2011                                                                             16,99 EUR</p>
<p>Leila wird an einen Mann verschachert, den ihre Familie ausgesucht hat. Doch der eheliche Beischlaf will nicht klappen, und so wird sie vom Gatten und den eigenen Eltern aus dem Haus geprügelt. Da trifft sie auf Zobida, eine angesehene Witwe, die die Verstoßene in ihre Obhut nimmt. Eine wundersame Reise in das Reich der Sinne und der Lust beginnt. „Wilde Feigen“ ist ein provozierender erotischer Roman, der das Recht muslimischer Frauen auf ein selbstbestimmtes Liebesleben einklagt. Hinter dem Pseudonym Nedjma verbirgt sich eine Autorin, die in Nordafrika lebt und anonym bleiben muss, weil ihre Bücher aufmerksam machen auf das sprachlose Sklavendasein muslimischer Frauen, denen sie in ihren Geschichten eine Stimme gibt. Erotisch und provozierende Lustreise einer Muslimin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Religion und Religiosität im vereinigten Deutschland</strong></p>
<p><strong>Zwanzig Jahre nach dem Umbruch</strong></p>
<p>358 S., VS Verlag für Sozialwissenschaft 2010        <em>                              </em>49,95 EUR</p>
<p>Wissenschaftler haben die Bedeutung religiöser Überzeugung untersucht. Besonders aufschlussreich: die Beiträge zum Islam. Ein Drittel der Deutschen sieht den Islam nicht als Teil der deutschen Gesellschaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Carsten Wippermann / Matthias Sellmann</strong></p>
<p><strong>Milieus in Bewegung – Werte, Sinn, Religion und Ästhetik in Deutschland</strong></p>
<p>580 S., geb., Echter Verlag 2011   (erscheint Oktober)                         78,00 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Karl Josef Kuschel: Leben ist Brückenschlagen</strong></p>
<p><strong>Vordenker des interreligiösen Dialogs</strong></p>
<p>560 S., geb., Patmos 2011 (erscheint September)                                34,90 EUR<em>                            </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Lale Akgün: Aufstand der Kopftuchmädchen.</strong></p>
<p><strong>Deutsche Musliminnen wehren sich gegen den Islamismus</strong></p>
<p>277 S., Piper 2011                                                                                 16,95 EUR</p>
<p>Lale Akgün, in Istanbul geborene Diplom-Psychologin, Muslimin und SPD-Politikerin setzt sich mit dem Islam in Deutschland auseinander und zeigt sehr schnell, dass es „den Islam“ gar nicht gibt. Sie unterscheidet klar zwischen Islam und Islamismus. Sie selbst spricht sich für einen modernen Islam aus und betont, dass sie nicht bereit sei, diese Religion den „Ewiggestrigen“ zu überlassen. Ihre Themen umfassen ein weites Spektrum: Es geht um Ökologie, das Verhältnis von Mann und Frau, die fünf Säulen des Islam sowie vermeintlich islamische Speisevorschriften und deren lukrativen Markt. Ihre Sicht des Korans deckt sich mit der sogenannten „Ankara-Schule“, die den Koran in seinem historischen Kontext interpretiert. Mit Hilfe aufgeklärter Theologinnen dieser Schule wendet sie sich gegen die von „Ultraorthodoxen“ erhobenen Vorschriften. Sie versucht, die modernen Musliminnen und Muslime aufzuwecken und ihnen eine Stimme zu geben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Irene Schneider: Der Islam und die Frauen</strong></p>
<p>304 S., C.H. Beck 2011                                                                         14,95 EUR</p>
<p>Die Islamwissenschaftlerin bietet einen genauen Einblick in den „Islam und die Frauen“. Sie behandelt Themen wie Ehe- und Scheidungsrecht, die Furcht vor Ausschweifung und Homosexualität, Jungfräulichkeit und Keuschheit, die Macht des Mannes sowie Frauen an der Macht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wolfgang Rainer Brunner: Mohammed. Wissen, was stimmt</strong></p>
<p>128 S., Herder 2011     (erscheint im November)                                     8,99 EUR</p>
<p>Der Islamforscher zeigt wie mithilfe dieser Figur ein religiös motivierter Kampf um die „Wahrheit“ geführt wird. Und Brunner stellt unliebsame Fragen: Wie ist die Wirkung Mohammeds auf das islamische Recht und die Volksfrömmigkeit einzuschätzen? Welche Bilder und Klischess gibt es von ihm? Die Antworten stehen im Buch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gudrun Krämer: Demokratie im Islam. </strong></p>
