Bücherangebot Interkultur Liste 18
Alle angeführten Titel können Sie bestellen über
Worms Verlag, Abt. Onlineshop, Kultur- und Veranstaltungs GmbH
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Le Monde diplomatique:
Atlas der Globalisierung: Das 20.Jahrhundert. Der Geschichtsatlas
Pb., Taz-Verlag 12,00 EUR
Der zweite Titel der Reihe. Das 20.Jahrhundert zusammengefasst auf 102 Seiten? Doch, das geht. Die thematischen Karten von Philippe Rakecewicz erläutern wieder sehr anschaulich Zusammenhänge und Entwicklungen der Globalisierung im 20.Jahrhundert: vom Zerfall der alten Reiche bis zu den Emanzipationsbewegungen des 20.Jahrhunderts, von der Russischen Revolution bis zum Nationalsozialismus, von den deutschen Kolonialkriegen in Afrika bis zur sowjetischen Besetzung Afghanistans, von der Funktechnik auf Kriegsschiffen bis zur Entschlüsselung des menschlichen Genoms.
Heimatkunde
28 Künstler aus 41 Ländern
240 S., 100 farbige Abb., Hirmer Verlag 2011 34,90 EUR
Katalogbuch zur Ausstellung zum zehnjährigen Jubiläum des Jüdischen Museums Berlin. Zeitgenössische Künstler zeigen ihre Sicht auf Deutschland. „Gibt es eine kollektive nationale Identität?“, fragt das Jüdische Museum Berlin angesichts seines zehnjährigen Bestehens. Eine Antwort suchen 28 zeitgenössische Künstler aus unterschiedlichen Kulturen, die mit ihren Positionen unsere gegenwärtige Befindlichkeit als Bürger und Einwohner Deutschlands beschreiben und hinterfragen. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die deutsche Gesellschaft sichtbar verändert: Deutschland erkennt sich als Migrationsgesellschaft. Der globale Wandel produziert fundamentale Umwälzungen im Ökonomischen wie im Privaten. Religiöse und säkulare Denk- und Lebensweisen prallen aufeinander, Lebensräume verändern sich. Wie verweben Zugewanderte ihre mitgebrachte Kultur mit einer für sie neuen Realität? Wie verändert Zuwanderung sowohl die Migranten wie auch die Einheimischen? Alle im Katalogbuch präsentierten zeitgenössischen Arbeiten nähern sich diesen Fragen aus der subjektiven Sicht von Künstlern unterschiedlicher Herkunft, die in Deutschland leben bzw. lebten. Thematisiert werden zentrale Aspekte ihrer Wahrnehmungen, darunter persönliche und kollektive Erinnerungen, nationale Mythen und ihre Brechung, Sprache, Religion und die Erfahrung der Migration. Das Spektrum der vorgestellten Positionen umfasst Installationen, Video- und Filmarbeiten, Fotografie-Serien, Gemälde, Druckgrafik und Performances. Sechs Arbeiten von Arnold Dreyblatt, Via Lewandowsky und Durs Grünbein, Julian Rosenfeldt, Misha Shenbrot, Anny und Sibel Öztürk, Raffael Rheinsberg und Lilli Engel wurden eigens zu diesem Thema in Auftrag gegeben.
Margot Kässmann: Vergesst die Gastfreundschaft nicht
48 S., Ullstein Streitschrift 2011 (erscheint am 10.10.) 3,99 EUR
Die neue Streitschrift der Bestseller-Autorin, erscheint von ihr selbst gelesen zeitgleich als Hörbuch für 4,99 EUR.
Kurt E. Becker :Minderheiten in Deutschland Assimiliert, integriert, diskriminiert? Erster Band des Nibelungen-Forum Pb., Worms Verlag 2011 19,90 EUR Der Holocaust wirft seinen finsteren, langen Schatten auch in die deutsche Gegenwart. Das Verhältnis der Deutschen zu ihren Minderheiten bleibt, ob wir dies wollen oder nicht, über alle Zeiten hinweg durch die Nazi-Gräuel belastet. Die Hypothek unserer Vergangenheit ist untrennbar verbunden mit der je aktuellen Frage nach dem Verhältnis der Deutschen zu den hierzulande lebenden Minderheiten.Parallel zu den Nibelungenfestspielen Worms „Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ ist dieser Titel erschienen und betrachtet das Thema Zuwanderung und Minderheiten aus ganz verschiedenen Blickwinkeln. Neben einem Befragungs- und Statistik-Teil bietet das Buch viele persönliche Schicksale, Lebenslinien und Sichtweisen von Bürgern. „Ein hoch interessantes Buch, das für jeden, der sich mit dem Themenkomplex beschäftigt, ein absolutes Muss darstellt“ (Gernot Kirch, Nibelungen-Kurier)
Susanne Stemmler: Multikultur 2.0 Willkommen im Einwanderungsland Deutschland 336 S., Wallstein 2011 19,90 EUR Der aktuelle Sammelband von Susanne Semmler, Leiterin der Abteilung Literatur, Gesellschaft, Wissenschaft im Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ vermittelt mit 36 Beiträgen kritisch, anregend und vielstimmig die Lage der „Multikultur“ im Jahr 2011. Das Buch, quasi ein multikulturelles Update für Theorie und Praxis, macht klar, dass es keine einfachen Lösungen für die Herausforderungen moderner Gesellschaften geben wird, dass die real existierende Vielfalt widersprüchlich ist und der Dialog konfliktreich.
Thilo Sarrazin: Deutschland schafft sich ab
Wie wir unser Land aufs Spiel setzen
464 S., DVA 2010 22,90 EUR
Der Sarrazin-Effekt wirkt offensichtlich bis heute. Mit 1,3 Millionen Exemplaren ist sein Buch September 2010 – also seit seinem Erscheinungstermin – das meistverkaufte Sachbuch.
Das Skandalbuch, das es in Windeseile schaffte, den Kulturteil der Zeitungen zu verlassen und als talkshowtauglich zu gelten. Thilo Sarrazin hat es für den Sachbuch-Markt vorgemacht. Nicht nur, weil er wochenlang die Plasbergs und Wills der Republik in Atem hielt, sondern weil seine statistikgesättigte Provokation einen gesellschaftlichen Nerv traf. Die künstlich erregte Debatte um Sarrazin zeigte zudem auch in Deutlichkeit auf, dass viele nicht zur Sofortvermarktung tauglichen Romane und Sachbuchtitel mittlerweile chancenlos sind. Wo kein Hype, da kaum Verkauf. Darum durchaus auch mal einen der weniger bekannten – hier gelisteten Titel – bestellen.
Haci Halil Uslucan: Dabei und doch nicht mittendrin
Die Integration türkischstämmiger Zuwanderer
96 S., geb., Wagenbach 2011 14,90 EUR
31.Oktober 2011: 50 Jahre Deutsch-Türkisches Anwerbeabkommen: „Alles verstehen heißt nicht, mit allem einverstanden sein. Aber Verstehen ist die Voraussetzung, um überhaupt zu urteilen“. „Jetzt sind sie schon über 40 Jahre hier und können immer noch kein Deutsch“ – „Türken sind am schlechtesten integriert“, so oder ähnlich lauten die medial-populistischen Diagnosen zur gesellschaftlichen Integration der Menschen aus der Türkei, und selbst bei Zuwanderungsbefürwortern finden sich solche Vorurteile zuhauf. Haci Halil Uslucan, Wissenschaftler von hoher Reputation, hat viele Jahre Integrationsforschung betrieben. In seinem Buch fragt er zunächst, welche unterschiedlichen Motive zur Migration geführt haben, um die damit einhergehenden Anpassungsprozesse in der „neuen Heimat“ herauszuarbeiten. Und er fragt, wie eine Integrations- und Bildungspolitik aussehen muss, damit sie nicht – wie so oft in Deutschland – zum Scheitern verurteilt ist, sondern die Potentiale derjenigen entdeckt – und nutzt -, die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen sind. Uslucan thematisiert aber vor allem auch die Veränderungen in der Aufnahmegesellschaft, denn: Die Präsenz des „Anderen“, des vermeintlich „Fremden“, wirkt auf die „Einheimischen“ ein und löst bei ihnen Fragen nach der eigenen kulturellen Identität aus. Haci Halil Uslucan, geboren 1965 in Kayseri/Türkei, Grundschule in Kayseri, ab 1973 in Berlin; Lehre als Maschinenschlosser, Studium der Psychologie, Philosophie und Allgemeinen Literaturwissenschaft an der FU, Berlin; Diplom in Psychologie, Promotion in Literaturwissenschaft; Leiter verschiedener Studien, Vertretungsprofessuren; seit 2010 Leiter des Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung und Professor für Moderne Türkeistudien an der Universität in Duisburg-Essen.
Fatih Akin: Im Clinch
256 S., Rowohlt 2011 24,95 EUR
Mehrere Monate haben Volker Behrens und Michael Töteberg Gespräche mit dem Regisseur Fatih Akin geführt. Mit bemerkenswerter und unverstellter Aufrichtigkeit erzählt Akin in erster Linie von der Entstehungsgeschichte seiner Filme und seinem Werdegang als Regisseur, aber auch von seiner Kindheit als Sohn türkischer Einwanderer in Hamburg. Dabei spricht er über eigene Fehler und Erfolge, über Integration, Identität und Globalisierung. „Im Clinch“ ist eine spannende Fundgrube für filminteressierte Leser, die Akins Filme bestenfalls kennen. Sie erfahren sehr viel über seine Arbeitsweise, seine Begeisterung für das Geschichtenerzählen und die nationale Filmlandschaft.
Blätter für deutsche und internationale Politik September 2011
Blätter Verlag 2011 9,50 EUR
u.a. Großbritannien – Riot oder Revolte, Hunger in Afrika – unsere Katastrophe, Somalia zwischen Bürgerkrieg und Hungersnot, Simbabwe – der ewige Mugabe?, Libyen: Dilemma der Intervention, Krise und Zukunft globaler Ordnungspolitik, Epochenjahr mit Fallstricken: Was die Arabellion dem Westen abverlangt und was sie ihm eröffnet, Palästina vor der Unabhängigkeit
Blätter für deutsche und internationale Politik Oktober 2011
Blätter Verlag 2011 9,50 EUR
u.a.: Demokratische Republik Kongo: Staat ohne Recht, Arabische Revolution: Meer und Sonne für Europa – ein neues Generationsprojekt, Afghanistan – der endlose Krieg, Festung Europa: Flüchtlingsschutz in Not, Der humanistische Zionismus
Tahar Ben Jelloun: Arabischer Frühling
Vom Wiedererlangen der arabischen Würde
128 S., Berlin Verlag 2011 10,00 EUR
Peter Scholl-Latour: Arabiens Stunde der Wahrheit
Aufruhr an der Schwelle Europas
430 S., Propyläen 2011 (erscheint am 10.10.) 24,99 EUR
Hochaktuell: Peter Scholl-Latour über die arabische Revolution. Zeitgleich als Hörbuch eine gekürzte Lesung auf 4 CDs für 19,99 EUR.