<p><strong>Der Kampf für Toleranz und Freiheit in der arabischen Welt.</strong></p>
<p>240 S., C. H. Beck 2011                                                                          14,95 EUR</p>
<p>Ein wichtiges Buch um sich eine eigene Meinung zu bilden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Materialdienst – Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfragen  7/11</strong></p>
<p>Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen                          2,50 EUR</p>
<p>u.a. „Der Glaube an den einen Gott im Judentum, Christentum und Islam“, „Die zehn verlorenen Stämme Israels – Der Antisemitismus von Christian Identity“, „Die Gülen-Bewegung – Das Bildungsnetzwerk um Fethulla Gülen“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Blätter für deutsche und internationale Politik   Ausgabe 7/2011</strong></p>
<p>130 S., Blätter Verlag 2011                                                                      9,50 EUR</p>
<p>u.a. „Griechenland in Schuldknechtschaft“, „Russischer Winter im arabischen Frühling“, „Nordafrikanische Erfolgsgeschichten?“, „Störfaktor Gaddafi“, „Der deutsch-amerikanische Bindestrich – Eine Lektion in Multikulti aus der Geschichte der USA“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Tom Koenigs: Machen wir Frieden oder haben wir Krieg?</strong></p>
<p><strong>Auf UN-Mission in Afghanistan</strong></p>
<p>264 S., geb, Wagenbach 2011   (erscheint September)                          19,90 EUR</p>
<p>Afghanistan – Geschichte von Wiederaufbau und Befriedung oder Beispiel des Scheiterns westlicher Einmischung? Tom Koenigs Aufzeichnungen als höchster UN-Vertreter in den entscheidenden Jahren erlauben einen bisher unbekannten – und ungeschönten – Blick hinter die Kulissen. – Und sie sind eine stilistische Seltenheit: Frisch, witzig, fast literarisch und vollkommen unbefangen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Boualem Sansal – Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2011</span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Die Bücher des algerischen Schriftstellers in deutscher Übersetzung:</span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Boualem Sansal: Der Schwur des Barbaren</strong></p>
<p>468 S., Pb., Merlin Verlag                                                                         18,90 EUR</p>
<p>Roman. Sansals Erstlingsroman: 1999 nach fast einem Jahrzehnt des Grauens Situationsbeschreibungen von unvergesslicher Eindringlichkeit und schrillem Sarkasmus aus Algerien zu uns herüberklangen, horchte die Kritik in Europa auf. Sollte aus diesem Land nach dem monströsen Kurzschluss von Bürgerkrieg und Völkermord mit 200 000 Toten denn noch etwas anderes zu erwarten sein als Trauergesang? Offenbar ja. Zum Beispiel die Schilderung dessen, was die dereinst in ein befriedetes Algerien zurückkehrenden Touristen vorgesetzt bekommen würden: „Hausstaub und Staublunge, Schlaglöcher und wilde Mülldeponien, Terrorismus und Wirtschaftskrise“. Der Politkrimi, der in der Aufklärung zweier Mordfälle – der Mord an einem einflussreichen Regionalpotentaten und der an einem belanglosen Landarbeiter – die Grundübel eines ganzen Landes aufarbeitete, war aber erst der fulminante Anfang eines Werks von bisher fünf Romanen.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Das verrückte Kind auf dem hohlen Baum</strong></p>
<p>280 S., geb., Merlin Verlag                                                                        23,00 EUR</p>
<p>Roman</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Boualem Sansal: Erzähl mir vom Paradies</strong></p>
<p>280 S., geb., Merlin Verlag                                                                       22,90 EUR</p>
<p>Roman. In der verrauchten „Bar des Amis“ in Algier, dem Handlungsort des dritten Romans , erfinden die Stammgäste ihr Algerien allabendlich neu. Seine besondere Art, Stimmungen und Szenen über Anführungszeichen hinweg fließend aus den Sprachticks, Traumfluchten und fixen Ideen seiner Figuren zu entwickeln, treibt der Autor dort soweit, dass uns mitunter schwindlig wird und das Paradies wie ein Gespensterhaus klappert.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Harraga</strong></p>
<p>288 S., geb., Merlin Verlag                                                                       22,90 EUR</p>