Lars Gaiser: Leben und Handeln im Kairorer Alltag
Sozialwissenschaftliche Analysen einer Gesellschaft im Umbruch
604 S., geb., Dr. Ludwig Reichert 2011 148,00 EUR
Unter dem Eindruck des politisch-gesellschaftlichen Diskurses infolge des 11.September 2001 und der Orientalismusvorwürfe von Seiten arabischer Intellektueller hat Lars Gaiser einen neuen handlungsorientierten Forschungsansatz entwickelt, den er am Beispiel der vier Alltagssituationen – Bildung ermöglichen – Nachbarschaft gewähren – Wohnraum beschaffen – sowie Wohnraum gewähren getestet hat. Durch die Analyse sämtlicher mit diesen Alltagssituationen verbundenen Handlungsoptionen und unter Verwendung zahlreicher Fallbeispiele verschafft er dem Leser einen Einblick in die disparaten gesellschaftlichen Verhältnisse in Kairo unmittelbar vor den Massenaufständen.
Michael Axworthy: Iran. Weltreich des Geistes
Von Zoroaster bis heute
320 S., geb., Wagenbach 2011 24,90 EUR
Die Griechen zählten die Perser zu den kulturlosen Barbaren – aus reiner Eifersucht und Konkurrenzgefühlen, denn sie waren ihnen militärisch oft unterlegen. Trotzdem prägt diese Klassifizierung unser Geschichtsbild bis heute. Dabei ist der Iran ein Weltreich des Geistes von ungeahnter Vielfalt und anhaltender Bedeutung. Schon früh entwickelten sich dort ein ausgeklügeltes Handelssystem, eine differenzierte Religion und eine reichhaltige Literatur. Gerade die exponierte geografische Lage zwischen zwei Kontinenten führte historisch zu einem starken Einfluss auf Europa und Zentralasien. Der Autor unternimmt eine faszinierende Reise durch die Geschichte dieses unterschätzten Kulturlandes und lässt uns am Aufstieg und Niedergang der Dynastien genauso teilhaben wie an den wegweisenden Umwälzungen etwa der großen Revolution 1979 unter Khomeini. An vielen Beispielen – wie der Stellung der Frau, der hochentwickelten Medizin und Astronomie, des Seidenhandels und der Setzung juristischer Begriffe – zeigt er die Vorreiterrolle des Iran. Drei Jahrtausende Geschichte auf etwa dreihundert lesbaren Seiten zu komprimieren wäre schon ein beeindruckendes Kunststück bei einem weniger wildwuchernden Sujet als der Vergangenheit des Iran. Axworthys geschichtliche Entwirrung der Geschichte des Landes ist eine erstaunliche Leistung. Er führt in großem Bogen und zugleich detailreich durch drei Jahrtausende iranischer Kulturgeschichte. Ein längst fälliger Einblick in eine wenig bekannte Region. Axworthy war über mehrere Jahre lang Leiter der iranischen Abteilung des British Foreign Office. Er hat bereits zahlreiche Texte und Bücher zum Iran veröffentlicht und lehrt heute arabische und islamische Studien an der Universität von Exeter.
Kosmos Verlag hat eine Reihe „21st Century Thrill“ mit brisanten Themen unserer Zeit für jugendliche Leser gestartet:
Sam Mills: State of Terror
352 S., Kosmos 2011 12,95 EUR
Ab 14 Jahre über Menschenrechte, Überwachungsstaat, Terrorismus
Eric Walters: We all fall down
208 S., Kosmos 2011 12,95 EUR
Ab 14 Jahre über die Terroranschläge vom 11.September 2001
Michael Butter/Birte Christ/ Patrick Keller (Hrsg.)
9 / 11. Kein Tag, der die Welt veränderte
169 S., Ferdinand Schöningh 2011 16,90 EUR
Zehn Jahre nach den Terroranschlägen in New York und Washington D.C. ist es Zeit, Bilanz zu ziehen: Stellt der 11.September 2001 tatsächlich eine historische Wende dar?
Elmar Theveßen: Nine Eleven – der Tag der die Welt veränderte
346 S., Ullstein 2011 19,90 EUR
Diese Sicht auf die Dinge deckt sich mit derjenigen, der meisten Beobachter – geht aber in einem Punkt über andere Darstellungen hinaus. Die Terrorzellen unter Führung von Mohammed Atta hätten die Türme des World Trade Center auch deshalb gewählt, um den gesamten New Yorker Finanzdistrikt rund um die Wall Street zu treffen. Ziel sei es auch gewesen, auf den internationalen Finanzmärkten Turbulenzen auszulösen. Auch wenn es gelang, eine finanzielle Katastrophe zu verhindern, sind die langfristigen ökonomischen Folgen desaströs. Die Kriege und Anti-Terror-Operationen im Gefolge des 11.September sind mitursächlich für die immense Schuldenlast der USA.
Bernd Greiner: 9 / 11. Der Tag, die Angst, die Folgen
280 S., C. H. Beck 2011 19,95 EUR
Diese ausgewogene Bewertung der Ereignisse bindet zahlreiche Originaldokumente wie etwa Cockpitprotokolle der entführten Flugzeuge ein und spiegelt damit durchaus die Dramatik der Ereignisse wider. Greiner räumt aber auch mit zahlreichen Legenden auf, die um „9/11“ gestrickt wurden.
Mathias Bröckers / Christian C. Walter: 11.9. – zehn Jahre danach
Der Einsturz eines Lügengebäudes
320 S., Westend Verlag 2011 16,99 EUR
Die beiden Journalisten melden erhebliche Zweifel an der offiziellen Version der Anschläge an – vor allem an dem „9/11“-Bericht der Regierungskommission. Zu viele Ungereimtheiten, sich widersprechende Zeugenaussagen, keine hieb- und stichfesten (Bild-)Beweise. Z.B.: Das von der US-Regierung präsentierte Video, in dem Osama Bin Laden sich zu den Anschlägen bekennt, enthält falsche Koranzitate, die dem „echten“ Al-Qaida-Chef nie über die Lippen gekommen wären.
Marcus B. Klöckner: 9 /11 – Der Kampf um die Wahrheit
212 S., Heise Verlag 2011 16,90 EUR
Paul Schreyer: Inside 9 / 11
Neue Fakten und Hintergründe zehn Jahre danach
120 S., Kai Homilius Verlag 2011 8,80 EUR
Gerhard Wisnewski: Operation 9/11 – Der Wahrheit auf der Spur
480 S., knaur TB 2011 12,99 EUR
Stephanie Hoth: Medium und Ereignis
9/11 im amerikanischen Film, Fernsehen und Roman
309 S., geb., Universitätsverlag Winter 2011 49,00 EUR
Kate Brooks: Im Licht der Dunkelheit
Ein fotografisches Tagebuch seit 9/11
252 S., 100 Farbfotos, geb., Benteli Verlag 2011 49,80 EUR
Eine ergreifende Chronik der Ereignisse seit 9/11. Kurz nach dem 11.September 2001 brach die amerikanische Fotografin Kate Brooks, damals 23 Jahre alt, in die arabische Welt auf. Ihre Reise führte sie übere Pakistan und Afghanistan in den Irak, Iran, nach Gaza, in den Libanon, bis nach Ägypten und Libyen. Brooks Bilder zeigen sowohl die raue Schönheit als auch den schneidenden Schmerz einer konfliktgebeutelten Region.
Bernd Wohlgut: Afghanistan
30 Jahre Krieg am Hindukusch
292 S., Pb., Shaker Media 2011 24,90 EUR
Über die historische Entwicklung von 1979 bis 2009 mit Einsätzen und Hintergründen. Über Warlords, Gewalt, Erfolge und Fehler. Der Autor recherchierte eineinhalb Jahre und zeigt die Entwicklung von Afghanistan in den letzten 30 Jahren auf. Er beleuchtet die sowjetische Okkupation, den Bürgerkrieg und die Versuche der UNO, diesen zu stoppen, sowie die Herrschaft der Taliban. Detalliert zeichnet er den amerikanischen Sturm auf Afghanistan im Jahre 2001 nach und widmet sich den Problemen, welche das Land seither hat. Besonderes Augenmerk richtet er dabei auch auf die Warlords, die heute als Minister und Abgeordnete die Geschicke des Landes beeinflussen. Er liefert Hintergrundsinformationen zu den Interessen von Pakistan, Saudi-Arabien sowie den wirtschaftlichen und strategischen Interessen der Welt in dieser Region.
Götz Aly: Warum die Deutschen? Warum die Juden?
Fischer Verlag 2011 22,95 EUR
„Der Holocaust hat seine Ursache im Sozialneid“ lautet die durchaus streitbare Kernthese von Götz Alys neuestem Buch. In seinem Essay begibt sich der Heinrich-Mann-Preisträger auf die Suche nach den Wurzeln des nationalsozialistischen Rassenwahns. Besprechungen gab es bereits in der „Zeit“, in der „Süddeutschen Zeitung“ und im „Stern“.
Hans-Georg Glaser: Warum denn nicht endlich Frieden?
Der israelisch-palästinensische Konflikt. Krisenzone Nahost
134 S., Pb., Shaker Media 2011 14,80 EUR
Mehr als ein Jahrhundert sind seit der 1. Alija – der ersten jüdischen Einwanderungswelle nach Palästina – 1882 – 1903 – vergangen, rund 60 Jahre nach der Gründung des Staates Israel und mehr als 30 Jahre nach dem Krieg von 1967. Und noch immer gibt es keinen Frieden. Wird es der neuen amerikanischen Administration unter dem Präsidenten Obama gelingen, einen „internationalen Konsens“ durchzusetzen? Die historische Rede des neugewählten USA-Präsidenten in Kairo unter dem Titel „Der Kreislauf der Verdächtigen und Zwietracht muss enden“, die nicht nur bei den Konfliktparteien im Nahen Osten, sondern in der ganzen Welt mit viel Zustimmung aufgenommen wurde, weckte neue Hoffnungen für die Fortsetzung des Friedensprozesses.