<p>Dieser Roman von 2005 bietet erstmals Vertiefung in eine Einzelfigur. Der Titel spielt auf jene afrikanischen Migranten an, die auf dem Weg nach Europa ihre Papiere verbrennen, um einer Abschiebung zu entgehen. Wo andere Autoren wie Tahar Ben Jelloun in „Verlassen“ dieses Thema ins Spektrum vieler Einzelschicksale spreizen, bündelt Sansal es in seiner Hauptfigur Lamia, einer Kinderärztin in Algier. Deren Familie und deren Freunde sind gestorben oder abgereist, sie hängt ganz ihren Erinnerungen nach, bis die 16jährige Cherifa schwanger vor ihrer Tür steht. Die Begegnung der beiden Frauen ist kurz und heftig, Lamias Suchen nach dem bald wieder verschwundenen Mädchen lang und aufregend. Die chaotische Migrantin verblühter Traumwelten bringen erstmals so etwas wie Hoffnung in Sansals Werk.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Das Dorf der Deutschen</strong></p>
<p>288 S., Pb., Merlin Verlag  2009                                                                  15,80 EUR</p>
<p>Roman. Ein Tabubruch. Der Roman beruht auf der Geschichte eines Mannes, von dem Sansal in frühen Jahren tatsächlich gehört hatte: ein aus Deutschland Zugewanderter, der es in seinem algerischen Dorf zu Ansehen gebracht hat, ungeachtet – oder vielleicht dank seinem früheren Einsatz bei der SS und im KZ. Die Darstellung unterschwelliger Zusammenhänge zwischen Nationalsozialismus und arabisch-islamischen Nationalismus löste heftige Reaktionen auf dieses Buch aus. Sansal antwortet mit dem Hinweis, so lange über solche Themen nicht offen gesprochen werden könne, sei ein Aufbruch in der arabischen Welt ein frommer Wunsch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Boualem Sansal: Postlagernd: Algier</strong></p>
<p>84 S., Pb., Merlin Verlag                                                                            9,90 EUR</p>
<p>Gefolgt von „Unser Herz schlägt in Tunis“, vier Essays und ein Interview zum arabischen Frühling. Sansals 2006 verfasster Brief an seine Landsleute mit dem Titel „Postlagernd: Algier“ prägte Hoffnung. Er ist eine Abrechnung mit den kollektiven Legenden: Nein, Algerien ist nicht arabisch, sondern ein Völker- und Sprachgemisch, seine Bewohner seien nicht von Natur aus, sondern allenfalls aus Überzeugung muslimisch – was den Autor und sein Werk im Land endgültig auf den Index brachte. Wieder aufgelegt und ergänzt mit aktuellem.</p>
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<p><strong>Boualem Sansal: Literatur, kein Krieg</strong></p>
<p>Ein Filmportrait von Alain de Sèdouy</p>
<p>ARTE-DVD, 52 Min.                                                                                20,00 EUR</p>
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<p><strong>Hans Erler: Zur Aktualität des Judentums</strong></p>
<p><strong>Vorträge 1997 – 2010</strong></p>
<p>220 S., Pb., Königshausen &amp; Neumann 2011 (erscheint 3.Quartal)       28,00 EUR</p>
<p>Der Band ist ein für Deutschland einzigartiges Dokument der Annäherung und Identifikation mit jüdischem Denken. Er besteht aus Beiträgen zu vom Autor herausgegeben Publikationen zum Judentum in Deutschland aus den Jahren 1997 – 2003, der zweite Teil enthält Vorträge aus der Zeit 2004 – 2010. Was alle Texte verbindet ist das Interesse, den politischen Gehalt jüdischen Denkens herauszustellen. Sie unterscheiden sich damit von jeder anderen Art der Auseinandersetzung mit Judentum in Deutschland vor und nach der Vernichtung des europäischen Judentums. Judentum erscheint in allen Texten als eine ganz und gar gegenwärtige autoritäts-, herrschafts- und gewaltkritische Antwort auf die verbrecherischen Irrwege der Geschichte. Ihr Fazit: „Keine Humanität ohne Aufklärung – Keine Aufklärung ohne Humanität“. Der Band zeigt, dass die Aktualität des Judentums darin besteht, dass sein Denken kein Tabu gelten lässt und gerade damit zur Umkehrung des Blicks weg von der Anerkennung jeden irrationalen Geltungs- und Herrschaftsanspruchs verführt. Diese Umkehrung des Blicks verdichtet sich in einem Begriff: Ungehorsam. Er erweist sich als der politische Schlüsselbegriff zu einer dem Menschen angemessenen Welt des Dialogs im Privaten und Gesellschaftlichen, der Wirtschaft und der Politik.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Alan Hart: Zionismus – Der wahre Feind der Juden</strong></p>
<p><strong>Band 1: Der falsche Messias</strong></p>
<p>400 S., Pb., Melzer Verlag (erscheint Herbst)                                        19,99 EUR</p>
<p>Der falsche Messias ist der Titel des ersten Bandes von „Zionismus – Der wahre Feind der Juden“, einer epischen Reise durch die Propagandalügen und die dokumentierte Wahrheit der Geschichte von Entstehung und Aufrechterhaltung dessen, was als der israelisch-palästinensische Konflikt bezeichnet wird. Was ist Alan Harts Botschaft an alle Bürger der westlichen Welt, hauptsächlich der USA und hierbei insbesondere an die jüdischen Amerikaner? – So gut wie alles, was euch über die Entstehung und Aufrechterhaltung des Nahostkonfliktes zu glauben beigebracht worden ist, ist nicht wahr. Israels Existenz hat sich niemals durch irgendeine Kombination arabischer Militärkraft in Gefahr befunden. Die Behauptung des Zionismus, die israelischen Juden hätten in der anhaltenden Gefahr, „ins Meer getrieben“ zu werden, gelebt, diente als Propagandawerkzeug, das es dem – zionistischen, nicht jüdischen – Staat Israel erlaubte, dort durchzukommen, wo es am meisten zählte – nämlich in Europa und Amerika -, indem er seine eigene Aggression als Selbstverteidigung und sich selbst als Opfer darstellte, obwohl eigentlich Israel der Unterdrücker war und es noch immer ist. Als früherer Korrespondent von ITN und BBC Panorama besitzt Alan Hart aus erster Hand eine riesige Menge an Wissen über den Konflikt in und um Palästina, wo ein implantiertes, kleines Israel zu einem Großisrael expandiert ist. Über mehr als drei Jahrzehnte genoss er intimen Zugang zu, und auf menschlicher Ebene auch Freundschaften mit, vielen Führern auf beiden Seiten, im Besonderen mit Golda Meir, der Mutter Israels, und Jassir Arafat, dem Vater Palästinas. In seinem Buch „Arafat, Terrorist oder Friedensstifter?“, 1984 zum ersten Mal publiziert, bot Alan Hart seinen Lesern den Anreiz darüber nachzudenken, ob der Führer der PLO nicht bereit, willens und fähig sein könnte, zu Bedingungen Frieden zu schließen, die jede rationale Regierung und Bevölkerung in Israel mit Erleichterung akzeptieren würden. Hart nahm auch als Vermittler zwischen Arafat und dem damaligen israelischen Oppositionsführer Shimon Peres an den geheimen Friedenssondierungen auf Führungsebene teil, als sich abzeichnete, dass Peres Ministerpräsident werden und damit Menachem Begin eine zweite Amtszeit verwehren könnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Semit – Unabhängige jüdische Zeitschrift  Sondernummer 1 / 2011</strong></p>
<p>Melzer Verlag 2011                                                                                      5,00 EUR</p>
<p>Abdruck mit Zwischenkommentaren der aktuellen Stunde im Deutschen Bundestag vom 25.Mai 2011 zu „Aktuelle sozialwissenschaftliche Untersuchungen zu möglichen antisemitischen und israelfeindlichen Positionen und Verhaltensweisen in der Partei DIE LINKE sowie weiteren Artikeln dazu (u.a. Felicia Langer und Rolf Verleger)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Rupert Neudeck: Das unheilige Land</strong></p>
<p><strong>Brennpunkt Naher Osten – Warum der Frieden verhindert wird</strong></p>
<p>240 S., Herder 2011                                                                                  18,95 EUR</p>
<p>Rupert Neudecks kritischer Blick auf den Nahen Osten. Ein thesenstarkes und eindringliches Plädoyer für eine neue Einschätzung Israels.</p>
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<p><strong>Martin Schäuble: Black Box Dschihad</strong></p>
<p>224 S., Hanser 2011                                                                                14,90 EUR</p>
<p>Unterschiedlicher kann das Leben für die beiden Hauptfiguren kaum sein. Daniel, Gymnasiast und Hip-Hop-Fan, wächst in einer gutbürgerlichen Familie im Saarland auf, Sa`ed mit acht Geschwistern im krisengeschüttelten Gebiet der Palästinenser. Beide wollen Gotteskrieger werden und im Dschihad kämpfen. Warum? Für junge Leser ab 14 Jahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ortwin Ramadan: Der Schrei des Löwen</strong></p>
<p>288 S., Carlsen 2011                                                                                9,95 EUR</p>