Uri Orlev: Ein Königreich für Eljuscha
286 S., Gerstenberg 2011 16,95 EUR
Für Jugendliche ab 14 Jahre, aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler übersetzt. Die ergreifende Geschichte des großen israelischen Autors spielt zwischen 1941 und 1944 in einem Dorf in der Steppe von Kasachstan. Es ist nicht nur der Zufluchtsort für den jüdischen Jungen Eljuscha, sondern sein Paradies. Sein bester Freund wird ein moslemischer Junge. Als der Krieg endlich zu Ende ist, zieht es den Jungen und seine Mutter nach Palästina. Abschied und Neuanfang zugleich. Das Buch steht auf der Bestenliste für junge Leser vom Deutschlandfunk.
Boualem Sansal – Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2011
Die Bücher des algerischen Schriftstellers in deutscher Übersetzung:
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2011 – Boualem Sansal
Hrsg: Börsenverein des Deutschen Buchhandels
104 S., MVB Service 2011 (ab 31.10.2011 erhältlich) 14,90 EUR
Boualem Sansal sitzt seit Wochen an seiner Rede, mit dem Ziel, dass sie auch über den Tag der Verleihung am 16.Oktober während der Frankfurter Buchmesse in der Frankfurter Pauslkirche hinaus ihre Wirkung behält – so wie es zum Beispiel auch bei den Reden von David Grossman, Susan Sonntag oder Saul Friedländer der Fall war, um nur einige zu nennen. Das schön gestaltete Buch wird dem gewichtigen Inhalt gerecht. Der Börsenverein ehrt mit der Verleihung den algerischen Schriftsteller, der als leidenschaftlicher Erzähler, geistreich und mitfühlend, die Begegnung der Kulturen in Respekt und wechselseitigem Verstehen befördert. Boualem Sansal gehört zu den wenigen in Algerien verbliebenen Intelektuellen, die offene Kritik an den politischen und sozialen Verhältnissen üben. Mit seinem hartnäckigen Plädoyer für das freie Wort und den öffentlichen Dialog in einer demokratischen Gesellschaft tritt er gegen jede Form von doktrinärer Verblendung, Terror und politischer Willkür auf. Dabei richtet sich sein Blick nicht nur auf die Heimat, sondern auf die ganze heutige Welt.
Boualem Sansal: Der Schwur des Barbaren
468 S., Pb., Merlin Verlag 18,90 EUR
Roman. Sansals Erstlingsroman: Unter dem Eindruck der Ermordung des algerischen Präsidenten Boudiaf (1992) und der politischen Realität des vom Bürgerkrieg gebeutelten Landes, in der die Islamisierung der Gesellschaft zunimmt, beginnt Sansal 1996 mit seinem ersten Roman „Der Schwur des Barbaren“. Die in der als Kriminalroman angelegten Geschichte offen geäußerte Kritik an der politischen Situation in Algerien veranlasst seinen Verlag, Sansal zu raten, den Roman unter Pseudonym zu veröffentlichen, was dieser jedoch ablehnt. In Frankreich wird der Roman mit großer Begeisterung aufgenommen. Sansal selbst wird mit der Veröffentlichung des Romans von seiner Arbeit im Ministerium beurlaubt.
Boualem Sansal: Das verrückte Kind auf dem hohlen Baum
280 S., geb., Merlin Verlag 23,00 EUR
2000 erscheint sein zweiter Roman. Die von der Kritik hoch gelobte Geschichte handelt von zwei Gefangenen, die in einer Zelle auf die Vollstreckung der Todesstrafe warten. Sie führen stellvertretend, über ihre unterschiedlichen Wertesysteme und Weltanschauungen hinweg, den Dialog zwischen der westlichen und nordafrikanischen Welt.
Boualem Sansal: Erzähl mir vom Paradies
280 S., geb., Merlin Verlag 22,90 EUR
Nach kritischen Äußerungen über den autokratischen Führungsstil des algerischen Präsidenten Bouteflika wird Sansal 2003 endgültig aus dem Staatsdienst entlassen. Es folgt im gleichen Jahr dieser Roman über eine Bar in Algier, in der allabendlich die Stammgäste zusammen kommen und sich in ihren Geschichten über Algerien gegenseitig übertreffen, wobei die Grenzen zwischen einem erträumten neuen Algerien und der Realität des alltäglichen Elends mit Machtmissbrauch, Korruption und Misstand immer mehr verwischen.
Boualem Sansal: Harraga
288 S., geb., Merlin Verlag 22,90 EUR
Der vierte Roman von Sansal ist eine Hommage an die Frauen Algeriens, in dem er die Isolation seiner beiden Hauptprotagonistinnen in der algerischen Gesellschaft beschreibt. So wird sein Roman zu einer Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau in einer islamisch geprägten Welt, in der es letztlich nicht um einen Konflikt der Weltreligionen, sondern um ein entschiedenes Handeln gegen überkommene Traditionen geht.
Boualem Sansal: Postlagernd: Algier
Zorniger und hoffnungsvoller Brief an meine Landsleute
84 S., Pb., Merlin Verlag 9,90 EUR
Ein Jahr nach dem Roman „Harraga“ folgt ein offener Brief, mit dem Sansal, weit über den algerischen Kontext hinaus, seine Forderung nach einer wahrhaftigen Demokratie formuliert, in der die Vision einer aufgeklärten Weltbevölkerung Gestalt annehmen könnte. Nach der Veröffentlichung werden seine sämtlichen Bücher in Algier auf den Index gesetzt. Trotz des politischen Drucks auf ihn entscheidet er sich, in seinem Heimatland zu bleiben.
Gefolgt von „Unser Herz schlägt in Tunis“, vier Essays und ein Interview zum arabischen Frühling. Sansals 2006 verfasster Brief an seine Landsleute mit dem Titel „Postlagernd: Algier“ prägte Hoffnung. Er ist eine Abrechnung mit den kollektiven Legenden: Nein, Algerien ist nicht arabisch, sondern ein Völker- und Sprachgemisch, seine Bewohner seien nicht von Natur aus, sondern allenfalls aus Überzeugung muslimisch – was den Autor und sein Werk im Land endgültig auf den Index brachte. Wieder aufgelegt und ergänzt mit aktuellem.
Boualem Sansal: Das Dorf der Deutschen
288 S., Pb., Merlin Verlag 2009 15,80 EUR
Sansals jüngster Roman erzählt von zwei in Frankreich aufgewachsenen algerischen Brüdern, die nach dem Tod ihrer Eltern mit der Nazi-Vergangenheit ihres deutschen Vaters konfrontiert werden. Sansal verbindet in der Geschichte die Tabuisierung der Shoah in der arabischen Welt mit der tristen Realität von Einwanderern in den europäischen Vorstädten. Der Roman löst bei seinem Erscheinen in Frankreich eine große Debatte aus, da Sansal die Methoden der Islamisten mit denen der Nationalsozialisten in Relation setzt. Seit der Veröffentlichung hat in Algerien der gesellschaftliche und politische Druck auf ihn zugenommen.
Boualem Sansal: Literatur, kein Krieg
Ein Filmportrait von Alain de Sèdouy
ARTE-DVD, 52 Min.
Die Leser von Sansal versuchen, seine in Algerien auf den Index gesetzten Bücher im Ausland zu kaufen oder bei den Buchhändlern im Lande, die es wagen, sie heimlich unter dem Ladentisch zu verkaufen. Kopien seiner Texte werden auch im Internet verbreitet, um mit ihnen über die Möglichkeiten eines demokratischen Wandels zu diskutieren. Mit Beginn der Demonstrationen und Demokratisierungsprozesse in der Arabischen Welt Ende 2010 wird Sansal auch im Ausland zu einem wichtigen Gesprächspartner. In zahlreichen Veröffentlichungen und Interviews unterstützt er die Reformbewegungen und warnt vor immer mehr an Einfluss gewinnenden fundamentalistischen Islamismus. Mit Skepsis setzt er sich auch mit dem aufkommenden arabischen Nationalismus auseinander, der den Weg zur Demokratie behindern könnte. Für seine Romane erhält Sansal neben dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels zahlreiche Auszeichnungen.
Fabien Didier Yene: Bis an die Grenzen. Chronik einer Migration
280 S., geb., Drava Verlag 2011 19,80 EUR
Europa, das gelobte Land – dort will der Autor hin und erzählt uns seine Geschichte einer Migration: vom Durchqueren der Wüste, von den Methoden der Schlepper, der allgegenwärtigen Angst vor Entdeckung, vom Scheitern und immer neuen Versuchen, endlich auf der „Zielgeraden“ anzukommen. Von verlorenen Illusionen, aber auch von Hoffnung, Freundschaft und Solidarität.
Ngugi wa Thiong`o: Herr der Krähen
944 S., geb., A 1 Verlag 2011 29,90 EUR
Ein fulminantes Epos, ein Märchen von der Wirklichkeit, eine Satire auf Diktatoren im fiktiven Staat Aburiria. Ein Burlesque auf politische Eliten, Gewalt, Korruption, Arm und Reich und die ganze Misere des geschundenen Afrika; geschrieben nicht in der Sprache der einstigen Kolonisatoren, sondern in Gikuyu; ohne Happy End, aber mit Hoffnung, gewitzt, intelligent und poetisch.
Chirikure Chirikure: Aussicht auf eigene Schatten
120 S., dreisprachig, Verlag das Wunderhorn 2011 18,90 EUR
Einer der wenigen Dichter, die in einer afrikanischen Sprache schreiben und trotzdem international wahrgenommen werden. Ein mehrsprachiger Band (Shona, Englisch und Deutsch) voller rhythmischer Gedichte, deren Thematik von Mythen bis hin zu Maschinengewehren reicht; eine Stimme, die eigen und anders ist.
Malla Nunn: Lass die Toten ruhen
383 S., geb. , Rütten und Loening 2011 19,95 EUR
Emanuel Cooper ist wieder da: Dieses Mal bekommt es der Ermittler im Südafrika der 1950er Jahre mit dem russischen und dem amerikanischen Geheimdienst zu tun. Und natürlich mit dem ganz alltäglichen Rassismus der noch jungen Apardheid, der schließlich aber zur Aufklärung von Coopers zweitem Fall beiträgt. Ein hochpolitischer, spannender und temporeicher Roman.