<p>Der 16jährige Yoba und sein vier Jahre jüngerer Bruder fliehen aus einem Slum in Aba, einer Stadt in Nigeria, Richtung Europa. Denn Yoba muss sich vor Gangstern in Sicherheit bringen und für seinen autistischen Bruder einen Arzt finden. Die Reise führt durch die Sahara, vorbei an den Soldaten, die Flüchtlinge verprügeln, ausbeuten oder vergewaltigen, und übers Meer mit seinen vielen Gefahren. Immer wieder erlebt man fast hautnah die Qualen, die die beiden Brüder durchstehen müssen und die Yoba in seinem Tagebuch schildert. Eine Junge, der auf Sizilien Urlaub macht, findet es und macht sich auf die Suche nach Yoba. „Der Schrei des Löwen“ ist ein packendes Drama, das auch viele schockierende Passagen enthält – und uns lehrt, wie klein unsere Probleme im Vergleich zu denen der Flüchtlingskinder aus Afrika sind. Ab 13 Jahren.</p>
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<p><strong>Kuwana Haulsey: Der Engel von Harlem</strong></p>
<p><strong>Die Lebensgeschichte der ersten farbigen Ärztin in New York</strong></p>
<p>416 S., geb., Urachhaus                                                                          22,90 EUR</p>
<p>Eine faszinierende Biografie! Jahrelang kämpft May Chinn darum, als Ärztin arbeiten zu dürfen. Nach langem Ringen absolviert sie erfolgreich die medizinische Ausbildung am Harlem Hospital und startet schließlich ihre Karriere als erste farbige Ärztin New Yorks. Es beginnt ein Leben des leidenschaftlichen Kampfes für die Ärmsten der Armen in Harlem. Immer wieder setzt sie ihr eigenes Leben aufs Spiel, um andere zu retten, führt Operationen auf Küchentischen durch und kämpft darum, junge Mädchen vor einem Leben auf der Straße zu bewahren. Die preisgekrönte Journalistin Kuwana Haulsey hat dem außergewöhnlichen Leben der Ärztin May Edward Chinn (1896 – 1980) ein poetisches Denkmal gesetzt und zugleich ein beeindruckendes Stimmungsbild der stürmischen Rassenunruhen im New York der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts geschaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Eva C. Schweitzer: Tea Party: Die weiße Wut</strong></p>
<p>218 S., dtv 2012        (erscheint Januar 2012)                                            14,90 EUR</p>
<p>Auf radikales Denken in der westlichen Welt weist Eva C. Schweitzer hin: In ihrem Buch zeigt sie, was die erstarkte Neue Rechte in den USA so gefährlich macht.</p>
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<p><strong>Alexander Dorin: Srebrenica</strong></p>
<p><strong>Die Geschichte eines salonfähigen Rassismus </strong></p>
<p>254 S., Edition Zeitgeschichte 45, 2011                                                      19,90 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alexander Dorin / Zoran Jovanovic</strong></p>
<p><strong>Srebrenica – Wie es wirklich war</strong></p>
<p><strong>Unterdrückte Tatsachen über die an Serben begangenen Massaker 1992-1995</strong></p>
<p>121 S., geb., Ahriman 2010                                                                                    28,90 EUR</p>
<p>Alexander Dorin, in der Schweiz aufgewachsener Sohn bosnischer Eltern, wirft in den beiden Büchern der NATO vor bewusst Falschinformationen über den angeblichen Massenmord verbreitet zu haben. 1995 soll das bosnisch-serbische Militär bis zu 8000 bosnisch-muslimische Männer umgebracht haben. Diese Version werde nicht durch Fakten gestützt, es seien nicht mehr als 2000 Tote gewesen die nicht durch ein Massaker, sondern im Gefecht gefallen seien. Solche Positionen sind nicht gern gesehen, auch der Schriftsteller Peter Handke erntete massive Kritik auf sein Buch „Gerechtigkeit für Serbien“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Anushka Gokhale: Indien erzählen</strong></p>
<p><strong>Eine Studie zur deutschsprachigen Reiseliteratur</strong></p>
<p>184 S., Pb., Königshausen &amp; Neumann 2011 (erscheint 3.Quartal)            28,00 EUR</p>