Imraan Coovadia: Gezeitenwechsel
288 S., Verlag das Wunderhorn 2011 24,80 EUR
Durban, Südafrika: Der indischstämmige Arzt Arif wurde ermordet. War er den Obrigkeiten des Landes ein Dorn im Auge, weil er einen afrikanischen Virusstamm von Aids erforscht hatte? Der Form nach ein Krimi, liefert „Gezeitenwechsel“ eine aufregende Innensicht in ein Land im Umbruch: Denn Coovadia erzählt jenseits üblicher Klischees von großen Themen wie Rassismus und Afrikanismus, von Aids und Organhandel.
Haley Tanner: Vaclav und Lena
340 S., dtv 2011 14,90 EUR
Roman. Eine Lüge, stärker als die Wahrheit. Vaclav, der Zauberer, liebt Lena, die kleine Lebenskünstlerin – bis sie eines Tages plötzlich verschwindet. Die mitreißende, märchenhafte Geschichte einer großen Liebe im russischen Immigrantenmilieu in Brooklyn, New York.
Liao Yiwu: Für ein Lied und hundert Lieder
Ein Zeitzeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen
592 S., Fischer 2011 24,95 EUR
Dreißig Männer in einer Zelle, Hitze bis 40 Grad, Hunger, Madennester in verwahrlosten Mündern – das ist der Alltag für einen politischen Häftling wie Liao Yiwu in Chinas Gefängnissen. Der Dichter beantwortet das unfassbare Grauen mit der Klarheit seines Berichts, mit Komik, vor allem aber mit der Poesie seiner Gedichte. Ein Lebenswerk und ein Buch, das man nicht vergisst. Der Autor wurde nun mit dem Geschwister-Scholl-Preis 2011 ausgezeichnet, der vom Bayrischen Landesverband des Börsenvereins und der Stadt München vergeben wird.
Ai Weiwei: Macht euch keine Illusionen über mich
478 S., Galiani Berlin 2011 19,90 EUR
Die über hundert kurzen Essays stammen aus Ais Blog „Schwachsinn ist gratis“, in dem er seit 2006 jeden Tag mindestens einen Text postete, bis die chinesische Regierung es am 28.Mai 2009 löschen ließ. Der Künstler äußert sich klug, präzise, humorvoll und oft drastisch zur chinesischen Gegenwartspolitik. Außerdem organisiert er die Untersuchung, die er organisierte, als über 1500 Kinder starben, weil ihre Schulen nicht erdbebensicher gebaut waren und eine Liste der Opfer fehlte. Ergänzt werden die Einträge durch Tweets und Interviews aus den letzten Jahren. Dass all diese Texte in gedruckter Form erhältlich sind, ist ein kleiner Sieg.
Anna Vovsova: Josef und Li
320 S., Heyne 2011 12,99 EUR
Für Kinder ab 10 Jahre. Die elfjährige Li ist mit ihrer Familie nach Prag gekommen. Die Eltern wollen eine vietnamesische Teestube eröffnen. In der Wohnung über ihnen lebt Josef, Lis Mitschüler. Zwischen den Beiden entwickelt sich eine wunderbare Beziehung. In schwieriger Zeit erkennt Josef, dass Li die Einzige ist, die ihn versteht. Ein anrührender Jugendroman über Fremdsein, Familie und den Sieg einer Freundschaft. Das Buch steht auf der Bestenliste für junge Leser vom Deutschlandfunk.
Fransisco Goldman: Die Kunst des politischen Mordes
512 S., Rowohlt 2011 24,95 EUR
Der Mord an dem guatemaltekischen Bischof Juan Gerardi im Jahr 1998 war für Goldman der Anlass, ein politisches Verbrechen Faser für Faser zu sezieren. Methodisch als investigativer Journalismus, inszeniert mit literarischen Mitteln. Am Ende steht das große, bitter-komische absurde Theater, die Realität als Groteske.
Hans-Georg Glaser: Ich habe den Schrei meines Volkes gehört
Lateinamerika und die Theologie der Befreiung
82 S., Pb., Shaker Media 2011 14,80 EUR
Lateinamerika ist seit jeher von einer starken Ungleichheit der Einkommen gekennzeichnet. Trotz einer leichten Verbesserung durch einige Jahre des Wirtschaftsaufschwungs und gestiegener öffentlicher Sozialausgaben in einigen Ländern wie Brasilien, Venezuela und Nicaragua blieben die Einkommensunterschiede sehr hoch. Die politischen Unruhen in Lateinamerika haben ihre Ursache vor allem in der schreienden Ungleichheit, basierend auf der ungerechten Verteilung des Grundbesitzes, die ein Erbe der 300-jährigen Kolonialherrschaft darstellt.
Maya, Inka und Atzeken – Was ist was, Band 130
48 S., geb. Tessloff 2011 9,95 EUR
Die Welt der Maya, Inka und Azteken entdecken (Kinder- und Jugendbuch)
Als Hörbuch (ca. 60 Min.) ebenfalls erhältlich 7,99 EUR
Auch Dorling Kindersley startet eine ähnliche Reihe für Kinder und Jugendliche mit 50 Bänden „Memo – Wissen ist grün“, jeweils 72 S., geb. incl. Poster 9,95 EUR
Auswahl:
Bd. 8: Das alte Ägypten
Bd.28: Azteken, Inka und Maya
Bd. 34: Christentum
Bd.21: Das alte Griechenland
Bd.18: Indianer
Bd.11: Klimawandel
Bd.31: Mythologie
Linda Polman: Die Mitleidsindustrie
Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen
267 S., Campus 2010 19,90 EUR
Humanitäre Hilfe hat viele Seiten. Hier kommen die unbequemsten! Linda Polmans kritischer Bericht über den milliardenschweren Apparat der Nothilfe und die Frage ob sie Leid wirklich mindert – oder Krieg und Gewalt noch verlängert.
Stefan Bonner / Anne Weiss
Heilige Scheiße – Wären wir ohne Religion wirklich besser dran?
258 S., TB, Bastei-Lübbe 2011 8,99 EUR
Jule glaubt an Gott, findet Kirche aber doof. Marc glaubt nicht, dass Dornbüsche sprechen, liest jedoch täglich sein Horoskop. Und Tobias denkt: Wenn Gott uns liebt, warum gibt es dann die Flippers? Wir können mit Religion nicht mehr viel anfangen und halten ALDI für glaubwürdiger als den Papst. Sonntägliche Gottesanbetung passt nicht mehr zum Lifestyle, und Gott hat bei Facebook nur 137 Freunde. Sind wir von allen guten Geistern verlassen? Die beiden Autoren nehmen Ahnungslose und Erleuchtete unter die Lupe und stellen fest: Immer mehr Menschen finden, dass sie auch als Heidenkinder einen Heidenspaß haben können. Wären wir denn ohne Religion wirklich besser dran? Witzig, intelligent, tabulos.
Alfons Schuhbeck: Meine Reise in die Welt der Gewürze
Von Marrakesch bis Istanbul: 150 neue Rezepte
Die Geschichte und die Heilkraft der Gewürze neu entdeckt
384 S, geb., Zabert Sandmann 2011 (erscheint Ende Oktober) 24,95 EUR
Seit über zehn Jahren beschäftigt sich der bekannte Koch aus dem TV mit Gewürzen, und je mehr er über sie erfährt, desto größer wird seine Neugier nach den Anfängen und Heilkräften dieser Kostbarkeiten. Der große Erfolg seines ersten Gewürzbuches zeigte, dass er mit dieser Neugier nicht alleine ist. Für sein zweites Gewürze-Buch hat er sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt, ist auf Spurensuche gegangen und zu den Ursprüngen der Gewürze gereist. In Marrakesch, Damaskus, Jerusalem, Beirut und Istanbul hat er Menschen getroffen, die noch jahrhundertealtes Wissen vermitteln konnten, das in unserer heutigen Zeit oftmals unbeachtet oder sogar verloren gegangen ist. Gespräche mit einheimischen Köchen, Händlern, Apothekern und anderen haben ihn zu vielen neuen Rezepten inspiriert. Für das Wissen über Gewürze unerlässlich wird in diesem Buch auch erstmals über die faszinierende, kaum bekannte Kulturgeschichte und die Heilkraft der Gewürze zu lesen sein. Die Reiseberichte von Schuhbeck kann man auch online miterleben:
Florian Harms / Lutz Jäkel: Kulinarisches Arabien
Marokko – Tunesien – Libyen – Ägypten – Dubai – Jordanien – Syrien –Libanon
272 S., geb., Umschau 2011 (erscheint im Oktober) 29,90 EUR
Vollständig überarbeitete Sonderausgabe zum Spitzenpreis des gut geschriebenen und illustrierten Kochbuchs. Es liest sich so spannend wie sonst nur eine gute Reisebeschreibung.
Silvena Rowe: Granatapfel, Sumach & Zitrusduft
Die schönsten Rezepte aus der orientalischen Küche
254 S., AT Verlag 2011 24,90 EUR
War im August Kochbuch des Monats.
Puerto Ricanische Küche
Kochrezepte aus der kleinsten Insel der Großen Antillen
128 S., Nader Asfahani Verlag Hamburg 2011 8,70 EUR
Tapas
Kleine Geschichte der mediterranen Küche
128 S., Pb., Umschau 2011 16,90 EUR
So schmeckt der Sommer – auch im Winter ! Über 100 raffinierte Rezepte für spanische Tapas, italienische Antipasti und arabische Mezze.
Yotam Ottolenghi: Genussvoll vegetarisch
Mediterran, orientalisch, raffiniert
287 S., Dorling Kindersley 2011 24,95 EUR
Glamouröse Gemüscheküche aus London
Tom Vandenberghe: Vietnam Street Food.
Kulinarische Reiseskizzen aus Hanoi und Vietnam
208 S., Hädecke Verlag 2011 18,00 EUR
40 Originalrezepte aus den Straßenküchen Vietnams und dazu Geheimtipps und Adressen rund um die quirlige Hauptstadt Hanoi machen auch den zweiten Band der Reihe für kulinarische Globetrotter zu einem verführerischen Koch- und Reisebuch in einem.
David Thompson: Thai Food
672 S., Collection Rolf Heyne 2010 75,00 EUR
Opus Magnum zur Thai-Küche, vom renommierten Küchenchef aus Sydney.
Eine kulinarische Weltreise, 225 köstliche Rezepte
384 S., 800 Fotos, National Geographic 2011 39,95 EUR
Dieses opulente Nachschlagewerk liest sich so genüsslich wie ein Fünf-Sterne-Menü. Durch seine vielfältigen Zutatenlisten und seine hochklassigen Fotos ist das Buch eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Aber bitte nicht mit leerem Magen durchblättern.
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