<p>Nehrus Neutralitätspolitik nach der indischen Unabhängigkeit, die Solidaritätsbewegung der 68er Generation, die Öffnung des indischen Marktes: immer wieder hat sich der Blick des Westens auf Indien grundlegend verändert. Die deutschsprachige Reiseliteratur zu Indien, die nach 1945 entstand, bildet als Spiegel des europäischen Selbstbildes den Gegenstand der vorliegenden Studie. Die Untersuchung zielt darauf, charakteristische Themenkomplexe, Deutungsmuster und Darstellungsverfahren herauszuarbeiten. Anstatt die „Indienbilder“ der Reisenden als solche zu rekonstruieren oder zu bewerten, werden die sie bedingenden Motivationen, Erwartungen und ideologische Prägungen in den Vordergrund gestellt. Untersucht werden Texte von etwa 15 Autorinnen und Autoren; der älteste Text ist 1961 erschienen, der jüngste 2009. Die Studie berücksichtigt auch Reiseberichte von Autorinnen und Autoren der DDR, die in der bisherigen Forschung noch keine Beachtung gefunden haben. Die Autorin, geb. 1981, hat an der University of Pune (Indien) Germanistik studiert. 2010 hat sie mit der vorliegenden Studie an der Albert Ludwigs Universität Freiburg promoviert. Seit ihrer Kindheit studierte sie insgesamt 16 Jahre klassische indische Musik (Gesang). Dazu lernte sie auch andere Musikrichtungen: Bhajans (hinduistische religiöse Lieder), Ghazals (vertonte Urdu-Gedichte aus dem muslimischen Kulturkreis), indische Folklore und anspruchsvolle Lieder aus indischen Filmen, die in ganz Asien äußerst beliebt sind. Sie hat einen Abschluss als Musiklehrerin für indische Musik. Anushka gab schon in Indien etliche Konzerte. 2006 führte sie eine Tournee mit einer indischen Theatergruppe nach Deutschland.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Fidel Castro wird am 13.August 2011 85 Jahre alt. Im Rotbuch Verlag liegen drei thematische Titel vor:</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong>Fidel Castro / Ignacio Ramonet: Mein Leben</strong></p>
<p>784 S., Rotbuch 2011                                                                                  14,95 EUR</p>
<p>Einen umfassenden Einblick in das Denken eines der wichtigsten Staatsmännder der Weltgeschichte bietet das viel gelobte Buch „Mein Leben“. Mehr als 100 Stunden interviewte Ignacio Ramonet den „Commandante en Jefe“ für diese Memoiren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fidel Castro: Die Geschichte wird mit freisprechen</strong></p>
<p>128 S., Rotbuch 2009                                                                                    9,90 EUR</p>
<p>Castros berühmte Verteidigungsrede vor Gericht am 16.Oktober 1953 liegt in ungekürzter Neuübersetzung im Rotbuch Verlag vor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Harald Neuber: Das neue Kuba</strong></p>
<p>192 S., geb., zahlr. Abb., Rotbuch 2011                                                      19,95 EUR</p>
<p>Zahlreiche Fotos aus den Archiven der Nachrichtenagentur „Prensa Latina“ zeugen vom Kuba der sechziger Jahre und vom Geist des dynamischen Neuanfangs nach der Revolution.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Zauber und Wunder – Die Märchen der Welt</strong></p>
<p>970 S., geb., Reclam 2011  (erscheint Oktober)                                          29,95 EUR</p>
<p>Märchen aus 111 Ländern – eine Wanderung durch die Kulturen der Welt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Worldwatch-Institut: Zur Lage der Welt 2011</strong></p>
<p><strong>Hunger im Überfluss – Neue Strategien gegen Unterernährung und Armut</strong></p>
<p>288 S., oekom 2011                                                                                    19,95 EUR</p>
<p>Das renommierte Worldwatch-Institut veröffentlicht jedes Jahr einen kritischen und lesenswerten Überblick „zur Lage der Welt“. Das neueste Jahrbuch hat das Problem der Nahrungsmittelversorgung in den Mittelpunkt gestellt. Weltweit werden mehr Lebensmittel produziert als je zuvor. Doch noch immer hungert jeder sechste Mensch. Die Preise für Nahrungsmittel sind in den letzten Jahren rasant angestiegen. Wie kann eine Landwirtschaft der Zukunft die Weltbevölkerung ausreichend ernähren, ohne unsere Lebensgrundlage zu zerstören? Die deutsche Ausgabe ist jetzt in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Germanwatch erschienen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Jean Ziegler: Wie kommt der Hunger in die Welt? </strong></p>
<p><strong>Ein Gespräch mit meinem Sohn</strong></p>
<p>176 S., cbt 2002                                                                                              6,00 EUR</p>
<p>»Hunger ist kein Schicksal, sondern gemacht.« Warum sterben Menschen an Hunger, während andere Nahrungsmittel vernichten? Jean Ziegler stellt sich den Fragen seines Sohnes und erklärt prägnant und anschaulich eine der größten Ungerechtigkeiten unserer Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Bestelladresse: </span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Worms Verlag</strong></p>
<p><strong>Abt. Onlineshop</strong></p>
<p><strong>Kultur- und Veranstaltungs GmbH, </strong></p>
<p><strong>Von Steuben Str.5, 67549 Worms </strong></p>
<p><strong>Berthold Röth</strong><strong> T</strong><strong>el. 06241-2000-314 </strong></p>
<p><strong>e-mail: </strong><a href="mailto:berthold.roeth@kvg-worms.de"><strong>berthold.roeth@kvg-worms.de</strong></a><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Resümee Nibelungenfestspiele 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 07:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wormsverlag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Thema in unserem Verlag erschienen: Programmheft Festspiele 2011 (Jud Süß)       5  EUR   978-3-936118-57-5 Joseph Süß Oppenheimer &#8211; ein Justizmord. Zur Situation der Juden im Südwesten und der Hofjuden im 18.Jahrhundert           16,50 EUR 978-3-936118-73-5 Minderheiten in Deutschland. Assimiliert? Integriert? Diskriminiert? 19,90 EUR  978-3.936118-23-0 10 Jahre Nibelungen-Festspiele Worms  Hervorragendes Ergebnis der Nibelungen-Festspiele: Auslastung bei fast 90 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wormsverlag.wordpress.com&amp;blog=12508795&amp;post=262&amp;subd=wormsverlag&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Thema in unserem Verlag erschienen:</p>
<p>Programmheft Festspiele 2011 (Jud Süß)       5  EUR   978-3-936118-57-5</p>
<p>Joseph Süß Oppenheimer &#8211; ein Justizmord. Zur Situation der Juden im Südwesten und der Hofjuden im 18.Jahrhundert           16,50 EUR 978-3-936118-73-5</p>
<p>Minderheiten in Deutschland. Assimiliert? Integriert? Diskriminiert? 19,90 EUR  978-3.936118-23-0</p>
<p><strong>10 Jahre Nibelungen-Festspiele Worms </strong></p>
<p><strong> Hervorragendes Ergebnis der Nibelungen-Festspiele: Auslastung bei fast 90 Prozent</strong></p>
<p>Worms. Die Nibelungen-Festspiele konnten mit dem Stück „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ von Dieter Wedel und Joshua Sobol ein großartiges Ergebnis erzielen. „Es gab noch nie in der zehnjährigen Festspiel-Geschichte so viele Reaktionen und E-.Mails, die ihrer tiefen Bewegung über das Stück und die Aufführung Ausdruck gegeben haben“, erklärt Festspiel-Intendant Dieter Wedel. „Das hat mich sehr beeindruckt.“ Trotz der problematischen Wettersituation seien viele Menschen von weither angereist.</p>
<p>Die Verantwortlichen rechnen bei den Festspielen, die heute Abend zu Ende gehen, mit einer Auslastung von annähernd 90 Prozent. Dieter Wedel weiter: „Ein wunderbares Ergebnis, ganz besonders, wenn man bedenkt, dass wir keine leichte Kost bieten. Ich hoffe zwar, es ist gute Unterhaltung, aber von heiterer Zerstreuung ist es weit entfernt. Wir haben den Menschen in diesem Jahr etwas zugemutet, und das wurde belohnt.“</p>
<p>Michael Kissel, Oberbürgermeister der Stadt Worms und Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Nibelungen-Festspiele, ist mit dem Verlauf der diesjährigen Festspiele sehr zufrieden. „Ich habe den Eindruck, dass es gelungen ist, die Berührungsängste, die viele mit der deutsch-jüdischen Thematik hatten, abzubauen. Dies war mein größter Wunsch, ich bin von Anfang an der Überzeugung gewesen, dass es richtig ist, „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ in Worms aufzuführen. Wir haben grandiose Schauspieler gesehen und ein bewegendes Stück.“</p>
<p>Mit der „Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ wurde im Jubiläumsjahr der Festspiele ein Stoff aufgeführt, der ähnlich wie die Nibelungen von den Nazis missbraucht wurde. Schon zu Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2004 kündigte Dieter Wedel an, neben dem Nibelungen-Thema auch andere Stoffe auf die Bühne zu bringen, die mit der Wormser Geschichte verbunden sind. Im vergangenen Sommer machte er mit der Geschichte über den Stauferkaiser Friedrich II. in „Teufel, Gott und Kaiser“ erfolgreich den Anfang. Worms ist seit dem Mittelalter eng mit der Geschichte der Juden in Deutschland verknüpft. In Worms befindet sich der älteste jüdische Friedhof Europas. – seit vielen Jahrzehnten Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt.</p>
<p>Die Geschichte des jüdischen Finanziers Joseph Süß Oppenheimer ist ein Mythos, der über die Jahrhunderte hinweg die Menschen bewegt hat. Auf Verteidigungsschriften folgten hasserfüllte Pamphlete, die in dem antisemitischen Hetzfilm „Jud Süß“ von Veit Harlan gipfelten.</p>
<p>Zum zehnten Geburtstag der Nibelungen-Festspiele ist das Star-Aufgebot besonders groß gewesen. Neue Schauspieler sowie bekannte Namen aus zehn Jahren Festspiele konnte Intendant Dieter Wedel für die diesjährige Uraufführung engagieren: <strong>Rufus Beck, Felicitas Woll, Jürgen Tarrach, Manfred Zapatka, Teresa Weißbach, Peter Striebeck, Walter Plathe, André Eisermann, Anouschka Renzi und andere. </strong></p>
<p>Vom 25. Juni bis 10. Juli wurde an insgesamt 16 Abenden vor der Westseite des Wormser Kaiserdoms „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ aufgeführt, jeden Abend standen 1244 Plätze zur Verfügung.</p>
<p>Sascha Kaiser, der Kaufmännische Geschäftsführer der Nibelungen-Festspiele, erklärt: „Es hat sich herausgestellt, dass im Rahmen der Nibelungen-Festspiele auch andere Stoffe sehr gut vor dem Wormser Kaiserdom funktionieren und vom Publikum mit großer Begeisterung angenommen werden. Die Nachfrage an Tickets war gerade gegen Ende der Festspiele nochmal besonders groß. Ich glaube, wir hätten noch länger spielen können.“</p>
<p>Ulrich Mieland, der Technische Geschäftsführer der Nibelungen-Festspiele betont, dass der romantische Heylshofpark, den Kritiker als eines der schönsten Theater-Foyers in Deutschland bezeichnen, von den Besuchern hervorragend angenommen wurde. „Er ist längst eine Attraktion für Tausende von Gästen und ein Markenzeichen der Nibelungen-Festspiele.“</p>
<p>Erfolgreich war auch das <strong>Kulturprogramm </strong>der<strong> Nibelungen-Festspiele</strong>, das in diesem Jahr ganz im Zeichen des Stückes „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ stand. Zum ersten Mal wurde in Kooperation mit den Nibelungen-Festspielen ein Buch veröffentlicht und eine Umfrage zum Thema „Minderheiten in Deutschland“ in Auftrag gegeben. „Assimiliert, integriert, diskriminiert? Minderheiten in Deutschland“, so der Titel des Buches, das von <strong>Dr. Kurt E. Becker</strong> herausgegeben wurde.</p>
<p>Weitere Highlights des Kulturprogramms waren: die musikalische Lesung von <strong>Nina Petri</strong> mit Texten von Else Lasker-Schüler, das Konzert „Berlinoise“ mit <strong>Meret Becker,</strong> das <strong>Filmwochenende,</strong> an dem vier Filme über die Figur Joseph Süß Oppenheimer in der Kinowelt Worms gezeigt wurden, darunter auch „Jud Süß“ von Veit Harlan, die <strong>Sonderveranstaltung </strong>zu<strong> „Jud Süß“ </strong>im <strong>Nibelungenmuseum </strong>sowie die <strong>Theaterbegegnungen </strong>mit dem Thema „Die Wahrnehmung des Anderen“. Im Heylshofpark referierten und diskutieren: der Literaturwissenschaftler und Vorsitzende der Jüdischen Gemeinden Rheinland-Pfalz. <strong>Dr. Peter Waldmann</strong>, <strong>Sandra Kreisler</strong>, die auch jiddische und kabarettistische Chansons präsentierte, <strong>Dr. Michel Friedman</strong>, der einen Vortrag über die multi-kulturelle Gesellschaft hielt sowie <strong>Romani Rose</strong>, der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma. Die Autoren <strong>Joshua Sobol</strong> und <strong>Dieter Wedel</strong> beantworteten Fragen zum Stück. Gut besucht waren auch die Aufführungen der <strong>Nibelungenhorde</strong>, der <strong>Kindertag </strong>und der<strong> „Tag der offenen Tür“.</strong></p>
<p>Vom <strong>3. </strong>bis zum<strong> 19. August 2012</strong> finden die elften Nibelungen-Festspiele vor der Westseite des Wormser Kaiserdoms statt. Wegen des großen Interesses an „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ überlegen der Intendant und das Festspiel-Team, im nächsten Jahr das Stück wieder aufzunehmen. Wie bei den Nibelungen wird es dann natürlich nicht einfach eine Wiederholung geben, sondern es werden neue Blickwinkel auf das Stück erarbeitet werden.</p>
<p>Weitere Informationen unter <a href="http://www.nibelungenfestspiele.de/">www.nibelungenfestspiele.de</a></p>
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